Generalbundesanwältin Monika Harms will natürlich auch den Bundestrojaner:
„Wir müssen bei schwersten Straftaten eine solche Möglichkeit - selbstverständlich unter Richtervorbehalt - haben“, sagte Frau Harms im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.).
Straftäter kommunizierten heute so verschlüsselt über das Internet, dass anders an die Informationen nicht heranzukommen sei. „Wir müssen uns beeilen, um in der technischen Entwicklung auf Augenhöhe mit den Straftätern zu kommen. Die elektronische Entwicklung geht so schnell voran, dass wir ansonsten mit dem eher schwerfälligen Instrumentarium der Strafprozessordnung weit abgeschlagen werden“, sagte sie.
Natürlich ist immer das Pferd (die Strafprozessordnung) schuld, wenn der Reiter das Pferd weder in Stall noch auf der Weide gefunden hat, das Zaumzeug und der Sattel verschwunden ist, oder der Reiter nicht auf das Pferd kommt. Diese Ausreden hört jeder Reitlehrer jeden Tag in jeder Reitstunde. Diese Ausrede ist dumm und langweilig. Wer nicht reiten will und wer nicht strafverfolgen will, wird immer einen Grund finden seine Untätigkeit zu verbrämen.
Frau Bundesanwältin Harms erinnert mich an einen guten Freund von mir. Der hat in der Garage alles an Werkzeug, was je von der deutschen Werkzeugindustrie für den engagierten Handwerker gebaut wurde. Restlos alles. Alles wohlgeordnet, gepflegt und jederzeit einsatzbereit. Bei jedem Besuch, den ich bei ihm mache, zeigt er mir seine Neuerwerbungen. Sie sind sein ganzer Stolz. Er weiß auch die Möglichkeiten eines jeden Werkzeuges bis ins kleinste Detail in den glühendsten Farben zu schildern. Er weiß wirklich Bescheid. Er ist in Sachen Information über die Fähigkeiten von Werkzeugen ein Vollprofi.
Seine Frau allerdings hat einen kleinen roten Eimer. Da sind ein paar Zangen, Hammer und Nägel drin. Irgendwo liegt eine Bohrmaschine rum, das ganze wirkt sehr chaotisch und sehr gebraucht. Wenn nun der Tag naht, wo mein Freund sein prächtiges Werkzeug einsetzen könnte, dann passiert etwas merkwürdiges. Er macht einen Plan, legt die Reihenfolge der Werkzeuge fest, fährt meist schnell noch zum Händler um ein wichtiges Zusatzteil zu besorgen, während seine Frau die Aufgabe löst.
Mein Freund hat nämlich ein kleines Problem. Er ist stinkfaul, oder eher schon zum stinken zu faul und kann zum anderen mit seinem prächtigen Werkzeug nicht umgehen.
Frau Harms möchte die alte Mähre der Strafprozessordnung nicht reiten. Sie möchte den strahlend weißen Schimmel der Onlinedurchsuchung. Sie hat nie einem Schimmel besessen. Wer Schimmelreiter sein weil, muss ein Putzteufel sein. Grüne Grasflecken auf dem Hinterteil, Kot im Schweif, die Stute die es schafft sich auf den Rücken zu pinkeln, der Hengst der sich unter den Bauch pinkelt. Da braucht es Shampoo, Kardätsche, Kaktustuch, und Stunden um das Pferd für den einstündigen Ausritt vorzubereiten. Schimmelreiter haben es schwer.
Aber wenn wir Frau Harms keinen geputzten Schimmel geben kann sie nicht ermitteln. Gegen all die bösen linken Extremisten die sogar Bibliotheken bedienen können. Dabei bestehen ihre Ermittlungen doch hauptsächlich darin, in der Nacht Türen eintreten zu lassen und Wohnungen in ein Chaos zu verwandeln und dabei bei Freunden und Verwandten, möglichst auch bei kleinen Kindern, alle Ängste dieser Erde auszulösen.
Frau Harms will nämlich nicht Straftäter verfolgen. Frau Harms will linke Straftäter produzieren. Dafür braucht sie allerdings kein Werkzeug. Das hat bisher jeder Bundesanwalt und jedes Mitglied dieser Behörde aus dem Stand gekonnt. Frau Harms wollte nicht im Sachsensumpf ermitteln, sondern googelt lieber nach Leuten die das Wort Gentrifikation beherrschen. Frau Harms will auch nicht, die im Internet im Klartext zum Mord am OLG-Richter Rohe aufrufen oder deren Aufrufe unterstützen bekämpfen. Sie ist für Gewalt gegen Muslime, Richter und Linke nicht zuständig, solange die so absonderliche Rechte wie Meinungsfreiheit und Gleichheit verteidigen.
Frau Harms wird ihren Bundestrojaner bekommen. Gar keine Frage. Alles was uns einer Diktatur näher bringt, wird gemacht. Schäuble lässt da schon nicht locker. Aber sie wird damit bestenfalls ein paar Pornoseitengucker oder Downloader erwischen. Der Rest lacht sich eins und lässt ihre Behörde suchen, bis deren Speicher bersten. Es macht keinen Sinn ihr einen USB-Stick zu erklären. Sie würde es nicht verstehen. Lassen wir sie von ihrem Schimmel träumen. Widerstand macht keinen Sinn, da wo es keine Vernunft mehr gibt.




















Mal schauen, wann die gegenwärtige Beinahe-Diktatur kollabieren wird.