Es gibt viele Satzfetzen die ich eigentlich nie wieder hören möchte. "Wenn das der Führer gewusst hätte.", gehört eindeutig dazu. Diese dummdreiste Unterstellung das der arme Führer doch gar nichts gewusst habe, sonst hätte er doch sicherlich und sofort etwas dagegen unternommen, ist die schlimmste Form der persönlichen Legendenbildung um eigene Schuld von sich zu weisen. "Ich habe nur an den Führer geglaubt und wenn der nichts gewusst hat, bin ich auch nicht schuldig."
Der Führer heißt eben deshalb Führer weil er führt und den Weg bestimmt. Der Führer kann sich auch nicht rausreden, er habe es nicht gewusst. Es gibt einen besseren und ehrlichen Spruch in der deutschen Sprache: "Sage mir mit wem du umgehst, und ich sage dir wer du bist." Wer mit den Wölfen heulen will, sollte sinnvollerweise ein Wolf sein, oder sich lieber fernhalten.
Wer sich und seine Aktivitäten vom Vlaamse Belang, PI, Deus Vult Caritatem, Blood and Honor, Stormfront und vielen anderen bejubeln und anpreisen lässt, der kann mir nicht erzählen, das er die doch alle nicht gerufen habe. Wenn die ihm als Führer zujubeln, dann wäre entweder ein klärendes und hartes Wort fällig gewesen und nicht die pflaumenweiche Erklärungen der Vergangenheit. Wer in Bezug auf die illegale Demonstration in Brüssel sagt:
Wir kommen rein privat und es gibt KEINEN Verantwortlichen des Touristenprogramms...
Der sagt damit, das er als Führer der gesamten Demonstration und Organisation, als derjenige, der gegen das wohl begründete Demonstrationsverbot geklagt hatte, das er die Verantwortung für die Geister die er rief, nun nicht übernehmen will. Das kennen wir aus anderen gesellschaftlichen Bereichen. Da ist man auch nie verantwortlich.
All das was ihm heute die Verantwortlichen in Belgien vorwerfen, hatte ich auch schon über ihn gesagt. Es war ihm keine Lehre, wie es ihm auch jetzt keine Lehre zu sein scheint. Er klagte liebe gegen die Wahrheit. Das ist sein gutes Recht. Er hat seine Klage längst so glaubhaft widerlegt, wie ich es nie gekonnt hätte.
Aber darum geht es nicht. Ich kann Udo Ulfkotte nur eindringlich auffordern von sich aus die Demonstration abzusagen und der belgischen Polizei zu helfen, die Leute, die er da gerufen hat, im Zaum zu halten. Das mag vielleicht seine Chancen auf eine zukünftige Führerschaft bei diesen Leuten schmälern, ist aber das einzig sinnvolle was ein Demokrat an diesem Punkt noch machen könnte.
Wenn er jetzt nicht zur Vernunft kommt, hoffe ich nur das die belgische Polizei hart durchgreift und die Verantwortlichen nicht entkommen lässt. Von deutscher Seite ist in diesem Themenbereich leider keine Unterstützung durch deutsche Sicherheitskräfte zu erwarten. Die sind auf diesem Auge völlig blind.



















