Gestern berichtete ich noch über die seltsamen Staatsanwälte und Jan Ullrich heute liefert mir die Schwäbische Zeitung online ein schönes neues Schaustück in sachen Telekom:
Der ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA), Armin Baumert, wird nun doch keinen Beratervertrag mit der Deutschen Telekom AG abschließen dürfen. Das teilte der Vorsitzende des Kuratoriums der unabhängigen Stiftung, Hanns Michael Hölz, mit.
«Ich habe Veranlassung, den Punkt von der Tagesordnung der Sitzung zu nehmen», sagte Hölz der Deutschen Presse-Agentur dpa. Weitere Einzelheiten wollte er nicht mitteilen.
Was brauche ich da noch weitere Einzelheiten. Die Telekom kauft den Chef der deutschen Antidoping Agentur und alles ist gut. Ja so funktioniert das doch meistens in unserer Bananerepublik. Ob die Bonner Staatsanwälte auch einen Beratervertrag bekommen haben? Denkbar ist es. Zumindest handeln sie so, als ob sie einen sehr gut dotierten hätten.
Deutschlandradio Kultur hatte zuvor berichtet, dass Baumert das Kuratorium um Zustimmung zum Beratervertrag mit der Telekom gebeten habe. Gegenstand sei die «Bewertung des aktuellen Anti-Doping-Kampfes im Team T-Mobile und dessen zukünftige Ausrichtung». Nach den zugestellten Beratungsunterlagen wollte das NADA- Kuratorium auf seiner Sitzung unter Tagesordnungspunkt 6 über die Genehmigung der Nebentätigkeit beraten.
Ja die Bewertung des aktuellen Doping Krampfes im Team T-Mobile. Wer es glaubt wird seelig. Geht es nicht viel mehr darum als erster zu erfahren welche neuen Tests angewandt werden. Das Wissen wäre für die eigene Dopingpraxis der Telekom doch bares Geld wert.
Entschieden gegen einen Beratervertrag hatte sich zuvor Winfried Hermann, sportpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, ausgesprochen. «Die Gefahr ist groß, dass es mit einem solchen Vertrag zu einem Interessenkonflikt kommt», sagte er. «Wenn Baumert sich von einem Unternehmen bezahlen lässt, in dem jahrelang Doping betrieben wurde, dann hat es, wie man es im Schwäbischen sagt, ein Geschmäckle.» Die NADA, die im Wesentlichen durch öffentliche Mittel finanziert werde, müsse «sauber wirtschaften», unterstrich Hermann. «Die Politik sollte jetzt genau hinschauen, dass es nicht zu Interessensverquickungen kommt, die ungut sind.»
Ich traue allerdings unserer Politik noch weniger als der Telekom, oder besser ich traue unseren Politikern alles zu. Ich wäre in keiner Weise erstaunt wenn sich nachträglich herausstellen sollte, das Rudolf Scharping, dem Jan Ullrich die Dopingmittel persönlich hinterhergefahren hat, um sich eine Sekunde länger in der Sonne Jan Ullrich präsentieren zu können.
Wie es um unsere Politik bestellt ist, sehe ich daran, das der Vorstandsvorsitz der NADA ein Ehrenamt sein soll. Nix Kohle, aber gegen das große Geld kämpfen. So etwas können sich nur Politiker ausdenken. Baumert hat nur konsequent gehandelt und sich dann gleich vom dicksten Fisch im Teich an den Haken nehmen lassen. Moral. Moral gibt es seit Ackermann hier regiert doch nicht mehr.




















Das der Deutschen Telekom nichts peinlich ist, wissen die Deutschen und vor allem die Kunden der Telekom ja schon seit langem. So war es ihr auch nicht peinlich, ihren Leiter Sponsoringkommunikation der Deutschen Telekom Christian Frommert, in das ...