Es sah doch schon so gut aus. Es war ja fast schon perfekt. Dussmanns Schergen wollten und sollten die Neuköllner Schulhöfe unterwerfen. Ich hatte mich innerlich schon auf eine Menge Spaß vorbereitet. Das sind nämlich die Truppen, die in irgendwelchen Einkaufszentren zwar Omis und Volltrunkene quälen können, aber ansonsten eher eine Lachnummer sind. Nachtwächter im Tageslicht.
Wie die Personalpolitik im Hause Dussmann läuft, ist ja leicht daran zu erkennen, das Dussmann sogar unseren unfähigsten Wirtschaftsminister vor Gloß, den Wolfgang Clement in seinen Aufsichtsrat berufen hat. Aber vielleicht ist das eher die Dankbarkeit mit der Dussman sich dafür bedankt, das ihm Clement soviel Arme produziert hat, die selbst für Dussmanns Löhne arbeiten müssen.
Dussmann gegen die Schüler. Das finde ich gut. Schüler - ich war selber mal einer - sind geradezu darauf geeicht, Repression mit Ungehorsam zu beantworten. Je härter also irgendwelche Dussels zuschlagen, desto mehr Gegendruck würden die bekommen. Das muss irgendjemand sogar Herrn Dussmann klar gemacht haben. Ich hätte nicht geglaubt das der irgendwelcher Vernunft zugänglich ist, aber es geschehen eben doch noch Wunder. Jetzt müsste er nur noch den Clement rausschmeißen, aber so große Wunder gibt es nun doch nicht.
Der Bürgermeister von Neukölln Heinz Buschkowsky aus der SPD hat seine Schulen ja schon lange aufgegeben. Anstatt Mittel für viel mehr Lehrer, Soziologen und Betreuer bereitzustellen, setzt dieser SPD-Genosse auf Abschreckung. Aus jedem Schulhof eine Berliner Mauer machen. Völlig merkbefreit. Ich sehe schon Sechsjährige wie sie sich den Weg zu Vorschule freischießen müssen.
Das Thema ist nämlich noch nicht zu Ende. Da wo Dussmann nicht will und sich nicht traut, da werden andere auftreten. Gab es da nicht einen Wachschutz der den Neonazis sehr nah steht und der schon nachgefragt hat?
Egal. Politik ist immer ein Problem auf die schlimmste Art und Weise zu verstärken. Wie man es richtig denken könnte, sagt die
Tageskritik