In regelmäßiger Folge lassen uns unsere sogenannten Wirtschaftsforschungsinstitute daran teilhaben, wie sie die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland denn gerne so hätten. Dabei geht es um sich selbsterfüllende Prophezeiungen oder einfacher ausgedrückt, wird entweder alles solange schlecht oder gut geredet, bis die erwünschte Wirkung erreicht wurde. Das hat zwar nichts mit Wissenschaft zu tun sondern ist reine Public Relation für große Kapitalvermögen, nährt aber die ach so wissenschaftlichen Institute und deren Chefs recht gut.
Natürlich sind die Horoskope in jeder Zeitung zutreffender und der Besuch bei einer Wahrsagerin mit Kugel und Katze hat durchaus nicht nur einen Erlebniswert, ihre Aussagen sind auch deutlich korrekter als die Lügen unserer Institute. Außerdem sind die Horoskope in der Zeitung und die Wahrsagerin wesentlich billiger.
Heute scheinen sich unsere "hochgelehrten" Institute aber mal nicht richtig abgesprochen haben. Während das ZEW einen starken Rückgang seines Konjunkturbarometers meldet, propagieren die Kreditanstalt für Wiederaufbau und das ifo-Institut des unsinnigen Professors aus München noch einen Anstieg und kann nur mühsam einen Gipfel in Sichtweite ableiten. Natürlich muss die Konjunktur sich abkühlen. Es stehen doch Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern an. Außerdem fordern die Arbeitnehmer Lohnerhöhungen. Da wissen die Herrschaften schon auf die Tränendrüse zu drücken.
Was wollen wir wetten, das Professor Straubhaar aus Hamburg in den nächsten Tagen völlig wissenschaftlich belegen wird, das es so nicht weitergehen kann und die Arbeitnehmer sofort auf 30 Prozent ihres Lohnes verzichten sollen.
Warum geben wir nur überhaupt noch Steuergeld für derartigen Wahrsagequatsche aus? Mit Wissenschaft hat das ganze nichts zu tun und für PR sollen doch bitte die bezahlen denen sie nützt.
< Der guten Mär, gabs heut so viel, davon ich singen und lachen will | Der böse BND und die armen Journalisten >



















