Guten Morgen Herr Heckmann, willkommen in der Realität. Da sitzen Sie nun schon seit 1988 im Aufsichtsrat dieser Bank mit angeschlossenem Elektroladen und haben doch erst heute mitbekommen wohin der Zug fährt. Respekt. Sie selbst haben doch 1992 Herrn Dr. jur. Dr.-Ing. E.h. Heinrich v. Pierer mit zum Vorstandsvorsitzenden gemacht. Jenen weisen Unternehmenslenker, den die Bundesregierung sogar vor dem Un-Sicherheitsrat reden ließ.
Sie haben doch einen Mann zugelassen, der außer einer kurzen Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Erlangen niemals in der freien Wirtschaft gearbeitet hat und als Siemens-Indianer tief durchdrungen ist vom bürokratischen Ungeist Ihres Ladens. Und nun plötzlich finden Sie heraus, dass der Standort Deutschland aus reiner Profitgier komplett in Frage gestellt wird. Einen schönen guten Morgen aber auch.
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Einträge für April 2004
Sonderwirtschaftszone
Da soll doch noch einer sagen, die Spaßgesellschaft sei tot. Nein, sie lebt und der Kongress tanzt. Diesmal war es keine Kommission und auch kein Arbeitskreis, es war ein Gesprächskreis um den ehemaligen Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi. Andere sprechen von einem Beraterkreis.
Das Ergebnis war die weltbewegende Erkenntnis, das mit dem Aufbau Ost und der tollen Förderung war so richtig nichts. Für diese Erkenntnis hätte sich niemand im Kreis hinsetzen müssen und auch nicht im Rechteck. Da hätte ein Anruf bei irgendeinem Bürgermeister zwischen Rügen und Zittau gereicht, um diese Erkenntnis zu gewinnen.
Dank den fachlich kompetenten Empfehlungen, die unser zukünftiger Bundespräsident Horst Köhler seinem dicken Kanzlerfreund Kohl eingeflüstert hatte, war jede Chance für die neuen Länder von Anfang an vertan. Wie immer in Deutschland werden jetzt die Schuldigen befördert, so wird Herr Köhler Bundespräsident und darf aufgrund seines damaligen Versagens noch mehr Schaden anrichten. Die Unschuldigen, die neuen Bundesbürger, also die ehemaligen Einwohner der sowjetischen Besatzungszone, werden Laborratten bei dem Versuch Sonderwirtschaftszone. Hauptsache Zone.
Großes Lob von allen, die keine Ahnung haben oder selbst nicht gefährdet sind. Endlich Schluss mit Tariflöhnen und Arbeitsschutz, Krankenkasse und Sozialversicherung. Freies Unternehmertum schafft sich ein Kalkutta mitten in Deutschland, und das mit noch kürzeren Transportwegen auf guten deutschen Autobahnen. Der Traum aller unfähigen Manager.
Das ist Spaßgesellschaft pur. Für zwei Euro die Stunde am Fließband schuften und 800 Euro für Miete und Heizung ausgeben. Wenn da kein Aufschwung kommt. Wie bitte, dann müssten die Leute ja schon 400 Stunden für die Wohnung arbeiten. Ja und. Da soll die Mutter ruhig mal mit ran, und dass die Kinder nur auf der Straße rumhängen, muss ja auch nicht sein. Die können doch Fußbälle für den DFB nähen, das machen die Kinder in Pakistan auch, wenn keine Kameras da sind. Ansonsten müssen die sich halt Zelte kaufen und in Sonderlagern leben.
Am besten mit Sichtschutzzäunen von der Autobahn getrennt und mit Lärmschutzwällen von den Nachbarn abgeschottet. Slums gibt es überall auf der Welt, warum nicht bei uns? Die Gewerkschaften werden schon mitmachen. Frau Dr. Ursula Engelen-Kefer und Herr Michael Sommer sind zwar noch nicht so richtig dafür, aber das wird sich geben.
Frau Engelen-Kefer ist sich als Multifunktionärin ja schon häufig nicht mehr sicher gewesen, für wen sie gerade spricht. Die wird das schon managen. Wahrscheinlich wird der DGB dafür sorgen, dass einmal im Monat jeder gewerkschaftlich organisierte Slumbewohner Anspruch auf eine fünfminütige lauwarme Dusche in zentralen, automatisierten Duschanlagen haben wird. Das ist dann soziale Gerechtigkeit.
