Ich bin mit Sicherheit jemand der sehr wenig fern sieht. Aber bei dem Namen Kamps Franchise habe ich bisher nur wenig Gutes gehört:
Ein Pächter, der unerkannt bleiben will, sagt: "Wir hatten vier Wochen Zeit, zu lesen und zu unterschreiben. Wenn wir nicht unterschrieben, wurde uns gesagt, damit beendet Kamps das Arbeitsverhältnis, das Franchise-Verhältnis mit jedem Pächter. Ich habe in diesen Monaten mehr verloren als vorher. Kamps weiß ja, es sind viele ältere Pächter dabei, nach uns schreit jetzt nicht jeder auf der Straße, oh, toll, da ist einer frei."
Kamps bestätigt, dass man sich von Pächtern getrennt hat, die den neuen Verträgen nicht zugestimmt haben.
Wenn mir dann heute folgende Nachricht aufgenötigt wird, dann komme ich doch gleich ins Grübeln:
Vertrauen gehört bei der Auswahl eines Franchise-Systems zu den wichtigsten Kriterien. Darum hat der Deutsche Franchise-Verband e.V. (DFV) ein strenges Aufnahmeverfahren für seine Mitglieder entwickelt, das durch die Einführung eines System-Checks weiterentwickelt wurde. Kamps Bakeries gehört zu den fünf führenden Franchise-Gebern in Deutschland und hat die strengen Prüfverfahren des Gütesiegels bestanden. Am 28.8.2007 fand die offizielle Vergabe des Zertifikats im Kamps-Backshop im Berliner Hauptbahnhof statt.
Das Prüfverfahren für den System-Check wird von einer neutralen Beratungsstelle, dem internationalen Centrum für Franchising und Cooperation (F&C) der Universität Münster, durchgeführt.
Wenn die so streng neutral sind, dann müssen die ein anderes Internet als ich haben. Je mehr ich suche, desto mehr zweifelhaftes finde ich. Auch wenn mein Lieblingsnudelmacher der Besitzer von Kamps ist, würde ich doch eher abraten und kaufe selber auch nicht dort:
Ein anonymer Pächter sagt dazu: "Ich müsste eine Wahnsinnsmengen an Brot verkaufen, um das andere, wo nur in die Tasche gegriffen wird, auszugleichen. Das funktioniert nicht. Diese Pächter, die von vornherein wenig Brot verkaufen, haben von vornherein keine Chance."
Von einer solchen Verschlechterung der Ertragslage berichten zahlreiche andere Franchisenehmer. Oft schuften sie zwölf Stunden täglich für 2.000,- € Überschuss im Monat. Davon gehen noch Versicherungen, Krankenkasse und Altersvorsorge ab. Am Ende bleibt häufig ein Minus. Kamps bestreitet, dass es am neuen Vertrag liegt. Die Firma sagt, beim Bezugszwang gehe es ihr doch nur um die Qualität.
Ja. Es geht immer nur um Qualität, oder um Reputation. Wenn es nicht um die Menschen geht, wird es auf Dauer nicht gehen. Aber dann bekommen die Kamps-Chefs den goldenen Handschlag und die Mitarbeiter und angeblich selbständigen Franchise-Nehmer sind die dummen.
Es ist wohl eher Scheiß als Franchise, eher Sklaverei als Unternehmertum.























Gruß
Alex
Vielleicht schützt das einen davor dort mitzumachen oder hilft einem anderen besser aus seinem Vertrag herauszukommen. Die haben die Meldung ja nur lanciert damit die Menschheit glauben soll, sie wären die Guten und die Wahrheit verdeckt wird.
Das ist diesmal zumindest in Klein-Bloggersdorf, hinteres Ende links in die Hose gegangen. Nicht viel aber mehr als nix.
In meinen Augen sind Fran-Scheiss-Unternehmen so etwas ähnliches wie Unternehmensberater: Sie haben selbst mit Knebelverträgen den Gewinn recht gut gesichert, aber die Kosten und Risiken werden so weit wie möglich auf die Franchisenehmer abgewälzt. Heuschrecken halt.
Gruß
Alex
Gruß
Alex
Dass Vertrauen bei der Auswahl von einem Franchise-System zu einem der wichtigsten Kriterien gehört, ist im Grunde richtig, wie aber erleben es viele Tag für Tag?
Es ist nicht einfach, aber sicher wird durch die gewisse Medienaktualität das Thema weiter behandelt werden, wodurch es zu Änderungen kommen wird-davon gehe ich einfach mal aus.
VG
Thomas