Ich habe diesen Artikel schon ein paar Tage in der Pipeline und ich tue mich immer schwerer mit ihm. Auf der einen Seite ist das was sich sagen will relativ einfach und leicht zu verstehen, wenn man zu gewissen Grundlagen die gleichen Kenntnisse und auch ähnliche Meinungen wie ich hat. Tatsächlich kann man aber siebenhundertseitige Wälzer dazu schreiben, ohne viel weiter als bis zu den Grundlagen gekommen zu sein. Einiges wird immer Ansichtssache bleiben und ist wohl auch so angelegt, das es möglichst unerklärbar sein soll. Die Wahrheit wäre dann doch zu schrecklich.
Um den Artikel und dessen eigentliche Botschaft dennoch bringen zu können, mache ich es mir einfach. Ich definiere die Begriffe nach meinem Gusto, warne aus Fairnessgründen aber gleichzeitig davor, das meine Definition, die ich als im Grundsatz wahr und richtig empfinde nicht nur angreifbar ist, sondern auch falsch sein kann.
Der erste Begriff ist die Inflation bei der es mir vor allem um die hedonische Berechnungsmethode geht. Für mich sind all diese letzlich auf Sinneseindrücken beruhenden Bewertungsmittel absoluter Hokuspokus. Kristallkugelglubscherei ohne Augen und ohne Kristallkugel.
Dazu muss man allerdings wissen, das Staaten niedrige Inflationsraten bevorzugen. Die von ihnen beauftragten Institute liegen also immer richtig, wenn sie ihre Zahlen den Staatswünschen unterordnen. Das was Bundesamt für Statistik mit seinem Zusammenspiel aus veraltetetem und verfälschten Warenkorb, hedonischen Bewertungen auf gut Glück an pseudomathematischem. zirzensischen Kunstwerken leistet ist schon atemberaubend.
Allerding sind die europäischen und sonstigen Zentralbanken noch Waisenkinder gegenüber dem was sich die amerikanische FED leistet, die ab Anfang März nicht mehr nur die Geldmenge M3 verschweigt, sondenr überhaupt keine Informationen mehr geben will. Wenn wir die FED als Hütchenspielerbande begreifen, haben die das Modell noch erweitert. Der eigentliche Spieler sitzt jetzt in einem undurchsichtigen Zelt, während der Mitspieler draussen, das Geld an einen Komplizen des Hütchenspielers übergibt, und dann mit 1, 2 oder 3 festlegen kann unter welchem Hütchen seiner Meinung nach das Kügelchen liegt.
Das besondere an dieser Variante des Hütchenspiels, ist das es wahrscheinlich gar keine Hütchen und keine Kugel mehr gibt, sondern der Hütchenspieler im Zelt ,sich mit einer hübschen Gespielin vergnügt. Am Ergebnis des Spiels ändert das wenig. Gewinnen konnte ja auch vorher niemand, der nicht zur Bande gehörte. Aber jetzt hat man rationalisiert und endlich die Geschicklichkeit beim Hütchenspiel überflüssig gemacht. Jeder kann jetzt Hütchenspieler werden.
Das ganze hat natürlich einen Sinn. Gefälschte Inflationsdaten und verheimlichte Geldmengen lassen das Geld werthaltiger erscheinen als es tatsächlich ist. Früher versuchten Betrüger vom Geld das Edelmetall geprägt wurde, immer ein wenig abzuzwacken, um die Reste dann zu neuen Geldstücken zu schlagen. Aber auch staatliche Münzen prägten einfach aus wertloseren Legierungen oder stellten Münzen geringeren Gewichtes her. Betrug am Geld, ist schon so alt wie das Geld selbst.
Allerdings waren die Betrügereien der Vergangeheit Kinderkram, vergleicht man sie mit heute. Der Wert des werthaltigen Geldes soll sich je nach Denkschule eigentlich aus der Menge an Arbeit ermitteln lassen, die für eine Ware gebraucht wird und der Menge an Arbeit die zur Schaffung des werthaltigen Geldes notwendig ist. Praktisch also die Schürf- und Vermarktungskosten von Edelmetal,l zur Fertigung eines Hemdes und dessen Materialien sowie dem Vertrieb. Das Papiergeld sollte anders als das Edelmetallgeld, aber eben den Wert eines Volksvermögens abbilden. Die andere Schule glaubt, das die Ausschöpfungshöhe der Produktionsmöglichkeiten das Vermögen einer Volkswirtschaft abbildet.
