Der Hartmut Möllring ist ein ganz ein scharfer Hund. Er ist Finanzminister in Niedersachsen. Das bedeutet nun nicht etwas das er Verantwortung für die Menschen im Land Niedersachen und deren Wohlergehen hat, sondern das er die Vorgaben seiner neoliberalen Mitfundamentalisten gegen die Bürger leichter durchsetzen kann. Gut gedeckt durch den Schutzpatron der Bestechlichkeit, den heiligen Norbert "Sankt Corruptus" Lammert, der zur Zeit den Präsidenten des deutschen Bundestages gibt und seinen Ministerpräsidenten Wulff, versucht er für seine neoliberale und wirtschaftsfaschistische Religion Stimmung zu machen.
Sein Rezept ist einfach. Wenn der Müll nur lange genug auf der Straße liegen bleibt, kürzt er Verdi die Streikkasse und sorgt gleichzeitig für Unmut bei den Bürgern. Es geht darum nach reinster neoliberaler und faschistischer Denkart die Bevölkerung in einzelne Gruppen zu zerteilen, die man dann leichter im Schach halten kann. Logischerweise ist der Wolfgang Bosbach einer seiner größten Verteidiger. Bosbach will ja sogar die Bundeswehr auf die Bürger schießen lassen um seinen bösen Ungeist durchsetzen zu können. Eine weiterer Verteidigerin ist die Tante Schwesterwelle, die aber mit ihrem als Partei getarnten Rechtsverdreherverein, nur als Interessenvertreter der Abzocker und Steuerverkürzer auftritt und somit für sachliche Gegenreden bedeutungslos ist.
So wie Wulff sich über jeden verlorenen Arbeitsplatz bei VW oder in irgendeinem deutschen Unternehmen freut und dies auch durch öffentliche Tänze untermalt, hat Möllring die Aufgabe zum Sturm auf die Gewerkschaften zu blasen. Unterstützt wird er dabei von unseren sogenannten freien Medien. Allen voran die Springerpresse, die mit ihrem redaktionellen Einfluss auf Pro7-Sat1 und der längst gleichgeschalteten Bertelsmanngruppe, keine Gelegenheit auslässt um die Streikenden zu diffamieren.
Bei den Privatsendern ist es Sache der Inhaber, welche Religion sie predigen lassen und Sache der Bürger ihnen einfach nicht zu glauben. Anders ist es wenn Frau Christiansen und Frau Maischberger oder jener unsägliche Hartmann von der Tann, der mich in Diktion und Inhalt immer mehr an Adolf von Thadden, den NPD-Vorsitzenden der siebziger Jahre erinnert, dies im Zwangsgebührenfernsehen machen. Mit ihren wohlausgewählten und immer gleichgestrickten Gästen und den notfalls per Moderatoreneingriff auf Linie gebrachten Talks, verletzen sie die Rechte der Arbeitnehmer in diesem Land und lassen sich noch dazu von denen für diese Missachtung bezahlen.
Natürlich darf man nicht behaupten das es sich bei all diesen Leuten um gekaufte Subjekte handelt, weil man das zum einen nicht beweisen könnte, zum anderen weil selbst die Scharfmacher im Arbeitgeberlager Kannegießer und Hundt nicht soviel Geld haben um eine derartig hungrige, nimmersatte Meute befriedigen zu können.
Aber Herr Kannegießer zahlt nicht alleine. Die Medienarbeit zahlen unsere Medienzaren gerne aus der eigenen Tasche. Sie brauchen eh Nachrichten und welche Lügen sie verbreiten ist ihnen egal, die neoliberalen Lügen halten sie sogar für nützlich. Willfährige Werbefuzzis verlagern die Kosten auf andere Etats und die diversen Experten liefern wunschgemäß jedes Stück Papier das gebraucht wird. Denen ist es auch egal wenn sie ihre Expertisen nicht einmal über vier Wochen halten können. Dazu die Meinungsmacherinstitute die natürlich wissen, das sie nicht von Arbeitslosen sondern vom Kapital bezahlt werden. Die Ergebnisse kennen wir alle.
Es ist also kein Wunder das dieser Hartmut Möllring so gerne seine eigentliche Arbeit völlig liegen lässt und lieber den Kampf der Neoliberalen führt. Das lohnt sich für ihn einfach mehr.
Seien wir doch einmal ehrlich. Ein Finanzminister müsste an hohem Steueraufkommen interessiert sein. Das kommt von den Arbeitern und Angestellten und den kleinen und mittleren Selbstständigen. Herr Möllring aber will, das genau diese Leute möglichst lange, für möglichst wenig Geld arbeiten müssen und somit weniger Einkommen versteuern. Er mag auch die Signalwirkung auf andere Branchen. Es freut ihn wenn viele arbeitslos sind oder durch seine Dummdreistigkeiten arbeitslos werden. Als Finanzminister ist das schwachsinnig, aber dieser Nebenbeschäftigung interessiert ihn ja nur am Rande. Er muss von anderer Seite bei weitem besser bezahlt werden.
Leider hat er noch nicht eingesehen, das ihn niemand zwingt, von den niedersächsischen Bürgern ein Gehalt anzunehmen. Er kann sich gerne ein weißes Gewand kaufen und mit seinen neoliberalen Glaubensgenossen auf einen Berg oder über den Atlantik wandern und den Untergang des Abendlandes predigen.
Fundamentalisten sind immer Narren, egal welcher Religion sie anhängen. Es gibt Narren die nicht freiwillig gehen. Vielleicht sollten die Bürger Niedersachsen ihn mal in seinem Ministerium besuchen und ihm den Weg in die Freiheit weisen. Vielleicht lassen ihn seine Glaubensgenossen nach einem Rauswurf nicht verhungern. Wahrscheinlicher ist aber, das sie sich nur krumm lachen und über den dummen Möllring freuen, der den Ast absägte auf dem er saß. Aber keine Sorge, er soll dann Hartz IV erhalten, obwohl es keine Tätigkeit gibt die er ausüben könnte. Selbst beim fegen des Bürgersteigs ist nämlich ein Mindestmaß an Eigenverantwortung nötig.