Einträge für Mai 2007
Liebe Charlotte Knobloch,
das Sie und der Zentralrat der Juden, den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad nicht leiden können, ist sehr gut verständlich. Mit seinem Leugnen des Holocaust hat er sich und dem Iran keinen Gefallen getan. Wobei ich allerdings nicht sicher bin, ob er wirklich weiß worüber er da redet, oder ob er nur seinen Hass auf Amerika, das er fälschlicherweise für ein von Juden regiertes Land hält, einfach mal eben erweitert hat.
Sicherlich ist er auch noch nicht besonders gut auf Israel zu sprechen, wozu er zumindest manch verständlichen Grund hat. Allerdings haben weder Israel noch der Islam begriffen, das der Konflikt für beide Seiten nur schief gehen kann und der wahre Sieger die amerikanischen Evangelikalen sein werden, die ja schließlich auf dem Boden Israels, die Schlacht um Armageddon schlagen wollen um entrückt zu werden, anstatt sterben zu müssen. Diese letzte aller Schlachten sieht weder ein Überleben der Juden, noch des Islams und schon gar nicht von solchen Scheinatheisten wie mir vor.
Liebe Frau Knobloch ich verstehe ihre Wut über Ahmadinedschad, aber wenn Sie ihn wirklich strafen wollen, dann sollten sie ihm zum Transrapid zuraten. Das kostet ein Heidengeld, nützt der deutschen Wirtschaft und wird vermutlich nie funktionieren. Aber selbst wenn es funktioniert wird es Jahre dauern bis es dem Sand gewachsen ist.
Aber selbst dann kann man mit dem Ding nichts anderes als Menschen sinnvoll transportieren, dann aber für sehr viel Geld. Was bedeutet das die Folgekosten den Iran noch einmal mit voller Wucht treffen.
Ich hätte allerdings noch eine bessere Idee, Frau Knobloch. Rufen Sie Präsident Ahmadinedschad an und erzählen Sie ihm, was die Strecke von Münchens Hauptbahnhof bis zum Flughafen kostet und wie die Folgekosten sein werden. Er wird Ihnen auf ewig dankbar und sicherlich eher bereit sein, einen Separatfrieden mit Israel zu schließen.
Dann können sie das beim Transrapid gesparte Geld, dafür ausgeben, viele palästinensisch-israelische Firmen mit Startkapital zu versorgen. Sie werden sehen nichts verbindet Menschen schneller als gemeinsame Verantwortung und gemeinsames Geldverdienen. Das überwindet vieles.
Mit freundlichen Grüßen
Jochen Hoff
Natürlicher Erdbohrer aus Weizen
Das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam, berichtet auf seiner Website über die erstaunliche Fähigkeit der Körner des wilden Weizens, sich mit Hilfe der Luftfeuchtigkeit und ihrer Grannen in die Erde zu bohren.
Die Grannen des Wilden Weizens sind Steuer und Motor in einem: Sie steuern ein reifes Korn mit der Spitze abwärts zu Boden, indem sie die Saat im Fallen richtig ausbalancieren. Steckt das Korn dann in der Erde, verwandeln es die beiden Borsten in einen Bohrer und treiben das Korn in die Krume. Die Kraft dazu gibt ihnen alleine die Luft, die an den natürlichen Standorten des Wilden Weizens tagsüber trocken und nachts feucht ist. Der Weizen, den Landwirte anbauen, beherrscht den Trick dagegen nicht mehr.
Während des trockenen Tags krümmen sich die beiden Grannen nach außen, in der feuchten Nacht biegen sie sich dagegen zueinander. Denn die Kappe der Granne - die Seite also, die sie ihrer Partnergranne zuwenden - reagiert anders auf Feuchtigkeit als ihre Außenseite. Das liegt an der Konstruktion ihrer Zellulosefasern, die Biologen Fibrillen nennen: In der Kappe sind die Zellulosefibrillen ausschließlich parallel zur Granne angeordnet. Im unteren Teil des Grannenrückens sind sie dagegen beliebig orientiert. Das macht die Kappe nicht nur zehnmal steifer als den Rücken. Die Anordnung macht die Granne auch zu einer einfachen Bohrmaschine. Wird es nämlich feucht, schwellen alle Fibrillen nur in ihrer Breite an. Das heißt aber: Die Grannenkappe quillt nur seitlich auf, da dort alle Fasern in Längsrichtung verlaufen. Der Grannenrücken streckt sich dagegen, da einige seiner Fasern auch senkrecht zu der Borste liegen. Und mit ihm richtet sich die ganze Granne auf.
Das verblüffende an dieser Erkenntnis ist, das es sich um etwas offensichtliches handelt. Wer hat sich als Kind nicht gefragt, wie die verschieden Samen in den Boden kommen. Zumindest wenn er oder sie auf dem Land groß geworden sind.
Noch viel spannender hört sich allerdings der Ausblick von Prof. Dr. Peter Fratzl (Direktor, Abteilung Biomaterialien) in die Zukunft an:
"Wir haben nach dem Mechanismus der Grannen bereits einfache Maschinen und Muskeln gebaut, die Veränderungen der Luftfeuchtigkeit in Bewegung umsetzen", sagt Fratzl. Er sieht darin auch einen möglichen Beitrag, erneuerbare Energien zu nutzen: "Mich fasziniert die Möglichkeit, die Energie der Sonne auf diese Weise in Bewegung umzusetzen."
