Ehrlich gesagt überraschen mich die Bayern nur noch selten. Das liegt nicht daran, das sie so leicht vorhersagbar sind, sondern daran, das ich ihnen einfach alles zutraue und sie entäuschen mich selten. So auch nicht im Fall Bruno.
Bruno heißt ja eigentlich in amtsbayrisch „JJ1” und diente im wesentlichen dazu, eine Zeitlang von der bayrischen Unfähigkeit zur Lebensmittelkontrolle abzulenken, die unter dem Minister Schnappauf Bayern zum größten Gammelfleischlieferanten der Welt machte. Irgendwo müssen sogar Bayern mal vorne sein.
Da bayrische Jäger genauso unfähig wie bayrische Politik und Politiker sind, war es auch nicht möglich den Problembär Bruno mit Betäubungsgewehren zu fangen, sondern er musste erschossen werden. Der Grund dafür, weshalb ich mein Leben lang keinen Fuß mehr in die Region Spitzingsee/Schliersee setze und jeden Mitarbeiter der dort, oder überhaupt in Bayern eine Konferenz oder ein Meeting vorschlägt, entlassen werde.
Als wäre es nicht genug damit den ersten Bären der seit 171 Jahren seine Tatzen wieder auf deutschen, aber leider bayrischen Boden setzte, zu ermorden, muss Bayern noch einen drauf setzten. Bruno wird im Schloss Nymphenburg im Museum "Mensch und Natur" neben seinem Artgenossen, der als letzter frei lebender Bär Bayerns 1835 in Ruhpolding ermordet wurde, ausgestellt.
Übrigens soll Bruno braune Glasaugen bekommen. Wahrscheinlich wegen des treuherzigen Blickes:
Die "heiße Phase" der Präparation läuft, das Modellieren und Abformen des Körpers mit einem Kunststoff. Dabei gehe es etwa um eine natürliche Haltung, aber auch darum, ob der Besucher "mit dem Tier in irgendeiner Form in Kommunikation treten" könne. "Man soll nicht nur ein totes Tier vor sich haben, sondern das Gefühl haben, er könnte sich gleich bewegen", sagt Apel. "Das ist eine bildhauerische Arbeit." Das fertige Modell wird dann mit dem Originalfell bezogen.
Mein Gott was müssen die für einen Sockenschuss haben. Erst bringen sie Bruno um, anstatt ihm die paar Schafe zu gönnen, oder ihn zumindest einzufangen und dann soll er mit dem Menschen in irgendeine Art von Kommunikation treten. Was soll er ihnen denn erzählen? Das die doofen Bayern ihn mit dem Segen der bayrischen Staatsregierung ermordet haben. Oder erwarten die Bayern so eine Art Absolution, weil er ja jetzt so einen schönen Plastikkörper kriegt.
Wo die doch schon Ratzinger als Papst haben, könnte ihnen der Bär doch auch vergeben. So ein bisschen ermordet sein, darf der doch nicht krumm nehmen. Man kann den Bayern wirklich vorwerfen was man will, aber sie stehen dazu, das sie doof sind.























Das gilt auch für den Stoibär.