Warum eigentlich nicht die Beschneidung weiblicher Genitalien zulassen?
Normalerweise würde ein Gesetz, dass z.B. für die Interessen der Mehrheit der Deutschen dringend notwendig wäre, mindestens zwei Jahre brauchen bis es in den Plenarsaal käme und wäre am Ende längst in sein Gegenteil umgewandelt worden. Seltsamerweise reichen in diesem Fall nur wenige Tage und Wochen um über die Parteien hinweg eine Gemeinsamkeit zu erzielen, die sonst nur dann zu finden ist, wenn es darum geht die Arbeitnehmer um einen gerechten Lohn zu betrügen.
Der SPD-Chef Sigmar Gabriel und die frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries erklären freudestrahlend, dass solche Beschneidungen in Deutschland nicht strafbar sein dürften und wollen schnell und im Sinne des Rechtsfriedens über eine gesetzliche Regelung zur Rechtfertigung der religionsbedingten Beschneidung bei Jungen bis zu einem bestimmten Alter nachdenken.
Frau Künast von den Grünen will aber erst nach der Sommerpause im Parlament darüber nachdenken, in der Abwägung von drei Grundrechten – körperliche Unversehrtheit des Kindes, elterliches Sorgerecht und Religionsfreiheit – einen Weg zu finden, bei dem die Beschneidung nicht bestraft wird. Dann braucht sie nicht mehr nachzudenken, denn wenn sie das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit bereits vor dem Beginn ihres Denkens aufgegeben hat, dann reicht es einfach jede Körperverletzung an Kindern zu genehmigen.
Das die CDU/CSU jeden religiösen Wahn mitmacht, hat sie ja schon oft genug bewiesen. Ihr Generalsekret Gröhe bestätigt das noch einmal eindrucksvoll, indem er eine angebliche Rechtsunsicherheit beseitigen will, die es nach dem Urteil des Landgerichts Köln gar nicht mehr gibt. Vielmehr geht es CDU/CSU darum wieder einmal ihre totale Mißachtung für Grundgesetz und Gesetz zu beweisen, indem sie die Gesetze so hinbiegt, dass sie ihren Großspendern und Wählern nutzen.
Natürlich ist auch die FDP dabei. Das Rösler keine eigene Meinung hat und als Anhänger einer Religion natürlich stets für jeden religiösen Wahn zu haben ist, wundert niemanden. Sein Gesundheitsminister Bahr, der sonst nur dafür zuständig ist die private Versicherungswirtschaft zu subventionieren will sogar mit einer einfachen Regelung im Patientenrecht, das Grundgesetz aushebeln. Am Ende könnte er auf diesem Weg die Rechte aller Patienten erledigen und das dürfte wohl eines der Ziele sein, dass er verfolgt.
Viel schlimmer aber ist, dass auch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) umgefallen ist, die ursprünglich auf den richtigen Rechtsweg verwiesen hatte. Nun will auch sie ein Sondergesetz durchlassen. Aber ihr Sinneswandel ist natürlich verständlich. Denn die Juden in Europa haben ihre schärfste Waffe ausgepackt und kommen wie der Moskauer Rabbiner Pinchas Goldschmidt und der Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität, Michael Brenner, sogleich mit der Antisemitismuskeule:
Der Vorsitzende des Zentralrates der Juden barmt sogar, das durch das Kölner Urteil jüdisches Leben in Deutschland unmöglich gemacht wurde und weist ernsthaft auf die legendäre jüdische Liebe zu Kindern hin, ohne dabei allerdings nur an einen Gedanken daran zu verschwenden wie palästinensische Kinder die Liebesbeweise der israelischen Armee wohl empfinden mögen. Aber auch das spielt eigentlich keine Rolle. Deutschland ist zumindest für Reiche und vor allem für Einflussreiche ein Rechtsstaat. Der einfachste Weg wäre also schnell den Rechtsweg zu beschreiten und im Rahmen von einstweiligen Verfügungen und Gerichtsentscheidung ein religiöses Recht auf Körperverletzung durchzusetzen.