Tatsächlich sind beide Schulen schon lange bedeutungslos, da es keinen praktischen Produktionsmangel mehr gibt, und wir in einer ständigen Überproduktion leben. Das nicht alle Waren an allen Orten gleichermaßen im Überfluss vorhanden sind, hat nichts mit mangelnder Produktion, sondern mit falschen Ertragserwartungen zu tun. Waren werden nur an die Märkte gebracht, an denen sie einen möglichst hohen Ertrag bringen. Handel ist keine Versorgungsfunktion, sondern dient der Gewinnmaximierung.
Die Gewinne aus Handel und Produktion stehen also immer in Konkurrenz zu anderen Gewinnquellen. Die klassische Gewinnquelle ist der Raubüberfall, auch Krieg genannt. Dabei werden Rohstoffe, Anbaugebiete und Produktionsmitarbeiter, wie auch Produktionsgeheimnisse erobert. Allerdings muss man, um im Raubüberfallgeschäft erfolgreich zu sein, nicht nur stärker als seine Gegner sein, sondern auch dem eigenen Volk ständig Verluste an Leben und Prosperität zumuten. Beides lässt sich nur in sehr dummen Gesellschaftsformen realisieren und ist meist auch nur Nationalstaaten möglich.
Die Möglichkeit Geld herzustellen, obliegt ebenfalls den Nationalstaaten, Geldfälschung wird zu hart verfolgt. Es bleibt also nur die Möglichkeit Geld durch Spekulation, also Hütchenspiel und durch Finanzprodukte zu generieren. Die Börse ist ein Teilaspekt dieses Marktes. Da wurden zunächst, Teile von Unternehmen in Form von Anteilsscheinen Aktien verkauft. Oft schon lange bevor diese Unternehmen gegründet wurden. Der Kauf der Aktie war praktisch eine Kreditvergabe an die künftige Firmenleitung. Prosperierte die Firma, gab es Zinsen in Form von Kurssteigerungen und Dividenden. Ein nützliches Geschäft.
Allerdings setzt diese Art von Geschäft, die tatsächliche Schaffung und den tatsächlichen Verkauf von Waren und Dienstleistungen voraus. Sie hing sehr eng an der Realwirtschaft und litt mit dieser durch Höhen und Tiefen. Sehr schnell wurde also klar, das man den Finanzmarkt von der Realität trennen musste. Es entstanden immer mehr Produkte die nichts mehr mit der Realwirtschaft zu tun haben. Wetten oder Hütchenspiele mit diesen Produkten benutzen zwar reales Geld, verwenden es aber zunächst in einer imaginären Wirtschaft. Das bedeutet das ein Teil des Geldumlaufes, zunächst scheinbar verschwindet. Das vorhandene Geld also werthaltiger wird.
Neben einer realitätsfremden Berechnung der Inflationsrate kam nun noch ein scheinbares Verschwinden von Geld aus dem Geldumlauf hinzu. Gleichzeitig bildete der US-Dollar die Reservewährung der gesamten Welt und wurde deshalb überall gehortet. Die Funktion als Reservewährung band ebenfalls immense Geldmittel, die dem realen Geldmarkt nicht zur Verfügung standen. Dadurch wurde der US-Dollar scheinbar noch werthaltiger.
In einer vernünftigen Welt, wäre all das kein Problem. Die Notenbanken hätten das was ich hier schildere erkannt und mit einer Nullreaktion kalt gestellt. Aber Vernunft und Politik passen nicht zusammen. Die US-Amerikaner ließen sich von ihrer eigenen Trickserei blenden. Quasi ein Hütchenspieler der zum Hütchenspieler am Nachbarstand geht und dort gewinnen will.