Auch diese Erkenntnisse werden sicherlich nicht alle unsere Energieprobleme für die Zukunft lösen, aber sie sind ein weiterer Ansatz, in einer langen Kette von Forschungsergebnissen, die wir nur nützen müssten. Genau da aber liegt unser Problem. Feige Banken, satte Energieunternehmen, lustlose, entscheidungsschwache, innovationsfeindliche Industrieführer und eine unfähige Politik bremsen uns immer dann aus, wenn aus Forschungsergebnissen und Ideen neue Produkte entstehen könnten.
Wir sollten endlich anfangen Innovation und deren Umsetzung zu fördern, anstatt Spekulation.
Globalisierungsgegner
271000 Einträge hat Google zum Thema Globalisierungsgegner. Nun gut. Fragen wir also mal Wikipedia, wie immer, wenn wir Antworten suchen:
Globalisierungskritik ist ein Sammelbegriff für die Anliegen der verschiedensten politischen Positionen, die die Globalisierung ganz oder in ihrer aktuellen, von ihnen als neoliberal kritisierten Form, ablehnen. Die (seltenen) Positionen, die Globalisierung vollständig ablehnen und die globale Verflechtung reduzieren wollen, werden als Globalisierungsgegner bezeichnet. Die häufigere Position ist die der Globalisierungskritik im engeren Sinn, die sich für eine andere Globalisierung einsetzt (daher auch französisch altermondialisation und englisch alter-globalization von alter = anders). Im allgemeinen Sprachgebrauch und auch in den Medien werden die Globalisierungskritiker teilweise unzutreffend als Globalisierungsgegner bezeichnet.
Wir haben also wieder einmal das, was unsere Medien und die gekauften Politclowns am besten können, einen Etikettenschwindel. Globalisierungskritiker werden als Globalisierungsgegner bezeichnet. Das macht durchaus Sinn. Selbst Lieschem Müller weiß, das sie auf einem kugelförmigen Globus lebt. Wer also gegen Globalisierung ist, will aus dem Ding eine Scheibe oder einen Würfel machen. Der muss also falsch liegen.
Der Begriff Globalisierungsgegner ist auf jeden Fall diskriminierend gemeint und man sollte sich dagegen wehren.
Aber unter dem ganzen liegt noch eine weitere Lüge der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten. Es geht nämlich gar nicht um Globalisierung. Es geht nur darum, das ungefähr 7 Prozent der Weltbevölkerung einen Trick brauchten, um die Arbeitserträge der anderen 93 Prozent, für sich reklamieren zu können. Deshalb wurde das Schlagwort Globalisierung erfunden, das eigentlich nur sagen soll, das, wenn es irgendwo Tageslöhne von einem Euro gibt, es überall Tageslöhne von einen Euro geben muss.
Ein guter Trick, aber natürlich Blödsinn. Schon Karl Marx hatte Schwierigkeiten damit, Arbeit vergleichbar zu machen und er musste sich nicht mit den riesigen Unterschieden der heutigen Zeit beschäftigen. Arbeit ist nämlich nur im Kontext der nationalen Wirtschaft und der individuellen Fähigkeiten in Zusammenhang mit der Produktivität zu bewerten. Praktisch also kaum vergleichbar.
Weiterhin ist es grober Unfug so zu tun, als ob man auf einem Billiglohnmarkt auf Dauer Produkte für einen Hochlohnmarkt mit Hochlohnpreisen fertigen könne und gleichzeitig die Arbeitsplätze auf dem Hochlohnmarkt abbauen, bzw. die Löhne drücken könne. Das funktioniert eben nicht. Die Löhne eines Marktes und die auf diesem Markt erzielbaren Preise, hängen nämlich eng zusammen.
Die Profite die durch Produktionserlagerung in Billiglohnmärkte entstehen, werden durch Kostenverlagerung auf die Allgemeinheit in den Hochlohnmärkten bezahlt und führen letztendlich dazu, das nur Billiglohnmärkte exisitieren, die gleichzeitig auch nur Billigpreismärkte sind. Es ist also eine kurzfristige und dumme Vorgehensweise, die nur Sinn macht, wenn man das Denken auf Quartale oder nur wenige Jahre beschränkt.
Die gesamte Globalisierungsfrage stellt sich also gar nicht. Sie ist nur Augenwischerei, die verhindern soll, das die wirklichen Probleme benannt werden.
Blogs als Medienheimat?
Ich hab es ja eher nicht so sehr mit dem Dr. Huber vom MEDIA-BLOG, aber manchmal trinkt ja auch ein blindes Huhn einen Korn. Lässt man mal den künstlich herbeigeführten Globalisierungzusammenhang weg, der ja nur mehr Traffic bringen soll und nichts mit dem Thema zu tun hat, bleibt eine diskussionsfähige Theorie:
Das gute Gefühl von Geborgenheit, “Seele”, Glaubwürdigkeit, Verbundenheit - das sind Attribute, die man dem Begriff “Heimat” zuschreibt. Und je mehr ich mich mit Blogs beschäftige, desto mehr glaube ich, daß Blogs eine Medienheimat in Zeiten der Globalisierung bieten.
Denn gerade durch die Globalisierung wird ein Gefühl der Entwurzelung geschaffen, das einen urmenschlichen Gegentrend auslöst. Denn der Mensch sucht in seinem Innersten nicht die entgrenzte, seelenlose, globalisierte Welt, sondern das genaue Gegenteil - einen Ort der Ruhe, einen Ort der Sicherheit und der Selbstbestimmung - Heimat eben.
Das mit der Globalisierung ist natürlich Blödsinn, da die Medienheimat eines Menschen an seiner Sprachgrenze endet. Aber selbst wenn diese durch Mehrsprachigkeit erweitert wird, ist sie niemals global. Hinzu kommt noch, das es in jeder Sprache einer gewissen Medienkompetenz bedarf und die sich oft nur auf sehr primitive Medien erstreckt.
