Die Etappe lebt und produziert Papier. So haben die Etappenhengste der Bundeswehr Statistiken für alles und jedes. Da wird genau Buch geführt und der Federhalter oder besser Computerausdruck zur Selbstbestätigung und wichtigster Angriffswaffe. Damit die eigene Wichtigkeit auch noch betont wird, rechnet man auch gerne um. Sogar bei Klopapier.
Dabei kamen die Helden der Papierfront auf zehn Rollen Klopapier, die jeder Soldat am Tag verbrauchen würde. Gut der Stuhlgang der deutschen Etappe war schon in mehreren Kriegen ein wichtiges Thema. Je näher die Gefahr kam, nicht als Bürokrat sondern als Soldat eingesetzt zu werden, desto häufiger saßen die Herren auf der Latrine. Nachdem unsere Bundeskanzlerin und ihr Kriegsminister zusammen mit den angriffslustigen ehemaligen Sozialdemokraten, den willfährigen Grünen und einer FDP die alles tun würde, um wieder Regierung spielen zu dürfen, schon weitere Kriege planen, wird es eng für die Etappe.
Wie man hört sitzen 80 Prozent unser Einsatzkräfte in Afghanistan im Hauptquartier der Bundeswehr in Masar-i-Scharif fest und trauen sich nicht heraus. Das erfordert viel Klopapier. Vor allem wenn es dauernd knallt. Da ist nämlich Krieg, da kann man sehr leicht bei sterben. Mit all diesen Erkenntnissen fällt es den Etappenhengsten natürlich leicht, sich mit einem Verbrauch von 10 Rollen Lokuspapier pro Tag und Soldat anzufreunden. Zumal genau diese Leute wissen, was der Bundeswehr im Einsatz an Schutzwesten, Technik und Waffen alles so fehlt.
Im Grunde genommen ist der Einsatz der Bundeswehr an all diesen Orten schon aus technischen Gründen eigentlich nicht durchführtbar. Aber da sind sowohl die Politik als auch die Etappe großzügig. Denn die einen wissen das sie nicht sterben werden und die anderen zählen Klopapier bis zum Endsieg.
Natürlich will ich, das der Verbrauch kontrolliert wird. Aber ich will auch, das dies nicht von Etappenhengsten gemacht wird, sondern von Leuten mit Ahnung. Denn die 10 Rollen sind einfach Schwachsinn. Die Herren in Uniform multiplizierten Äpfel mit Birnen und teilten das Ergebnis durch die Pflaumen die sie in ihren Köpfen haben.
Der parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt (CSU) gab zu, dass bei der Umrechnung „Gebindegrößen“, also Rolle-Blatt, Blatt-Packung, ein Irrtum passiert sei. Es seien nicht 800 Millionen Rollen sondern bloß 800 Millionen Blatt Klopapier verbraucht worden, was einem Bedarf von 8,8 Blatt je Mitarbeiter entspräche.
Es ist bei Klopapier wirklich ein Witz. Kein Thema. Ich habe mit dem ganzen nur ein Problem. Wer nicht zwischen 800 Blatt und 800 Rollen unterscheiden kann, der kann das vielleicht auch nicht zwischen 800 Schuß und 800 Kisten Munition. Ich bin zwar gegen diese Kriege und halte sie für sinnlos und kriminell.
Aber wenn wir unsere Jugend und unsere Mitbürger schon wissentlich in Kriege schicken, die sie nicht gewinnen können, dann müssen die wenigsten mehr als erstklassig ausgerüstet und versorgt sein. Da darf niemand sterben müssen, nur weil die Etappe in Deutschland selbst als Papiertiger zu dämlich ist. Den Leuten denen dieser Scherz mit dem Klopapier passiert ist, kann ich nur sagen, das ich ihnen zutiefst mißtraue. Anstatt die Freuden der Etappe zu genießen, empfehle ich ständigen Einsatz auf den Straßen Afghanistans. Dann werden diese Herrschaften vermutlich ihre ganze Hose mit Klopapier ausstopfen müssen, aber das macht nichts.
Volle Hosen verhindern nämlich zumeist auch große Schnauze, weil die Herren Angst haben, das man den Geruch entdeckt.



















