Der Da Vinci Code lauert doch wirklich an jeder Ecke. Jetzt wurde im Deutschen Bundestag ein weiterer Beweis für die Geschichte von Dan Brown entdeckt.
Der Abgeordnete Dr. Reinhard Göhner von der CDU/CSU kann an zwei Orten gleichzeitig sein. So nahm er am vergangenen Freitag gleichzeitig an der namentlichen Abstimmung über die Steuergesetze mit einem klaren Ja teil und befand sich zur gleichen Zeit in München.
Die Menschen im Wahlkreis 134 Herford - Minden-Lübbecke II haben ihn zwar nicht gewählt, aber sie werden sicherlich stolz auf ihn sein, auch wenn er sich gegen ihr Votum, über die Landesliste ins Parlament gemogelt hat. Wer hat schon einen solch wundersamen Abgeordneten.
Mit der Erkenntnis das Göhner an zwei Orten zugleich sein kann, ist auch endlich die Frage gelöst, wie er es schafft, sowohl Parlamentarier und gleichzeitig Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin zu sein. Beides sind eigentlich Fulltime Jobs und werden auch so bezahlt. Aber die maßlose Gier macht eben alles möglich, auch Wunder. Arbeitgeberverbände sind übrigens nicht die Vereinigung von Leuten die anderen Arbeit geben, sondern die Interessenvertreter des Großkapitals, das kaum jemand Arbeit gibt und nur Funktionäre beschäftigt. Funktionäre leben grundsätzlich parasitär.
Aber selbst wenn die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, das es sich bei Göhner um einen direkten Nachkommen von Jesus Christus und Maria Magdalena handeln muss, sollte dies nicht zur Euphorie führen. Anders als der überlieferte Christus, wird Göhner nicht Wasser in Wein verwandeln, sondern den Menschen den Wein wegnehmen, um ihn mit seinen Kumpane zu versaufen. Auch wird er nicht auf wundersame Art und Weise Fische und Brot vermehren, sondern er ist ständig bemüht, den arbeitenden Menschen in diesem Land und den Armen, noch das letzte Hemd zu stehlen.
Auch Wunderheilungen sind von ihm nicht zu erwarten, da er sich und seine gesamte Kraft an die Abzocker verkauft hat. Selbst da wo er Wunden heilen könnte, wird er also aus reiner Gewohnheit, eher neue schlagen und sich an den Schmerzen freuen.
Wahrscheinlich handelt es sich aber um gar kein Wunder, sondern Herr Göhner hat in seiner maßlosen Gier in München Extrageld raffen können und statt dessen einen anderen für sich abstimmen lassen. Das muss man doch verstehen. Die Abgeordneten haben doch eh mit ihrer Fraktion zu stimmen. Demokratie findet halt nicht statt. Zudem ist alles was an Steuern die Arbeitnehmer noch stärker belastet, doch gut für die Deutschen Arbeitgeberverbände, die Göhnens eigentliche Auftraggeber sind.
Es ist allerdings trotzdem anzunehmen das Herr Göhner trockenen Fußes über das Wasser schreiten kann. Auch Wasser kennt Ekel und es gibt Verschmutzungen die sich kein Wasser zumuten lässt. Das ist dann zwar auch kein Wunder, aber wen wundert bei unseren Politikern überhaupt noch irgendwas.
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