Die Überschrift ist zwar nett, aber völliger Quatsch. Sie entspricht dafür aber der gewohnten Springermethode. Auch wenn der Bildblog gestern Nachmittag zeitweise nicht zu erreichen war, ist das kein Erfolg des Axel Springer Verlags oder seiner Blödzeitung. Aber anders als normalerweise in der Blödzeitung oder den anderen Springerexkrementen gibt es einen realen Hintergrund für diese Schlagzeile den Heise liefert:
"Bild" geht gegen "Bildblog" vor
Der Axel-Springer-Verlag, Herausgeber der "Bild"-Zeitung, versucht durchzusetzen, dass die Betreiber des mehrfach ausgezeichneten "Bildblog" künftig keine Beschwerden mehr beim Deutschen Presserat einreichen dürfen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in der kommenden Ausgabe. Der Verlag argumentiert, den Betreibern gehe es dabei nicht darum, Missstände aufzuzeigen. Vielmehr wollten sie aus einer Flut von kommerziell motivierten Beschwerden Stoff für Berichterstattung gewinnen. Nach Angaben des Presserats haben die Blogbetreiber in dreieinhalb Jahren insgesamt zwölf Beschwerden eingereicht. "Bildblog" kritisiert Berichte und dokumentiert Fehler von "Bild" täglich im Internet.
Ich finde der Axel-Springer-Verlag - hieß der Typ nicht Axel Cäsar Springer - hat recht. Nur die Begründung ist falsch. Auch wenn sich das mit den kommerziell motivierten Betreiben des BILDblogs nicht unbedingt von der Hand weisen lässt, so ist Springer, denen ständig die Werbung in die Inhalte rutscht wohl kaum der richtige Verein, sich darüber zu beschweren.
Die Einschaltung des deutschen Presserats ist nicht nur sinnlos, sondern auch werblich uninteressant. Wer liest schon eine Schlagzeile wie "Kind vom zahnlosen Tiger gebissen" oder "Tote Schlange bedroht Altenheim". Nichts anderes als ein zahnloser Tiger oder eine tote Schlange ist aber der deutsche Presserat. Nicht komisch genug um in einer Comedey-Show auftreten zu können und nicht ernsthaft genug, als das sich jemand Gedanken über ihn machen müsste.
Aber auch das ist nicht der Grund, weshalb ich dem Springer-Verlag recht gebe. Nein. Ich gönne dem Niggemeier auch seinen letzten Grimme-Preis und die nächsten drei. Jeder muss nehmen was er kriegen kann. Ich bekam gestern gutes Rindergulasch, das war mir viel lieber als Preise von den Marler Grimmekomikern.
Nein Springer hat deshalb recht, weil das was der Springerkonzern herausgibt eben keine Presseerzeugnisse sind. Dafür ist der Presserat nicht zuständig. Der ist ja auch nicht für die textlichen Inhalte von Klopapier und den Beschriftungen von Müll- oder Einkaufstüten zuständig. Vom Springerkonzern kommt aber nichts anderes. Ein paar Werbeblättchen, viel Klopapier, etwas dümmliche Demagogie und ein paar Hasstiraden aus der hintersten Schublade. Das ist keine Presse. Folglich ist der Presserat nicht zuständig.
Zuständig wäre allerdings Herr Steinbrück. Denn wo keine Presseerzeugnisse sind, wird auch sofort die volle Mehrwertsteuer fällig.
Nur am Rande damit es nicht vergessen wird. Friede Springer lässt immer noch alle deutschen Arbeitnehmer Konkursausfallgeld für die Beschäftigten der PIN AG bezahlen, damit ihre Verträge erfüllt werden, das ganze sie aber nichts kostet. Immer wenn wir über Zumwinkel und die Steuerhinterzieher reden, sollten wir Friede Springer nicht vergessen. Sie betrügt die Deutschen zwar legal, aber das macht ihren Betrug nicht besser.
Übrigens auch für Lohnbetrüger ist der Presserat nicht zuständig.




















des mehrfach ausgezeichneten Wachdienstes "Hüpferschnapp" künftig
keine Anzeigen mehr bei der Polizei einreichen dürfen. Der Ladendieb
argumentiert, dem Wachdienst gehe es dabei nicht hauptsächlich darum,
Diebe dingfest zu machen. Vielmehr wollten sie aus der Flut an
kommerziell motivierten Festnahmen Stoff für ihre
Existenzberechtigung zu gewinnen.
Nach Angaben der Polizeibehörde habe der Wachdienst in dreieinhalb
Jahren insgesamt zwölf Anzeigen gegen Axel Hüpfer eingereicht. Der
Wachdienst arbeitet gegen Ladendiebe und dokumentiert seine Erfolge
über Anzeigen bei der Polizei.