Kinder wie die Zeit vergeht. Heute Nacht war die Zahnfee das erste mal bei meiner Kleinen. Gestern fiel der erste Milchzahn. Der wurde feierlich in ein Papiertaschentuch gewickelt und unter das Kopfkissen gelegt. Wider allen Erwartens funktionierte die Sache mit der Zahnfee. Leider gab es kein Buch über Zähne putzen, was auch unnötig wäre, weil sie die Zähne gut putzt und sogar ihre kleineren Brüder beim Zähneputzen, oder besser Zahnpastafressen beaufsichtigt, sondern es gab Bargeld. Ein Euro gegen einen Milchzahn. Nicht viel aber ein Anreiz. Vor allem aber viel besser als die obligatorische Zahnbürste, die bei uns eh regelmäßig gewechselt wird.
Natürlich ging ich das Geschäft heute morgen noch mal mit ihr durch. 28 Zähne hat der Mensch, also entspricht das 28 Euro. Kapitalistisch gesinnt wie ich nun einmal bin, schlug ich ihr vor, die restlichen Zähne auch alle rauszuziehen und gegen Geld einzutauschen. Herr Kannegießer und seine Freunde von der INSM und die Mohn/Bertelsmann werden entsetzt sein. Aber meine Tochter ging auf diesen neoliberalen und wirtschafsfaschistischen Vorschlag zur schnellen Gewinnmaximierung nicht ein.
Sie zeigte mir vielmehr einen Vogel und meinte treuherzig: "Du bist wohl bescheuert Papa. Die Zähne brauch ich doch noch zum Kauen und das Geld kriege ich doch auch später noch.". Da sieht man mal wieder wo diese Erziehung durch sozlalistisch angehauchte Eltern hinführt. Die Kinder sind einfach nicht lebenstauglich. Anstatt das schnelle Geld zu wählen, wollen sie kauen und den Dingen, bzw. Zähnen ihren natürlichen Lauf lassen. Das kann natürlich nicht gut gehen.
Nehmen wir Herrn Obermann von der Telekom. Hat da übrigens mal jemand geprüft was die Dopingspezialisten der Telekom beim FC Bayern einsetzen. Die werden doch all ihre Erfahrung nicht auf den Radsport alleine konzentriert haben. Das wäre doch so gar nicht neoliberal. Also dieser Herr Obermann, der macht es meiner Tochter doch richtig vor. Er entlässt alle die Ahnung haben, oder gliedert sie aus dem Unternehmen aus, um sich dann darüber zu wundern, das die Kunden weglaufen, weil sie keinen Service bekommen.
Anders als meine Tochter, weiß der Herr Obermann nicht, das man ohne Zähne nicht beißen kann. Aber deutsche Manager und Politiker brauchen ja auch keine Zähne sondern Arsch. Die sitzen sich hoch.
Auf mein Töchterchen bin ich allerdings stolz. Vielleicht ist das, was ich und die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen machen, doch so etwas wie Erziehung.