Vor kurzem erzählten uns noch alle Politclowns wie wichtig das Ehrenamt sei. Auch der Bundespräsidentendarsteller Köhler, der vom ehemaligen Mordrichter Filbiger gewählt wurde, fand wie immer schöne Worte ohne realen Inhalt die er bestimmt schon lange wieder vergessen hat. Vielleicht sollte er versuchen die Luft, die er für seine Worte verwendet, in die andere Richtung zu senden. Dann stünde ihm wohlmöglich eine große Karriere als Kunstfurzer bevor.
Was es mit dem Ehrenamt auf sich hat und welchen Stellenwert es hat, weiß die Schweriner Volkszeitung zu berichten:
Anlass ist die Diskussion im Fall des ehrenamtlichen Bürgermeisters Hans-Peter Gossel. Der Wariner hatte seinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I und Krankenversicherung verloren, weil die Arbeitsagentur neue Regeln aufstellte und seine Aufwandsentschädigung als ehrenamtlicher Bürgermeister in die Berechnung einbezog
Ich habe keine Ahnung in welcher Partei Herr Gossel ist, und es ist mir auch völlig egal. Ehrenamtlicher Bürgermeister zu sein, bedeutet die Verantwortung für Dinge tragen zu müssen, an deren Entscheidung man häufig nicht einmal beteiligt war. Es ist ein verdammt harter und vor allen undankbarer Job, der jede Achtung verdient hat.
Ich halte das Vorgehen der Arbeitsagentur oder wie dieser Haufen sich auch gerade nennen mag, für typisch. Die gesamte Geschäftsleitung dieses Vereins bereichert sich an jeder Ecke und Kante, hat etliche Nebenaufgaben zu Beträgen, die eine Aufwandsentschädigung um ein vielfaches überschreiten und genau dieses Volk, muss Arbeitslosengeld gegen Ehrenamt aufrechnen.
Auch wenn das wieder ein paar laute Aufschrei gibt. Dieses Verhalten ist typisch neoliberal. Ein Professor kann sich von Mohn/Bertelsmann oder der INSM für hundertsechzigtausend Euro im Jahr zusätzlich kaufen lassen und muss, wenn er nicht ungeschickt ist, noch nicht einmal Steuern dafür zahlen. Ein Mann der aus seinem Amt heraus etwas für seine Mitmenschen tut, wird bestraft.
Ich glaube nicht das, das System Arbeitsagentur oder unsere Politik noch heilbar sind. Wir haben keine Wahl, wir müssen uns von diesem verantwortungslosen neoliberalen Pack auf das Schnellste trennen. Wenn das nicht durch Wahlen geht, dann nur durch einen Generalstreik. Die Vermögen die für die Verbreitung der neoliberalen Religion eingesetzt wurden, sind bedingungslos einzuziehen.



















