Die Auenkirche bei mir in der Wilhelmsaue ist ein imposantes Gebäude. Hervorragend renoviert, bestens in Schuß gehalten. Selbst das kleinste Nebengebäude strahlt die Art von Reichtum aus, die entsteht, wenn man sich schamlos aus Kirchensteuer und sonstigen Steuermitteln finanzieren kann.
Die Außenflächen der Auenkirche ist peinlich sauber. Es ist eine Freude sie anzusehen. Wahrscheinlich werden da auch noch ein paar Ein-Euro-Jobber ausgenutzt, um den hohen Standard zu halten. Die Auenkirche ist ein klerikales Schmuckstück.
Das hat natürlich Folgen. Negative Folgen für die Nachbarschaft der Auenkirche. Denn so peinlich sauber die Auenkirche auch sein mag, so sehr ist sie begeistert dabei, das Umfeld zu verdrecken. Wie die rücksichtslosen Macher ja schon auf ihrer
Website erklären, reichen die Eintrittspreise und allerlei Unterstützungsmittel nicht aus, um deren Anspruch an Musik zu finanzieren. Deshalb muss bei der Plakatierung gespart werden. Die wird wild und ungesetzlich gemacht.
Natürlich ist auch niemand für die alten Plakate verantwortlich. Die liegen einfach auf dem Boden. Das ist ja kein Kirchengrund, da darf ja rumgesaut werden. Da muss keine Rücksicht genommen werden. Es ist auch egal, wieviel Geld die Hausbesitzer für ihre Fassaden ausgegeben haben. Die sind Freiflächen für die Auenkirche und ihren Geschäftsinn.
Ich finde das dies typisch ist für die falsche Frömmigkeit dieser sogenannten Christen. Für sie selbst muss alles vom Feinsten Sein. Das Umfeld der anderen darf verdreckt und mißbraucht werden. Anstatt ihren Gott zu belügen, sollten die Pfarrer der Auenkirche auf den umliegenden Straßen ihren Dreck einsammeln und sich bei den Menschen entschuldigen.
Aber ich glaube nicht, das solche Theologen dazu in der Lage sind. Denen geht es nur um das Geld. Ich überlege mir ernsthaft ob ich nicht meinen Hausmüll vor deren Kirche kippe, aber zum einen bin ich für solche Aktionen zu gut erzogen worden und zum anderen gefallen mir saubere Flächen. Bei anderen wie bei mir.
Es bleibt nur die ständige Forderung. Schafft die Kirchensteuer ab. Dann müssen diese Leute ihr Geld mit Arbeit erwirtschaften. Vielleicht hält das sie davon ab vor lauter Langeweile die Häuser zu bekleben und Briefkästen mit ihrem Müll zu verstopfen.
Lass mich raten- du hast keine Freunde und alles ist böse außer deine Wenigkeit. Die Hauptsache ist das man ein vernünftiges Feindbild hat. Für den nahen Osten ist es Amerika und Israel, für die Linken sind es die Rechten und umgekehrt, für die Vegetarier sind es die Metzger. Aber du führst den wahren heiligen Krieg gegen die Auenkirche. Erstmal informieren und nachdenken bevor man was labert. Bis dahin- Wayne interessiert's?
So einfach lieber Berliner kommst du mir allerdings nicht davon. Die Truppe will Geld damit einsparen, das sie nicht auf offiziellem Wege und offiziellen Flächen wirbt, die Geld kosten.
Dieses Geld dient nicht etwa zu sozialen Zwecken sondern soll ein paar Leuten helfen, ihre persönlichen musikalischen und sonstigen Interessen zu verwirklichen.
Die Kirchensteuer wird übrigens in keiner Art und Weise zur Versorgung behinderter Menschen verwandt, genauso wenig wie zu anderen sozialen Zwecken. Dafür zahlt der Steuerzahler nämlich extra. Vom Altenheim über den Kindergarten, die kirchliche Schule, das kirchliche Alten- und Pflegeheim bis zum kirchlichen Friedhof.
An der Kirche ist nichts sozial. Wie das Beispiel Auenkirche zeigt, ist sie sogar höchst unsozial, indem sie das Wohnumfeld anderer verschmutzt.