Im Cicero präsentiert uns Oskar unter dem Titel " So rette ich Deutschland" was der kleine Napoleon von der Saar, was er so alles in der hintersten Ecke, auf dem politischen Dachboden gefunden hat und nun wiederverwerten möchte.
Recycling ist an sich ja eine gute Sache, solange es sich nicht um verstaubte Altpolitiker handelt, die sich mit den erfolglosen Ideen der Vergangenheit nur interessant machen wollen.
Der gute Oskar Lafontaine, fand keinen Platz im Dschungelcamp und wurde auch auf der Alm nicht zugelassen, nun versucht er ein Comeback als Politcharge. Genau wie seine Fernsehvorbilder, lässt auch er keine Blamage aus, um sich ins Gespräch zu bringen. Angebliche Gespräche mit ebenso angestaubten Gewerkschaftsführern, Mitgliedschaft in einer neuen Linkspartei oder mögliche Reden auf Montagsdemonstrationen. Überall ist Oskar. Überall ist er so notwendig wie ein Kropf.
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Einträge für August 2004
Bonjour paresse Guten Tag Faulheit
Corinne Maier ist Autorin, Wirtschaftswissenschafterin, Psychoanalytikerin und Mitarbeiterin Elektrizitätskonzern Electricit
Montagsdemonstrationen
Lieber Otto Schily hast du sie gesehen? Sie marschieren wieder, schweigend. 6.000 in Magdeburg. Die Woche davor waren es nur 600. Vielleicht sind es heute 60.000. Sie wollen nicht ein Volk sein, keinen Urlaub auf Malle, keine Steuererleichterungen. Sie wollen etwas simples. Arbeit. Arbeit, von der sie leben können. Ja einige von denen haben Arbeit. Aber alle haben Väter, Mütter, Söhne, Töchter oder Enkel die keine Arbeit haben. Alle haben Angst.
Wer morgens mit Arbeit aufsteht, kann abends schon zu diesem traurigen Heer der Arbeitslosen gehören. Es gibt keine Sicherheit, außer der, dass es jeden mit Sicherheit erwischen wird. Jenen Dachdecker, 32, ob der mit 45 noch auf ein Dach darf? Der Kaufmann, 51, der schon seit Jahren kostenlose Überstunden schiebt, um nicht entlassen zu werden. Aber auch der kleine Ladenbesitzer und Handwerker, der nicht leben kann, wenn seine Kunden nicht leben können. Der kleine Industrielle, dem seine Kunden Preise vorschreiben zu denen er nicht produzieren kann.
Lasst sie demonstrieren. Was wollen die schon tun. Ackermann befiehl, wir folgen. Koch und Merz werden sie schon für 2 Euro an die Arbeit peitschen, ihnen Schlafplätze in Arbeitshäusern zuweisen und Beckstein wird sie freudig bewachen.
Clement mimt sogar den Empörten und sieht das ehrenvolle Andenken der alten Montagsdemonstrationen verletzt. Das muss er wohl, der Heuchler. Das machen erwischte Betrüger immer so. Also kein Grund zur Panik.
Aber Otto Schily du irrst dich. Du irrst dich gewaltig. Die anderen wissen es nicht besser. Haben nie begriffen wie gewalttätig das Tier Volk ist, wenn es stürmt. Die 6.000 vom letzten Montag, werden im April nächsten Jahres Millionen sein. Die kann der Beckstein nicht alle erschießen lassen. Die Bundeswehr ist nicht die Reichswehr.
Merkel, Stoiber und Schröder wollen nur Macht und verdrängen die Folgen. Du, Otto Schily, du warst dabei, als Anwalt hast du erlebt, was knapp 50 Terroristen anrichten können. Du hast mitgekriegt, wie schnell sich solche Kreise nur noch um sich selbst drehen. Du weißt, dass es kein Halten gibt. Willst du wirklich Millionen in den Kampf jagen? Bist du schon so alt, das dir die Folgen egal sind?
Tretet zurück. Ihr seid wie die alten Machthaber der DDR, längst weit von jeder Wirklichkeit entfernt. Geht in Frieden, mit euren hohen Bezügen, aber geht.
