"Meinst du mir geht es anders. Der Stoiber kann nicht mit den Grünen und mit der Tante Westerwelle auch nicht so richtig. Die Merkel nicht mit dem Stoiber und nicht mit dem Koch und auch sonst mit keinem. Ein einziges Chaos. Zwischendrin Schäuble der Morgenluft wittert und nicht riecht wie sehr er nach Bestechung stinkt. Dazu der teure Wahlkampf. Nun verlangen sie auch noch das wir mehr Parteispenden einsammeln. Aber wer gibt uns jetzt noch was?"
"Wir hatten ja gar nicht erst mit soviel Stimmen gerechnet, aber trotzdem auf die Parteispenden weisen sie uns auch immer hin. Bei wem bitte schön soll ich sammeln. Gewerkschaften, Sozialverbände Ruhrkohle und die Bürger haben wir vor den Koffer gehauen und die Genossen Bosse lassen uns und den Schröder nun am langen Arm verhungern. Wenn überhaupt kriegt nur der Clement noch was von der Energiewirtschaft, weil er denen ja jeden Gefallen getan hat. Aber der Rest zahlt doch nur an euch."
"Eben nicht, wir haben ja nicht gewonnen. Nichts ist mit totalem sozialen Kahlschlag und Steuerfreiheit für die Besitzenden. Die sind stocksauer die Herren Unternehmer, sie haben Millionen in die Medien investiert um uns zu stützen und jeden lügenden Wissenschaftler gekauft den sie kriegen konnten und nun tun uns die Bürger das an. Sie glauben uns nicht. Wo kommen wir denn da hin, wenn die Bürger entscheiden ob sie uns glauben oder nicht. Wenn sie selbst entscheiden wollen was für sie gut ist. Das geht doch nicht."
"Geht leider doch. Bei mir im Wahlkreis gab es sogar freie Kandidaten, ohne Partei, die haben sogar achtbare Ergebnisse erzielt. Die Bürger finden das schick. Freie Abgeordnete, so ein Blödsinn. Wie sollen die denn ohne Parteiführung wissen was sie bei Abstimmungen zu machen haben? An wen sollen denn dann die Parteispenden und Bestechungsgelder fließen? Das ist doch nicht demokratisch wenn plötzlich jeder Politik machen kann."
"War bei mir im Wahlkreis auch so. Einer hätte den fast gewonnen. Zum Glück wirkt sich das durch unser Wahlrecht nicht richtig auf die Ergebnisse aus. Ansonsten auweia. Dafür habe ich mich nun zwanzig Jahre ständig zur Minna machen lassen und irgendwelchen Parteivorsitzenden eifrig zugestimmt und dann kommt so ein hergelaufener Bürger und wird Politiker. Wir sollten das Grundgesetz ändern."
"Du meinst den Artikel 20 Absatz 2? Den sollten wir wirklich ändern in alle Macht geht von den Parteien aus. Dann ist endlich Ruhe. War ja auch eigentlich immer so."
"Ja und im Artikel 21 Absatz 1 muss es heißen die Parteien bestimmen die Willensbildung des Volkes. Um Politik ausüben zu können oder politisch Stellung zu nehmen muss der Bürger Mitglied einer Partei sein, die im Bundestag vertreten ist."
"Hihi, das könnte gehen. Das haben wir doch schon nach der Wiedervereinigung mit der Verfassung gemacht. Eigentlich hätten die dummen Bürger ja über eine neue Verfassung abstimmen müssen. Aber der Schäuble kam auf den Trick mit der Änderung des Geltungsbereiches."
"Ja, die haben sich damals betrügen lassen, das machen wir noch mal. Scheiß was auf die Bürger. Die brauchen wir dann nicht mehr. Dann hört das auch mit diesen komischen Wahlergebnissen auf."
"Richtig, wenn wir schon das Volk nicht wechseln können, ändern wir eben die Regeln. Aha es geht weiter mit der Sondiererei. Ich werde unseren Idee mal meinen Leuten vorschlagen. Machen Sie bei ihren das gleiche."
"Selbstverständlich, das kriegen wir schon hin, den Bürger zur Räson zu bringen. Vielleicht sollten wir uns nächste Woche mal im Industrieclub treffen. Da ist der Hummer so gut und Kaviar im Überfluss. Vor allem umsonst für uns. Das zahlt ja alles der Bürger als Werbeausgaben."
"Ja machen wir, ich liebe es wenn der Bürger großzügig zu uns ist, vor allem, wenn er das eigentlich gar nicht sein will."