Sie dürfen versichert sein, das wir Stalingrad nie wieder verlassen werden.
Hitler am 8. November 1942 als schon 90 Prozent der Stadt besetzt waren
Am 20. Dezember 1942 wurden die Nahrungsrationen der deutschen Soldaten halbiert, weil die Luftversorgung nicht durchzuhalten war. Sie fraßen dann ihre Pferde. Es kam zu Kanibalismus. Am 31.01. 1943 kapitulierte der Südkessel. Generalfeldmarschall Paulus läuft mit erhobenen Händen zu den Russen über.
Gegen das Überlaufen wäre ja nichts zu sagen, hätten nicht der gleiche General und sein Führer alles getan, um die deutschen Soldaten sinnlos zu opfern.
Heute hören wir gute neue Mär vom scheidenden deutschen ISAF-General Bruno Kasdorf:
"Wir haben die Taliban in die Defensive gedrückt", sagte der Chef des Stabes der Internationalen Schutztruppe ISAF und ranghöchste deutsche Offizier in Afghanistan bei seinem Abschied am Donnerstag in Kabul. "Ich bin optimistisch, dass die ISAF, die NATO und die beteiligten Nationen weitere Fortschritte erzielen werden." Nach 13 Monaten sei es für ihn ein sehr bewegender Moment, "die Verantwortung als Chef des Stabes im ISAF-Hauptquartier an meinen Nachfolger, Generalmajor Hans-Lothar Domröse, zu übergeben".
Da fällt mir doch glatt noch einmal Paulus ein:
"Zum Jahrestag ihrer Machtergreifung grüßt die 6. Armee ihren Führer. Noch weht die Hakenkreuzfahne über Stalingrad. Unser Kampf möge den kommenden und lebenden Generationen ein Beispiel dafür sein, auch in der hoffnungslosesten Lage nie zu kapitulieren.
Paulus am 29.01.1943 an Hitler
Natürlich ist General Bruno Kasdorf kein Paulus. Er ist ja auch noch kein Generalfeldmarschall. So groß machen wir es noch nicht wieder. Ich halte auch Kasdorfs Legitimation für deutlich besser, als die von Paulus. Schließlich habe auch ich, Struck mal für einen Demokraten gehalten. Ja sogar mal für einen Sozialdemkraten.
Aber Kasdorfs Aussagen, die erinnern vom Wahrheitsgehalt doch sehr an den Paulus. Wo bitte schön ist der Tailiban in der Defensive. In den befestigten Lagern aus denen sich die deutschen Soldaten kaum heraustrauen, und auch meist nicht heraus können, weil ihnen Material und einfachste Ausrüstung fehlen. Ich weiß nicht wieviele Taliban in diesen Lagern arbeiten, aber sie mögen dort in der Minderheit sein, ob sie aber auch in der Defensive sind, wage ich zu bezweifeln.
In der Defensive befinden sich unsere Truppen. Nachdem wir uns am fröhlichen Zivilistenmorden der USA mittels Tornados aktiv beteiligen und bald auch mit eigenen Kampftruppen beteiligen werden, sind wir in Afghanistan unten durch. Die wenigsten Leute sind so dämlich, diejenigen zu mögen, die sie, ihre Verwandten und Freunde umbringen. Wir sind in Afghanistan noch nicht einmal eine Besatzungsarmee, weil wir dafür zu schwach sind und mit unserer Bundeswehr auch gar nicht dafür ausgerüstet sind. Wir wollten mal die niedersächsische Tiefebene gegen die NVA und die Russen verteidigen bis Soldaten kämen.
Göring hat damals versprochen Stalingrad aus der Luft zu versorgen. Das Problem haben wir heute nicht. Wir kommen mit unseren Flugzeugen gar nicht erst bis dahin. Die Transall ist ein Witz und etwas anderes haben wir nicht, wenn man mal von den Maschinen absieht, mit denen unsere Politiker spazieren geflogen werden. Aber schlimmer noch, unsere Truppen in Afghanistan haben auch keine Pferde, die sie notfalls fressen könnten und nicht einmal annähernd genug Munition, um auch nur drei Tage durchzuhalten.
Aber weshalb sollten sie denn auch durchhalten. Wir könnten sie ja eh nicht ausfliegen. Wenn die Amis den Laden dort dicht machen, wie sie es damals in Saigon taten, dann können wir unsere Jungs und Mädels abschreiben. Aber keine Sorge. Die Generäle die nehmen die Amis mit, oder sie dienen bei den Taliban als Propagandasprecher. Siehe Paulus. Generäle und Obristen sind wertvoll. Den Schützen Arsch werden sie an dem selbigen kriegen und das wird niemand stören. Schon gar nicht unsere Generäle und nicht unsere Kriegsminister. Frau Merkel wird von tiefer, stolzer Trauer reden und Struck wird sich das Lachen kaum verbeißen können. Den Anblick kennen wir ja bereits.
Fakt ist, das wir heute schon wissen, das wir in Afghanistan verloren haben. Die Frage ist nur, was uns der Rückzug kostet. Heute könnten wir vermutlich noch halbwegs in Frieden verschwinden. Mit der Lufthansa oder Air Berlin. Wie es in ein paar Monaten oder gar in ein oder zwei Jahren aussieht, weiß niemand. Jeder der jetzt noch stirbt, weil die deutsche Generalität sich die Niederlage nicht eingestehen kann, ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Das gilt auch für jeden Verwundeten.
Was wäre es schön, wenn wir Generäle mit etwas Mut zur Wahrheit hätten. Ein wenig Verstand wäre auch ganz nett.




















Aber wenn wir schon mal beim Vergleichen sind.
"Saigon" findet ja auch Erwähnung, wenngleich ohne einen Hyperlink.
Dies sei an dieser Stelle nachgetragen. Denn ein Blick auf den Krieg der Amerikaner gegen Vietnam und dessen Anrainerstaaten lohnt ebenfalls. Wo wir doch schon mal beim Thema "Parallelen" sind ;-)
Hier also USA ./. Vietnam: http://de.wikipedia.org/wiki/Vietnamkrieg
Das liegt wahrscheinlich daran das ich über zwei Generäle rede. Bei zwei Bäckern würden vermutlich auch ähnliche Geschichten rauskommen. Nur das die Bäcker für den Erhalt des Lebens arbeiten.
P.S.: Ja, ich weiß, das steht so auch nicht drin, aber der Eindruck erhärtet sich einfach...
Nur weil er jetzt das Glück hat vormal nicht mehr Kriegsminister zu sein, befreit ihn das nicht von der Verantwortung. Zumal er ständig noch mehr Krieg fordert.