Wer morgens mit Arbeit aufsteht, kann abends schon zu diesem traurigen Heer der Arbeitslosen gehören. Es gibt keine Sicherheit, außer der, dass es jeden mit Sicherheit erwischen wird. Jenen Dachdecker, 32, ob der mit 45 noch auf ein Dach darf? Der Kaufmann, 51, der schon seit Jahren kostenlose Überstunden schiebt, um nicht entlassen zu werden. Aber auch der kleine Ladenbesitzer und Handwerker, der nicht leben kann, wenn seine Kunden nicht leben können. Der kleine Industrielle, dem seine Kunden Preise vorschreiben zu denen er nicht produzieren kann.
Lasst sie demonstrieren. Was wollen die schon tun. Ackermann befiehl, wir folgen. Koch und Merz werden sie schon für 2 Euro an die Arbeit peitschen, ihnen Schlafplätze in Arbeitshäusern zuweisen und Beckstein wird sie freudig bewachen.
Clement mimt sogar den Empörten und sieht das ehrenvolle Andenken der alten Montagsdemonstrationen verletzt. Das muss er wohl, der Heuchler. Das machen erwischte Betrüger immer so. Also kein Grund zur Panik.
Aber Otto Schily du irrst dich. Du irrst dich gewaltig. Die anderen wissen es nicht besser. Haben nie begriffen wie gewalttätig das Tier Volk ist, wenn es stürmt. Die 6.000 vom letzten Montag, werden im April nächsten Jahres Millionen sein. Die kann der Beckstein nicht alle erschießen lassen. Die Bundeswehr ist nicht die Reichswehr.
Merkel, Stoiber und Schröder wollen nur Macht und verdrängen die Folgen. Du, Otto Schily, du warst dabei, als Anwalt hast du erlebt, was knapp 50 Terroristen anrichten können. Du hast mitgekriegt, wie schnell sich solche Kreise nur noch um sich selbst drehen. Du weißt, dass es kein Halten gibt. Willst du wirklich Millionen in den Kampf jagen? Bist du schon so alt, das dir die Folgen egal sind?
Tretet zurück. Ihr seid wie die alten Machthaber der DDR, längst weit von jeder Wirklichkeit entfernt. Geht in Frieden, mit euren hohen Bezügen, aber geht.
Am Ende der Reförmchen
Der Flickenteppich wird zur Kunstform erhoben. Anstatt mit der Schere die Flicken zuzuschneiden und sie ordentlich festzunähen, wird der erstbeste Flicken auf das nächste sichtbare Loch geklebt. Die losen Enden machen jedes Begehen des Teppichs zur Gefahr und manche Flicken treibt der Wind einfach davon.
Unsere politische Kaste hat längst vergessen, wie der ursprüngliche Teppich aussah und wozu er diente. Sie vertraut den Erinnerungen und Einflüsterungen von Lobbyisten jeder Couleur. Die Bürokratie hat sich im Netz ihrer eigenen Verordnungen gefangen und ist nur noch mühsam zu minimalen Bewegungen fähig. Gleich einer schwer verletzten Spinne produziert sie trotzdem weiter sinnlose Fäden, die sie noch weiter einengen.
Knapp 10 Millionen Menschen, für die es nie mehr ein Erwerbsleben und eine Zukunft geben wird. Manager, die sich straflos bereichern und ihre Aktionäre praktisch enteignet haben. Alle Kraft für die Bekämpfung der Symptome und nichts gegen die Ursachen. Rechtlosigkeit für alle. Ziellosigkeit und Mutlosigkeit liegen wie eine schwere Decke über dem Land und halten die Menschen gefangen.
In den alten, bösen Zeiten wurde in solchen Situationen immer heftig mit nationalen Fahnen gewedelt, die Waffenkammern geöffnet und irgendeinem Nachbarn die Schuld zugewiesen und schließlich der Krieg erklärt. Das Arbeitslosenproblem wurde auf den Schlachtfeldern blutig gelöst und an der Heimatfront gab es genug Zerstörungen für einen konjunkturell wirksamen Wiederaufbau. Diese praktische Methode bleibt uns heute in Ermangelung von Feinden verwehrt.
Wir sind Exportweltmeister und strafen mit unserer hohen Produktivität die Schlusslichtdebattierer Jahr für Jahr Lügen. Rein wirtschaftlich geht es uns glänzend. So gut wie noch nie. Gleichzeitig geht es den Menschen in unserem Land immer schlechter, so schlecht wie noch nie.
