Drei Leute, die auf Kosten anderer leben, haben es naturgemäß einfacher ein gemeinsames Weltbild zu entwickeln. Wichtig ist dabei vor allem Schuldige zu präsentieren, damit die Öffentlichkeit nie darüber nachdenkt, wer, was, und aus welchen Grunde sagt. Diesmal sind die Schuldigen die Arbeiter bei Opel in Bochum.
Halt. Das ist falsch. Es geht um die künftigen Nichtmitarbeiter von Opel. Um jene 4.000 die im ersten Atemzug zu Arbeitslosen gemacht werden und ein Jahr später um 1-Euro-Jobs kämpfen müssen. 4.000 Arbeiter in Bochum, mit Familien 10.000 Leute, das rechtfertigt natürlich keinen Streik. Die sollen sich gefälligst in ihr Schicksal ergeben findet unser unfähiger Superminister Clement. Allerdings lebt er nicht schlecht von den Steuern der Opel-Mitarbeiter und der anderen Arbeitnehmer.
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Einträge für Oktober 2004
Das Narrenschiff geistert durch die Nacht
24 Kapitäne treten sich auf der Brücke des Dampfers Arbeitsagentur gegenseitig auf die Füße. Drei Vorstände und 21 Verwaltungsräte, zeigen in alle Himmelrichtungen, einige sogar nach oben oder unten.
Den Multifunktionären ist die Richtung einerlei. Der Weg ist das Ziel, und die nächste Aufwandsentschädigung. Natürlich sind sie alle Ehrenamtliche, Hauptsache sie sind amtlich und wichtig. Gerade wurden sie wieder in ihren Ämtern, denen sie keine Ehre machen, bestätigt. Bestätigt von jenem Wolfgang Clement, der als Minister gegen Arbeit und Wirtschaft aber für das ungehemmte Absahnen des Kapitals ist. Herrenmenschen sind sie, auch die Damen. Herren über 90.000 Mitarbeiter und 4,6 Millionen Arbeitslose. Herrenmenschen über die Arbeiter in Deutschland. Unfähig bis zum Exzess, aber voller Macht. Jede Kritik gleitet an ihnen ab. Wozu auch Narren kritisieren.
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Den Multifunktionären ist die Richtung einerlei. Der Weg ist das Ziel, und die nächste Aufwandsentschädigung. Natürlich sind sie alle Ehrenamtliche, Hauptsache sie sind amtlich und wichtig. Gerade wurden sie wieder in ihren Ämtern, denen sie keine Ehre machen, bestätigt. Bestätigt von jenem Wolfgang Clement, der als Minister gegen Arbeit und Wirtschaft aber für das ungehemmte Absahnen des Kapitals ist. Herrenmenschen sind sie, auch die Damen. Herren über 90.000 Mitarbeiter und 4,6 Millionen Arbeitslose. Herrenmenschen über die Arbeiter in Deutschland. Unfähig bis zum Exzess, aber voller Macht. Jede Kritik gleitet an ihnen ab. Wozu auch Narren kritisieren.
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Karstadt konzentriert sich
Das es dem Einzelhandel in diesem Land schlecht geht, ist kein Wunder. Menschen denen jede Sicherheit und Hoffnung für die Zukunft genommen wird, gehen nicht einkaufen. Sie tragen ihr Geld auch nicht mehr zur Bank. Dort wird es auch noch Jahre später, beim Hartz IV Antrag, im Zweifel gegen den Beschuldigten ausgelegt. Deutschland feiert die Wiederentdeckung des Matratzensafes.
Zieht Karstadt nur einen notwendigen Schluss aus eigener Misswirtschaft und geändertem Kaufverhalten? Um diese Frage zu beantworten, muss man erst einmal feststellen was Karstadt eigentlich vorhat. Die Fachketten wie die Bekleidungshäuser SinnLeffers und Wehmeyer, die Sportgeschäfte Runners Point und Golf House, sowie die Beteiligung an der US-Kaffeehauskette Starbucks in Deutschland sollen verkauft werden.
15 Warenhäuser werden geschlossen, 77 Warenhäuser werden in eine eigenständige Firma ausgelagert, die innerhalb von 3 Jahren komplett verkauft werden soll. Nur 89 Warenhäuser mit über 8.000 qm Fläche, also knapp die Hälfte des Bestandes sollen behalten werden.