Die FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper ist natürlich begeistert, sie kommt ja aus der Spaßpartei. Und der ewige zweite Mann Nordrhein-Westfalens, der dortige Wirtschaftsminister Harald Schartau, verlangt sogar Subventionen für die Umsiedlung von Firmen aus den alten Bundesländern in die Sonderwirtschaftszone. Da steckt Humor drin. Wenn schon im Arsch, dann auch richtig.
Da ist selbst Friedrich Merz, dem Bierdeckeldompteur, noch nichts eingefallen, was man da noch oben drauf setzen könnte. Auch Papa Genscher, der Hallenser mit Leib und Seele, der vorsichtshalber aber nicht dort leben möchte, verdient sich seine 40.000 Euro bei der Berliner PR-Agentur WMP EuroCom AG redlich und ist natürlich auch dafür, eine Sonderwirtschaftszone einzurichten.
Dr. Michael Rogowski, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und anerkannter Fachmann für unsinnige Wortmeldungen, kann nun endlich das deutsche Tarifrecht öffentlich verbrennen und ausbeuten lassen, was das Zeug hält. Da kommt Freude auf, das ist Spaß pur.
Vor allem ist das ganze Gelabere völlig ungefährlich. Der EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hat bereits klar signalisiert, dass diese Pläne gegen das EU-Recht verstoßen und nicht genehmigungsfähig sind. Und tschüss. Aber Spaß hat es doch gemacht.
Das Ergebnis war die weltbewegende Erkenntnis, das mit dem Aufbau Ost und der tollen Förderung war so richtig nichts. Für diese Erkenntnis hätte sich niemand im Kreis hinsetzen müssen und auch nicht im Rechteck. Da hätte ein Anruf bei irgendeinem Bürgermeister zwischen Rügen und Zittau gereicht, um diese Erkenntnis zu gewinnen.
Dank den fachlich kompetenten Empfehlungen, die unser zukünftiger Bundespräsident Horst Köhler seinem dicken Kanzlerfreund Kohl eingeflüstert hatte, war jede Chance für die neuen Länder von Anfang an vertan. Wie immer in Deutschland werden jetzt die Schuldigen befördert, so wird Herr Köhler Bundespräsident und darf aufgrund seines damaligen Versagens noch mehr Schaden anrichten. Die Unschuldigen, die neuen Bundesbürger, also die ehemaligen Einwohner der sowjetischen Besatzungszone, werden Laborratten bei dem Versuch Sonderwirtschaftszone. Hauptsache Zone.
Großes Lob von allen, die keine Ahnung haben oder selbst nicht gefährdet sind. Endlich Schluss mit Tariflöhnen und Arbeitsschutz, Krankenkasse und Sozialversicherung. Freies Unternehmertum schafft sich ein Kalkutta mitten in Deutschland, und das mit noch kürzeren Transportwegen auf guten deutschen Autobahnen. Der Traum aller unfähigen Manager.
Das ist Spaßgesellschaft pur. Für zwei Euro die Stunde am Fließband schuften und 800 Euro für Miete und Heizung ausgeben. Wenn da kein Aufschwung kommt. Wie bitte, dann müssten die Leute ja schon 400 Stunden für die Wohnung arbeiten. Ja und. Da soll die Mutter ruhig mal mit ran, und dass die Kinder nur auf der Straße rumhängen, muss ja auch nicht sein. Die können doch Fußbälle für den DFB nähen, das machen die Kinder in Pakistan auch, wenn keine Kameras da sind. Ansonsten müssen die sich halt Zelte kaufen und in Sonderlagern leben.
Am besten mit Sichtschutzzäunen von der Autobahn getrennt und mit Lärmschutzwällen von den Nachbarn abgeschottet. Slums gibt es überall auf der Welt, warum nicht bei uns? Die Gewerkschaften werden schon mitmachen. Frau Dr. Ursula Engelen-Kefer und Herr Michael Sommer sind zwar noch nicht so richtig dafür, aber das wird sich geben.
