Nun ist auch die Süddeutsche aufgewacht:
Gerade ist bekannt geworden, dass der des Dopings überführte Profi Sinkewitz als Kronzeuge vor dem Sportgericht des Bundes Deutscher Radfahrer ausgesagt hat, beim wichtigsten Radrennstall im Land sei auch 2006 noch gedopt worden. Das ist ein Widerspruch zum vollmundig vertretenen Sauberkeitsanspruch der Bonner, an dem vorbei offensichtliche Manipulateure wie Jan Ullrich operierten.
Das die Telekom zusammen mit der Bonner Staatsanwaltschaft, bestehend aus den Herren Friedrich Apostel und Jörg Schindler, alles tun, um die Telekom reinzuwaschen und Jan Ullrich fertig zu machen, war ja schon öfter Thema in diesem Blog. Dabei geht es nicht darum, Dopingtäter zu schützen, sondern darum, das eine deutsche Staatsanwaltschaft im Fall Ullrich die Unschuldsvermutung völlig beiseite schiebt und gleichzeitig keine Ermittlungsschritte gegen die Telekom und ihre Freiburger Dopingwissenschaftler durchführt.
Natürlich ist es für die Bonner Staatsanwaltschaft unangenehm gegen die Telekom zu ermitteln, und sicherlich auch schwierig, da sie mit allen Telefon- und Datenleitungen von der Telekom abhängig sind und die Telekom gleichzeitig ein großer Arbeitgeber vor Ort ist. Deshalb wird ja auch das seltsame Mahngebaren der Telekomanwälte von der Staatsanwaltschaft nicht untersucht.
Die Telekom wird mit ihrer Masche noch lange durchkommen und behaupten das arme betrogene Opfer zu sein. Aber um es deutlich zu sagen, dies glauben wirklich nur ganz Dumme und Staatsanwälte. Nach allem was wir heute wissen und aus den Fakten herauslesen können, gab und gibt es bei der Telekom ein systematisches Doping unter wissenschaftlicher Begleitung.
Ist die Telekom verlogen. Mit großer Sicherheit. Sie ist auf jeden Fall verantwortungslos. So wie sie mit ihren Kunden, Kleinaktionären und Mitarbeitern umgeht, ist sie sein klassischer Fall von neoliberalem wirtschaftsfaschistischem Verhalten. Das Management schielt nur auf Prämien, die meist die direkte Folge von Entlassungen sind, wobei das gleiche Management gar keine Ahnung über die Geschäftsabläufe hat. Deshalb wurden und werden immer die Falschen entlassen.
Die Verantwortung dafür tragen dann die verbliebenen Mitarbeiter, die gar nicht in der Lage sind die an sie nun gestellten Mehraufgaben abzuwickeln. Dazu kommt noch eine sehr stark zentralistische Führung, bei der sich selbst die Genehmigung für den Toilettengang, praktisch beim Vorstand geholt werden muss. So kann man auf flexiblen Märkten nicht arbeiten. Verantwortung gehört dort direkt in den Service. Vorstände, Leitende und Halbleiter halten in ihrer Mehrheit nur den Verkehr auf.
Wer aber weiß wie die Telekom in den einzelnen Baubereich hinein regiert, der weiß auch, das es keine Möglichkeit gibt, das die Telekomvorstände nichts vom Doping gewusst haben. Dazu sind die Kontrollnetze viel zu feinmaschig.



















