Dabei heißt dieser untaugliche Versuch einer Zeitung doch Rheinische Post. Ich hab das Klopapier allerdings immer nur als rheinische Pest in Erinnerung. Selbst meine stramm konservativen Vorfahren konnten an dem Blättchen schon nichts Gutes finden. Nun wohne ich so weit von diesem jämmerlichen Blättchen weg, da erreichen die mich doch glatt mit einer Pressemitteilung. Allerdings ist das erklärlich. Dem allgemeinen Pressesterben konnte das Blättchen nicht zum Opfer fallen, weil es nie wirklich zur Presse zählte:
Das hat uns gerade noch gefehlt. In Nordrhein-Westfalen zeigt Nokia den staatlichen Subventionsgebern eine lange Nase und lässt mehr als 2000 Beschäftigte um ihren Job bangen. Bei der WestLB zittern weit über 1000 Menschen um ihren Arbeitsplatz, und noch immer ist das ganze Ausmaß der bundesweiten Bankenkrise mit ihren vermutlich schwerwiegenden Folgen für die öffentlichen Kassen überhaupt nicht absehbar. Da passt die Drohung der Gewerkschaften mit Streiks im öffentlichen Dienst wie die Faust aufs Auge. Gestreikt werden soll in Kindertagesstätten, Krankenhäusern, im Nahverkehr und in öffentlichen Einrichtungen also überall dort, wo es den Bürgern richtig weh tut. Verständnis dürfen sich die Streikenden wohl nicht erhoffen, geht es ihnen im Vergleich zu manch anderen Berufsgruppen doch immer noch relativ gut.
Ja das kenne ich. Das ist dieses Dummkatholikentum. Du darfst doch nicht auf deine Rechte pochen, denk doch mal an die armen Kinder in Biafra. Denen geht es zwar auch nicht besser, wenn du auf deine Rechte verzichtest, aber unseren Auftraggebern, die dich gerne rechtlos sehen wollen, denen gefällt das.
Gibt es eigentlich eine verkommenere Haltung. Ich glaube nicht. Es nützt den Nokia Arbeitern nämlich gar nichts, wenn die Arbeiter im öffentlichen Dienst beschissen bezahlt werden und es macht auch die Verluste der WestLB nicht wieder wett. Richtig wäre allerdings wenn die Schmierfinken der rheinischen Pest auf ihr Einkommen verzichten würden und verhungerten. Das würde zwar auch nicht den Kindern in Biafra, den arbeitslosen ehemaligen Nokia-Mitarbeitern helfen, aber wenigsten wären wir ein paar Schmierfinken los.




















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Du hast vergessen zu erwähnen, dass der frühere Chefredakteur der RP zur WAZ gewandert ist. Und überhaupt, das erinnert mich an etwas, das ich für morgen noch aufbereiten wollte.
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Das erklärt die aktuelle Qualität der WAZ, bzw. deren Fehlen.