Doch halt. In Deutschland ist z.B. das Kupieren von Hundeohren und Schwänzen aus gutem Grund verboten, obwohl einige Jäger fast eine Religion aus der unbedingt notwendigen Kupierung machten ohne die der jagdliche Einsatz nicht möglich sei. In Deutschland darf man auch nicht die Schweifrübe eines Pferdes abschneiden und man darf in Deutschland auch nicht die weiblichen Genitalien beschneiden obwohl dies in anderen Kulturen Tradition oder gar religiöser Brauch ist. Da wäre es durchaus denkbar, dass deutsche Obergerichte inklusive des Bundesgerichtshofes oder des Bundesverfassungsgerichtes auch der Meinung sein könnten, dass die Beschneidung von Knaben aus religiösen Gründen eben doch Körperverletzung ist.
Tatsächlich ist auch das Gerede über die Beschneidung direkt nach der Geburt Blödsinn. In der Zeit versucht ein gläubiges Ehepaar Sympathie für die Beschneidung zu erregen und verrät doch, wie die Realität in Wirklichkeit aussieht:
Alles ging gut. Da möchte man mit der Mutter aufatmen. Es lohnt sich übrigens den ganzen Artikel zu lesen, da er die Probleme gläubiger Juden sehr deutlich macht. Aber mal ganz im Ernst. Wenn im Gebetsraum einer katholischen Kirche ein Zahn gezogen würde, bekäme der Arzt schon aufgrund der mangelnden hygienischen Zustände eine Strafe wegen Körperverletzung und im Wiederholungsfall ein Berufsverbot. Im Spiegel dürfen die auch die Muslime über ihre Glaubensgründe für eine Beschneidung reden und auch dort wird man auf die Probleme aufmerksam gemacht:
Das ist schön, das es sowenig Komplikationen gibt. Aber ohne Beschneidung gäbe es überhaupt gar keine Komplikationen. Allerdings gibt es wohl auch keine Statistiken darüber, wieviel wirklich passiert. Tatsächlich lassen sich das Behandlungsrisiko und auch mögliche Folgeerkrankungen in Deutschland vermutlich leicht minimieren, wobei jeder Fall ein Fall zu viel wäre. Andererseits ist die Religionsfreiheit ein sehr hohes Gut. Wenn man den Text des alten Testamentes wirklich ernst nimmt dann führt für die Anhänger dieses Glaubens kein Weg an der Beschneidung vorbei. Andererseits sind die Vorschriften des alten Testamentes im wesentlichen ein permanenter Verstoß gegen die Menschenrechte und die Humanität. Man darf sie also nicht ernst nehmen, wenn man Mensch bleiben will.
Es stellt sich überhaupt die Frage, ob ein angebliches Gespräch zwischen dem geschichtlich nicht nachweisbaren Urvater Abraham und einem Gott, den bis heute nur die "wahren" Gläubigen treffen können, die Grundlage für Handlungen an Kindern im Jahre 2012 sein darf und kann. Die Vernunft würde gebieten, dass sich die Gläubigen unserer heutigen Welt anpassen müssen. Aber wie kann man Religion und Vernunft unter einen Hut bekommen, schließen sich die beiden doch gegenseitig aus.
Die Politik, die jetzt willfährig Ausnahmegesetze schaffen wird, muss sich die Frage stellen wo denn ein Ende der Ausnahmen ist. Wenn man Knaben beschneiden darf, warum dann nicht Mädchen. Wenn man "Operationen" in Religionshöhlen stattfinden lassen darf, warum brauchen wir dann Hygienevorschriften für Eismacher. Wenn archaische Glaubenvorstellungen in Gesetze gegossen werden, warum dann nicht überhaupt auf Gesetze verzichten. Warum muss ein Kind einen Fahrradhelm tragen, darf aber unter dem Messer eines Mohel verbluten.
Richtig wäre es den Gerichten die Chance zu geben, die Dinge endgültig zu klären. Für neue Gesetze gibt es außer der Bestechlichkeit von Politikern keinen Grund. Ach ja. Wer aus religiösen Gründen mit einem Beschneidungsverbot in Deutschland nicht leben kann, der darf dann auch gerne gehen. Er darf sein Vermögen und alles was er besitzt mitnehmen. Es ist schade wenn er geht, weil jeder unser Land bereichert, aber es macht keinen Sinn, Unrecht für Recht zu erklären um diese Leute zu halten. Reisende sollte man wirklich nicht aufhalten.

