Kardinal Lehmann meldet sich in der Rheinischen Post zum Thema Stammenzellenforschung zu Wort:
Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, hat den Bundestag energisch vor einer Verschiebung des Stichtags zur Stammzellforschung an Embryonen gewarnt. "Es geht nicht um eine bloße Terminfrage oder eine Verschiebung im Kalender - es geht bei der Frage nach der Forschung mit embryonalen Stammzellen letztlich darum, ob man menschliches Leben zu Forschungszwecken töten darf. Und hier sagen wir klar: Nein", erklärte Lehmann in einem Interview der "Rheinischen Post"
Ich persönlich neige eher zu der gleichen Meinung wie Kardinal Lehmann, da ich befürchte das embryonale Stammzellen nur dazu genutzt werden sollen, den Profit einiger weniger Pharmabuden zu maximieren und eine echte Forschung aus Kostengründung nicht stattfinden wird.
Ich habe allerdings ein erhebliches Problem damit, wenn Kardinal Lehmann als Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz über die Tötung von menschlichem Leben redet, weil ich seinen Motiven nicht traue. In diesem Jahr war das Hauptthema im Zusammenhang mit der katholischen Kirche, der Mißbrauch von Kindern und Jugendlichen überall auf der Welt durch pädophile Priester.
Da die Bischöfe bereits bekannte Straftäter wiederum mit neuen Jugendlichen zum Mißbrauch versorgt haben, bin ich der Ansicht, das die katholische Kirche in Sachen Moral kein Mitspracherecht mehr hat, bis sie sich nicht nur von den Tätern, sondern auch von den Bischöfen, die freudig Beihilfe geleistet haben, getrennt hat. Bis dahin muss ich annehmen, das es mehr darum geht, von eigenen Verfehlungen abzulenken, bzw. durch das Austragen dieser Embryonen, einigen Priestern neue Opfer zuzuführen.
Eine Kirche die sich weltweit sogar gegen Zahlungen an die Mißbrauchopfer versichert, ist einfach kein Ansprechpartner mehr in Sachen Ethik und Moral. Sie sollte für die nächsten 1000 Jahre in sich gehen und versuchen sich in ihrem Glauben, vor allem aber in ihrem Verhalten und in ihrer Führung grundsätzlich zu erneuern und bis dahin auf jede Außenwirkung verzichten.



















