Man darf in Deutschland ein korruptes Arschloch nicht als korruptes Arschloch bezeichnen.
Reden wir also über Reinhard Göhner den Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) der im Nebenberuf als Abgeordneter der CDU noch so tut, als ob er den Wahlkreis 134, Herford - Minden-Lübbecke II, in Nordrheinwestfalen vertritt.
So ganz nebenbei ist er auch noch Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie sowie im Ausschuss für Arbeit und Soziales und ein regulärer Nachfahre von
Jesus und Maria Magdalena da er gleichzeitig an zwei Orten sein kann.
Wer den fleißigen und aufrechten Herrn Göhner neben dem Herrn Hundt vom BDA noch gekauft hat, wissen wir zur Zeit nicht, weil dank St. Corruptius Norbert Lammert, ja nicht nur die Nebeneinkünfte der Abgeordneten nicht veröffentlicht werden sondern auch nicht mehr zu lesen ist, für wen die noch so arbeiten. Müssen die Bürger ja auch nicht wissen. Norbert Lammert hält ja die Korruption, die er als Lobbyismus bezeichnet für eine primäre Form der Demokratie.
Also dieser feine Herr Göhner teilt dem Spiegel in seiner Funktion als Hauptgeschäftsführer des BDA mit, das er nichts mehr gegen
Mindestlöhne habe, sofern sie seinen Mindestanforderungen genügen:
In einem bundesweiten Mindestlohntarifvertrag muss sichergestellt sein, dass es sich "um die untere Lohngruppe handelt, ein erheblicher Teil der nicht tarifgebundenen Arbeitnehmer unter diesem Lohn beschäftigt wird und die untere Lohngruppe keine überdurchschnittliche Lohnhöhe aufweist".
Gut als deutscher Normalbürger muss man sich einen solchen Satz zweimal durchlesen und es ist auch dann noch nicht schlimm, wenn man den Herrn Göhner immer noch nicht versteht. Der hat mit seinen Freuden vom Manchester-Kapitalismus nämlich ein eigenes Deutsch entwickelt, das nur noch wenig mit der Umgangssprache zu tun hat, sich aber hervorragend zum Lügen und Betrügen eignet. Scholz&Friends sowie die Bertelsmannstiftung haben für Kannegießer und Mohn gegen viel Steuergeld, viel Arbeit in diese Sprache gesteckt.
Aber die Übersetzung ist ganz einfach. Der gekaufte Herr Göhner will Mindestlöhne nur da, wo ein erheblicher Teil der Arbeitnehmer unter diesen Mindestlöhnen beschäftigt wird. Ob ein erheblicher Teil nun 33 oder 66 Prozent ist, lässt er offen, aber das ist ja auch unerheblich. Wenn nämlich die untere Lohngruppe eine überdurchschnittliche Lohnhöhe aufweist, dann will er keine Mindestlöhne.
Das bedeutet im Klartext, das immer dann, wenn viele Arbeitnehmer unterhalb eines Mindestlohns beschäftigt werden, es keinen Mindestlohn geben darf, weil ja der unterste Lohn schon nahe am Durchschnitt ist. Gebt allen nur einen Euro die Stunde und wir brauchen keinen Mindestlohn ist die Botschaft.
Die Folge müsste sein, das wir einen Mindestlohn von 8,50 Euro festlegen und Herrn Göhner mal einen fröhlichen Götz von Berlichingen anbieten. Tun wir natürlich nicht, weil der Götz verboten ist und wir seine Zunge auch nicht dort haben wollen und den Mindestlohn gibt es nicht, weil ja unsere Angela mit dem Göhner und dem Verräter Müntefering zusammenarbeitet.
Da freuen sich die drei darüber, wie schön sie den Bürger an der Nase herumführen und rechnen sich schon mal aus wieviel Geld, das man nicht Bestechungsgeld nennen darf, sie jetzt oder am Ende ihrer Karriere für diesen schlauen Trick bekommen werden.
Der Dumme ist dabei der Mittelständler, dessen Kunden kein Geld haben und die Arbeitnehmer die immer weiter im Lohn gedrückt werden, damit der von niemandem gewählte Peer Steinbrück dem ebenfalls nicht gewählten Herrn Göhner und seinen Freunden mal eben 5 Milliarden Euro per Jahr in den unersättlichen Rachen stopfen kann. Wir haben schon ein tolles Deutschland.
Nur schade das man ein korruptes Arschloch nicht ein korruptes Arschloch nennen darf.
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