Aber es gibt diese Entwurzelung im Medienbereich durchaus. Die verlässlichen Informationsquellen der Vergangenheit haben sich mehr und mehr zu einem Einheitsbrei gewandelt, der nur noch die partikularen Interessen von zehn Prozent der Bevölkerung vertritt und dem Rest reine Desinformation liefert.
Wer allerdings die deutsche und internationale Blogszene kennt, der stellt schnell fest, das die meisten Blogs eher reaktiv arbeiten. Sie nutzen zwar auch Presseverlautbarungen und, soweit zugänglich, Agenturmeldungen, sind aber zumeist nicht in der Lage auf Korrespondenten vor Ort zurückzugreifen und ihre Hauptquelle sind nach wie vor die traditionellen Medien.
Da die traditionellen Medien auf dem Onlinemarkt mitschwimmen wollen, ohne wirklich den Grund dafür angeben zu können, haben sie es den Bloggern, die von Hause aus über eine hohe Onlinekompetenz verfügen, sehr leicht gemacht auf ihre Inhalte zuzugreifen. Da Blogger die Werkezeuge einfach besser nutzen als traditionelle Journalisten, sind sie zumeist etwas schneller.
Im Prinzip ist aber das alles kein Grund dafür, den Informationen eines Blogs mehr zu trauen, als der Print-Ausgabe einer Zeitung. Während viele Zeitungen aber nur die vorgegebene "eigene" Hausmeinung und die Agenturmeldung miteinander verbinden, greifen Blogger auf mehrere Meldungen unterschiedlicher Medien und Blogs zu und versuchen die Meldungen auf ihren realen Inhalt zu untersuchen. Natürlich ist auch das subjektiv.
Aber da mit den Nachrichten zumeist auch die Quellen in verlinkter Form veröffentlicht werden und die Leser von Blogs in großem Umfang Stammleser sind, die den Tenor ihrer Autoren kennen, wirkt die Gesamtpräsentation ehrlicher und vertrauenserweckender als das, was die traditionellen Medien bringen. Es wirkt so. Es muss aber nicht zwingend ehrlicher sein. Die Wahl der Quellen die verlinkt werden, beeinflusst die Wirkung. Ich wähle deshalb gerne die Welt oder die FAZ um den Gegenpol zu meiner Meinung anzugeben. Aber auch das kann Show sein.
Da Blogs aber dazu gemacht sind auch untereinander zu verlinken, zu referenzieren und die Blogger nicht alle eine gleiche politische Linie verfolgen, ergibt sich eine Art Selbstkontrolle und in beschränktem Maße sogar eine gewisse Selbstreinigung. Das ganze sieht ziemlich vertrauenerweckend aus und ist es im Vergleich zu den klassischen Medien wohl auch, weil es sich selbst und alle anderen in Frage stellt.
Aber der Begriff Medienheimat geht mir dann doch zu weit. Nennen wir es eine weitere Medienbasis. Genau wie wir in den klassischen Medien bestimmten Autoren mehr Glauben schenken als anderen, gilt das auch in der Welt der Blogs und genau wie wir bei den als vertrauenwürdig eingestuften Autoren in den klassischen Medien besonders aufpassen, tun wir das in den Blogs auch. Da reichen oft Nuancen um eine Bewertung zu verändern.
Nein, es wird in der Breite des heutigen Informationsstroms keine Heimat mehr geben. Aber es gibt mehr oder weniger verlässliche Steine, auf denen wir scheinbar über das Wasser gehen können, sofern wir wissen wo die sicheren Steine sind. Geborgen können wir uns trotz allem nirgendwo fühlen.
Venezuela - der Kampf der CIA gegen Hugo Chávez
Der Standard aus Österreich meldet, das der venezolanische Kommunikationsminister William Lara am Montag Anzeige gegen die Fernsehsender CNN und Globovision erstattet, weil diese zu Gewalt gegen Präsident Hugo Chavez aufgerufen bzw. manipuliertes Bildmaterial verwendet hätten.
CNN hatte einen Bericht über Proteste gegen die Nichtverlängerung der Sendelizenz des Privatsenders RCTV mit Bildern einer Gedenkveranstaltung für den im mexikanischen Acapulco ermordeten Journalisten Amado Ramirez illustriert.
Dass auf dem Video zahlreiche TeilnehmerInnen des Trauermarsches Schilder mit dem Vornamen des getöteten Reporters trugen, dürfte niemandem in der Redaktion aufgefallen sein. CNN weist die Vorwürfe zurück: man habe, als der Fehler bemerkt wurde, eine Korrektur gesendet, gab eine Sprecherin des US-Senders an.
Das kennen wir von der Bildzeitung.
Schwerer wiegen die Vorwürfe des Informationsministers gegen den im Besitz des TV-Magnaten Gustavo Cisneros stehenden venezolanischen Sender Globovision: in der Berichterstattung über die Kundgebungen am Wochenende wurden Bilder des Papst-Attentats 1981 eingeblendet, unterlegt mit den aufmunternden Versen des Salsa-Stars Ruben Blades: "Glaubt daran, das hört hier nicht auf" – ein Aufruf zur Ermordung des Staatschefs, interpretiert Lara.
Wie sehr die Pressefreiheit dort bedroht ist, kann man im Standard auf dem Video sehen, bei dem sich der Chef des Senders nach 4:14 mit seinem eigenen Kommentar einschaltet und den Ton des Ministers unterdrückt.