Frau Engelen-Kefer ist sich als Multifunktionärin ja schon häufig nicht mehr sicher gewesen, für wen sie gerade spricht. Die wird das schon managen. Wahrscheinlich wird der DGB dafür sorgen, dass einmal im Monat jeder gewerkschaftlich organisierte Slumbewohner Anspruch auf eine fünfminütige lauwarme Dusche in zentralen, automatisierten Duschanlagen haben wird. Das ist dann soziale Gerechtigkeit.
Die FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper ist natürlich begeistert, sie kommt ja aus der Spaßpartei. Und der ewige zweite Mann Nordrhein-Westfalens, der dortige Wirtschaftsminister Harald Schartau, verlangt sogar Subventionen für die Umsiedlung von Firmen aus den alten Bundesländern in die Sonderwirtschaftszone. Da steckt Humor drin. Wenn schon im Arsch, dann auch richtig.
Da ist selbst Friedrich Merz, dem Bierdeckeldompteur, noch nichts eingefallen, was man da noch oben drauf setzen könnte. Auch Papa Genscher, der Hallenser mit Leib und Seele, der vorsichtshalber aber nicht dort leben möchte, verdient sich seine 40.000 Euro bei der Berliner PR-Agentur WMP EuroCom AG redlich und ist natürlich auch dafür, eine Sonderwirtschaftszone einzurichten.
Dr. Michael Rogowski, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und anerkannter Fachmann für unsinnige Wortmeldungen, kann nun endlich das deutsche Tarifrecht öffentlich verbrennen und ausbeuten lassen, was das Zeug hält. Da kommt Freude auf, das ist Spaß pur.
Vor allem ist das ganze Gelabere völlig ungefährlich. Der EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hat bereits klar signalisiert, dass diese Pläne gegen das EU-Recht verstoßen und nicht genehmigungsfähig sind. Und tschüss. Aber Spaß hat es doch gemacht.
Wahrsager
Schon seit ewigen Zeiten ist es den Menschen ein Bedürfnis zu erfahren, was morgen sein wird. Aus dem Rauch der Lagerfeuer, den Innereien einer Schlange, dem Fall kleiner Holzstückchen oder den Linien der Hand lesen angeblich Kundige den Verlauf der Zukunft. Während beim Kaffeesatz und den Eingeweiden von Hühnern der Humbug offensichtlich ist, erheben Meinungsumfragen den Anspruch mit tatsächlichen Zahlen zu operieren.
Tarotkarten im Computer. Gutes Orakel, guter Lohn. Schlechtes Orakel mit kostenpflichtigem Hinweis zur Vermeidung des Übels. Es geht immer nur um Geld. Dabei hat die aus der Hand oder der Kristallkugel lesende Zigeunerin wenigstens noch einen Flair, auch wenn es sich bei der Dame um Rosamunde Knülpich, Hausfrau aus Mettmann handelt. Dieser Flair geht den computergestützten Wahrsagern völlig ab. Ob Hans-Werner Sinn, der sich als Nebenregierung versteht, oder Klaus-Peter Schöppner der als CDU-Wahlkampfhelfer bei Emnid agiert, es fehlt ihrem Hokuspokus einfach der Charme. Da wird Reza Darius Montass ["Wahrsager" mehr »]
Tarotkarten im Computer. Gutes Orakel, guter Lohn. Schlechtes Orakel mit kostenpflichtigem Hinweis zur Vermeidung des Übels. Es geht immer nur um Geld. Dabei hat die aus der Hand oder der Kristallkugel lesende Zigeunerin wenigstens noch einen Flair, auch wenn es sich bei der Dame um Rosamunde Knülpich, Hausfrau aus Mettmann handelt. Dieser Flair geht den computergestützten Wahrsagern völlig ab. Ob Hans-Werner Sinn, der sich als Nebenregierung versteht, oder Klaus-Peter Schöppner der als CDU-Wahlkampfhelfer bei Emnid agiert, es fehlt ihrem Hokuspokus einfach der Charme. Da wird Reza Darius Montass ["Wahrsager" mehr »]
Hans-Erich Bilges wünscht noch mehr Tote im Irak, wenn möglich auch viele Deutsche.
