Das was Josef Ackermann der deutschen Wirtschaft angetan hat, spüren alle Menschen in diesem Land. Er hat bewusst dafür gesorgt, das es nur noch Verlierer in diesem Land gibt. Kaum ein deutscher Aufsichtsrat in dem nicht jemand von der Deutschen Bank sitzt und darauf achtet, das Ackermanns Geschäfte gegen die Interessen der Unternehmen durchgepaukt werden. Ob Daimler, Siemens, Mannesmann oder zuletzt die IKB.
Die NZZ weiß zu berichten wie ein Ackermann denkt:
Wieviel die Deutsche Bank an der Krise der Mittelstandsbank IKB verdient habe, wisse er nicht. «Klar ist, dass wir der IKB wie allen anderen Produkte verkauft haben», sagte Ackermann. Diese Produkte seien auch sehr gut gewesen.
Die waren wirklich sehr gut. Sie kosten die Deutschen ja nur mal eben 8 Milliarden Euro, die Ackermann lachend einstreicht. So ähnlich wie die 75 Milliarden beim Vodafone-Deal, den auch die deutschen Steuerzahler tragen dürfen. Es war ein gutes Produkt, wie die Geschäfte die Ackermann bei Daimler eingefädelt hat und die Milliarden kosteten. Aber eben nicht Ackermanns Milliarden sondern die der deutschen Bürger.
Er verstieß gegen das Aktienrecht und durfte dennoch eine Bank führen. Ein Handwerksmeister mit einer ähnlichen Strafe, würde sofort aus der Handwerksrolle fliegen und nie wieder selbständig arbeiten dürfen. Aber das gilt ja alles nicht für Ackermann. Der Mann gehört ja zu unseren neoliberalen Wirtschaftsfaschisten, die nie für irgend etwas Verantwortung übernehmen müssen. Schuld sind ja immer nur die anderen.
Typisch neolibaral und größmäulig trat er noch bei Beginn der Bankenkrise auf:
Ackermann mahnte die Kreditinstitute zu mehr Risikobewusstsein. „Beim Versuch, die Profitabilität zu erhöhen, haben manche eine ganz einfache Regel vergessen: Dass höhere Rendite auch höhere Risiken birgt.“ In Deutschland waren im Strudel der amerikanischen Immobilienkrise die Mittelstandsbank und die Sachsen LB in Schieflage geraten. Nun sei in der Branche „ein bisschen Selbstkritik“ angebracht, sagte Ackermann - dabei schließe er auch die Deutsche Bank mit ein.
Für Deutschlands größte Bank sei er aber weiterhin optimistisch: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass unser Geschäftsmodell und das Risikomanagement hervorragend sind.“ Die Deutsche Bank sei keinem Risiko einer weiteren Verschlechterung bei zweitklassigen amerikanische Hypothekenkrediten (Subprime) ausgesetzt. Aktuell sei die Bank mit 32 Milliarden Euro in Zweckgesellschaften (Conduits) engagiert. Die Kreditzusagen bei der Finanzierung von Übernahmen durch Private-Equity-Gesellschaften (Leveraged Finance) beliefen sich auf 29 Milliarden Euro.
Ja aber sicher doch. Ganz hervorragend ist das Risikomanagement. Geradezu erstklassig:
Josef Ackermann, der Chef der Deutschen Bank, hat Fehler seines Hauses im Zusammenhang mit der internationalen Krise der Finanzmärkte eingeräumt. «Auch die Deutsche Bank hat Fehler gemacht, auch in dieser Krise», sagte Ackermann am Mittwochabend bei der Aufzeichnung der ZDF-Sendung «Maybrit Illner». Der Konzernchef rechnet mit einer Belastung des Ergebnisses im dritten Quartal, weil Kreditversprechen für grosse Zukäufe im Umfang von 29 Milliarden Euro neu bewertet werden müssten.
30 Milliarden hier, 29 Milliarden da. 75 Milliarden sind schon lange weg. Ackermann ist wirklich toll. Als neoliberaler Wirtschaftsfaschist im Kampf gegen Deutschland hat er jede Menge Erfolg. Aber nun sollte es gut sein. Um den Bestand der Deutschen Bank zu sichern, sollte die Bafin Herrn Ackermann in die Schweiz schicken, oder noch besser ins Gefängnis stecken.
Bleibt nur noch die Frage, wie die Aktionäre der Deutschen Bank zu bestrafen sind, die die Handlungen von Herrn Ackermann und seinen Vorgängern erlaubt haben. Wahrscheinlich wird es am besten sein, die alten Aktien für wertlos zu erklären und neue Aktien zugunsten der Staatskasse, Bereich Schuldenabbau, auszugeben.
