Gestern abend sendete Phoenix zwei Beiträge, die sich mit dem Wegwerfen befassten. Da kann die Bevölkerung, die sogenannten Verbraucher, jederzeit ansetzen. Aber der Großteil der weggeworfenen Lebensmittel zum Beispiel gelangt gar nicht bis zu den Händen der KäuferInnen, sondern werden schon auf dem Weg vom Ort des Anbaus bis hin zur Verkaufsstelle aussortiert. Nicht Eßbarkeit entscheidet, sondern Verkaufbarkeit. Das entscheidet der Handel.
Andere Produkte werden so hergestellt bzw. programmiert, dass sie ein festgelegtes Verfallsdatum haben. Ob Glühbirne, Waschmaschine oder Drucker: nach einer gewissen Zeit gehen sie kaputt und dann sollen wir gefälligst ein neues kaufen. So generiert man Wachstum. Und alles ist alternativlos. Alles Glaubenssache. Alles Lüge.
Beide Filme stellen auch "Verbraucher" vor, die sich gegen all das wehren. Und sie interviewen Wissenschaftler, Ökonomen und Hersteller, die zum Beispiel die Lüge vom Wachstum entlarven. Das wirtschaftliche Wachstum, das allerorten als Voraussetzung für funktionierenden Kapitalismus propagiert wird, ist nämlich gar keins. Das ganze Geschnatter vom Wachstum können wir getrost in die Mülltonne werfen. Es geht immer nur um Profite. Koste es was es wolle.
Und da sind sie wieder, "die Märkte". Und ganz speziell "die Finanzmärkte" und ihre Kredite. Kredite erzeugen Schulden und damit haben sie alle in ihrer Gewalt.
Produziert wird nicht, was gebraucht wird, sondern was Profite bringt. Und wir "Verbraucher" nehmen Kredite auf, um das Zeug zu kaufen. Schön blöd.
phoenix.de - "Kaufen für die Mülhalde" und "Frisch auf den Müll". Kann man zwar leider nicht mehr sehen, aber ich wollte es trotzdem vorstellen, weil ich es gut finde, dass das Fernsehen solche Sendungen macht. Es gibt überall Menschen, die solchen Schwachsinn nicht mehr mitmachen wollen.
Update:
Voila, hier sind die beiden Filme. Gefunden bei youtube von Willi und ClaudiaBerlin und Wulff. Danke! (Einmal leider nur der Trailer ...)
Die Wegwerfmentalität hat dazu geführt, dass manche arme Menschen ihren täglichen Lebensunterhalt teilweise aus "Containern" bestreiten, indem sie die Wegwerfmülltonen der Lebensmitteldiscounter nach Verwertbarem durchsuchen. Doch das wurde sogar schon mit Strafanzeigen beantwortet. Einige Lebensmittelketten sind deshalb dazu übergegangen, Ihre Wegwerfcontainer zu verschließen, damit Armut und Hunger bleiben.
"Containern" wird auch von Menschen betrieben die sich gegen das System wehren. Interessanterweise machen sie sich strafbar. Es zählt als Diebstahl etwas aus der Tonne zu nehmen. Natürlich haben die Discounter etwas dagegen, dass Menschen sich kostenlos ernähren. Schließlich ließe das die Preise der anderen steigen. Schuld an der Misere sind nicht die Märkte, welche essbare Lebensmittel wegwerfen, sondern die Schmarotzer die es sich erlauben sie zu essen.
In meinen Augen zeigt dies die Absurdität unseres Wirtschaftssystems auf. Es werden funktionierende Dinge weggeworfen, obwohl es genug Menschen geben würde die sie brauchen. Es werden 50% zu viel Lebensmittel produziert und Millionen Menschen hungern. Es werden nachhaltige Technologien nicht verwendet, obwohl sie billiger und umweltschonender wären, und dafür werden Umweltzonen in Innenstädten eingeführt.
Vor diesem Hintergrund kann man Wirtschaftsprofessoren und Marktgläubige nur eines ins Gesicht schreien: WO IST DENN DIE ÜBERLEGENHEIT DER MÄRKTE?
In dem Zusammenhang möchte ich auf youtube verweisen. Dort sind die Reportagen bestimmt zu finden.
Auch möchte ich auf die Dokumentation "Food.inc" hinweisen, die über die amerikanische Lebensmittelindustrie aufklärt.
Wegwerfen würde ich Spanien, Portugal - vor allem Griechenland. Aber: Herr Schäuble hat für Spanien schon einmal klar gemacht, dass er Mrd. in den selbigen Rachen schieben wird.
Wenn Deutschland dann am Ende ist, wird uns keine "SAU" mehr helfen.
In meinen Augen zeigt dies die Absurdität unseres Wirtschaftssystems auf. Es werden funktionierende Dinge weggeworfen, obwohl es genug Menschen geben würde die sie brauchen. Es werden 50% zu viel Lebensmittel produziert und Millionen Menschen hungern. Es werden nachhaltige Technologien nicht verwendet, obwohl sie billiger und umweltschonender wären, und dafür werden Umweltzonen in Innenstädten eingeführt.
Vor diesem Hintergrund kann man Wirtschaftsprofessoren und Marktgläubige nur eines ins Gesicht schreien: WO IST DENN DIE ÜBERLEGENHEIT DER MÄRKTE?
http://www.youtube.com/watch?v=zVFZ4Ocz4VA
Auch möchte ich auf die Dokumentation "Food.inc" hinweisen, die über die amerikanische Lebensmittelindustrie aufklärt.
Wegwerfen würde ich Spanien, Portugal - vor allem Griechenland. Aber: Herr Schäuble hat für Spanien schon einmal klar gemacht, dass er Mrd. in den selbigen Rachen schieben wird.
Wenn Deutschland dann am Ende ist, wird uns keine "SAU" mehr helfen.
Unsere Regierung ist wirklich ein Saustall.
http://www.youtube.com/watch?v=B04Ha-EE1aQ
Als individuelle Strategie empfiehlt es sich, so wenig wie möglich PHYSISCH zu konsumieren - warum schaffen das nur so wenige?
http://www.youtube.com/watch?v=RKuAcHDQOks