Heute, beim so genannten Streitgespräch auf N24, hat Bilges es uns allen mal wieder gesagt. Tu etwas Falsches, und wenn es rauskommt, setz noch mehr Falsches oben drauf. Bilges der als Mitglied der Bild-Chefredaktion so manches üble Blatt der deutschen Pressegesichte mitgeschrieben hat, fordert ungeniert dazu auf, den Freiheitskampf der Iraker gegen ihre Besatzer mit noch mehr Gewalt zu beantworten.
Die Spanier, die sich per Wahlentscheid auf ihren Rückzug festgelegt hatten, sind für ihn Feiglinge. Mutig sind nur die ewig Gestrigen mit dem gleichen begrenzten Horizont, über den auch er selbst verfügt
["Hans-Erich Bilges wünscht noch mehr Tote im Irak, wenn möglich ... »]
Die Spanier, die sich per Wahlentscheid auf ihren Rückzug festgelegt hatten, sind für ihn Feiglinge. Mutig sind nur die ewig Gestrigen mit dem gleichen begrenzten Horizont, über den auch er selbst verfügt
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Irak, die Financial Times Deutschland und Friedbert Pflüger
Die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND hat einen neuen Kriegsgrund erfunden: "Die Alliierten haben angesichts der Eskalation der Gewalt keine Wahl: Sie müssen jetzt mit aller Härte gegen die Gegner einer irakischen Demokratie vorgehen. Nur so können sie das Ziel erreichen, dem Volk im Juni die Macht zu übergeben. Nur so können Amerikaner und Briten verhindern, dass das Land nach dem Abzug ihrer Truppen im Bürgerkrieg versinkt. Die momentan zurückhaltenden moderaten Kräfte werden sich erst dann engagieren, wenn sie von Radikalen wie Muktada El Sadr nichts mehr fürchten müssen. Sie brauchen deshalb ein klares Signal der Besatzungskräfte, dass diese den Ansprüchen eines al-Sadr nicht nachgeben."
Nachdem der US-Außenminister Powell zugeben musste, die gesamte Menschheit mit seinen Behauptungen zu Massenvernichtungswaffen belogen zu haben und selbst der Kriegsminister der CDU Friedbert Pflüger, der jeden Deutschen gerne dafür geopfert hätte um Herrn Bush die Füße küssen zu dürfen, nun langsam zurückrudern muss, wird es für die Interessen der Kriegstreiber und ihrer industriellen Zulieferer langsam eng. Es braucht neue Begründungen um den Krieg und seine schon geplanten Nachfolger am brennen zu halten.
Da ist natürlich die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND gefragt. Kriege sind gut für die Aktienkurse und die Verluste an Menschen, spielen da keine Rolle. Deshalb liefert das Blättchen nun diese neue Begründung. Weil sich die Iraker nicht einfach besetzen und unterdrücken lassen wollen, sind sie alle Terroristen, die nun auf das schärfste bekämpft werden müssen. Das ist Logik pur. Wenn ich einen Hund grundlos schlage und er mich dafür beisst muss er bestraft werden. Aber niemand kann ja von der FTD Logik verlangen wo es nur um das Geschäft geht. Verantwortung, Fair Play oder gar Fakten berücksichtigen, wozu?
Der Bildzeitung des Finanzmarktes geht es um das zu erwartende Geschäft. Krieg ist gut für die Märkte, oder doch zumindest für einige wenige Marktteilnehmer. Deren Interessen vertritt die FTD vehement.
Seltsam nur, dass all diese Propagandisten eines heißen Krieges, ob bei der FTD oder der CDU/CSU sich selber und ihre wertvollen Körper immer weit von allen Gefahren entfernt halten. Es macht sehr viel mehr Spaß andere für sich sterben zu lassen und die Gewinne zu kassieren. Wenn das bei so wichtigen Themen wie Krieg und Frieden der Fall ist, was mag sich dann alles hinter den angeblich objektiven Wirtschaftsmeldungen verbergen? Sind die vielleicht auch nur Interessenvertretung für wenige zu Lasten der Gesamtheit der Anleger?
Aber man muss dem Blättchen ja nicht glauben, bei Bild tut das auch niemand.
