Normalerweise sind die Nachdenkseiten eine ständige Leseempfehlung wert. Der letzte
Artikel von Albrecht Müller erscheint hingegen ein wenig kraftlos. Müller verweist darauf, das vom NDR Medienmagazin Zapp darauf hingewiesen wurde, das Forsa die SPD immer um 4 Prozent schlechter bewertet, als die anderen Umfrageinstitute.
Zapp wie auch Müller vergessen dabei eines. Wenn ich eine Musikkapelle bestelle und bezahle, dann haben die genau die Musik zu spielen, die ich hören will. Halten die sich nicht daran, gibt es kein Geld und ich engagiere die nie wieder. Meinungsumfragen sind Blödsinn. Mathematisch sind die Stichproben viel zu klein und alle Abweichungen unter fünf Prozent bedeutungslos.
All diese Umfragen können aufgrund der viel zu kleinen Stichproben keine vernünftigen Werte ergeben. Große Stichproben wären aber viel zu teuer. Deshalb werden die Ergebnisse der Stichproben gewichtet. Man könnte auch zurechtgelogen sagen. Das veröffentlichte Ergebnis ist also im besten Fall das subjektive Empfinden desjenigen, der gewichtet hat, im schlimmsten Fall spielen die Demoskopen eben das Lied, das der Auftraggeber hören will.
Und oh Wunder. Auftraggeber von Forsa ist Mohn/Bertelsmann mit der politischen Stiftung die wie ein bösartiger Krebs, das bürgerlich soziale Leben in diesem Land vernichtet und allen Menschen schadet die nicht zum Großkapital gehören. Da muss Merkel als brave Erfüllerin der Wünsche von Mohn/Bertelsmann nach oben gelobt werden, um sie vor ihren parteiinternen Kritikern zu schützen, die, die ehemalige Propagandabeauftragte der FDJ schon lange leid sind.
Genau wie Forsa haben auch die anderen Demoskopen und Wahrsager Auftraggeber. Mohn/Bertelsmann ist neben der INSM aber einer der großen Auftraggeber, da beide ihre Lügen gerne mit pseudowissenschaftlichem Quark unterlegen. Egal ob Städteranking oder Hochschulranking. Beide verfolgen ihre neoliberalen wirtschaftsfaschistischen Ziele und benutzen von Oswald Metzger bis eben zu den Meinungsbefragern, jeden, der ihnen willfährig genug ist. Gern werden auch Wirtschaftsforschungsinstitute genommen, wenn sie nur bereitwillig die Lügen untermauern.
Die Umfrageinstitute sind nichts anderes als Teile einer gigantischen PR-Maschine, die in den Bilanzen unter Werbungskosten verbucht und somit von allen Steuerzahlern bezahlt wird. Es ist doch schick, wenn man sich die Grundlagen für die Desinformation auch noch vom Steuerzahler bezahlen lassen kann. Das ist wahrer Neoliberalismus. Die anderen müssen nicht nur die Suppe auslöffeln, nein sie müssen sie auch noch bezahlen. Neoliberalismus ist eben gelebte Verantwortungslosigkeit.
Wer die Wahrheit sucht, sollte seinen Kaffee türkisch trinken. Dann bleibt der Kaffeesatz in der Tasse und der lässt sich vorzüglich lesen. Die Informationen sind um das tausendfache besser, als die gekauften Meinungen der Institute. Man kann allerdings auch Tierknochen werfen, oder das Innere von Hühner und Hunden lesen. Aber Kaffeesatz reicht normalerweise.