Allerdings wird die Wahrheit Venezuela nicht viel nützen, da sich die deutsche FDP, in ihrem unbändigen Freiheitsdrang, schon dafür entschieden hat, den amerikanischen Angriffskrieg gegen Venezuela, massiv zu unterstützen.
Es ist nur nicht klar wie die FDP bezahlt wird. Vielleicht ja mit dem dann gestohlenen venezeolanischen Öl. Da wäre ich anstelle von Westerwelle und Marina Schuster aber vorsichtig. Das ist im Irak auch schon schief gegangen. Die importieren heute Öl.
Wie gut das es die FDP gibt
Es gibt "Leergänge" auf die ich leider nicht gehen kann. Dazu fehlt mir einfach die sittliche Reife. Selbst online geht es einfach nicht. Meine Kinder würden sich erschrecken, wenn ich mich laut kreischend vor Vergnügen auf dem Boden vor meinem Schreibtisch wälze.
Aber den gefestigteren Charakteren aus Klein-Bloggersdorf möchte ich doch unbedingt das folgende Seminar empfehlen:
Mit Blogs Politik machen
Online-Seminar vom 04.06. - 14.07.07
Veranstalter ist die "Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit" des ungehinderten Abzockens. Einfach herrlich. Vielleicht lege ich mir doch noch eine Einmal-Mail-Addi zu. Reizen würde es mich ja wirklich, mich einmal von den "Flachmännern" der FDP beraten zu lassen.
Kurt Beck der Willy Brandt für Ahnungslose
Es ist so ziemlich egal was Kurt Beck absondert, es ist grundsätzlich grober Unfug. Nun schreibt der Kerl ein einziges Mal in der "International Herald Tribune" oder lässt dort vielmehr schreiben und schon haben wir eine schwere Krise mit Russland festgeschrieben.
Weil der Gute weder über Geschichtsbewusstsein, noch über eine Grundintelligenz verfügt, die das rein Vegetative überschreitet, fordert er eine neue "neue Entspannungspolitik" gegenüber Russland.
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Ich meine, das Kurt Beck nicht begreift was er da sagt, ist mir klar, aber ich hätte doch damit gerechnet, das es in der SPD noch irgendjemanden gibt, der weiß, was das Wort Entspannungspolitik bedeutet und der sich noch an die Lebensleistung von Willy Brandt erinnern kann. Aber Pustekuchen. Becks geistiger Dünnschiss wird auch noch über die Pressestelle verbreitet. Absolut erste Sahne, perfekt gemacht. Geniale Leistung. Damit ist dann wenigstens auch dieser Teil der SPD-Meriten erledigt.
Wäre es eventuell nicht sinnvoll die SPD zu schließen, da kommt doch eh nichts vernünftiges mehr raus?
Danke Justitia - Die MLP hat wieder eine Kuh vom Eis
Über mangelnde Verlässlichkeit, kann man sich bei der deutschen Justiz mit Sicherheit nicht beklagen. Wie das Handelsblatt meldet, hat das Landgericht Mannheim das Strafverfahren gegen Termühlen und zwei weitere Top- Manager gegen Geldauflagen eingestellt.
Das bedeutet, das die Herrschaften, die wegen Fälschung der Jahresergebnisse 2001 angeklagt waren, mit minimalen Strafen davonkommen. Ackermann und Hartz lassen grüßen. Das Landgericht wird aber dem nächsten Ladendieb, zum Ausgleich wahrscheinlich lebenslänglich verpassen.
Die ständige Ausrede. das unsere Richter und Staatsanwälte zu faul, sind um komplizierte Verfahren durchzuziehen, wurde zwar hier noch nicht benutzt, aber das kommt schon noch.
Ich erkläre das Rechtsempfinden ein weiteres Mal für zutiefst gestört und schlage vor, die Gerichte und Staatsanwaltschaften doch einfach zu schließen. Dann würden sich die Leute die bei MLP Geld verloren haben, sich nicht noch zusätzlich vom Gericht verarscht fühlen. Aber das geht ja nicht. Solche Richter und Staatsanwälte sind ja für keine ehrliche Arbeit zu gebrauchen.
AUB-Chef Schelsky ist genau das was Norbert Lammert will
Der Schutzheilige der Korruption, der Bundestagspräsident Norbert Lammert, hält die Einflussnahme der Lobbyisten auf die Politik, ja geradezu für einen Grundpfeiler der Demokratie. Lobbyismus ist für ihn der Prototyp demokratischer Interessenvertretung.
In dem Zusammenhang wird ihn freuen, wie die Firma Siemens zu ihren Lobbyisten kommt. Das berichtet uns neben anderen Zeitungen nämlich die Welt, die sich auf einen Vorabdruck des Sterns bezieht.
45 Millionen Euro durfte Schelsky im Namen der Siemens AG ausgeben, um eine Gegengewerkschaft zu gründen und mit Sicherheit auch dafür. sich politische Rückendeckung zu verschaffen. Das ist wahrhaft demokratisch und nur ein ganz klein wenig kriminell. Genau das richtige für Norbert Lammert.
Wenn der mir allerdings erzählen will, das es irgendeine andere Form der erfolgreichen Lobbyarbeit neben Bestechung, Lug und Betrug gibt, dann glaube ich ihm nicht nur nicht, sondern ich bezeichne ihn als das was er ist. Als einen Lügner.
Lobbyismus nutzt nur den gekauften, schadet allen Ehrlichen und verschlechtert zusätzlich die deutschen Wettbewerbsbedingungen. Aber Herr von Pierer ist ja der Berater von Schröder und Merkel, dem wird unser Herr Bundestagspräsident sicherlich leichten Herzens verzeihen. An den Gestank. den der Bundestag und seine Organe verbreiten, müssen sich die Deutschen ja auch gewöhnen.
