Josef Ratzinger, der sich jetzt Benedikt nennt, was ihm aber auch nichts nützt, nahm die Weihnachtspredigt zum Anlass, mehr Platz für seinen Gott zu fordern:
«Irgendwie wartet die Menschheit auf Gott, auf seine Nähe. Aber wenn es soweit ist, hat sie keinen Platz für ihn.»
Natürlich hat Ratzinger auch was für die Armen gefordert und die Kinder. Das tun Leute seiner Profession ja immer. Es gehört halt zum Handwerk, die Armenspeisung mit Worten unterstützen und den Schweinebraten selbst zu fressen. Auf die Idee Armut zu verhindern, oder die Armen aus eigenem Vermögen oder Können zu speisen, kam aus seinem Verein nur jener Jesus, der Fische, Brot und Wein vermehrte und an die Menschen verteilen ließ.
Jener Jesus, der ein Drittel von Ratzingers komplizierter Gottheit darstellt, die aus Gottvater, Sohn und jenem Heiligen Geist besteht, dem wir angeblich im Zusammenspiel mit Maria, den Gottessohn verdanken. Sehr komplexe Familienverhältnisse die heute wohl genauer von Frau von der Leyern überprüft würden. Wahrscheinlich müsste die Famile von Jesus mit dem heiligen Geist jede Woche bei Ärzten antraben um zu beweisen, das jenes Kind noch lebt.
Allerdings hatten die damals noch keine Hochhäuser aus denen man Kinder werfen konnte und wie uns Mein Parteibuch lehrt, ist es mit der realen Existenz von Jesus, dem einen Drittel von Ratzingers Gottheiten, auch nicht weit her:
Merkwürdigerweise findet sich im für besonders lesenswert befundenen Artikel der deutschsprachigen Wikipedia mit Titel Jesus von Nazaret jedoch keine Angabe des Geburtstages, obwohl das ja, wie jeder in zahllosen Schriften nachlesen kann, der 25. Dezember ist. Das trifft sich gut, denn der 25. Dezember lässt sich als Datum für eine Jungfrauengeburt leicht merken, weil da drei Helle Sterne in einer Reihe mit dem Stern Sirius auf die Stelle hinweisen, wo die Sonne aufgehen wird und so jeder weiß, dass endlich die Tage wieder länger werden.
Wie es der Zufall so will, ist einige Tausend Jahre zuvor auch schon der ägyptische Gott Horus am 25. Dezember unter einem Stern des Ostens von einer Jungfrau zur Welt gebracht worden. Zufällig kamen dann auch drei Könige. Übrigens wurde Horus im Alter von Zwölf Lehrer und mit 30 getauft. Zufällig hatte Horus zwölf Jünger, mit denen er durch die Gegend reiste und Wunder vollbrachte, wie etwa Kranke zu heilen oder auf dem Wasser zu laufen. Nachdem Horus verraten wurde, wurde er, Zufälle gibt’s aber auch, gekreuzigt und war für drei Tage tot, bevor er wieder auferstanden ist.
Und von da an passierte es wohl öfter mal, dass göttliche Retter am 25. Dezember in einer Jungfrauengeburt zur Welt gekommen sind, dann mal gestorben und drei Tage später wiederauferstanden sind. Vor etwa 3100 Jahren passierte das zufällig dem schönen Knaben Attis genauso wie später Dionysos in Griechenland und vor gut 3200 Jahren Mithra in Persien.
Aber selbst wenn Ratzinger der Gottessohn abhanden kommt, hat er ja noch den Heiligen Geist, der, wenn er nicht mit Marias unbefleckter Empfängnis beschäftigt war, ja anderswo mehr oder weniger unbefleckt rummachen konnte. Spermaflecken sind wirklich hartnäckig. Vor allem auf blauem Samt. Aber lassen wir mal die unbefleckte Jungfrau beiseite, mitsamt ihrem Sohn. Dann bleibt noch Gottvater. Schöpfer der Erde und all dessen was darauf kreucht und pfleucht.
Gut. Die Sache mit der Schöpfung in sieben Tagen, erklärt zumindest warum Gott so eine Menge Mist gebaut hat. Waren Nero, Hitler, Stalin, unsere deutschen Politiker, Kannegießer und die Familie Mohn wirklich nötig. Wohl eher nicht. Aber so ist das mit Gottheiten. Die schöpfen da ein wenig rum und im Endeffekt schlagen wir uns mit Mehdorn und Wolfgang Clement rum.