Die zum Karstadt-Quelle-Konzern gehörende Karstadt Hypothekenbank AG steht zum Verkauf. Karstadt-Quelle plant eine Auslagerung seines gesamten, mehrere Milliarden umfassenden Immobilienvermögens in eine eigenständige Gesellschaft, die nach Möglichkeit bis zum Jahr 2006 an die Börse gebracht werden soll. Selbstverständlich bedeutet das alles Personalabbau, Lohnsenkung und Abbau von Sozialleistungen.
Warum trennt Karstadt sich von 77 Warenhäusern und sämtlichen Fachgeschäften, die allesamt profitabel sind? Karstadt geht davon aus, dass sich die Lage für diese Geschäfte auch mittelfristig nicht verbessern, sondern eher verschlechtern wird. Bis auf Golf House liegen diese Geschäfte in mittleren Lagen und bedienen ein mittleres bis unteres Publikum.
Warum trennt sich Karstadt von seinen Gewerbeimmobilien und der damit verbundenen Hypothekenbank. Karstadt glaubt, dass selbst die aktuell niedrigen Immobilienpreise immer noch besser sind, als das, was in Zukunft zu erwarten ist. Die eigene Hypothekenbank, bei der die Immobilien beliehen sind, stünde bei einer solchen Entwicklung auch vor dem Ende. Bei den Versandhandelshäusern wird auf den Gesamtkatalog verzichtet und dieser durch Spezialkataloge ersetzt.
Vorstand, Aufsichtsrat und die Großaktionäre von Karstadt haben die Situation und die künftige Entwicklung in Deutschland analysiert und daraus ihre Schlüsse gezogen. Karstadt geht davon aus, dass mittelfristig die unteren und mittleren Einkommensschichten keinen profitablen Markt mehr bieten, da diese am stärksten unter Lohneinbußen, erhöhten Sozialabgaben und unter der Verschiebung in den Niedriglohnsektor leiden. Sie sind in der zukünftigen Planung von Karstadt nicht mehr als Kunden vorgesehen. Für die Besserverdienenden reichen wenige große Häuser, die Entfernung zwischen Wohn- und Einkaufsort spielt keine Rolle, da das Shopping-Erlebnis zählt.
Da Karstadt davon ausgeht, das diese Entwicklung für den gesamten Einzelhandel gilt, wurden auch die Immobilien neu bewertet. Wenn Karstadt und der restliche Einzelhandel den größten Teil seines Geschäftes aufgibt, bedeutet das einen massiven Einbruch bei den Preisen für Gewerbeimmobilien und letztendlich auch bei den Bodenpreisen in den Innenstädten. Deshalb soll vor dem endgültigen Verfall der Preise Kasse gemacht werden.
Selbst beim Versandgeschäft glaubt Karstadt nicht mehr daran, dass die bisherigen Kunden aus den unteren und mittleren Einkommensschichten, in Zukunft noch einen Gesamtkatalog wert sind. Deren zukünftige Kaufkraft wird als zu gering eingeschätzt.
Karstadt geht also davon aus, dass die absehbare, politische und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland dazu führen wird, dass die unteren und mittleren Einkommensschichten als potentielle Käufer wegfallen und nur die höheren Einkommensschichten ihr jetziges Niveau einigermaßen halten können. Damit verabschiedet sich Karstadt offiziell von der Wachstumsphilosophie der Vergangenheit.
Ist das nun der Anfang vom Ende? Was bedeutet der Verfall der Immobilienpreise für die kleinen Häuslebauer und deren Hypotheken? Wie wirkt sich das auf die mittelständische Wirtschaft aus? Sicher sind das keine positiven Signale.
Der Verlust von Kaufkraft in den unteren und mittleren Einkommensschichten, läutete in der bisherigen Wirtschaftsgeschichte immer den Verfall der Immobilienpreise und schwere Kursverluste an den Börsen aus. Die Folge waren Kriege und Revolutionen. Wohin wird es diesmal gehen?
Zieht Karstadt nur einen notwendigen Schluss aus eigener Misswirtschaft und geändertem Kaufverhalten? Um diese Frage zu beantworten, muss man erst einmal feststellen was Karstadt eigentlich vorhat. Die Fachketten wie die Bekleidungshäuser SinnLeffers und Wehmeyer, die Sportgeschäfte Runners Point und Golf House, sowie die Beteiligung an der US-Kaffeehauskette Starbucks in Deutschland sollen verkauft werden.
