Der DIHK-Chef Ludwig Georg Braun hat die moderate Managerkritik von Angela Merkel zurückgewiesen und sie gleich bei ihrem Schwachpunkt erwischt:
Eine pauschale Managerschelte sei ebenso verfehlt wie eine generelle Politikerschelte. Letztlich müssten die Aufsichtsräte entscheiden, welche Gehälter die Unternehmen zahlen wollten, um die besten Manager für sich zu gewinnen
Der DIHK ist so eine Art oberste Funktionärsclique der Industrie- und Handelskammern, die sich durch die Erpressung von Zwangsgebühren bei den kleinen und mittelständischen Firmen finanzieren um die Interessen des Großkapitals zu vertreten. Zusammen mit den Arbeitgeberverbänden bilden sie den harten Kern der neolibalen Politikbeeinflusser und sind so eine Art von Krebsgeschwulst am Körper der deutschen Wirtschaft und der der Politik.
Normalerweise ist der DIHK so nützlich wie ein Kropf, dafür aber lästiger als jede bekannte Fliegen- oder Mückenart. Es lohnt sich nicht, auch nur mit wenigen Zeilen über seine Aktivitäten zu berichten. Da ist selbst die Landesmeisterschaft im Graswachsenhören in Vorpommern interessanter.
Diesmal jedoch fasst der DIHK Obermime Braun, zwei Dinge zusammen, die zusammen gehören. Miese Manager und miese Politiker. Zwar möchte Braun nicht, das beide gescholten werden, aber das muss ja niemanden interessieren. Abzockende Manager, abzockende Politiker, bestechende Manager die nicht verfolgt werden, wie bestochene Politiker die ebenfalls nicht verfolgt werden. Verantwortungslose Manager und verantwortungslose Politiker.
Ja. Man muss und darf sie beide schelten. Sie taugen in Deutschland nämlich beide nicht. Es ist sogar ein Pauschalurteil gerechtfertigt. Denn die paar guten Manager und die paar guten Politiker verschwinden in der Masse der unfähigen, unwilligen und unfairen Manager und Politiker vollständig.



