Einigen wenigen geht es immer besser. Sie wissen nicht mehr, wohin mit ihrem Geld. Da wird spekuliert auf Teufel komm raus, da werden Fantasiepreise für Kunstwerke bezahlt, Hauptsache, das Geld ist weg. Die Vermeidung von Gewinnen wird als Volkssport betrieben. Geiz ist geil und den Letzten beißen die Hunde.
Im Gebührenfernsehen wird fleißig Stimmung gegen die Gebührenzahler gemacht, im Werbefernsehen werden Promis gegen hohes Entgelt veralbert und in den Printmedien wird der Untergang als unausweichlich beschrieben. An jeder Ecke schießen Alternativen und Bündnisse für irgendwas wie Pilze aus dem Boden und sind sich doch nur in einem einig: Es muss anders werden. Sie müssen an die Macht. Wahlen finden fast ohne Bürgerbeteiligung statt und die Parteien feiern Siege, die eigentlich Niederlagen sind, rechnet man die Stimmen, die sie wirklich erhalten haben.
In Ermangelung eines äußeren Feindes haben wir den inneren Feind geschaffen. Den Sozialschmarotzer, der die Früchte der Arbeit aufzehrt. Damit sind aber nicht die Herren Esser und Ackermann gemeint, die mal eben ein paar Millionen dafür kassiert haben, Mannesmann zu zerschlagen und 25 Milliarden Steuergelder zu vernichten, sondern diejenigen, die von diesen Herren aufs Abstellgleis geschoben wurden, um Kosten zu sparen, nein um die Kosten auf die Allgemeinheit umzulasten.
Der innere Feind sind die Arbeiter und jene, die keine Arbeit mehr bekommen und dieser Feind wird mit allem was zur Verfügung steht bekämpft. Noch sind es nur verschärfte Gesetze und die Streichung von Rechten, aber der Ruf nach der Nationalgarde und dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren zeigt wohin die Reise gehen soll.
Bewachte Zwangsarbeit zu den Sozialhilfesätzen in Industrie und Wohlfahrtspflege für die meisten, rechtlose Arbeit zum Niedriglohn für viele und die große Abzocke für wenige. Die unkündbare und sich selbst versorgende Politikerkaste zerschlägt Tarifrecht und Kündigungsschutz und unfähige Manager lasten die Kosten ihrer Fehlspekulationen auf die Arbeitnehmer und die Allgemeinheit um.
Es gibt nur zwei denkbare Folgen. Die schlimmste denkbare Folge, wären anarchistische Aufstände, die brutal zusammengeschossen werden und doch nicht einzudämmen sind. Terror und Gegenterror bis die Gegner erschöpft sind und sich einer beliebigen Diktatur unterwerfen müssen. Die totale Vernichtung des bisher Geleisteten und die Aufgabe aller Hoffnungen für die Zukunft. Diese Folge ist leicht zu erreichen. Sie entsteht einfach durch Nichtstun.
Die beste mögliche Folge, aber zu gleich auch die schwerste, wäre es, den Flickenteppich der uns von Deutschland übrig geblieben ist, einfach rauszuwerfen und durch einen neuen, zeitgemäßen Bodenbelag zu ersetzen.
Unsere politische Kaste hat längst vergessen, wie der ursprüngliche Teppich aussah und wozu er diente. Sie vertraut den Erinnerungen und Einflüsterungen von Lobbyisten jeder Couleur. Die Bürokratie hat sich im Netz ihrer eigenen Verordnungen gefangen und ist nur noch mühsam zu minimalen Bewegungen fähig. Gleich einer schwer verletzten Spinne produziert sie trotzdem weiter sinnlose Fäden, die sie noch weiter einengen.
Knapp 10 Millionen Menschen, für die es nie mehr ein Erwerbsleben und eine Zukunft geben wird. Manager, die sich straflos bereichern und ihre Aktionäre praktisch enteignet haben. Alle Kraft für die Bekämpfung der Symptome und nichts gegen die Ursachen. Rechtlosigkeit für alle. Ziellosigkeit und Mutlosigkeit liegen wie eine schwere Decke über dem Land und halten die Menschen gefangen.
In den alten, bösen Zeiten wurde in solchen Situationen immer heftig mit nationalen Fahnen gewedelt, die Waffenkammern geöffnet und irgendeinem Nachbarn die Schuld zugewiesen und schließlich der Krieg erklärt. Das Arbeitslosenproblem wurde auf den Schlachtfeldern blutig gelöst und an der Heimatfront gab es genug Zerstörungen für einen konjunkturell wirksamen Wiederaufbau. Diese praktische Methode bleibt uns heute in Ermangelung von Feinden verwehrt.
