Kennen sie das wenn ihr Hund mit eingezogenem Schwanz betont lässig an ihnen vorbeischreitet. Wenn Kinder beflissen Arbeiten übernehmen, zu denen sie sonst nur unter härtesten Strafandrohungen bereit. So nach dem Motto. Flöt, ich geh jetzt mal mein Zimmer aufräumen.
Mir muss dann niemand mehr was erzählen, ich erkenne nämlich meine Schweine am Gang. Da hat jemand erfolgreich Mist gebaut und möchte mich jetzt ablenken. Der kriminelle Dackel hat Frauchens neue Schokoladenpetunie ausgegraben und zerfetzt. Die Kinder haben Ärger in der Schule, Scheiben eingeworfen oder die Familie von der großen Suppenschüssel befreit, die ein Geschenk von Tante Marlene war, die damit zeigen wollte, wie wenig sie uns leiden kann.
Besonders lustig aber ist es wenn eines der Springerhetzblättchen mit eingezogenem Schwanz, aber dafür wütend knurrend, sich an mir vorbeischieben will und hofft das ich nichts merke. Klappt natürlich nicht, ich habe auf diesen Artikel der Welt nämlich geradezu sehnsüchtig gewartet:
Hitlers willige Vollstrecker im Auswärtigen Amt
Die Diplomaten des Auswärtigen Amtes waren tief in Hitlers Verbrechen verstrickt. Wie eine noch von Ex-Außenminister Joschka Fischer eingesetzte Historiker-Kommission jetzt bestätigt, war das Amt die zentrale Behörde des Nazi-Regimes. Unter Joachim von Ribbentrop war das Amt maßgeblich an der Endlösung beteiligt.
Manchmal bestätigen Kommissionen nur, was man bisher schon wusste oder ahnte
Da hört man das Knurren deutlich. Manchmal bestätigen Kommissionen nur, was man bisher schon wusste oder ahnte. Natürlich wusste Springer genau das, was alle einigermaßen informierten Leute wussten. Sie wussten das im Auswärtigen Amt unter Hitler die Diplomaten fleißig an der Ermordung der Juden mitgearbeitet hatten und sie wussten auch, das in der Adenauerrepublik alle Mitarbeiter die nicht gerade von den Allierten gehängt, oder zu langen Gefängnisstrafen verurteilt worden waren, wieder eingestellt wurden. Widerstandskämpfer wurden von den alten Seilschaften natürlich ausgegrenzt.
Damit ging des dem Auswärtigen Amt wie der deutschen Justiz und weiten Teilen der deutschen Medizin. Es gab keine Sanktionen. Eine Situation unter der unser Land heute noch leidet. Aber wie Springer schon selbst zugeben muss, sie wussten es. Um so verwunderlicher ist dann, das Springer alles tat um die Gegners des erstens Außenministers zu stützen, als der wenigstens die Nachrufe für Altnazis, nicht mehr in der Hauspostille des Auswärtigen Amtes veröffentlichen wollte.
Auf den ersten Blick finde ich fünf Welt-Artikel, in denen Springer dies massiv selbst kritisiert oder von Ex-Botschaftern kritisieren lässt. Ein Beispiel von vielen:
Einen äußerst sensiblen Nerv traf der erste Grünen-Politiker an der Spitze des AA aber mit der Abschaffung des ehrenden Gedenkens für gestorbene Diplomaten, die NSDAP-Mitglieder waren. Das diplomatische Corps ist hierüber in zwei Lager gespalten. Auf beiden Seiten des Grabens ist jedoch der Vorwurf zu hören, daß Fischer die Nachrufpraxis „geheimnistuerisch“ per Hauserlaß geändert habe anstatt mit seinen Beamten die Diskussion zu suchen. Fischer aber schweigt seit Wochen.
"Mangel an politischer Empfindsamkeit"
Ungewöhnlich ist die Form des Protestes der Diplomaten, die Unterschriftenaktionen für und gegen die von Fischer angeordnete neutrale Gedenkpraxis starteten. Ebenso neu ist, daß der Protestbrief eines aktiven Botschafters an Fischer seinen Weg in die „Bild“-Zeitung fand. Frank Elbe, Botschafter in der Schweiz und ehemaliger Büroleiter von Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP), warnte Fischer darin vor einer Spaltung des AA. Von einem „Mangel an politischer Empfindsamkeit“ schreibt der Spitzendiplomat. „Sie müssen den Ärger ernst nehmen...“, appelliert er an Fischer. „Kern des Unmutes“ sei der Umgang mit geachteten Kollegen. „Nicht weniger, aber auch nicht mehr.“
Etwas mehr dürfte der Nachruf-Streit wohl für einige Botschafter im Ruhestand bedeuten, die in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ ihrem Ärger über die „offenbar andere Werteordnung“ Fischers Luft machten. Die Kritik an Fischers Nachrufpraxis wird dabei vermischt mit der Visa-Affäre, die nach Ansicht etwa von Hans-Georg Wieck, ehemals Botschafter in Teheran, Moskau und Delhi, das Ansehen des Auswärtigen beschädigt hat.
Seitenweise Texte mit Vorwürfen gegen Fischer. Wie konnte der auch an der Nazi-Vergangenheit des eigenen Hauses kratzen. Eine Vergangenheit die den Springer Konzern nie gestört hat. Seitenweise könnte man die Wut hier zitieren, die aus dem Hause Springer praktisch wie Lava quoll. Der braune Dreck musste schließlich in Schutz genommen und dieser Außenminister vernichtet werden. Niemand brauchte Aufklärung.
Dummerweise wurde nun aber aufgeklärt. Allerdings weiß Springer auch das in seiner Minimeldung zu werten:
Der Abschlussbericht wird kaum sensationell neue Erkenntnisse bieten. Gespannt sein darf man aber auf die Einzelfälle. Denn es gab Spielräume.
Das sind sie wieder die berühmten Einzelfälle. Da wird nicht darüber gesprochen das die Macht der Altnazi das Auswärtige Amt noch für Jahrzehnte geformt hat. Das die Macht dieser Leute, bis heute eine bestimmte Art von Leuten in dieses Amt spült, die auf eine Weise ausgebildet worden sind, die wir als Nation eben nicht brauchen können. Es mag ja sein das der Ungeist auf Dauer verfliegt. Aber in Sachen Joschka Fischer und den Nachrufen, war er noch sehr lebendig dieser Ungeist.
Er kann allerdings auch kaum verfliegen, solange ein Medienunternehmen wie Springer diese Leute pflegt und schützt. Dies liegt natürlich im Interesse des Springerkonzerns. Weil nur in dieser Art Ungeist, Machenschaften wie mit der PIN AG für den Konzern straflos und ohne Folgen bleiben. Aber es ist schön, diese Herrschaften mal etwas geknickter zu sehen.























Wenn die netten Wahrheitsverdreher aus dem Hause Springer morgen mit der obigen Schlagzeile aufmachen bin ich nicht wirklich verwundert. Heute erklären sie uns mal eben das die Nazis unschuldig am Reichtagsbrand sind. Es war dieser Kommunist Marinu ...