Buffalo Bill ist nicht tot, aber wenn er doch tot ist, hat er zumindest viele Nachkommen. So wie Buffalo Bill und andere seiner Zeit, die Indianer dadurch erledigen wollten, das sie die Bisons ausrotteten, ist heute die Firma Blackwater in Sachen Befreiung und Demokratisierung des Iraks unterwegs.
Während Buffalo Bill seine Bisons und Indianer damals gerne aus dem Zug heraus tötete, erschießen die Leute von Blackwater jetzt die Iraker aus Hubschraubern. Ist ja auch sicherer, da Iraker, anders als Büffel, oft zurückschießen. Dabei geht es bei dieser Sache doch nicht darum den Irakern eine Freude zu machen, sondern darum, den Beauftragten Amerikas nette Jagdszenen zu liefern.
Im Skandal um die tödlichen Schießerei Mitte September in Bagdad werden nun belastende Deteils bekannt. Die beteiligten Mitarbeiter der privaten US-Sicherheitsfirma Blackwater haben laut einem Pressebericht nicht nur am Boden, sondern auch aus der Luft auf Iraker geschossen. Das US-Nachrichtenmagazin "Newsweek" berichtet irakischer Polizisten, Mitarbeiter von Blackwater hätten aus Hubschraubern auf Autos und Zivilisten geschossen. Das Magazin beruft sich auf vertrauliche irakische Polizeiberichte und Augenzeugenberichte
Mich überrascht das nicht. Imperialismus sieht in den Unterworfenen immer Barbaren die man ohne schlechtes Gewissen abschlachten, oder den Löwen vorwerfen kann. So ist es halt Brauch. Das haben von den Pharaonen über die Römer, bis zu den Amis doch alle gemacht. Natürlich macht das die Unterworfenen nicht zu Freunden, aber es macht viel mehr Spaß.
Wer den US-Imperialismus will und unterstützt, der muss die Folgen mögen. Indirekt unterstützt die Bundesregierung das morden im Irak also mit, vom morden in Afghanistan gar nicht zu reden. Aber das scheint ja alles in Ordnung zu sein, wie unsere Obergerichte feststellen. Und zur Zeit geht es ja nur um Iraker und Afghanen, die keine Lobby haben.
Im Moment schauen alle Augen auf Birma, aber niemand dahin wo es genauso nötig wäre.



