Der SPD-Chef Sigmar Gabriel und die frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries erklären freudestrahlend, dass solche Beschneidungen in Deutschland nicht strafbar sein dürften und wollen schnell und im Sinne des Rechtsfriedens über eine gesetzliche Regelung zur Rechtfertigung der religionsbedingten Beschneidung bei Jungen bis zu einem bestimmten Alter nachdenken.
Frau Künast von den Grünen will aber erst nach der Sommerpause im Parlament darüber nachdenken, in der Abwägung von drei Grundrechten – körperliche Unversehrtheit des Kindes, elterliches Sorgerecht und Religionsfreiheit – einen Weg zu finden, bei dem die Beschneidung nicht bestraft wird. Dann braucht sie nicht mehr nachzudenken, denn wenn sie das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit bereits vor dem Beginn ihres Denkens aufgegeben hat, dann reicht es einfach jede Körperverletzung an Kindern zu genehmigen.
Das die CDU/CSU jeden religiösen Wahn mitmacht, hat sie ja schon oft genug bewiesen. Ihr Generalsekret Gröhe bestätigt das noch einmal eindrucksvoll, indem er eine angebliche Rechtsunsicherheit beseitigen will, die es nach dem Urteil des Landgerichts Köln gar nicht mehr gibt. Vielmehr geht es CDU/CSU darum wieder einmal ihre totale Mißachtung für Grundgesetz und Gesetz zu beweisen, indem sie die Gesetze so hinbiegt, dass sie ihren Großspendern und Wählern nutzen.
Natürlich ist auch die FDP dabei. Das Rösler keine eigene Meinung hat und als Anhänger einer Religion natürlich stets für jeden religiösen Wahn zu haben ist, wundert niemanden. Sein Gesundheitsminister Bahr, der sonst nur dafür zuständig ist die private Versicherungswirtschaft zu subventionieren will sogar mit einer einfachen Regelung im Patientenrecht, das Grundgesetz aushebeln. Am Ende könnte er auf diesem Weg die Rechte aller Patienten erledigen und das dürfte wohl eines der Ziele sein, dass er verfolgt.
Viel schlimmer aber ist, dass auch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) umgefallen ist, die ursprünglich auf den richtigen Rechtsweg verwiesen hatte. Nun will auch sie ein Sondergesetz durchlassen. Aber ihr Sinneswandel ist natürlich verständlich. Denn die Juden in Europa haben ihre schärfste Waffe ausgepackt und kommen wie der Moskauer Rabbiner Pinchas Goldschmidt und der Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität, Michael Brenner, sogleich mit der Antisemitismuskeule:
"Viele antisemitische Stereotype spielen im Hintergrund bei dieser Ablehnung der Beschneidung eine Rolle", sagte er. Brenner fügte hinzu: "Es waren immer totalitäre Regime, mit denen antijüdische Verfolgung verbunden war, die die Bescheidung verboten haben. Und es wäre schon traurig, wenn die Bundesrepublik Deutschland jetzt der erste demokratische Staat wäre, der ähnlich handelt."
Der Vorsitzende des Zentralrates der Juden barmt sogar, das durch das Kölner Urteil jüdisches Leben in Deutschland unmöglich gemacht wurde und weist ernsthaft auf die legendäre jüdische Liebe zu Kindern hin, ohne dabei allerdings nur an einen Gedanken daran zu verschwenden wie palästinensische Kinder die Liebesbeweise der israelischen Armee wohl empfinden mögen. Aber auch das spielt eigentlich keine Rolle. Deutschland ist zumindest für Reiche und vor allem für Einflussreiche ein Rechtsstaat. Der einfachste Weg wäre also schnell den Rechtsweg zu beschreiten und im Rahmen von einstweiligen Verfügungen und Gerichtsentscheidung ein religiöses Recht auf Körperverletzung durchzusetzen.
Doch halt. In Deutschland ist z.B. das Kupieren von Hundeohren und Schwänzen aus gutem Grund verboten, obwohl einige Jäger fast eine Religion aus der unbedingt notwendigen Kupierung machten ohne die der jagdliche Einsatz nicht möglich sei. In Deutschland darf man auch nicht die Schweifrübe eines Pferdes abschneiden und man darf in Deutschland auch nicht die weiblichen Genitalien beschneiden obwohl dies in anderen Kulturen Tradition oder gar religiöser Brauch ist. Da wäre es durchaus denkbar, dass deutsche Obergerichte inklusive des Bundesgerichtshofes oder des Bundesverfassungsgerichtes auch der Meinung sein könnten, dass die Beschneidung von Knaben aus religiösen Gründen eben doch Körperverletzung ist.