Die Druckerpressen wurden angeworfen, billigste Kredite vergeben und die Rüstungsausgaben nach oben geschraubt, es wurde Krieg um die Weltherrschaft, um die Herrschaft über Rohstoffe und zum Schluss um das Öl geführt. Natürlich haben die Nachbarn, die anderen Länder auf dieser Welt, diese Entwicklung frühzeitig bemerkt. Allerdings wollen sie nicht wirklich den Typen in der Nachbarschaft zur Ordnung rufen, der schon morgens um neun volltrunken über die Hauptstraße torkelt und auf Laternen und Hunde schießt. Die meisten sind nicht so mutig. Also spielten sie mit. Ließen ihre Währungen ebenfalls mittels dieser Tricks wertloser werden.
Aber die USA verstanden das Spiel am besten. So schnell wie der Dollar wertlos wurde, konnte kein anderes Land seine Währung wertlos machen. Wir alle kennen die Handelsbankdefizite, die Staatsschulden der USA, das Dilemma ist lange und in vollem Ausmaß bekannt. Um die Binnenwirtschaft der USA am Leben zu erhalten, wurde immer mehr an Waren auf Pump aus dem Ausland gekauft und um überhaupt eine Nachfrage zu schaffen, die Vergabe von Krediten erleichtert. Das was wir als Subprime Markt kennen bedeutet nichts anderes, als das Leute Kredite für Häuser, Autos, Boote und alles mögliche andere sowie zur Finanzierung von Kreditkarten bekommen haben, die von Anfang an nie in der Lage gewesen sind, diese Kredite zurückzuführen.
Es gab nur eine hauchdünne Chance, nämlich ein immenses Wirtschaftswachstum. Genau dieses Wirstchaftswachstum gab es aber nie. Nicht in den USA und auch nirgendwo sonst auf der Welt. Wenn ich Inflation und Geldmengenwachstum falsch berechne, ist auch das in diesem Zusammenhang errechnete Wachstum einfach nur Bockmist. Eine stinkende Lüge. China ist ein herrliches Beispiel. Würde China seine interne reale Teuerungsrate mit seinem Wachstum verrechnen käme es wahrscheinlich zu immensen Einkommensverlusten in der Gesamtbevölkerung. Das angebliche Wachstum wäre ein Verlust. Dabei wächst China wirklich. Nur nicht schnell genug um den eigenen Konsum zu befriedigen.
Ganz anders die USA. Die wachsen schon lange nicht mehr. Im Grunde exportieren sie Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte. Sind also eher ein dritte Welt Land was ihre wirtschaftliche Kraft angeht. Natürlich gibt es die Raumfahrt und das Silicon Valley. Allerdings bringen die Nationalparks, das Glücksspiel und die halben Niagarafälle vermutlich mehr realen Gewinn ein. High Tec funktioniert nur mit sehr hohen Subventionen. Einen Mittelstand gibt es schon lange nicht mehr. Dafür ein Heer von Armen und wenige Superreiche.
Wir erleben die gleiche Entwicklung in Deutschland ja zeitverzögert mit. Die Deutsche Bank hat sich gerade noch einmal refinanziert. Auf Kosten der Kommunen, der IKB, der KfW und der Landesbanken. Hut ab vor den besseren Hütchenspielern. Ich schätze mal rund 40 Milliarden haben die so gerettet. Wirklich gute Hütchenspieler. Aber das lässt sich nicht mehr wiederholen. Solche Tricks gehen nur ein mal.
Wir haben jetzt also die Situation, das ein Haufen Leute vor einem sehr großen Haufen mit sehr wertlosem Papier steht. Diese Leute sind nicht dumm. Wenn die jetzt alles auf einmal auf den Markt werfen, könnten viele von denen aus dem Fenster springen. Wir erleben den Sturz ins Bodenlose in Zeitlupe. Die verbleibende Zeit wird genutzt um die englischen Bürger Northern Rock bezahlen zu lassen, wir haben wie gesagt 8,1 Milliarden bereits in der IKB und legen noch zwei nach. Die Landesbanken werden wohl 22 -28 Milliarden kosten. Aber das wird nicht alles sein.
