Ein Aufsichtsrat überwacht den Vorstand eines Unternehmens und er prüft den Jahresabschluss dieses Unternehmens. Meist ist er auch eng in die strategischen Zukunftsentscheidungen eines Unternehmens eingebunden. Ein Aufsichtsrat ist also ein wichtiger Teil eines Unternehmens und müsste eigentlich dessen bester Freund sein.
In dem Bereich Deutschlands der von der Deutschen Bank, genauer gesagt von dem Schweizer Staatsbürger Josef Ackermann diktiert wird, sieht das allerdings etwas anders aus. Durch die immense Macht, die ein falsches Bankengesetz den Banken gegeben hat, eine Konzentration, die in dieser Form in der ganzen Welt als kriminell und verboten gilt, gibt es keine Regeln, keine Loyalitäten und schon gar keine Freundschaft mehr. Es gibt nur Ackermanns Gier nach immer mehr Profit. Wer sich da über seine 11,9 Millionen Gehalt aufregt, der sollte lieber mal über die Tränen nachdenken die er verursacht. Seine Millionen wären ihm zu gönnen, wenn er den anderen wenigstens genug zum Leben und einen Funken Selbstachtung übrig ließe. Aber seine Gier ist unendlich.
So ist es üblich das die Deutsche Bank ihre Vorstände und verbundene Personen in alle möglichen Aufsichtsräte schickt um ein möglichst weitgehendes Spionagenetz für die eigenen Geschäfte aufzubauen. Selbstverständlich stecken die auch in konkurrierenden Unternehmen. So trat gerade das Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Hermann-Josef Lamberti von seinem Aufsichtsratmandat bei der Schering AG zurück.
Das tat er angeblich um Interessenkonflikte zu vermeiden, da die Deutsche Bank die Firma Merck bei der feindlichen Übernahme gegen Schering unterstützt. Natürlich trat er erst zurück als das Übernahmeangebot schon lange auf dem Tisch lag und absehbar war, das sich der Vorstand von Schering nicht einfach fügen würde. Natürlich hat der ehrenwerte Herr Lamberti erst kurz vor seinem Rücktritt erfahren, das, das Unternehmen in dem er angestellt ist, das Unternehmen das er beaufsichtigen soll, zur Vernichtung freigegeben hat. Natürlich hat Herr Lamberti auch keine Informationen und Bewertungen für diese feindliche Übernahme geliefert. Wer käme auch auf die bösartige Idee, das die vier Vorstandshanseln der Deutschen Bank miteinander kommunizieren. Niemand. Vor allem keine deutsche Börsenaufsicht, kein Bafin und mit Sicherheit auch keine deutsche Staatsanwaltschaft.
Allerdings sollte sich Merck nicht freuen, das die Deutsche Bank auf ihrer Seite ist. Das ist nur temporär. Noch befindet sich Merck nämlich zum größten Teil im Familienbesitz. Jetzt hilft die Deutsche Bank dabei einen gleichstarken oder vielleicht sogar stärkeren Gegner zu übernehmen. Das bedeutet Schulden ohne Ende und mit Sicherheit ein baldiges Ende der Familienmehrheit. Dann kann die Deutsche Bank beide Unternehmen an ein Drittes verhökern und macht wieder riesige Gewinne.
Wer das bezahlt. Das ist doch klar. Die deutschen Steuerzahler und Sozialabgabenpflichtige. 6.000 werden bei Schering arbeitslos. Die Abfindungen werden von den Gewinnen abgezogen. Kein Problem. Das bügelt sich selbst. Dann wird der Wert von Schering runtergeschrieben. Den Fehlbetrag zieht Merck von seinen Steuern ab. Auch das bügelt sich selbst. Verlieren tut nur Deutschland. 6.000 Arbeitsplätze und ein paar Milliarden Steuereinnahmen. Gewinnen tut nur die Deutsche Bank. Heute ein paar Milliarden und wenn dann das Gesamtunternehmen an die Schweizer geht noch einmal.
Die Begleitmusik dazu liefert uns dann Herr Prof. Dr. Thomas Straubhaar von jenem Hamburger Institut für Weltwirtschaft, das sich auf Kosten der Steuerzahler, mit der Unterstützung der Abzocker befasst. Unnötig zu sagen, das auch Herr Straubhaar ein Import aus der glückseeligen Schweiz ist.
Es gibt noch einen weiteren Schweizer Bürger der sich freuen wird. Der Chef der Deutschen Börse, Reto Francioni, der seinen Job Rolf Breuer von der Deutschen Bank verdankt. Jener Rolf Breuer war mal Vorstand der Deutschen Bank und Aufsichtsratschef der Deutschen Börse. Da muschelt zusammen was zusammen gehört.
Irgendwie könnte der Verdacht aufkommen, das es sich dabei um eine Schweizer Verschwörung oder gar um einen kriegerischen Akt handelt. Mal abwarten wann das deutsche Luftsicherungssystem für kleines Geld an die Schweiz geht, die nicht einmal genug eigenen Luftraum hat um ihren Flugbetrieb abzuwickeln. Deshalb machen die ja heute schon ihre Fehler meist über deutschem Boden.
Josef Ackermann und seine Getreuen haben bestimmt noch weitere Ideen, wie sie der deutschen Wirtschaft und den Menschen in Deutschland schaden können. Derweil ist die deutsche Justiz nicht in der Lage in Düsseldorf einen Richter zu finden, der den Ackermann Prozess anfangen könnte. Es ist ja schwierig einen taubstummen Blinden ohne jede juristische Kenntnisse zu finden. Das Modell Helen-Keller wird selten Richter in diesem Land.
Allerdings sollten die Schweizer sich auch nicht freuen. Wenn der Ackermann mit den Deutschen fertig ist, wird er sich notgedrungen der Schweiz widmen. Dann möge Gott den armen Schweizern gnädig sein. Aber vielleicht findet sich ja dann doch noch jemand, der an der hohlen Gasse nach Küssnacht steht. Bei uns sind diese Zeiten wohl endgültig vorbei. Die Gesichter wurden zu oft und zu tief in den Schlamm getreten. Da erheben sich keine Köpfe und Geister mehr. Was gäbe Deutschland doch für einen Wilhelm Tell. Wir hätten gar viele Hermann Gessler zu bieten.
< Offener Brief an Siegmar Gabriel und Peer Steinbrück | Neokonservativer Wissenschaftler rudert zurück >
Wahre Freundschaft, oder wen die Deutsche Bank berät, der ist wohl verraten
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