Saigon lässt grüßen
Im April 1975 verließ der letzte us-amerikanische Hubschrauber Saigon. Wer bis dahin nicht weg war, musste für die Taten der Amerikaner und seine wirkliche oder vermeintliche Kollaboration büßen. Damit war ein beispielloses Evakuierungsprogramm für amerikafreundliche Vietnamesen abgeschlossen.
Nun geht es also, wie uns die Presse.com im Irak los.
Die US-Regierung will bis zu 7.000 irakische Flüchtlinge aufnehmen, die am meisten gefährdet seien, weil sie für die US-Truppen in ihrem Land gearbeitet hätten.
Mit ähnlichen Meldungen begann auch die amerikanische Flucht aus Vietnam. Wollen wir hoffen, das sie sich diesmal mit der Evakuierung ihrer Freunde etwas mehr beeilen, damit nicht unnötig noch weitere Menschen in einem verlorenen Krieg sterben.
Wenn wir in der Bundesrepublik verantwortliche Menschen in der Regierung hätten, brauchten wir über Afghanistan nicht mehr zu diskutieren und wir würden sofort alle Deutschen aus dem Irak holen. Aber wir haben in der Regierung leider nur Politiker.
Gebt dem Schäuble was des Schäubles ist.
Die Kreativität und Hilfsbereitschaft der Einwohner von Klein-Bloggersdorf kennt praktisch keine Grenzen. Nachdem wir die Ideen von Wolfgang Schäuble mit verbreitet haben und ihm somit eine große Resonanz verschaffen konnten, dürstet es uns nach neuen Hilfsleistungen.
Nun hat vorgestern Matt Wagner auf der Rückseite der Reeperbahn einen sehr venünftigen Vorschlag gemacht, wie wir Herrn Schäuble noch besser in seinem Überwachungswahn helfen können.
Der Vorschlag Herrn Schäuble mit einem CC, einer Carbon Copy, jeder Mail zu versorgen die wir schreiben. Die Adresse von Herrn Schäuble lautet: wolfgang.schaeuble@bundestag.de und poststelle@bmi.bund.de.
Da der Bundestrojaner von Herrn Schäuble, wie die meisten Dinge die diese Regierung entworfen hat, nicht funktioniert, halte ich es für sinnvoll ihn auf diese Art zu unterstützen.
Diese Information erreichte mich via Murmeltiertag und Keine Panik.
Mitmachen beim politischen Blog-Karneval

Am 7 Juni will uns Sören vom onezblog mit einem politischen Thema überraschen, zu dem er unsere Beiträge erwartet.
Ich freue mich auf spannende und kontroverse Ansichten.
Wahrsager: Linkspartei auf Rekordhoch
Wie jede Woche, erklärt uns Mohn/Bertelsmann auch diese Woche, was Deutschland wählt. Die Forsa-Sammelumfrage die in den nächsten Tagen auf allen Medien der Mohn-Gruppe breitgetreten wird, gehört mit zu den Ritualen der Desinformation. Sie dient praktisch der Feinsteuerung.
Heute ist die Botschaft, das die Linken gewinnen, auf dem Vormarsch sind. Die rote Gefahr ist praktisch schon dicht vor der Kanzlerschaft. Es ist die ständige Wiederholung die den Menschen den Geist breit schlagen soll, damit er die von Mohn/Bertelsmann gewünschte Desinformation als seine Meinung übernimmt.
Hinter dem ganzen Unfug steht die Befragung von 2503 repräsentativ ausgewählte Bundesbürgern. Die solange hin- und hergewichtet werden, bis die Ergebnisse zur gewünschten Aussage passen.
Diesmal soll die Linke 2 Prozent dazu gewonnen haben. Die statistische Fehlertoleranz beträgt aber nach eigenen Angabe plus/minus 2,5 Prozent. Die angeblich gemessenen Veränderungen befinden sich damit voll im Bereich der Fehlertoleranz. Der Aussagewert ist gleich null.
Aber es geht ja auch nicht um den Wert der Aussage, sondern um das Ziel. Eine starke Linke soll verhindert werden, indem sie als potentielle Gefahr für die Landsitze der Arbeitslosen in der Schweiz aufgebauscht wird.
Die heilige Einfalt der Marina Schuster
Marina Schuster ist in der FDP, war ihre Einfalt aber nur zum Teil erklärt. Sie ist zudem auch noch Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages, was eine heilige Einfalt gerade zu zwingend voraussetzt. Geht es doch nur darum, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen und einen streng proamerikanischen Kurs zu fahren. Da würden Tatsachen und Erkenntnisse doch einfach nur stören.
Im Moment hilft Marina Schuster den US-amerikanischen Angriff auf Venezuela vorzubereiten. Da sie aber schlecht sagen kann, das es darum geht, das Hugo Chávez sich viel zu sehr um die Menschen kümmert, anstatt die Befehle des US-Imperialismus und des Großkapitals zu befolgen, weicht sie auf einen Nebenkriegsschauplatz aus.
Formal geht es ihr um eine Meinungsfreiheit, die sie und ihre Partei in Deutschland eben nicht verteidigen. In Wirklichkeit passt es ihr und den Amerikanern nicht, das die Stimme Amerikas, der Fernsehsender RCTV, nach etlichen Warnungen, wegen massiver Desinformation geschlossen worden ist. Wohlgemerkt nur die terristischen Sendekanäle, nicht jedoch die Verbindung über Satelliten. Dieser Unterschied ist wichtig, weil die Frequenzen in Venezuela knapp sind und es deshalb schon lange einen erbitterten Kampf um die wenigen, verfügbaren gibt.