15 Warenhäuser werden geschlossen, 77 Warenhäuser werden in eine eigenständige Firma ausgelagert, die innerhalb von 3 Jahren komplett verkauft werden soll. Nur 89 Warenhäuser mit über 8.000 qm Fläche, also knapp die Hälfte des Bestandes sollen behalten werden.
Die zum Karstadt-Quelle-Konzern gehörende Karstadt Hypothekenbank AG steht zum Verkauf. Karstadt-Quelle plant eine Auslagerung seines gesamten, mehrere Milliarden umfassenden Immobilienvermögens in eine eigenständige Gesellschaft, die nach Möglichkeit bis zum Jahr 2006 an die Börse gebracht werden soll. Selbstverständlich bedeutet das alles Personalabbau, Lohnsenkung und Abbau von Sozialleistungen.
Warum trennt Karstadt sich von 77 Warenhäusern und sämtlichen Fachgeschäften, die allesamt profitabel sind? Karstadt geht davon aus, dass sich die Lage für diese Geschäfte auch mittelfristig nicht verbessern, sondern eher verschlechtern wird. Bis auf Golf House liegen diese Geschäfte in mittleren Lagen und bedienen ein mittleres bis unteres Publikum.
Warum trennt sich Karstadt von seinen Gewerbeimmobilien und der damit verbundenen Hypothekenbank. Karstadt glaubt, dass selbst die aktuell niedrigen Immobilienpreise immer noch besser sind, als das, was in Zukunft zu erwarten ist. Die eigene Hypothekenbank, bei der die Immobilien beliehen sind, stünde bei einer solchen Entwicklung auch vor dem Ende. Bei den Versandhandelshäusern wird auf den Gesamtkatalog verzichtet und dieser durch Spezialkataloge ersetzt.
Vorstand, Aufsichtsrat und die Großaktionäre von Karstadt haben die Situation und die künftige Entwicklung in Deutschland analysiert und daraus ihre Schlüsse gezogen. Karstadt geht davon aus, dass mittelfristig die unteren und mittleren Einkommensschichten keinen profitablen Markt mehr bieten, da diese am stärksten unter Lohneinbußen, erhöhten Sozialabgaben und unter der Verschiebung in den Niedriglohnsektor leiden. Sie sind in der zukünftigen Planung von Karstadt nicht mehr als Kunden vorgesehen. Für die Besserverdienenden reichen wenige große Häuser, die Entfernung zwischen Wohn- und Einkaufsort spielt keine Rolle, da das Shopping-Erlebnis zählt.
Da Karstadt davon ausgeht, das diese Entwicklung für den gesamten Einzelhandel gilt, wurden auch die Immobilien neu bewertet. Wenn Karstadt und der restliche Einzelhandel den größten Teil seines Geschäftes aufgibt, bedeutet das einen massiven Einbruch bei den Preisen für Gewerbeimmobilien und letztendlich auch bei den Bodenpreisen in den Innenstädten. Deshalb soll vor dem endgültigen Verfall der Preise Kasse gemacht werden.
Selbst beim Versandgeschäft glaubt Karstadt nicht mehr daran, dass die bisherigen Kunden aus den unteren und mittleren Einkommensschichten, in Zukunft noch einen Gesamtkatalog wert sind. Deren zukünftige Kaufkraft wird als zu gering eingeschätzt.
Karstadt geht also davon aus, dass die absehbare, politische und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland dazu führen wird, dass die unteren und mittleren Einkommensschichten als potentielle Käufer wegfallen und nur die höheren Einkommensschichten ihr jetziges Niveau einigermaßen halten können. Damit verabschiedet sich Karstadt offiziell von der Wachstumsphilosophie der Vergangenheit.
Ist das nun der Anfang vom Ende? Was bedeutet der Verfall der Immobilienpreise für die kleinen Häuslebauer und deren Hypotheken? Wie wirkt sich das auf die mittelständische Wirtschaft aus? Sicher sind das keine positiven Signale.
Der Verlust von Kaufkraft in den unteren und mittleren Einkommensschichten, läutete in der bisherigen Wirtschaftsgeschichte immer den Verfall der Immobilienpreise und schwere Kursverluste an den Börsen aus. Die Folge waren Kriege und Revolutionen. Wohin wird es diesmal gehen?
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