Tatsächlich ist auch das Gerede über die Beschneidung direkt nach der Geburt Blödsinn. In der Zeit versucht ein gläubiges Ehepaar Sympathie für die Beschneidung zu erregen und verrät doch, wie die Realität in Wirklichkeit aussieht:
Acht Tage nach seiner Geburt, so will es die heilige Schrift, versammelten sie sich im Gebetsraum des Yeschurun-Minjans in der jüdischen Schule in der Rykestraße. Hannah war da noch etwas geschwächt von der Geburt. Ein Sonntag sei es gewesen, erinnert sie sich. Rund 100 Gäste waren es wohl, als auch an Samuel die Brit Mila vollzogen wird, die Beschneidung aus religiösen Gründen. Es werden Segenssprüche verlesen, mit einem Skalpell wird die Vorhaut des Säuglings abgetrennt.
..
"Wir haben extra einen Mohel ausgesucht, der weiß, was er tut", sagt seine Mutter. Ein Mohel ist der hebräische Name für einen Beschneider. Andere Eltern hatten ihn empfohlen. Zur Vorbereitung wohnten sie sogar einer Brit Mila bei, die von ebendiesem Beschneider durchgeführt wurde und der extra aus der Schweiz angereist war. Alles ging gut.
Alles ging gut. Da möchte man mit der Mutter aufatmen. Es lohnt sich übrigens den ganzen Artikel zu lesen, da er die Probleme gläubiger Juden sehr deutlich macht. Aber mal ganz im Ernst. Wenn im Gebetsraum einer katholischen Kirche ein Zahn gezogen würde, bekäme der Arzt schon aufgrund der mangelnden hygienischen Zustände eine Strafe wegen Körperverletzung und im Wiederholungsfall ein Berufsverbot. Im Spiegel dürfen die auch die Muslime über ihre Glaubensgründe für eine Beschneidung reden und auch dort wird man auf die Probleme aufmerksam gemacht:
Die Väter in Syrien oder dem Libanon bringen ihre Söhne im ersten Lebensjahr zum mutahir, dem 'Beschneider'. In Nordafrika und in der Türkei wird damit bis zum vierten oder fünften Lebensjahr gewartet. Bei mir in Aleppo kannte ich sogar viele christliche Familien, die ihre Kinder beschneiden ließen. Die Botschaft, die der Junge dann irgendwann begreift, ist überall die gleiche: 'Du bist beschnitten - du bist ein Mann!' Ich könnte mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, nicht beschnitten zu sein. Es ist einfach ein Verständnis, das tief in mir wohnt.
Aber als Mediziner weiß ich natürlich, dass es zwei Seiten gibt. Auf der einen die Familie, die stolz auf ihre Tradition ist. Und auf der anderen Seite das Kind, das womöglich Schmerzen leidet oder vom Eingriff, wenn er im fortgeschrittenen Alter erfolgt, traumatisiert wird. Gerade deshalb finde ich es richtig, nicht zu lange mit der Operation zu warten. Bei einer Beschneidung wird mit Skalpell oder Chirurgenschere die Vorhaut abgetrennt, und danach wird der Schnitt am Schaft zugenäht. Bei Kleinkindern verheilt das innerhalb von ein bis zwei Tagen - und sie erinnern sich auch nicht an den Eingriff. Es gibt so gut wie nie Komplikationen.
Das ist schön, das es sowenig Komplikationen gibt. Aber ohne Beschneidung gäbe es überhaupt gar keine Komplikationen. Allerdings gibt es wohl auch keine Statistiken darüber, wieviel wirklich passiert. Tatsächlich lassen sich das Behandlungsrisiko und auch mögliche Folgeerkrankungen in Deutschland vermutlich leicht minimieren, wobei jeder Fall ein Fall zu viel wäre. Andererseits ist die Religionsfreiheit ein sehr hohes Gut. Wenn man den Text des alten Testamentes wirklich ernst nimmt dann führt für die Anhänger dieses Glaubens kein Weg an der Beschneidung vorbei. Andererseits sind die Vorschriften des alten Testamentes im wesentlichen ein permanenter Verstoß gegen die Menschenrechte und die Humanität. Man darf sie also nicht ernst nehmen, wenn man Mensch bleiben will.