Dieser Crash des gesamten Finanzmarktes in Zeitlupe ist aber für die Besitzenden auch eine gute Chance sich zu sanieren. Schön fand ich das die FTD meinen Gedanken heute freundlichst untermauert:
Die Amerikaner müssen jetzt höllisch aufpassen. Denn wenn die Fed, wie der Markt es erwartet, ihren Leitzins über die kommenden Monate tatsächlich in Richtung zwei Prozent senken würde, könnte der eine oder andere Anleger langsam auf die Idee kommen, die US-Währung als Refinanzierungsquelle für billige Wertpapierkredite in Anspruch zu nehmen, also als Carry-Währung zu benutzen.
Die Logik wäre nahezu zwingend. Bei einer Inflationsrate von gut vier Prozent entspräche ein Leitsatz von zwei Prozent einem kurzfristigen Realzins von minus zwei Prozent. Dagegen ist ein realer Leitzins von minus 0,2 Prozent wie in Japan fast unerschwinglich. Und als Bonbon für jeden Carry-Trader: Allein zwischen 2000 und 2007 ist die Kaufkraftparität der japanischen zur US-Währung laut OECD von 154,9 auf 120,7 Yen/$ gefallen, was einer "fundamentalen" Aufwertung des Yen von 3,5 Prozent - jährlich - entspricht.
Bleiben wir bei meinem Ansatz das die Inflationsberechnung nur Hütchenspiel ist, und das die US-Amerikaner dort wie beim Schuldenmachen die Meisterschaft haben, dann sind wir längst bei einem Negativzins von über -3,5 Prozent. Wer sich also jetzt Geld in den USA leihen kann und auf die japanische oder europäische Wirtschaft setzt, bekommt die praktisch zum Schnäppchenpreis. Machen wir es uns einfach und benutzen wir wieder die FTD, die sicher nicht meinen linken Standpunkt teilt, aber an den Realitäten eben auch nicht vorbei kommt:
Der Sportwagenhersteller Porsche profitiert erneut von Finanzkniffen: Der Autokonzern schöpfte eine Kreditlinie von 10 Mrd. Euro voll aus. Dabei konnte Porsche aus der Finanzmarktkrise Profit schlagen - und bestätigte seinen Ruf als Hegde-Fonds.
Das Unternehmen habe sich damit die vertraglich festgelegten günstigen Zinskonditionen gesichert, die verfallen würden, wenn Porsche den Kreditrahmen ungenutzt lassen würde, teilte Porsche am Mittwoch mit. Man lege das Geld "risikofrei gut verzinslich an." Die Anlage werde Porsche einen zusätzlichen Ertrag bringen. Es handele sich in erster Linie um einen technischen Schritt. Damit tat der Sportwagenhersteller möglichen Spekulationen entgegen, eine Erhöhung seines Anteils an Volkswagen finanzieren zu wollen.
Porsche ist in dem Teich aber eher ein Hering als ein Hai. Das ist nicht gehen Porsche gerichtet sondern gibt nur die tatsächlichen Größenverhältnisse wieder. Selbst die FTD redet von Finanzmarktkniffen. Nicht von Geschäft, sondern von Trickserei und Hütchenspiel. Damit es allen klar ist. Dieses Trickserei und das Hütchenspiel sind legal. Unsere Bundesregierung, unser Finanzminister und die Chefs der EZB wissen was los ist. Sie wissen auch was getan werden müsste. Aber sie haben Angst und werden teilweise auch mit Bestechung dazu gebracht, nichts zu tun.
Eine todkranke Währung, soll dazu benutzt werden um im letzten Schlag alle anderen Länder der Welt mit Trickserei auszukaufen. Wertloses Geld soll benutzt werden um, wertvolle Firmen und Güter zu kaufen. Dabei ist allen klar, das es einen Währungsschnitt, eine Währungsreform in den USA geben muss. Mit etwas Glück erreicht der Dollar dann noch einen wert von 22 bis 38 Eurocent. Je später dieser Moment kommt, desto teurer wird er für alle anderen Staaten. Der Dollar mag es dann sogar schaffen sich über 60 Eurocent zu halten. Die Kosten dafür trägt die gesamte Welt.
