Ich weiß nicht ob Herr Friedrich überhaupt etwas versteht, aber seine Pressemitteilung lässt doch schwer an seinem mehr oder weniger gesunden Menschenverstand zweifeln:
Der Transrapid in Deutschland ist jetzt nicht mehr zu stoppen. Der Bau wird den Industriestandort Deutschland stärken und ein weithin sichtbarer Beweis deutscher Innovationsfähigkeit sein.
Ein Münchner Vorortbähnchen stärkt den Industriestandort Deutschland. Wie bitte. Das Ding kommt noch nicht einmal auf volle Geschwindigkeit und muss schon kurz vorher abgebremst werden. Was ist daran innovativ. Vielleicht hätte er das Ding auch gerne von Hof nach Wunsiedel, als einspurige Version.
Der Bau wird positive Effekte auf Beschäftigung und Wertschöpfung haben, den Industriestandort Deutschland stärken und ein weithin sichtbarer Beweis deutscher Innovationsfähigkeit sein. Mit der Anwendungsstrecke für den Transrapid wird zudem ein wichtiger Punkt der Koalitionsvereinbarung umgesetzt.
Gleichzeitig ist der Lückenschluss zwischen den Verkehrsdrehscheiben Flughafen und Hauptbahnhof München ein bedeutender verkehrspolitischer Beitrag, der der Mobilität in Bayern einen weiteren Impuls gibt.
Es ist also ein bedeutender verkehrspolitischer Beitrag, eine existierende S-Bahn, durch einen milliardenschweren unnötigen Transrapid zu ergänzen. Seine Mutter hätte beim wickeln wirklich sorgsamer mit ihm umgehen sollen. Aber egal. In einem Punkt hat er recht. Das wird eine schöne Wertabschöpfung an Steuergelden. Man schätzt so ca. 3,5 Milliarden. Es ist jetzt schon zu überlegen ob die Fahrstrecke nicht mit Swarovski-Steinen belegt werden sollte um das Ding noch exklusiver zu machen. Sieht zwar keiner, aber es reicht wenn man es weiß.
Zum Glück ist Bayerns Ministerpräsident Becksteinda schon deutlich geworden und hat erklärt, wie er das monsterteure Abschiedsgeschenk an Stoiber wieder los wird:
Bayern will beim Bau des umstrittenen Münchner Transrapids keine Mehrkosten übernehmen. Sollten die tatsächlichen Baukosten höher ausfallen als bisher geplant, müssten andere Stellen einspringen, sagte Ministerpräsident Günther Beckstein. Ansonsten sei das gesamte Projekt gefährdet.
Damit ist das Projekt nicht mehr nur gefährdet sondern erledigt. Das es viel teurer wird, ist längst allen klar. Nur müsste irgendjemand das auch mal dem Hans-Peter Friedrich erklären.




















Wie die Schwäbische Zeitung hat sich der Schwachsinn mit dem Vororttransrapid erledigt: Das Transrapid-Projekt in München wird wegen drastischer Kostensteigerungen nicht gebaut. Dies teilte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (S ...