Es stellt sich überhaupt die Frage, ob ein angebliches Gespräch zwischen dem geschichtlich nicht nachweisbaren Urvater Abraham und einem Gott, den bis heute nur die "wahren" Gläubigen treffen können, die Grundlage für Handlungen an Kindern im Jahre 2012 sein darf und kann. Die Vernunft würde gebieten, dass sich die Gläubigen unserer heutigen Welt anpassen müssen. Aber wie kann man Religion und Vernunft unter einen Hut bekommen, schließen sich die beiden doch gegenseitig aus.
Die Politik, die jetzt willfährig Ausnahmegesetze schaffen wird, muss sich die Frage stellen wo denn ein Ende der Ausnahmen ist. Wenn man Knaben beschneiden darf, warum dann nicht Mädchen. Wenn man "Operationen" in Religionshöhlen stattfinden lassen darf, warum brauchen wir dann Hygienevorschriften für Eismacher. Wenn archaische Glaubenvorstellungen in Gesetze gegossen werden, warum dann nicht überhaupt auf Gesetze verzichten. Warum muss ein Kind einen Fahrradhelm tragen, darf aber unter dem Messer eines Mohel verbluten.
Richtig wäre es den Gerichten die Chance zu geben, die Dinge endgültig zu klären. Für neue Gesetze gibt es außer der Bestechlichkeit von Politikern keinen Grund. Ach ja. Wer aus religiösen Gründen mit einem Beschneidungsverbot in Deutschland nicht leben kann, der darf dann auch gerne gehen. Er darf sein Vermögen und alles was er besitzt mitnehmen. Es ist schade wenn er geht, weil jeder unser Land bereichert, aber es macht keinen Sinn, Unrecht für Recht zu erklären um diese Leute zu halten. Reisende sollte man wirklich nicht aufhalten.

Tags für diesen Artikel: abraham, beschneidung, christen, freiheit, islam, jesus, juden, körperverletzung, muslime, religion
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2. Während des 3. Reiches hatte die Beschneidung für viele Juden einen verräterischen Charakter. Es gab jede Menge Fälle, in denen der beschnittene Penis die betreffende Person, die sich als Nichtjude zu tarnen wußte, entlarvte und zum Tode verurteilte. Angesichts der Renaissance des Antisemitismus sollte auch daran gedacht werden.
3. Wenn Toleranz zum stillschweigenden Absegnen auch menschenverachtender Handlungen wird, konkret einem Einebnen ethisch verwerflicher Widersprüche (hier: Körperliche Unversehrtheit versus Religionsfreiheit), dann wird sie – die Toleranz – zum repressiven Mittel.
http://m.faz.net/;s=KLEPZD7BmklxbXHV8Kzjg16;cookieEnabled=0/aktuell/feuilleton/faz-net-fruehkritik-anne-will-selbstbestimmt-beschneiden-11817867.html
Er bezieht sich am Ende positiv auf den Theologen Heiner Bielefeldt, der im folgenden Interview nicht einmal in der Lage ist, den religös-kulturell-medizinischen Sinn der Beschneidung zu erklären:
http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=31636
Gut, dass es noch Blogs wie duckhome und Autoren wie Beert Steffens gibt.
Schlussbemerkung: Das alte Testament empfiehlt unter anderem, seine Kinder zu verprügeln. Fällt das heute auch noch unter Religionsfreiheit? Den Befürwortern der Beschneidung fehlt es einfach an einem Mindestmass an Empathie für die betroffenen Kinder.(Ich kann mich gar nicht mehr abregen.!!!!!!)
Die trauriger Wahrheit ist, dass alles vorbei ist, wenn hierzulande die Antisemitismuskeule ausgepackt wird.Danach tritt zumeist unmittelbar so etwas wie Duldungsstarre ein und das Thema ist erledigt.
Ich sehe das auch so: Wer es als unerträgliche Zumutung empfindet, dass dieser Staat die Säuglinge vor der Verstümmelung durch religiöse Fanatiker schützt, sollte sich einfach einen anderen suchen, dem das egal ist.