Das Chávez hier nicht die amerikanischen Agenten fördert, ist nicht sehr verwunderlich. Aber selbstverständlich wird sich die EU und die deutsche Kanzlerin bemühen den USA einen Vorwand für einen Krieg zu liefern. Aber in Wirklichkeit geht es um das Öl Venezuelas, dessen Gewinne bis vor kurzem überall, aber nicht im Land landeten.
Natürlich ist eine FDP-Bundestagsabgeordnete nicht daran interessiert, das es den Menschen in Venezuela oder in Deutschland gut geht. Sie schützt das Großkapital und dessen Interessen. Sie kann es ruhig zugeben. Es weiß doch jeder.
Der Mohn ist aufgegangen
Im Manager Magazin, jenem siechen Teil des Mohn-Imperiums, das sich für ein Wirtschaftsmagazin hält, hat Adolf Theobald, eine Generalabrechnung mit den Mohn-Medien gefahren. Leider ist der Artikel nicht online verfügbar, aber der Medienbote gibt eine gute Zusammenfassung.
Mohn-Klone steuern heute fast alle Medienkonzerne. Sie haben die Passion für das Produkt durch das Gespür fürs Geschäft ersetzt und halten so die alternden Verlage am Leben. (…) Nur was hat das noch mit Journalismus zu tun? Vom Logo zur Logistik, von der Staatskontrolle zum Controlling, vom Inhalt zum Content
Viel schöner kann man es nicht mehr formulieren und treffender schon gar nicht. Die Schelte für die Desinformationskrake Mohn/Bertelsmann ist nicht etwas deshalb durchgegangen, weil dort Pressefreiheit herrscht, sondern weil es kaum noch Sinn macht, den Inhalt des MM zu kontrollieren. Dafür ist die Leserschaft nicht mehr bedeutend genug.
Zu viel Geld für Familien
Peer Steinbrück hat uns ja schon lange gesagt, das er die Gelder der Familienkasse umschichten will um Mittel für die Kinderkrippenplätze und ein wenig Förderung des Großkapitals hinzubekommen. Sein Verteilungsverhältnis ist klar. Ein Euro für die Kinder, eine Million Euro für seine Freunde.
Die CDU/CSU hat nun mal den ersten Indianer, in Form des CDU-Haushaltsexperten Ole Schröder, losgeschickt, der zunächst einmal die Kindergeldzahlungen an Kinder über 18 stoppen will. Er argumentiert treuherzig damit, das es da doch Bafög und Kredite gibt. Das wird seine Freunde in den Banken freuen. Jetzt sollen sich schon die Auszubildenden verschulden, damit die Banken besser verdienen. Tilt before start.
Aber Ole Schröder ist ja gar nicht so, er ködert uns, damit das er neugeborenen Kindern doppeltes Kindergeld zahlen will, bis zum 7. Lebensjahr. Weil da die Familien doch weniger verdienen. Der Mann ist immerhin Haushaltsexperte. Was er sonst in meinen Augen alles noch ist, schreibe ich lieber nicht, das wird mir einfach zu teuer.
Kauder winkt zwar erst mal ab, aber wir dürfen sicher davon ausgehen, das Kindergeld wird auf 18 Jahre beschränkt. Was brauchen die zukünftigen Arbeitslosen auch eine Ausbildung. Dazu werden sie wahrscheinlich die Kinderfreibeträge halbieren und weitere Kindergelderhöhungen einfrieren, um nach Münteferings Plan, die Krippen zu finanzieren.
Der Betrug am Bürger geht wie gehabt weiter.
Keine Sorgen um die Printmedien
Es muss den Printmedien schon verdammt schlecht gehen, wenn sich jetzt auch die EU-Medienkommissarin Viviane Reding mit der Zukunft der Printmedien beschäftigt.
„Die Printmedien haben im Web 2.0 ausgezeichnete Perspektiven. Viele Zeitungen genießen großes Vertrauen bei ihren Lesern. Die Marktanteile kostenloser Zeitungen und benutzererstellter Inhalte werden weiter wachsen, aber ich glaube auch, dass Journalismus nach den Prinzipien einer soliden redaktionellen Disziplin und einer Prüfung der Fakten sogar noch an Bedeutung gewinnen wird. Nie war die Qualität des Inhalts so wichtig wie heute, wo die Gesellschaft mit Informationen überflutet wird.“
Äh. Ja. Is scho recht. Natürlich war kein deutscher Chefredakteur bei dem Gespräch dabei, aber wenn es die EU-Medienkommissarin sagt, dann wird es ja wohl stimmen. Oder pfeift sie ängstlich auf der Kellertreppe?
Die Heiligsprechung des Volker Beck
Ich hatte mir erlaubt, am 27.5. um 10:11 den Bundestagsabgeordneten Volker Beck gleichzeitig für seinen Einsatz für die schwulen Bürgerrechte in Moskau zu loben und zu bemerken, das es mir lieber wäre, wenn er sich um die deutschen Bürgerrechte in Deutschland kümmern würde und zwar um alle, da ich Bürgerrechte für nicht teilbar halte.
Am 28. Mai um 1:15 antworte Stefan Niggemeier auf einen einen Hetzartikel der Menschenfeinde von PI, wobei ich PI für mich immer mit Provinziditioten übersetze und sie schon lange von meinem Radar gestrichen habe.
Stefans Antwort war ohne jeden Anlass zur größeren Kritik durchaus richtig im Zusammenhang mit der PI. Allerdings fehlte mir dabei die Auseinandersetzung mit dem, was ich in den Aktionen Volker Becks sehe. Deshalb schrieb ich am 28.5 um 7:05
Findest du Beck wirklich glaubwürdig? Ich nicht.
