Während bei uns noch Staatsanwälte die Telekom reinzuwaschen versuchen und Jan Ullrich in einem schon fast als kriminell zu bezeichnenden Ermittlungsverfahren vorverurteilt haben, darf Valverde bei gleicher Verdachtslage fahren. Auch Di Luca darf wie Zabel fahren. Da ist es schon fast selbstverständlich das auch Bettini den Segen des Stuttgarter Landgerichtes bekommt und fahren darf, obwohl er sich weigert die Ehrenerklärung abzugeben.
Aber Ehre im Radsport. Das ist wohl nur noch ein makaberer Scherz.
Ganz makaber aber wird es, wenn die Telekomiker im Kampf gegen das Doping zeigen woher der Wind weht:
Das T-Mobile-Team hat für die kommende Saison zehn neue Rad-Profis verpflichtet, darunter den Armstrong-Helfer George Hincapie.
Der 34-jährige New Yorker war bei allen sieben Tour- Siegen Lance Armstrongs wichtigster Helfer des Texaners, der sich seine gesamte Karriere hindurch mit Doping-Vorwürfen auseinandersetzten musste. Zudem bekundeten die Bonner am Rande der Straßenrad-WM in Stuttgart starkes Interesse an Erik Zabel, der aber bei Milram noch einen Vertrag bis Ende 2008 hat. «Wenn er seine Vertragverhältnisse klärt, hätten wir ihn gerne. Er würde in unser Team passen», sagte Teamchef Bob Stapleton.
Das ist doch mal richtig fein. Voraussetzung für einen Vertrag bei den Telekomikern scheint ausführliche Dopingerfahrung zu sein. Aber wie schon gesagt. Die halten sich für Probleme ja extra eigene Staatsanwälte in Bonn, die in ihrem Sinne ermitteln. Da darf dann lustig weitergedopt werden. Am Ende ist der Fahrer der Täter und eine brave Staatsanwaltschaft schaut nicht auf die Auftraggeber.



















