Es ist wirklich zum Lachen, wenn es nicht zum Weinen wäre. Bocholts IG-Metall-Chef Heinz Cholewa beklagt laut Heise das die Siemens AG kein zweites BenQ mit der Festnetzsparte riskieren könne.
Das sieht der Finanzvorstand Joe Kaeser natürlich völlig anders. Entlassungen treiben den Kurs nach oben. Für die nächsten zehn Minuten zumindest und dafür ist er da. Das Unternehmen an sich stört da doch nur.
Dann barmt der IG-Metaller:
Siemens habe bereits das Handy-Geschäft erst kaputt geredet und dann an BenQ verschenkt – mit fatalen Folgen für die Belegschaft. "Ein zweites BenQ darf es nicht geben", sagte der Gewerkschafter. Siemens sei bei den schnurlosen Festnetztelefonen Marktführer und schreibe schwarze Zahlen. Nach Siemens-Angaben lag der Umsatz damit im vergangenen Jahr bei 790 Millionen Euro. Mit einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 13 Millionen Euro sei die Sparte auch wieder in der Gewinnzone. Nach Gewerkschaftsangaben beschäftigt die Siemens-Sparte derzeit 1900 Mitarbeiter, davon 1650 in Bocholt.
Lassen wir ihn barmen. Es hat ja doch keinen Wert. Wenn er wirklcih etwas ändern wollte, dann würde er den Ausschluß von Ralf Heckmann aus der IG-Metall fordern, der dort als 1. stellv. Vorsitzender
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG seit Jahr und Tag im Aufsichtsrat sitzt und nie etwas mitbekommen hat, aber alles brav abnickt. Vielleicht lässt er auch mal Heckmanns Konten überprüfen. Es muss ja einen Grund haben, weshalb der nie auf der Seite der Arbeitnehmer zu finden ist.
Bei Siemens ist auch nicht mit Jürgen Rüttgers zu rechnen. Die haben soviele bestochen, da werden sie doch den Rüttgers nicht vergessen haben. Wir können also zusehen, wie dieses Geschäft platt gemacht wird. Siemens wird jetzt nämlich ein Medizintechnikunternehmen. Stirb schneller mit Siemens ist die Devise. Telefonanlagen konnten sie ja noch nie so wirklich gut.
Die Arbeitnehmer tun mir leid. Sie haben nämlich noch nicht einmal mehr eine Gewerkschaft die ihre Interessen vertritt. Was Herr Heinz Cholewa als örtlicher IG-Metallchef in Bocholt für Probleme hat, interessiert Herrn IG-Metall-Chef für Deutschland Berthold Huber, einen Scheiß. Da lacht der bestenfalls drüber und Herr Heckmann versteht eh nichts. Da lässt sich ruhig Manager sein. Nur als Arbeitnehmer ist man mit solchen Freunden schon so gut wie arbeitslos.
Ich kann den Siemens-Beschäftigten nur raten eine neue demokratische Gewerkschaft zu gründen und die IG-Metall rauszuwerfen. Die taugen wirklich nichts.




















Sicher, die durch Schröder verkommene und ins neoliberale Lager abgedriftete SPD hat die Gewerkschaften ins Leere laufen lassen, damit Millionen Arbeiter heute als Billigheimer herumlaufen müssen. Aber hier wäre es notwendig gewesen, dass die Gewerkschaften den Zusammenhang zwischen EU- Erweiterungsverträge, Globalisierung auf der einen Seite und Verelendung der Arbeitsbedingungen auf der anderen Seite hätten deutlich machen müssen. Die Gewerkschaften, insbesondere Sommer, haben die Notwendigkeiten nicht erkannt und die Arbeiterschaft in eine fast 1 1/2 Jahrzehnte währende Krise gestürzt.
Einen interessanten ( neoliberalen ) Link zum Thema Gewerkschaften: http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Gastkommentar%20Kenneth%20Rogoff%20Fatale%20Gleichmacherei%20Gewerkschaften/304752.html