Wenn es zur Zeit hier im Block etwas ruhiger ist und ich nicht auf jeden Brocken reagiere, so ist das nicht einer neu gewonnenen Vernunft oder Ruhe zuzuschreiben, sondern der Tatsache, das ich alle Rechner in meinem Umfeld von Fedora auf Kubuntu umstelle. Ich trenne mich immer schwer von Distros weil ich ein fauler Hund bin. Meine Trennung von
SuSE dauerte ja immerhin
fast dreieinhalb Jahre.
Der Einsatz von Fedora endet nun schon nach sechs Monaten. Das liegt vor allem daran, das ich es leid bin, bei jedem Update all die Software die nicht der GPL unterliegt, aber trotzdem frei verfügbar ist, neu zu installieren und mich mit den neuesten Hemmnisssen und Schwierigkeiten rumzuärgern, die in einer, nach meiner Meinung völlig verfehlten Politik der Ausgrenzung begründet sind. OpenSource ist gut und richtig. Aber da wo ich keine OpenSource Werkzeuge habe, muss ich andere verwenden. Verwenden heißt problemlos verwenden, im Rahmen der normalen Paketverwaltung.
Linux ist nämlich längst aus der Bastelecke heraus. Multimediamöglichkeiten wie der Zugang zu Youtube oder Ehrensenf muss aus der Erstinstallation möglich sein, ohne, das der Anwender nachdenken muss. Ich selbst bin ja gerne bereit OpenSource zu testen, wenn ich bei den Leuten Ruhe bekomme, die nicht Linux verstehen, sondern einsetzen wollen. Genau das liefert Kubuntu / Ubuntu / Edubuntu direkt aus der Box.
Normalerweise dauert es trotz solcher Erkenntnisse immer noch Ewigkeiten, bis ich diese Erkenntnisse für mich selbst in die Praxis umsetze. Siehe oben. Ich bin faul und ein Gewohnheitstier. Da Fedora aber auch KDE 4 erst in Monaten bringen will, bin ich es leid. Natürlich geht es auch darum, den Gnome-Desktop nach vorne zu bringen, der mir nicht gefällt. Zum Thema KDE 4 wird es hier später noch einen Beitrag geben.
Den direkten Vergleich zwischen Fedora und Kubuntu hatt ich die letzten Tage auf meinem Schreibtisch. Ein Notebook von Lenova, das praktisch ohne Komplikationen lief. Selbst die Webcam ließ sich installieren, sprach an und schmierte dann zwar mit einem Speicherfehler ab, aber das ist lösbar. Ich habe zwar die Tasten für Lautstärke und Mute nicht eingebunden, weil ich keinen Sinn darin sehe, aber technisch ist auch das kein Problem. Das schönste aber war, das alles lief. Ohne Meckern. Das gleiche gestern auf einem Desktop mit zwei Kernen, die ebenfalls sauber erkannt wurden, wie im Notebook auch.
Ich bin wirklich begeistert und rate, wenn ich aktuell nach einer Distribution gefragt werde, zu Kubuntu. Wer Gnome als Oberfläche mag, ist mit Ubuntu sehr gut bedient.