Es lohnt sich normalerweise nicht, sich mit Michael Hüther, dem Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln und seinem Institut zu beschäftigen. Beide sind nichts anderes als Propagandaschleudern für die neoliberale und wirtschaftsfachschistische INSM. Ihre Aufgabe ist durch geschickte Wortklaubereien die Wahrheit zu vernebeln und die Lüge als strahlende Sonne erscheinen zu lassen. In jedem anderen Land als Deutschland hätten sich längst die Medien auf dieses Lügengebäude gestürzt und die Herrschaften dürften ihr Brot als Lexikaverkäufer in Sachsen-Anhalt verdienen.
In Deutschland gibt es ja keine freien Medien mehr, sondern die Anzeigen der Wirtschaft und der Lobbyisten bestimmen den Inhalt der Medien. Dies führt uns sehr schön das Handelsblatt vor, das Hüther jede Woche eine Kolumnezur Verfügung stellt, in der dieser schönste Werbung für das miese Gedankengut der INSM betreibt. Ich weigere mich normalerweise, mich mit dem Propagandadreck der dort verteilt wird, zu beschäftigen. Es macht keinen Sinn mit der NPD, Scientology, Ratzinger oder den Lügnern der INSM zu diskutieren. Sie sind derart in ihren eigenen Lügengebäuden verschlungen, das sie die Realität nicht mehr erreichen kann.
Es gibt Gedankenwelten die wie Gehirnwäsche wirken und jegliche Vernunft vertreiben. Aber diesmal geht es mir auch nur um einen Satz. Den ersten Satz seiner aktuellen Verblödungsmeldung:
Dem technischen Fortschritt kommt eine größere Bedeutung zu als Handel und Kapitalbewegungen.
Hüther benutzt diesen Satz um auf abenteuerliche Art und Weise zu belegen, das nicht die Globalisierung und die von der Realität in Produktion und Verbrauch, völlig abgekoppelten Finanzsystem für Ungerechtigkeit und Armut sorgen, sondern der technische Fortschritt.
Da Hüthers Auslegung von Armut und Gerechtigkeit hinlänglich bekannt sind, macht es keinen Sinn seinem wirren Geist da weiter zu folgen. Was der Gute aber in seinem neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Dampf nicht sehen kann, ist das es uns an technischem Fortschritt mangelt. In seinem volkswirtschaftlichen und neoliberalen Wahn hat er den wichtigsten Grundsatz von Wirtschaft völlig vergessen.
Gekauft wird, was Leben und Produktion erleichtert, bequemer und kostengünstiger macht oder als Statussymbol zur Abgrenzung gegenüber anderen dienen kann. Alles andere ist Bedarfskonsum. Außer um aberwitzige Abschreibungspielchen zu machen, ersetze ich eine Maschine, Vorrichtung oder Produktionstechnik, Produktionsmaterial und Werkstoffe nur dann, wenn ich durch diese Veränderung, signifikant bessere Produkte oder billigere Fertigungspreise erreiche. Ich brauche also einen sichtbaren Vorteil um zu investieren.
Technischer Fortschritt ist aber ein sehr scheues Reh. Natürlich sind die Zahlen von Patentanmeldungen der Großkonzerne toll. Die beantragen ja auch für das Mischen von Erdbeermarmelade mit Joghurt ein Patent, oder gar mehrere für differente Mengen. Diese Art von Patenten sind aber kein technischer Fortschritt sondern sollen einfach nur die Entwicklungsarbeit anderer torpedieren. Das Patent als Abwehrschwert.
Da Siemens - die mit den Bestechungen - ja ein Hauptfinanzier von INSM und Hüther ist, wollen wir diesen Konzern mal als Beispiel nennen. Die Mitarbeiter in den Forschungseinrichtungen entwickeln laufend neue, mehr oder weniger nützliche Dinge. Fast alle werden patentiert. Dann verschwinden sie in der Schublade und produziert, wird der alte, nicht mehr konkurrenzfähige Dreck.
Das macht Sinn, da neoliberale und wirtschaftsfaschistische Systeme nicht mehr in der Lage sind, Verantwortung zu übernehmen. Das gilt sowohl für kollektive als auch individuelle Verantwortung. Die Produktion von neuen innovativen Produkten bedeutet aber Risiko und könnte dazu führen das irgend jemand die Verantwortung für Fehlschläge übernehmen muss. Da ist es besser den gefährlichen Kram in den Schubladen zu lassen und nur die Patente zu besitzen.
Sobald aber ein kleines oder mittelständiges Unternehmen mit seinen begrenzten Mitteln anfängt zu forschen und einen Patentantrag stellt, wird es von den Großkonzernen sofort in Patentkriege verwickelt und kann nicht nur die Idee vergessen, sondern stirbt manchmal auch an den Folgekosten.
Die Folge ist, das dank der Art zu wirtschaften, die uns Michael Hüther und seine Mitlügner vorschreiben, der tatsächliche Fortschritt unterbleibt. Ein blinkendes Handygehäuse mag für Hüther und seine Mitdenker ja Fortschritt sein, tatsächlich ist es Kinderkram.
Unsere gesamte Forschung bringt zu wenig Ergebnisse und wird in Zukunft noch weniger leistungsfähig sein. Hüther und die INSM wollen alles Geld ins Großkapital schaufeln und im Prinzip aus den kleinen und mittelständischen Unternehmen, nicht mehr als eine versklavte, verlängerte Werkbank der Großindustrie machen. Weltweites Lohndumping soll dabei helfen für unnötige, veraltete Produkte möglichst wenig in der Fertigung auszugeben und möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften.
Da wo Hüther und seine Mittäter in der Wirtschaft aufhören, beginnt Mohn/Bertelsmann in den Schulen und Universitäten. Durch deren streng wirtschaftliche Ausrichtung soll auch da technischer Fortschritt unmöglich gemacht werden. Technischer Fortschritt bedeutet nämlich denken. Denken über die bekannten Grenzen hinaus.
Die INSM, Mohn/Bertelsmann und ihre Mietmäuler können aber eines ganz und gar nicht gebrauchen. Menschen die über den Tellerrand hinaus denken und dann wohlmöglich erkennen, wie sie mißbraucht werden.
Wichtig ist allerdings auch die anderen Texte des Handelsblattes darauf hin zu untersuchen, in wie weit sie von freiem Journalismus getragen sind, oder nur noch zu Propagandazwecken geschrieben wurden.























hinsichtlich der patente finde ich gerade das behindern und verhindern des technischen fortschritts (was du mit den patenten angedeutet hast) ein merkmal kapitalistischen wirtschaftens, welches massiv die armut, unterdrückung und letztlich auch kriege befördert. auf den ersten blick ein widerspruch, denn andererseits benötigt der kapitalismus den technischen fortschritt, um profit zu gewährleisten und zu überleben, doch fortschritt kommt industriell erst dann zum tragen, wenn "die zeit reif" ist, d.h. es sich so richtig lohnt und die alte technik ausgelatscht ist, die gesellschaftliche oder ökologische notwendigkeit spielt dabei kaum eine rolle.