Nachdem der US-Außenminister Powell zugeben musste, die gesamte Menschheit mit seinen Behauptungen zu Massenvernichtungswaffen belogen zu haben und selbst der Kriegsminister der CDU Friedbert Pflüger, der jeden Deutschen gerne dafür geopfert hätte um Herrn Bush die Füße küssen zu dürfen, nun langsam zurückrudern muss, wird es für die Interessen der Kriegstreiber und ihrer industriellen Zulieferer langsam eng. Es braucht neue Begründungen um den Krieg und seine schon geplanten Nachfolger am brennen zu halten.
Da ist natürlich die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND gefragt. Kriege sind gut für die Aktienkurse und die Verluste an Menschen, spielen da keine Rolle. Deshalb liefert das Blättchen nun diese neue Begründung. Weil sich die Iraker nicht einfach besetzen und unterdrücken lassen wollen, sind sie alle Terroristen, die nun auf das schärfste bekämpft werden müssen. Das ist Logik pur. Wenn ich einen Hund grundlos schlage und er mich dafür beisst muss er bestraft werden. Aber niemand kann ja von der FTD Logik verlangen wo es nur um das Geschäft geht. Verantwortung, Fair Play oder gar Fakten berücksichtigen, wozu?
Der Bildzeitung des Finanzmarktes geht es um das zu erwartende Geschäft. Krieg ist gut für die Märkte, oder doch zumindest für einige wenige Marktteilnehmer. Deren Interessen vertritt die FTD vehement.
Seltsam nur, dass all diese Propagandisten eines heißen Krieges, ob bei der FTD oder der CDU/CSU sich selber und ihre wertvollen Körper immer weit von allen Gefahren entfernt halten. Es macht sehr viel mehr Spaß andere für sich sterben zu lassen und die Gewinne zu kassieren. Wenn das bei so wichtigen Themen wie Krieg und Frieden der Fall ist, was mag sich dann alles hinter den angeblich objektiven Wirtschaftsmeldungen verbergen? Sind die vielleicht auch nur Interessenvertretung für wenige zu Lasten der Gesamtheit der Anleger?
Aber man muss dem Blättchen ja nicht glauben, bei Bild tut das auch niemand.
Welteke, Esser, Ackermann, Pierer und Kumpane
Also mal ganz ehrlich. Die 7.661,20 Euro die Ernst Welteke mit seiner Familie, auf Kosten der Dresdner Bank, im Berliner Hotel Adlon ausgegeben hat um den Euro zu feiern sind doch wirklich nicht der Rede wert. Peanuts. Ein durchschnittlicher Arbeitsloser kriegt das in acht Monaten an Stütze ausbezahlt und selbst ein Sozialhilfeempfänger bekommt diese Summe in 26 Monaten als großzügiges Geschenk vom Staat. Das ist doch alles nur blanker Sozialneid.
Das Gleiche bei dem armen Herrn Esser. Was sind schon dreißig Millionen Abfindung? Will er seinen Kindern die Summe vererben, muss er das Geld für kümmerliche sechs Prozent anlegen und kann dann im Monat lediglich 150.000 Euro ausgeben. Das reicht kaum für die Brötchen. Es ist geradezu bösartig ihm vorzurechnen, dass mit diesem Geld 154 Arbeitslose oder 515 Sozialhilfeempfänger versorgt werden könnten.
Zum Glück sind wir in Deutschland. Da wird einer zurückgetreten, der andere bleibt und selbst die Ermittlungen einer erstaunlicherweise übereifrigen Staatsanwaltschaft enden in einem Rechtsgespräch. Wie bitte, bei Ihrer letzten Verurteilung gab es kein Rechtsgespräch?
Sie wurden einfach verdonnert? Das muss an Ihrem Billiganwalt liegen. Solche Rechtsgespräche sind durchaus üblich.
Schließlich handelt es sich um Manager. Das sind laut Brockhaus mit weitgehender Verfügungs- und Entscheidungsbefugnis ausgestattete Führungskräfte in einem Unternehmen.
