Das Rainerle hat sich endlich geoutet. Nein, nicht das, was Sie schon wieder denken, dafür hat die FDP doch den Guido. Jahrelang haben wir uns alle mit der Frage gequält, was will der Rainer Brüderle eigentlich. Schlecht über Deutschland reden, mit mehr als fragwürdigen Zahlen noch fragwürdigere Ansichten belegen, das konnte doch nicht alles sein. Ja, sein Schwenken der roten Laterne für Deutschland hatte schon etwas Karnevalistisches, erinnerte, wenn auch nur schwach, an den Bajazzo der Mainzer Fassenacht. Die Zeichen waren da, wir haben sie im Trouble des Alltags übersehen.
Dass er den Finanzminister als Blockwart der Nation titulierte, war sein letzter Hilfeschrei. Auch den haben wir alle überhört. Nein, nicht alle. Die tapfere und aufmerksame Sandra Maischberger hat als einzige die Zeichen erkannt. Sie stellte die erlösende Frage und gab die Antwort gleich mit. Er will den Orden 'Wider den tierischen Ernst'. Das ist seine große Sehnsucht und gleichzeitig auch die Erklärung für all die Narreteien der Vergangenheit und Gegenwart. Er hat sich uns offenbart. Er ist fest davon überzeugt, dass ihm dieser Orden zusteht, und er hat uns auch gleichzeitig gedroht, solange weiterzumachen, bis er den Orden bekommt.
Da ist doch Rettung in Sicht. Henning Scherf könnte Deutschland einen großen Dienst erweisen, indem er den Orden zurückgibt, damit er einem wirklichen Narren verliehen werden kann. Wenn das nicht gehen sollte, müssen wir alle den Aachener Karnevalsverein von 1859 e.V. inständig bitten, den Brüderle doch beim nächsten Mal zu berücksichtigen. Dem Manne muss geholfen werden, und Deutschland dazu. Eigentlich soll der Orden ja nicht die Narren belohnen, doch auch in der Vergangenheit gab es Ausnahmen. Der Guido Westerwelle und Edmund Stoiber tragen den Orden. Der dicke Kohl hat ihn nicht bekommen, aber für Rainer Brüderle sollten unbedingt die Regeln gelockert werden. Deutschland zum Nutzen.


