Es muss möglich sein, auch einen schwulen Politiker in Frage zu stellen, der den Bürgerrechten in Moskau mehr Bedeutung zumisst, als denen bei uns. Mehr noch, der sich um unsere Rechte nicht kümmert. Egal ob irgendwelche Anti-Islam-Idioten auch auf diese Idee kommen.
Dazu gab ich ihm einen Link auf meinen eigenen Artikel. Ich hielt es nicht für nötig auf die Hassprediger in den Kommentaren einzugehen, weil es keinen Sinn macht, denen etwas erklären zu wollen. In deren Hirn ist einfach nicht genügend Platz mehr neben den Parolen.
Seine Antwort auf meinen Kommentar erfolge noch am 28.5 um 11:02
@Jochen Hoff (16): Du nennst die schwulenfeindlichen Beschimpfungen und Todesphantasien, von denen ich oben eine kleine Auswahl zitiert habe, einen Politiker “in Frage stellen” und legitim?
Deine Argumentation auch im verlinkten Blog-Eintrag ist von erschütternder Ignoranz. Du findest es nicht “fair”, mit dem Diplomatenausweis zu winken, wenn es ernst wird? Du hast nichts verstanden. Schwule ohne Diplomatenausweis können sich die Art von Protest in Russland gar nicht erlauben, ohne Gefahr zu laufen, totgeschlagen zu werden. Der Sinn, dass da eine Gruppe Parlamentarier hinreist, ist genau der: Die Öffentlichkeit auf den Skandal hinzuweisen, die Kameras dabei zu haben und trotzdem zu hoffen, (aufgrund der Prominenz, des Diplomatenausweises) nicht totgeschlagen oder für länger inhaftiert zu werden.
Und dann deine Forderung, Bundestagsabgeordnete sollen, wenn ihnen Probleme im Ausland so wichtig sind, gefälligst ihr Mandat zurückgeben? Abgesehen davon, dass die Unterstellung, Beck prangere nicht auch die Verletzung von Bürgerrechten in Deutschland an, nachweislich falsch ist.
Ich lese Deine Kommentare hier seit heute mit anderen Augen.
Gut, das ist seine Meinung und die ist legitim, ebenso wie es legitim ist jeden weiteren Diskussionsversuch abzulehnen. Aber das hindert mich nicht, hier noch einiges mal genauer anzugehen.
Moskau, wie gesamt Rußland befindet sich in einer sehr schwierigen Phase. Auf der einen Seite das Großkapital mit seinen Bestechungen und offener Kriminalität. Die Summen die da angeblich "verdient wurden" lassen sich aber nicht auf ehrliche Art und Weise verdienen. Dann eine breite Unterschicht, die sich und ihr Land längst aufgegeben hat oder jeden Tag erneut verzweifelt. Dazwischen Bürger die ein wenig Glück und Freiheit wollen, bei starker Polizei und starkem Staat. Dazu die Altlasten und die selbstgemachten Lasten mit den tan-Republiken und deren aktuelle Verschärfung.
Nein Rußland ist keine Demokratie in unserem Sinne, aber eben auch keine Diktatur. Fremdenhass und Hass auf Andere, im faschistischen Sinne ist weit verbreitet und wird von bestimmten Kräften auch massiv geschürt. Dazu kommen die von den USA geförderten Oppositionsgruppen. Ein einziges Pulverfass.
Es ist richtig das sich Abgeordnete und Prominente für die Bürgerrechte einsetzen. Aber Volker Beck tut etwas anderes. Seine Verhaftung ist jedesmal eine Show. Live auf allen Sendern, damit wieder einmal bewiesen ist, wie böse Rußland und wie gut Deutschland ist. Ich hatte es hier schon mal thematisiert.
Außerdem ist es eine Show die uns Volker Beck als engagierten Politiker zeigen soll. Aber das reicht mir nicht. Ich will das er hier mit uns für die Bürgerrechte hier und in Rußland kämpft, weil sich Rußland nicht bewegen muss, wenn Schäuble und Merkel den gleichen Mist bauen wie Putin. Die Diskussion haben wir doch gerade hinter uns.
Nur wenn wir ein gutes und ehrliches Beispiel sind, können wir andere zur Nachahmung bringen. Showeffekte nützen da überhaupt nichts. Im Gegenteil. In dem die Polizei dem Abschaum der Straße erlaubt ihr Mütchen an den Schwulen zu kühlen, kommt Druck aus dem Kessel, der sich ansonsten vielleicht an anderer Stelle entladen würde.
Am meisten aber ärgert mich, das auch Stefan Niggemeier nicht versteht das Bürgerrechte nicht teilbar sind. Sie müssen für alle in gleicher Weise zu jeder Zeit gelten. Die Abgrenzung von Gruppen und Grüppchen nutzt nur dem Gegner. Je kleiner die Gruppe, desto leichter ist sie auzugrenzen.
Wir haben es doch von 1933 bis 1945 erlebt. Die Juden, die Schwulen, die Zigeuner, die Kommunisten, die Sozialdemokraten, die Zeugen Jehovas, die Pfingstler, die Widerständler. Sie wurden nacheinander aufgerieben und vernichtet. Weil sie sich teilen ließen und weil sie partikulare Interessen verfolgten.
Dashalb finde ich die Heiligsprechung des Volker Beck völlig falsch. Er ist kein Teamplayer für Menschen- und Bürgerrechte, sondern meiner Meinung nach ein gewiefter Selbstdarsteller, dem ich kein Wort glaube. Egal ob das Stefan passt oder nicht.