Da denkt man doch gleich an Loriots Pferderennen und fragt sich, wo führen sie den hin und was entscheiden sie denn. Also, der Herr Pierer entlässt jetzt mal eben 10.000 Leute, damit Siemens die nicht mehr bezahlen muss. Die bezahlt dann der Steuerzahler. Das macht im ersten Jahr eine Mehrbelastung von 116 Millionen Euro für alle Steuerzahler. Wenn Siemens dann gleichzeitig noch richtig Subventionen abgreift, dann steigt sogar der Aktienkurs. Das ist Führung und Entscheidung und dabei verfügt er mal eben über das Geld aller anderen.
Der Esser hat auch den Aktienkurs nach oben gebracht und die Arbeiter von Mannesmann dem Steuerzahler überlassen. Weg damit. Neun Monate derartig erfolgreicher Führungstätigkeit wurden dann ja auch mit mehr als 3 Millionen Euro je Monat zusätzlich vergütet. Der Ackermann hat das auch so gesehen, sonst hätte er ja nicht zugestimmt.
Natürlich hat sein Hauptberuf bei der Deutschen Bank nichts mit dieser Sache zu tun. Selbstverständlich hat die Bank nichts daran verdient. Natürlich fließen die Informationen aus Aufsichtsratsmandaten nicht in Eigengeschäfte der Bank, das wäre doch verbotener Insiderhandel. Die Deutsche Bank handelt selbstlos.
Das alles ist nur eine Frage der Globalisierung. Pierer entlässt ja nur, weil er den gleichen Kram woanders billiger produzieren kann. Bei einem Handy machen die Lohnkosten vier Prozent der Kosten aus. Wenn er die halbiert, steigt sein Gewinn. Das ist Führungsqualität.
Den Ackermann anzugreifen ist übrigens hochgradig kontraproduktiv. Das hat er selbst gesagt. Wenn man gegen Ackermann ermittelt, kommen nämlich keine Investoren mehr nach Deutschland.
Es gibt auch gar keinen Grund unsere Manager anzugreifen. Das Lexikon der Psychologie verrät uns nämlich, dass in der angelsächsischen Terminologie alle Firmenmitglieder, die Vorgesetztenfunktion wahrnehmen, als Manager bezeichnet werden. Der Antreiber von drei unwilligen Aushilfsputzkräften ist demnach ein Manager. Dafür hatten wir in Deutschland eigentlich das Wort Vorarbeiter, wobei dieses aber auch nicht stimmt, da es voraussetzt, dass da jemand etwas vormachen könnte. Obwohl, eigentlich machen sie uns ja eine ganze Menge vor.
Es ist unser Fehler, dass wir Manager mit Unternehmern verwechseln.
Das Gleiche bei dem armen Herrn Esser. Was sind schon dreißig Millionen Abfindung? Will er seinen Kindern die Summe vererben, muss er das Geld für kümmerliche sechs Prozent anlegen und kann dann im Monat lediglich 150.000 Euro ausgeben. Das reicht kaum für die Brötchen. Es ist geradezu bösartig ihm vorzurechnen, dass mit diesem Geld 154 Arbeitslose oder 515 Sozialhilfeempfänger versorgt werden könnten.
Zum Glück sind wir in Deutschland. Da wird einer zurückgetreten, der andere bleibt und selbst die Ermittlungen einer erstaunlicherweise übereifrigen Staatsanwaltschaft enden in einem Rechtsgespräch. Wie bitte, bei Ihrer letzten Verurteilung gab es kein Rechtsgespräch?
Sie wurden einfach verdonnert? Das muss an Ihrem Billiganwalt liegen. Solche Rechtsgespräche sind durchaus üblich.
Schließlich handelt es sich um Manager. Das sind laut Brockhaus mit weitgehender Verfügungs- und Entscheidungsbefugnis ausgestattete Führungskräfte in einem Unternehmen.
Da denkt man doch gleich an Loriots Pferderennen und fragt sich, wo führen sie den hin und was entscheiden sie denn. Also, der Herr Pierer entlässt jetzt mal eben 10.000 Leute, damit Siemens die nicht mehr bezahlen muss. Die bezahlt dann der Steuerzahler. Das macht im ersten Jahr eine Mehrbelastung von 116 Millionen Euro für alle Steuerzahler. Wenn Siemens dann gleichzeitig noch richtig Subventionen abgreift, dann steigt sogar der Aktienkurs. Das ist Führung und Entscheidung und dabei verfügt er mal eben über das Geld aller anderen.