Natürlich wird nichts passieren. Frau Merkel zählt ja auf Herrn Ackermann und seine Freunde. Aber dann gilt für die Bürger das die Entwicklung wie von Karl Weiss für die USA beschrieben in Kürze auch bei uns einsetzen wird:
Tatsache ist, die hohe Anzahl von US-Amerikanern, die ihre Schulden aufs Häuschen nicht mehr bedienen konnten und können, zieht in gewaltigem Maße Kaufkraft aus der US-Wirtschaft. Dazu kommt, die Banken bieten diesen Schuldnern keine Umschuldungen an, sondern exekutieren erbarmungslos, um wenigstens einen Teil des Geldes über die Versteigerung der Häuser wiederzubekommen oder einfach die Häuser ins eigene Portfolio einzustellen und auf eine Wertsteigerung zu warten.
Nach den letzten Meldungen haben inzwischen 25% aller US-Amerikaner, die Hypotheken auf ihren Häusern haben, noch mehr zu zahlen als der aktuelle Wert ihres Hauses! Das ergibt sich einfach daraus, dass die Werte von Immobilien drastisch in die Knie gegangen sind (Ein Fall auf die Hälfte des früheren Wertes ist keine Ausnahme) und weil Banken und Hypothekenorganisationen weit höhere Hypotheken akzeptiert haben, als es angesichts des damals aufgeheizten Häusermarktes zu verantworten war.
Einige werden versuchen sich zu retten, indem sie ihre Altervorsorge, die meist in Fonds oder Aktien stecken, auflösen. Dadurch bricht dann aber auch der Markt für diese Papiere ein, und eine weitere Welle von Zusammenbrüchen rast durch die Märkte, da viele Aktienkäufe eben kreditfinanziert sind. Die Auswirkung auf die realen Märkte ist eine Rezession.
Der Kapitalismus trägt immer Krisen in sich, so wie auch Krieg, Elend und Armut, Imperialismus und Völkermord.
Dem wäre eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, aber Meudalismus hat noch einen Tipp für diejenigen die noch etwas Geld besitzen:
Wenn die Banken geschlossen sind, können Sie immer noch einkaufen. Denn Sie haben Bargeld zuhause, und Bargeld lacht halt. Also meine Meinung ganz klar: Lagern Sie zuhause Bargeld für drei bis sechs Monate ein. Wenn Sie noch mehr Geld haben über diesen Zeitraum hinaus, dann kaufen Sie sich eine vernünftige Menge Silber, denn davon kann man im Kollaps z.B. den Bäcker bezahlen. Und wenn man zum Beispiel nicht nur genügend Bargeld zuhause hat, sondern auch eine vernünftige Menge Silber zuhause eingelagert hat, dann kann man außerdem noch Gold einlagern.
Was ist eine vernünftige Menge Silber? Das ist schwer zu sagen. Aber ich gehe davon aus, dass eine Silbermünze gegenwärtig etwa 12,50 EUR (der exakte Kurs sei jetzt mal außen vor) Wert ist. Der HIV-Tagessatz liegt derzeit bei etwa 10 EUR täglich, hinzu kommt die Unterkunft für weitere 10 EUR täglich. Sollte unser System kollabieren, dann glaube ich, dass man mit einer Silber Münze am Tag gut überleben kann. Also für jeden Tag im Kollaps ist eine Silbermünze für das Überleben gut.
Längerfristig ist Besitz von Land für kleinteiligen Ackerbau auch keine schlechte Empfehlung. Es ist davon auszugehen, das wir eines Tages vor geschlossenen Banken stehen. Wir wissen nur nicht ob es in zwei Wochen, zwei Monaten oder einem Jahr passiert. Wir wissen allerdings genau wer das ganze bezahlen muss. Wir. Aber wir sind Herrn Ackermann und dem neoliberalen Großkapital völlig egal. Peanuts.




















Warum wählen Wähler immer wieder dieselben Parteien? Warum haben Kleinaktionäre ohne jedes Verständnis des kapitalistischen Wirtschaftssystems Geld in Aktien oder eine überbewertete Immobilie gesteckt?
Mein Mitleid hält sich in Grenzen bezogen auf diejenigen, die sich bereichern wollten und lange genug gut leben konnten mit dem bestehenden System.
Oder, wie es jemand mal in Bezug auf den Nationalsozialismus ausgedrückt hat (ich finde leider gerade das Zitat in meinen Büchern nicht): An der Spitze hängen 6 Leute dran, daran 600 und daran 6.000.000. Oder so ähnlich.
(Wobei ich hinzufügen möchte: Ich wünsche mir nichts anderes als ein freiheitliches Wirtschaftssystem. Aber bitte mit sozialen Korrekturen. Mich kotzt nicht der Reichtum der wenigen, sondern die Armut der vielen an)
Ich halte die Vorsorge mit Silbermünzen für überflüssig. Am Ende warten die Suppenküchen auf uns.....