Die einzige Gegenwehr wäre eine deutliche Zinsanhebung von einem glatten Prozentpunkt. Das würde die Finanzmärkte zur Explosion bringen und ein paar Geschäftemacher auf die Idee bringen es mit einem Freiflug aufs Pflaster zu versuchen. Aber keine Angst. Diese Art von Gebäuden ist heute klimatisiert. Da geht kein Fenster mehr auf. Natürlich wären alle nichtwarengebundene Finanzmärkte tot. Aber wem schadet das wirklich. Den Arbeitern nicht.
Selbstverständlich würden Billiarden an Geld vernichtet. Aber eben nur genau das Geld, für das es schon lange keinen Gegenwert mehr gibt. Dieses Geld ist heute schon Scheingeld, wertloser Tand. Dieses Geld hat nie dazu gedient Arbeitsplätze zu schaffen. Im Gegenteil für dieses wertlose Geld wurden Arbeitsplätze und Menschen überall auf dieser Welt geopfert.
Natürlich wird es nicht so kommen. Die Börsenkurze werden anziehen. Eine Scheinblüte. Die schlauen wissen das der Tod schon hinter der Tür steht. Die nehmen Gewinne, Firmen und Patente mit, der Rest bleibt auf wertlosem Papier sitzen. Die Frage ist nicht ob der endgültige Crash kommt, sondern wann. Ich tippe mal kurz nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten. Wenn er Obama heißt passt das um so besser in die Konzepte der Reichen und Superreichen. Demokraten und Schwarze können eben nicht mit Geld umgehen, wird es dann heißen. Bis dahin ist unser Bundesfinanzminister längst auf mehreren Aufsichtsratsposten und lacht uns nur aus.




















An einem Punkt bin ich allerdings anderer Meinung: Der Zusammenbruch der Hütchenspielermärkte würde sehr wohl den Arbeitern schaden, denn eine derartige Erosion einer Ordnung, auch einer korrupten, schädigt die Realwirtschaft ebenfalls massiv. Das wäre übrigens ein Aspekt, den die Hütchenspiel-Wissenschaftler auch berücksichtigen sollten: Die Kosten der wirtschaftlichen Ordnung. Dann würde der Spaß nämlich erst richtig teuer, den die Derivate und sonstige Wettspiele bringen.
Würde man einen derartigen Verlust von Ordnung zulassen, wäre man wohl schnell bei der realsten aller Wirtschaften: Dem Warentausch. Blöderweise haben die Hütchenspieler nicht nur Scheinchen, sondern auch Waren gehortet. Diese Leute überstehen jeden Krieg. Nicht zuletzt übrigens, weil sich immer Deppen finden, die für sie in den Krieg ziehen. Zur Not für ein paar Glasperlen.
"Würde man einen derartigen Verlust von Ordnung zulassen, wäre man wohl schnell bei der realsten aller Wirtschaften: Dem Warentausch."
Ich fürchte, man wäre noch schneller bei einer noch realeren Form des Wirtschaftens: Dem per Waffengewalt gesicherten Raub. Warum tauschen, wenn man es einfach nehmen kann - vorausgesetzt, ich habe den entsprechenden Gewaltapparat. Kurz: Warlords und Clans wird das Stichwort sein. Und jeder muss sich dann einem dieser Clans anschließen, ob er/sie will oder nicht, weil außerhalb dieser Clans es kein physisches Überleben gibt.
Hat der Einzelkämpfer Erfolg, oder könnte er Erfolg haben schließen sich ihm die Hasen an. Es entsteht immer eine Form von Gesetz.
Bei jugendlichen Banden nennt man das ja nicht umsonst "das Gesetz der Straße". Auch die Mafia hat Regeln, wie Abgrenzungs- und Gebietsstreitigkeiten geregelt werden. Und das Niedermähen ganzer Truppenteile mit Maschinenpistolen an Valentinstagen ist die Ausnahme, die nur passiert, wenn die Regeln nicht greifen oder noch nicht etabliert sind. Heutzutage wird die Frage, ob die 20. Straße noch die Grenze ist oder nicht, anders entschieden ...