Wir sind Exportweltmeister und strafen mit unserer hohen Produktivität die Schlusslichtdebattierer Jahr für Jahr Lügen. Rein wirtschaftlich geht es uns glänzend. So gut wie noch nie. Gleichzeitig geht es den Menschen in unserem Land immer schlechter, so schlecht wie noch nie.
Einigen wenigen geht es immer besser. Sie wissen nicht mehr, wohin mit ihrem Geld. Da wird spekuliert auf Teufel komm raus, da werden Fantasiepreise für Kunstwerke bezahlt, Hauptsache, das Geld ist weg. Die Vermeidung von Gewinnen wird als Volkssport betrieben. Geiz ist geil und den Letzten beißen die Hunde.
Im Gebührenfernsehen wird fleißig Stimmung gegen die Gebührenzahler gemacht, im Werbefernsehen werden Promis gegen hohes Entgelt veralbert und in den Printmedien wird der Untergang als unausweichlich beschrieben. An jeder Ecke schießen Alternativen und Bündnisse für irgendwas wie Pilze aus dem Boden und sind sich doch nur in einem einig: Es muss anders werden. Sie müssen an die Macht. Wahlen finden fast ohne Bürgerbeteiligung statt und die Parteien feiern Siege, die eigentlich Niederlagen sind, rechnet man die Stimmen, die sie wirklich erhalten haben.
In Ermangelung eines äußeren Feindes haben wir den inneren Feind geschaffen. Den Sozialschmarotzer, der die Früchte der Arbeit aufzehrt. Damit sind aber nicht die Herren Esser und Ackermann gemeint, die mal eben ein paar Millionen dafür kassiert haben, Mannesmann zu zerschlagen und 25 Milliarden Steuergelder zu vernichten, sondern diejenigen, die von diesen Herren aufs Abstellgleis geschoben wurden, um Kosten zu sparen, nein um die Kosten auf die Allgemeinheit umzulasten.
Der innere Feind sind die Arbeiter und jene, die keine Arbeit mehr bekommen und dieser Feind wird mit allem was zur Verfügung steht bekämpft. Noch sind es nur verschärfte Gesetze und die Streichung von Rechten, aber der Ruf nach der Nationalgarde und dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren zeigt wohin die Reise gehen soll.
Bewachte Zwangsarbeit zu den Sozialhilfesätzen in Industrie und Wohlfahrtspflege für die meisten, rechtlose Arbeit zum Niedriglohn für viele und die große Abzocke für wenige. Die unkündbare und sich selbst versorgende Politikerkaste zerschlägt Tarifrecht und Kündigungsschutz und unfähige Manager lasten die Kosten ihrer Fehlspekulationen auf die Arbeitnehmer und die Allgemeinheit um.
Es gibt nur zwei denkbare Folgen. Die schlimmste denkbare Folge, wären anarchistische Aufstände, die brutal zusammengeschossen werden und doch nicht einzudämmen sind. Terror und Gegenterror bis die Gegner erschöpft sind und sich einer beliebigen Diktatur unterwerfen müssen. Die totale Vernichtung des bisher Geleisteten und die Aufgabe aller Hoffnungen für die Zukunft. Diese Folge ist leicht zu erreichen. Sie entsteht einfach durch Nichtstun.
Die beste mögliche Folge, aber zu gleich auch die schwerste, wäre es, den Flickenteppich der uns von Deutschland übrig geblieben ist, einfach rauszuwerfen und durch einen neuen, zeitgemäßen Bodenbelag zu ersetzen.
Auch ein blindes Huhn trinkt mal einen Korn,
pflegte man in meiner westfälischen Heimat zu sagen. An anderen Orten finden diese Hühner ein Korn. Man muss nur lange genug picken und es müssen Körner vorhanden sein. Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller, CDU, der in der letzten Woche schon dadurch auffiel, dass er Friederich Merz und Peter Koch für ihre Eröffnung des Sommertheaters mit dem Kündigungsschutz abkanzelte und danach die Rechtschreibreform wieder auf die Tagesordnung brachte, wurde gleich noch mal fündig. Wenn er daraus ein System entwickelt, könnte der Mann mir richtig Freude bereiten.
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