Der Esser hat auch den Aktienkurs nach oben gebracht und die Arbeiter von Mannesmann dem Steuerzahler überlassen. Weg damit. Neun Monate derartig erfolgreicher Führungstätigkeit wurden dann ja auch mit mehr als 3 Millionen Euro je Monat zusätzlich vergütet. Der Ackermann hat das auch so gesehen, sonst hätte er ja nicht zugestimmt.
Natürlich hat sein Hauptberuf bei der Deutschen Bank nichts mit dieser Sache zu tun. Selbstverständlich hat die Bank nichts daran verdient. Natürlich fließen die Informationen aus Aufsichtsratsmandaten nicht in Eigengeschäfte der Bank, das wäre doch verbotener Insiderhandel. Die Deutsche Bank handelt selbstlos.
Das alles ist nur eine Frage der Globalisierung. Pierer entlässt ja nur, weil er den gleichen Kram woanders billiger produzieren kann. Bei einem Handy machen die Lohnkosten vier Prozent der Kosten aus. Wenn er die halbiert, steigt sein Gewinn. Das ist Führungsqualität.
Den Ackermann anzugreifen ist übrigens hochgradig kontraproduktiv. Das hat er selbst gesagt. Wenn man gegen Ackermann ermittelt, kommen nämlich keine Investoren mehr nach Deutschland.
Es gibt auch gar keinen Grund unsere Manager anzugreifen. Das Lexikon der Psychologie verrät uns nämlich, dass in der angelsächsischen Terminologie alle Firmenmitglieder, die Vorgesetztenfunktion wahrnehmen, als Manager bezeichnet werden. Der Antreiber von drei unwilligen Aushilfsputzkräften ist demnach ein Manager. Dafür hatten wir in Deutschland eigentlich das Wort Vorarbeiter, wobei dieses aber auch nicht stimmt, da es voraussetzt, dass da jemand etwas vormachen könnte. Obwohl, eigentlich machen sie uns ja eine ganze Menge vor.
Es ist unser Fehler, dass wir Manager mit Unternehmern verwechseln.
Produktion aus Deutschland verlagern
Da sind sie sich einig, der Dr. jur. Dr.-Ing. E.h. Heinrich v. Pierer, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG und Dr. Giancarlo Galli, Leiter der Geschäftsführung der Rodenstock GmbH, sie wollen immer mehr Produktion in Billiglohnländer verlagern. Das ist völlig in Ordnung so.
Meine letzten Brillengläser von Rodenstock kosteten 348 Euro, das biegsame Gestell etwas über 300 Euro. Da muss etwas geschehen. Diese Brillen sind für Deutschland eindeutig zu teuer. Rodenstock muss sich tragfähigere Märkte erschließen. Zum Beispiel die Ukraine. Nach nur fünf bis zwölf Monaten Arbeit kann sich eine Sekretärin dort schon eine solche Brille leisten, wenn sie auf Essen, Kleidung und Wohnung verzichtet. Eine chinesische Näherin braucht nur knapp zwei Jahre so zu arbeiten und schon besitzt sie diese schöne Brille.
Da die Produkte sogar etwas taugen, wäre das eine lohnende Investition, wenn auch eine unbezahlbare.
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Meine letzten Brillengläser von Rodenstock kosteten 348 Euro, das biegsame Gestell etwas über 300 Euro. Da muss etwas geschehen. Diese Brillen sind für Deutschland eindeutig zu teuer. Rodenstock muss sich tragfähigere Märkte erschließen. Zum Beispiel die Ukraine. Nach nur fünf bis zwölf Monaten Arbeit kann sich eine Sekretärin dort schon eine solche Brille leisten, wenn sie auf Essen, Kleidung und Wohnung verzichtet. Eine chinesische Näherin braucht nur knapp zwei Jahre so zu arbeiten und schon besitzt sie diese schöne Brille.
Da die Produkte sogar etwas taugen, wäre das eine lohnende Investition, wenn auch eine unbezahlbare.
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