Es gibt Läden, die machen mich einfach sprachlos. Natürlich ist zwischen der bunten Werbewelt und der harten Realität der Discounter ein Riesenloch. Selbstveständlich machen sie alle ihre billigen Preise vor allem zu Lasten ihrer Mitarbeiter und müssten alle boykottiert werden, was aus Versorgungsgründen allerdings nicht möglich ist. Man kann nur die Auswüchse bekämpfen.
Lidl ist so ein Fall. Die kennen in der Berliner Straße in Wilmersdorf absolut keine Regeln und scheinen damit durch zu kommen. An mindestens zwei Tagen in der Woche, versperrt der stinkende Müll aus dem Lager, den gar nicht so schmalen Bürgersteig für praktisch den ganzen Tag. Meist Montags und Samstags, aber auch oft zu anderen Zeiten. Lidl muss von der Berliner Straße aus beliefert werden, obwohl sie einen Parkplatz hinter dem Haus haben und eine Hebebühne, das Problem lösen würde.
Aber wozu. Was interessiert Lidl die Interessen der Allgemeinheit. Sollen die Leute mit Kinderwagen doch über die Straße gehen. Hauptsache Lidl macht Gewinn. Rücksichtslos und dummdreist, aber fröhlich. Heute, es ging ein wenig Wind, schoß den Müll über die Straße, die leeren Brotkisten blockierten alles. Sie waren umgestürzt. Aber die Mitarbeiter von Lidl sehen darin kein Problem. Wozu auch. Das Ordnungsamt pennt und ist ansonsten nur mit der Bestrafung von Falschparkern beschäftigt.
Aber auch der Gewerbeaußendienst scheint ziemlich blind zu sein. Vermutlich hat Lidl in seinem Lager keinen Abfluß. Das Wischwasser, die Kehrreste, alles landet auf dem Bürgersteig. Der Gestank von vergorener Milch und verfaulenden Gemüseresten ist zeitweilig atemberaubend. Natürlich ist der gesamte Bürgersteig so verschmutzt, das man die Räder des Kinderwagens zu Hause erst einmal reinigen muss. Es geht eben nur um Lidls Gewinn.
Ich persönlich würde ja nicht bei Lidl kaufen. Wer mir als potentiellen Kunden zeigt, das Sauberkeit nur bedeutet, den Dreck auf den Bürgersteig zu wischen, der war im Mittelalter vielleicht noch richtig, ist aber heute mit Sicherheit falsch. Ich glaube übrigens auch nicht, das die Abwässer die unter der Tür durchsickern nur dort sind. Ich befürchte, das ich und die anderen Bürger nur die Spitze des Dreckberges sehen.
Deshalb möchte ich nichts, was durch diesen Laden gegangen ist. Nicht einmal umsonst. Wer weiß, was die selbst an Dosen noch an Bakterien züchten, geschweige denn an Obst und Gemüse. Da schüttelt mich alleine der Gedanke.
Ist Lidl eigentlich überall in Deutschland so schmutzig und rücksichtslos?
Gruss aus B. an B. Dieser Beitrag ist Bürger-Journalismus pur. Jetzt fehlen nur noch ein paar Bilder.
Trotzdem: ich kauf dort (fast) nix; wegen der Aktion im September/Oktober 2005 - „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“.
http://www.attac.de/lidl-kampagne/?id=13