Da hat das mit dem Markteting mal wieder so gar nicht geklappt. Eigentlich hatten die Telekomiker ja gehofft, die Doping-Geschichte bis zum Sonntag auf kleiner Flamme kochen zu können und neben einer Kündigung an Jan Ullrich auch noch ein Gesprächsangebot mitgereicht.
Allerdings wusste Jan Ullrich, das dieses Gesprächsangebot so unehrlich wie das Serviceangebot und das sonstige Geschäftsgebahren der Telekom ist und hat die Kündigung auf seiner Website sofort veröffentlicht.
Damit hat er die Telekomiker kalt erwischt. Zwar hatten die bereits Britta Bannenberg, eine Professorin der Uni Bielefeld veranlasst, doch eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Bonn zu erstatten deren Kernsatz lautete: "Es dürfte davon auszugehen sein, dass Ullrich T-Mobile über die Verwendung unerlaubter Substanzen getäuscht hat und diese auf Grund entsprechenden Irrtums Gehalt und Prämien an ihn ausgezahlt haben."
Es ist nicht bekannt was die ordentliche Professorin für diese Anzeige von der Telekom bekam, bekommt oder bekommen wird. Aber es muss sich lohnen, wenn eine angebliche Kriminologin so eklatant die Gesetze und die Tatsachen verdreht.
Es ist zumindest nicht bekannt, das die gleiche Professorin auch dagegen klagen würde, das die Telekom beamtete Mitarbeiter auf Kosten der deutschen Bevölkerung in den vorzeitigen Ruhestand schickt oder das die Eigentümer von T-Online Aktien betrogen wurden. Dafür wurde sie ja schließlich auch nicht bezahlt.
Die Dame wird mit ihrer Anzeige leben müssen und finanziell sicherlich auch sehr gut abgesichert können. Es wäre nur interessant zu wissen, was derartige Trickserei bringt und ob sie die Beträge wenigstens versteuert.
In der Sache gibt es allerdings nichts neues. Selbst die Telekomiker trauen sich nicht, Jan Ullrich des Dopings zu beschuldigen. Sie reden von einem Verdacht, den Herr Ullrich doch bitte widerlegen möge. Wenn wir diesem Rechtsempfinden folgen wollen, müsste zunächst einmal die Telekom, all ihre Betrügereien, für die sie unter Verdacht steht, aufklären.
Das wird sie natürlich nicht tun. Also muss auch Herr Ullrich das nicht tun.
Was das Doping im Sport und insbesondere im Radsport angeht, so steht fest, das ein Eigenblutdoping, während eines der großen Rundstreckenrennen nur mit Wissen des Teams funktionieren kann. Neben dem einzelnen Rennfahrer, sind des die Teams und die Sponsoren die am meisten vom Doping profitieren.
Anstatt also die Telekom generell von jedem Verdacht frei zu sprechen, müsste eine Anzeige doch als erstes gegen die Verantwortlichen bei der Telekom erfolgen, die ja von Ullrich profitierten.
Statt dessen loben unsere öffentlich rechtlichen Fernsehsender die Dopingsünder der Vergangenheit in den höchsten Tönen. Die Mannschaft von T-Mobile, wäscht ihre Hände wie einstens Pilatus in Unschuld und eine typisch deutsche Professorin führt das Narrenschiff an.
Es ist die Art von Juristerei, die einen Fehler in einem Hartz-IV Antrag als Schwerstverbrechen auffasst und Ackermanns Mannesmannbetrug der uns bisher über 50 Milliarden Steuergelder gekostet hat, als erfolgreiches Geschäftsgebaren empfindet.
Es ist wahrscheinlich das Jan Ullrich gedopt hat. Aber es ist sicher das die Betrügereien der Telekom an ihren Aktionären, Mitarbeitern und Kunden, diesem Land viel mehr Schaden zu fügen.
Bei beidem hilft nur eins. Nie mehr Kunde der Telekom sein, sie in jeder Sportart, also auch im Fußball zu boykottieren und sich im Radsport auf die Amateuere zu konzentrieren. Obwohl. Wer weiß.