Die Berliner Justiz ist schon ein respektabler Haufen. "Ick wundere mir über jarnischt mehr!" möchte man da mit Otto Reutter ausrufen. Der Berliner Oberstaatsanwalt Roman Reusch, wollte die Probleme mit Jugendlichen und vor allem mit Jugendlichen aus Migrantenkreisen, dadurch lösen, das er mal eben das Gesetz außer Kraft setzte und aus Untersuchungshaft eine vorauseilende Strafe machte. Selbstverständlich ohne Beweise. Nachdem er frech seinen Gesetzesbruch im Spiegel dokumentiert hatte, wollte er seine Art der Justiz auch noch bei Frank Plasberg im Gebührenerpresserfernsehen vortragen, der ja auch schon anderen Lügnern und Gesetzesbrechern gerne eine Plattform für ihre Ansichten geboten hat.
Noch ist die Zeit aber nicht ganz so weit, wie Reusch glaubte. Er wurde versetzt und durfte sich nicht bei Plasberg beweihräuchern lassen. So ein Pech aber auch. Dabei war er doch gerade so schön in Fahrt. Ich halte ja die Rechtsansichten der deutschen Staatsanwaltschaften insgesamt für mehr als fragwürdig. Ich erinnere mich da gut an einen Fall, in dem so ein Komiker mir den Mund verbieten wollte, als ich nachfragte, warum ein Notar, der durch seine notarielle Beurkundung ,einem Betrug erst eine scheinrechtliche Grundlage gegeben hat, nicht angeklagt wurde. Da wurde das Kerlchen aber giftig, was mich allerdings nicht weiter beeindruckt hat. Ich bin mit dem Spruch, von den Krähen, die einander die Augen nicht aushacken, groß geworden.
Nun haben wurde also der Reusch durch die Senatorin versetzt. Die gute Frau von der Aue glaubte wohl damit das Problem gelöst zu haben. Aber doch nicht bei der Berliner Justiz. Da kann die Senatorin versetzen wen auch immer sie will. Das spielt da gar keine Rolle. Da lachen die Herren doch nur drüber. Soll doch eine gewählte Senatorin reden was sie will, unsere Staatsanwaltschaft weiß viel besser was gut ist.
Genauso handelte dann auch der Moabiter Staatsanwaltschef Andreas Behm und wählte den früheren REP-Funktionär Rolf von Niewitecki als Nachfolger von Reusch aus. Schöner und klarer hätte er seinen Götz von Berlichingen gegenüber seiner Senatorin doch noch nicht ausdrücken können. Das war ein "Leck mich am Arsch" wie es es herzhafter gar nicht kommen konnte. Wenn der Reusch nicht offiziell fremdenfeindlich sein darf, dann setze ich an seine Position eben einen Ex-Republikaner die bekanntermaßen besonders fremdenfeindlich sind.
Nun scheint Gisela von der Aue nicht viel Geschmack daran gefunden haben, das sie Behm an seinem Arsch lecken sollte und hat ihn und die gesamte Behördenspitze gestern zu sich einbestellt. Und siehe es geschah ein Wunder. Herr Behm wird seine Entscheidung noch einmal überdenken. Nur gut das Herr Freisler schon tot ist. Da besteht wenigstens nicht die Gefahr, das Behm den nun auswählen könnte. Wenn aus dieser Justiz Gerechtigkeit kommen soll, dann können wir auch Steinen Orangensaft melken und aus Altöl Brot machen.
Es wäre wohl dringend an der Zeit die Spitze der Berliner Staatsanwaltschaft zu entlassen. Leider kann man sie nur in den Ruhestand schicken, den sie nicht verdient haben. Mir fällt allerdings auch nichts vernünftiges ein, zu dem solche Leute zu gebrauchen wären.