Schöner und klarer als die Welt kann man das ja gar nicht mehr ausdrücken:
Wie klein und belanglos muss eine Aufgabe eigentlich sein, damit Rudolf Scharping nicht an ihr scheitert? Die Rad-Weltmeisterschaft in Stuttgart gerät unter seiner Präsidentschaft zur Farce; wieder einmal macht er eine schlechte Figur. Warum eigentlich?
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Rudolf Scharping sitzt in der Rudolf-Scharping-Falle. Er kann machen und sagen, was er will: Er wird immer als wandelnder Kollateralschaden wahrgenommen. Kein Politiker, nicht mal Helmut Kohl, ist so oft nachgemacht worden wie dieser Westerwälder mit seiner quälend schleppenden Diktion.
Scharping ist der Stan Laurel der deutschen Politik. Jeder wartet nur darauf, dass Peinliches passiert, dass er auf die Harke tritt, eine Dachpfanne auf den Kopf bekommt oder die Torte vom Tisch schubst. Und selbst wenn gar nichts geschieht, ist das Publikum sofort bereit, jede Kleinigkeit zur Panne umzudeuten, die das Bild vom Trottel bestätigt.
In Zeiten wie diesen, in denen der Radsport aufgrund von unterschiedlicher Dopingverfolgung ständig von neuen Skandalen geschüttelt wird, ist ein Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer Scharping einfach nicht tragbar. Er hält an alten Dopingseilschaften fest, schlägt auf Fahrer ein, die er angebetet hat und ist ansonsten einfach nur peinlich inkompetent. Wann erspart er sich und uns seinen Anblick. Er ist mehr als flüssig. Er ist überflüssig.



















