Das ich die Ansichten und die Arbeitsweise des Udo Ulfkotte nicht besonders mag, muss wahrscheinlich nicht extra erwähnt werden. Wie und wo ich sie zuordne ist Gegenstand eines Verfahrens, an dessen Ende wir die Dinge wohl wieder so benennen dürfen, wie sie wirklich sind.
Wenn ich also externe Quellen wie in diesem Fall Dr. Michael Blume zitiere, dann bedeutet dies oft, aber nicht immer, aber das ich die Ansichten dieser Quelle schätze. Ich kann die Qualifikation meiner Quellen nicht immer sauber beurteilen. Was ich aber Udo Ulfkotte und die Wissenschaft lese, trifft meine eigenen Ansichten zu hundert Prozent.
Die Machart ist völlig eindeutig: aus allen möglichen Quellen klaubt sich Ulfkotte ein völlig einseitiges, verzerrtes Verschwörungsgebäude zusammen, in dem wenig Wahrheit mit viel Islamophobie verrührt wird.
Und nicht wenige seiner Anhänger freuen sich, nach Jahren der Ächtung des Antisemitismus endlich gegen eine andere religiöse Minderheit wieder nach Herzenslust hetzen zu dürfen.
Antisemitismus und Islamophobie - zwei Seiten der gleichen Medaille
Nach der Lektüre von Ulfkotte bleibt mir nur, aus einem Vortrag an der katholischen Akademie Hohenheim zu zitieren:
"Daher braucht die oft verblüffende Ähnlichkeit antisemitischer und islamophober Klischees nicht zu verwundern, die früher Juden erlitten und die man jetzt - gegen Muslime - „wieder sagen darf“: sie entstammen den gleichen Ängsten.
Ich persönlich befürchte ja, das die jetzige Islamophobie nur der Wegbereiter für einen neuen Antisemitismus mit den bekannten alten Folgen sein wird. Ulfkottes Anhänger reden nur deutlicher, als er es aus rechtlichen Gründen kann. Zudem muss Ulfkotte ja auch seine Vortragsreisen in den Niederungen der CDU absichern, aus deren Kreisen er sich zum einen Mitstreiter für seine Projekte, oder doch zumindest Spenden erwartet. Gleichzeitig soll ihm dies als Rechtfertigungsbescheid seiner demokratischen Gesinnung dienen.
Es stellt sich allerdings die Frage, in wie weit, diese Teile der CDU noch unsere Verfassung und Demokratie abbilden. Der UNO-Sonderberichterstatter für Rassismus, Doudou Diène hat ja ähnliche Kräfte in der Schweiz, bereits als rassistisch bezeichnet und meinte damit insbesondere die SVP bei der Herr Ulfkotte ja auch einige Auftritte hatte.
Leider scheint sich Herr Doudou Diène nicht so sehr für die Situation in Deutschland zu interessieren, wo im Umfeld von Udo Ulfkotte, Pax Europa, PI, Deus Vult Caritatem, kewil, Stormfront und anderen längst härtere Töne als in der Schweiz gefunden werden. Da wird schon mal ein Richter mit Aufhängen an einem Baukran bedroht, und genüßlich darüber berichtet wie der Schließmuskel reagiert. Da sollen Bloggerinnen vergiftet werden, andere sortieren täglich irgendwelche Todesmails aus, weil sie einfach zu blöd sind.
Es wäre sehr schön, wenn sich im nächsten UN-Menschenrechtsbericht, eine Würdigung von Doudou Diène zu der Situation in Deutschland mit klarer Namensnennung finden würde. Es ist wichtig diesen Sumpf endlich trocken zu legen.



















