Das hatte sich der Bundesrechnungshof so fein ausgedacht. Der wollte nämlich das die Superreichen auch mal Steuern bezahlen sollten und hatte vorgeschlagen, eine besondere Belegaufbewahrungspflicht für Steuerpflichtige mit hohen Überschusseinkünften einzuführen. Wäre eine nette Idee gewesen. Dann hätten die Finanzämter nämlich auch noch nach Jahren, wenn sie dann zufällig mal, nach vielen Verschiebungen aus Personalmangel, doch genötigt gewesen wären, einen Superreichen zu prüfen, auf alle alten Belege zurückgreifen können. Das hätte vermutlich richtig Steuern gebracht.
Aber doch nicht mit Peer Steinbrück und schon gar nicht gegen die Superreichen. Von denen will der doch gar keine Steuern. Für die Steuerzahlerei hat er doch die Arbeitnehmer, da muss er doch die Superreichen nicht belästigen. Für die Superreichen hat er Steuergeschenke. Zum ersten Januar mal wieder mindestens 6 Milliarden. Das ist gut so. So bekommen nämlich viele Superreiche anstatt Steuern zu zahlen, noch Geld aus der Staatskasse. Hartz IV ohne Papierkram und auf hohem Niveau. Ganz so wie es Peer Steinbrück will.
Peer Steinbrück weiß übrigens warum er das so will. Der kennt Wolfgang Clement. Der war mal Wirtschaftsminister und hat die Zeitarbeitsunternehmen groß gemacht und die Superreichen auch massiv gefördert. Clement war erst Suppenminister, äh Superminister, heute ist er Superwirtschaftsfachmann mit vielen Aufsichtsratsmandaten, Vorstandsberatungen und sonstigen Pöstenchen, vor allem aber mit viel Geld. Die Superreichen sind bei willfährigen Ministern nämlich dankbar. Der Steinbrück hofft auch auf diese Dankbarkeit. Die Pensionen die ihm das doofe deutsche Volk zahlt, die reichen ja kaum für die Marmelade, geschweige denn für Brot und Kaviar.
Deshalb lässt er seinen Staatssekretär erklären, das es gar keine längere Aufbewahrungspflicht braucht, weil er doch ständig die Superreichen kontrolliert. Der Staatssekretär ist übrigens gut, der gehört zum Film. Der kann solche Sachen sagen ohne dabei in brüllendes Gelächter auszubrechen. Ich schätze mal demnächst sehen wir eine Neuverfilmung von "Vom Winde verweht" mit Karl Diller (SPD) in der männlichen Hauptrolle.
Das die unermüdliche Gesine Lötsch von der Linken, gegen solchen Schwachsinn wettert, wird weder ihr noch uns etwas nützen. Die Superreichen und unser Finanzminister sind sich einig. Bis zu seiner Abwahl wird er ihnen schenken was sie wollen und dann bekommt er von ihnen Geschenke. Ein Geben und Nehmen. Da müssen wir uns raushalten, wir haben eben nicht genug zu geben, um da mitspielen zu können.