Ich sehe mir an was dort passiert lese im Wiki oder im Blog und habe auch den Bericht von Amnesty gelesen. Aber es geht mir wie Martina Kausch ich zweifele an dem was wir tun:
Kaum einen hatte bislang das Schicksal der Burmesen interessiert, bis zu dem Tag, an dem die Mönche aufstanden und friedlich protestierten. Auf einmal ist Birma in aller Munde und es vergeht nicht eine Sekunde, in der wir uns darüber aufregen, wie brutal dort die Menschenrechte niedergeknüppelt und niedergeschossen werden.
Burma / Birma ist ein an Bodenschätzen reiches Land, es liegt strategisch günstig und von daher im Fokus der dortigen Großmäche China und Indien. Besonders China hält eine sehr enge Bindung zu dem Regime des Landes, zumal eine Erdgasleitung durch Burma nach Thailand gelegt werden soll.
Natürlich bin ich wie Martina dafür etwas zu tun, aber ist die dortige Regierung der Gegner, oder die dahinter stehenden Interessen. Machen wir uns doch nichts vor. Ein wirklich demokratisches System kriegen wir doch hier bei uns schon nicht gebacken, wie soll ein Land das Öl und Gas erzeugt und zwischen Indien und China liegt, demokratisch werden. Aber selbst wenn die beiden Länder das zuließen, käme die USA und würde eine ihrer Marionettenregierungen aufstellen.
Ich hätte es für besser gefunden, wenn es eine Kampagne geben würde, die sich zwar an der aktuellen Situation in Burma aufhängt, aber über die anderen Länder, in denen ähnliches geschieht, ebenfalls berichtet wird.
Zu diesen Ländern zählen u.a.:
Somalia
Kasachstan
Nigeria
Irak
China
(Liste nicht vollständig)
Und noch eine Überlegung:
Haben wir soviel Angst vor China, dass wir es nicht wagen, auch auf das Land Druck auszuüben? Oder haben wir etwa Panik davor, einen properierenden Markt zu verlieren, der hier in unserem Land Arbeitsplätze vernichtet, und die Umwelt und Menschenrechte mit den Füßen tritt?
Ich wünsche den Leuten in Burma alles Gute und viel Glück. Aber sie werden kein Glück haben. Solange wir ausbeuterische Wirtschaftssysteme und weltweit abzockendes Großkapital nicht abschaffen. Wir müssten ein neues Wertesystem schaffen, in dem die Abzocker und das Großkapital geächtet sind. Wir brauchen eine weltweite soziale Marktwirtschaft, die Lasten und Gewinne gerecht verteilt.
Kapitalismus ist eine gute Sache, solang es kein Raubtierkapitalismus wird.




















Außerdem rufen Mönche, die gegen zu hohe Benzinpreise protestieren, bei mir einen ähnlichen Eindruck hervor wie der Dalai Lama, wenn er Stammgast bei Roland Koch ist.
Die Benzinpreise sind übrigens deshalb gestiegen, weil die Regierung die Subventionen gestrichen hat, und Du warst doch auch immer gegen Subventionen.
Viertens schließlich macht mich die einhellige Berichterstattung aller westlichen Medien unter Federführung der USA eher stutzig. Was es bedeutet, wenn die USA von einem anderen Land "Demokratie" einfordern, dürfte ja bekannt sein. Ich fühle mich jedenfalls nicht ausreichend objektiv informiert, um in dieser Frage so eindeutig Stellung zu beziehen.
P.S.: In Deinen Artikeln sind bei mir die Links nicht farblich hervorgehoben. Ich finde sie immer nur, wenn ich zufällig mit der Maus auf sie komme.
Dass dort wirtschaftliche Interessen berührt werden, ist klar. Aber selbst D ist bereit, gern auf Menschenrechte zu verzichten, wenn es dafür gute wirtschaftliche Beziehungen gibt...
wir rechnen mit dir :-)
Bin ich übrigens der einzige, der in Deinem Blog die Links in derselben Farbe sieht wie den restlichen Text?
Gruß
Alex