Völlig richtig der Hinweis des Autors auf die Mädchenbeschneidung,die man dann ja auch wieder erlauben müsste,ansonsten hätten wir dann nämlich noch die Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes des Grundgesetzes.Es kann ja nicht sein,das Mädchen und jungen in dieser Frage unterschiedlich behandelt werden.Sprich:das Mädchen ein Recht auf körperliche Unversehrtheit und körperliche Selbstbestimmung besitzen,Jungen aber nicht.Den verantwortlichen Politikern ist wohl nicht klar,das sie sich damit in eine rechtliche Bredoullie begeben.Und dabei wäre es doch ganz einfach:warten bis die Jungen 18 sind und dann steht es ihnen frei sich für eine Beschneidung zu entscheiden.Warum muß es unbedingt im kindesalter sein?nur weil es im alten Testament steht?Da steht z.B.auch drin ,das Ehebrecher gesteinigt werden sollen,aber deshalb wird das trotzdem hier nicht eingeführt.Somit kann das Festhalten an diesem Ritual nur als Dogmatismus bezeichnet werden.Dies wird auch belegt durch die wieder mal inflationäre Verwendung des Totschlagargumentes "Antisemitismus" der Rabbis,da ihnen offenkundig die Sachargumente fehlen.Die Beschneidung erst mit 18 wäre eine pragmatische Lösung,die Recht auf körperliche Selbsbestimmung und Religionsfreiheit unter einen Hut brächte.Es ist allerdings fraglich ,ob die religiösen Eiferer,gleich welcher Religion ,die das Beschneidungsverbot befürworten,zu solchem Pragmatismus in der Lage sind.
Gewalt, ob psychisch oder physisch, verletzt die Grundrechte des Kindes.
Ich werde Ihren hervorragenden Text in meinem Schreiben an die Justizministerin, an die Bundeskanzlerin und an die RichterInnen des BVerfG erwähnen, verlinken.
Danke für die klaren Worte.
Besser als diese primitiven und dreckigen Hunde, die sich als Christ und Atheisten bezeichnen.
VG
nun - der Sexualtrieb ist der stärkste menschliche Trieb - wer über die Sexualität bestimmt, hat mehr Macht als jede Bank.
An den Sexualorganen herumzuschnitzen ist Machtdemonstration - wer darüber bestimmt - herrscht.
Das sollte jeder wissen, ehe er jemand an seinen Sexualorganen herumschnitzen läßt
- ach ich vergaß - daß wird ja an wehrlosen Kindern ausgeübt, die da schon eine lebenslange Markierung erhalten !
mfg zdago
in dem sinne gute nacht deutschland
"Die aktuelle Debatte zum Verbot von Beschneidungen in Norwegen wurde beispielsweise dadurch ausgelöst, dass in Oslo ein zwei Wochen altes Baby nach einer ordnungsgemäß von einem Arzt durchgeführten Beschneidung verblutete. Auch in Großbritannien verblutete Anfang 2012 ein Säugling im Alter von nur einem Monat.
In den USA gingen in den letzten Wochen wieder einmal Herpesinfektionen von Neugeborenen durch das jüdisch-orthodoxe Ritual metzizah bi peh (Saugen des Blutes vom Penis des Babys mit dem Mund) durch die Presse, die zum Tod bzw. zu Hirnschäden bei mehreren Säuglingen führten (eine solche Praxis würde bei Fehlen des religiösen Hintergrundes im Übrigen als schwerer sexueller Missbrauch bestraft). Und in Israel wurde wenige Wochen vor dem Kölner Beschneidungsurteil einem Jungen versehentlich der Penis abgetrennt.
Dies sind nur einige wenige herausgegriffene Beispiele aus den letzten Monaten.
Stellt man alle bekanntgewordenen schweren Komplikationen und Todesfälle zusammen, kommt man auf ein erschreckendes Ausmaß an gravierenden "Kollateralschäden" von Jungenbeschneidung. Und dabei wird ein Großteil der Komplikationen erst gar nicht bekannt, da sowohl Ärzte / traditionelle Beschneider als auch Familien ein Interesse haben, diese Geschehnisse nicht an die große Glocke zu hängen."
http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/erklaerung-zum-koelner-beschneidungsurteil.html