Schöpfer sind ja zumeist Künstler. Die schöpfen. Soll sich das Geschöpfte doch selbst die Dinge schön reden. In unserem sollen wir Geschröpften uns das Geschröpfe und die Abzocke an uns schön reden. Klappt nicht so ganz. Wir würden dem Schöpfer ganz schön was erzählen, wenn er da aus seinem Himmel auftauchte. Er kann nur beten das wir nicht sterben und fälschlicherweise in seinen Himmel kommen. Dann kriegt er aber Ärger oder "ÄECHT ÄERJER" wie mein liebes Töchterlein zu sagen pflegt.
Allerdings sind Künstler oft nicht verantwortlich und wir haben ja immer noch die Evolution, die sich anders als ein göttlicher Schöpfer, sogar beweisen lässt. Was aber meint Ratzinger nun damit das wir Platz für die Götter oder doch zumindest für seinen lassen sollten. Das ist einfach. Platz ist Raum und Raum ist Geld. Gut die Immobilienpreise sind auf dem Weg nach unten, oder besser wieder in Richtung Normalität. Aber Raum und Platz sind trotzdem knapp. Die Hartz IV Empfänger haben keinen und die Arbeiter und Angestellten auch nicht mehr.
Die Menschen können sich keinen Platz mehr leisten. Schließlich müssen die nicht nur die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten wie den Abtprimas Notker Wolf bezahlen und bedienen, sondern auch noch die Kirchensteuer abliefern und den Peterspfennig, damit der Papst, also Ratzinger, ein gutes Leben hat. Schlimmer noch ist allerdings, das sie über die Versicherungsgebühren bei der Allianz die Kosten dafür tragen müssen, das sich katholische Priester an Kindern vergehen und dafür Schadensersatz zu zahlen haben.
Die Hausratsversicherung der Armen, bezahlt den Mißbrauch von Kindern durch katholische Priester und die Bischöfe wie auch Ratzinger lachen dazu und unternehmen nichts. Aber Ratzinger unternimmt was. Er fordert Platz für seinen Gott. Den Gott der uns solche Priester schafft. Also ich hätte Platz für diesen Gott. Im Keller. Eingemauert. Ich würde den nie wieder rauslassen.
Aber das meint Ratzinger nicht. Da es seinen Gott nicht gibt, braucht der auch keinen physikalischen Platz. Er will in einen Platz in unserem Herzen. Da wo wir Kinder in Not einen Platz geben wollen, will er auch seinen Gott parken. Sozusagen an der Quelle. So wie wir armen Kindern und Menschen geben wollen, sollen wir auch seinem Gott geben. Quasi soll dieser Gott, den wahrhaft Bedürftigen gleichgestellt sein. Sein Gott der Reichen, soll bei uns eingeschmuggelt werden um uns abzuzocken. Der Gott über den Heine schon die Weber singen ließ:
Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten,
In Winterskälte und Hungersnöthen;
Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt
Man möchte das Gedicht quasi fortentwickeln in unsere Zeit:
Ein Fluch der Regierung, der Regierung der Reichen,
Die unser Elend nicht konnte erweichen,
Die den letzten Cent von uns erpreßt,
Und uns am liebsten wie Hunde erschießen läßt –
Nein, da kann der Ratzinger seinen Namen ändern so oft er will. Wir wissen wie er feige vor den Studenten floh, die nur diskutieren wollten. Wir wissen wie er für die Inquistion arbeitete, wie er stets als Feind der Freiheit und der Menschen auftrat. Wir fluchen ihn und seinem Gott und seinen lüsternen Priestern. Wir werden ihm keinen Platz geben. Nicht ihm, nicht seinem Gott. Nicht an unserem Tisch und schon gar nicht in unseren Herzen. Selbst unsere Hundehütten und Ställe bleiben ihm verschlossen.
Wir wissen es genau, wie wir es schon immer gewusst haben:
Es rettet uns kein höh'res Wesen,
kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
Uns aus dem Elend zu erlösen
können wir nur selber tun!
Leeres Wort: des Armen Rechte,
Leeres Wort: des Reichen Pflicht!
Unmündig nennt man uns und Knechte,
duldet die Schmach nun länger nicht!
Kein Platz für Götter, wir brauchen jeden Platz und jede Kraft für unsere Nächsten. Solidarität unter Gleichen und Krieg den Palästen. Den Palästen mit und ohne Kreuz.























Siehste? Er ist doch für Kondome und Verhütung, darf es aber nicht offen sagen und muss es in einer Parabel verstecken!
"Kein Platz für Götter, wir brauchen jeden Platz und jede Kraft für unsere Nächsten."
Ist doch (der Bedeutung nach) die original Jesus-Message!
Wieso beweisen? Die Evolution bzw. jene vermeintlichen Beweise wurde nur zur Verwirrung und zur Prüfung des menschlichen Glaubens gleich von Gott mitgeschaffen. Und beweis da jetzt mal das Gegenteil ;-)