Die PI habe ich schon lange von meinem Radar gestrichen. Sie sind nützliche Idioten für den braunen Ungeist, der da in Wirklichkeit aus allen Poren stinkt. Das die im Moment israelfreundlich sind, ist leicht zu erklären. So lässt sich der Krieg gegen den Islam leichter schüren. Aber wie von mir schon mehrfach gesagt. Für die Schlacht von Armageddon werden sowohl die PI als auch die USA, Israel jederzeit opfern.
Beratungen ohne Vorfestlegungen - Strucks Maulkorberlass
Unser ach so schnell beleidigter SPD-Fraktionsvorsitzende und ehemalige Kriegsminister ist schon so ein rechtes Herzchen. Als wahrer Demokrat verbietet er den Abgeordneten mit und in der Öffenlichkeit eine Diskussion über seinen Herzenskrieg in Afghanisgtan zu führen. Das Stimmvieh soll eben gehorchen und nicht nachdenken.
Dafür haben Struck und seine Mitdiktatoren in der Partei die Abgeordnenten schließlich nicht auf ihre Posten gebracht, das diese das eigenständige Denken anfangen. Der freie Abgeordnete das ist für Peter Struck nicht vorstellbar. Wozu auch. Dann fließen die Bestechungsgelder doch viel schlechter, weil man nie vorraussagen wie diese blöden Abgeordneten sich entscheiden.
Krieg ist gut weil Peter Struck den Krieg liebt. Jede Meinung gegen den Krieg ist dementsprechend böse und falsch. Also schreibt der Peter Struck den Abgeordneten mal eben das sie das Maul halten und sich nicht vorfestlegen sollen. Das gilt natürlich nicht für ihn und seine Mitdiktatoren. Die wissen ja genau wem sie den Krieg versprochen haben und was sie dafür kriegen. Die wollen ihren Krieg. Koste es was es wolle.
Komme mir doch bitte niemand mehr damit das dies was mit dem Demokratie zu tun haben könne, oder das Peter Struck und seine Kriegstreiber irgendwelche ehrenhafte Ziele verfolgen. Wer die Abgeordneten derartig manipuliert und in ihren Rechten beschneidet ist nicht demokratisch sondern gekauft, egal ob wir es ihm beweisen können oder nicht.
Auch wenn es Struck nicht wahr haben will. Die Abgeordneten sollen ihrem Gewissen folgen und dann dem Willen ihrer Wähler. Der Wille Peter Strucks spielt dabei keine Rolle.
Struck, Rücktritt und Verzicht auf ihre Pensionen ist das mindeste. Ihre Freunde aus der Waffenindustrie werden sie schon durchfüttern und wenn nicht, dann kümmert das auch niemanden.
Großvater findet im Wald Nadines Leiche
Die Nachricht an sich ist schon makaber genug. Aber wenn man die Berichte von netzeitung und die weitgehend übereinstimmenden Berichte der sonstigen Medien nimmt, wird es erst recht makaber.
Unsere Justiz hat ohne Leiche nicht nur den Vater zu acht Jahren Haft wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge und schwerer Misshandlung, die Mutter wegen unterlassener Hilfeleistung zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt sondern auch noch fröhlich gemutmaßt, das das Kind aus einem Seitensprung stammte.
Dazu kommt, das unsere Polizei und Staatsanwaltschaft scheinbar nicht willens war, an der von den Eltern angegeben Stelle ordentlich und fleißig zu suchen. Wahrscheinlich mussten die Beamten G8 Gegner und andere linke Systemkritiker verfolgen, was sicherlich auch wichtiger ist. Aber der Großvater und zwei Helfer haben in drei Wochen das geschafft, wozu der Rechtsstaat nicht willens oder in der Lage war.
Besonders dreist ist allerdings die Aussage von Polizeisprecher Sven-Marco Claus:
«Der Fund ändert zum jetzigen Zeitpunkt nichts am Stand der Untersuchungen»
Selbstverständlich nicht. Wieso auch. Wahrscheinlich wird auch keine Obduktion veranlasst. Man hatte ja schon keine Lust die Kinderleiche zu bergen, warum soll man sich jetzt darum kümmern. Für die tollen Ermittlungsbehörden stand das Ergebnis ja von Anfang an fest.
Wohlgemerkt der Vater kann tausendmal schuldig sein, das vermag ich nicht zu beurteilen. Aber ein Polizeisprecher der sagt, das ein Leichenfund nichts am Stand der Untersuchungen ändert, ist entweder ein Idiot oder er hat gute Gründe sich vor den möglichen Ergebnissen einer ehrlichen Untersuchung zu fürchten, weil seine Kollegen wohl auf breiter Front vollständig versagt haben.
Aber in unserem System der Willkür, in dem eine Linie des Mißbrauchs vom Polizeiminister Schäuble, der die Verfassung bis zur Unkenntlichkeit verbiegt, bis zum sächsischen Staatsanwalt führt, der fröhlich Kinderprostitution fördert und für sich selbst ausnutzt, ist ja nichts anderes mehr zu erwarten.
Erst stank nur der Kopf des Fisches, langsam verfault auch der Rest. Man kann eben nicht jeden zum Innenminister machen, aber das wird Frau Merkel wohl nicht verstehen. Wir brauchen auf jeden Fall ein Großreinemachen um den Verwesungsgeruch des Rechtes wegzubekommen.
Die Spargelernte vergammelt auf den Feldern
So oder so ähnlich hören wir unsere Landwirte jammern. Sie fordern vom Arbeitminister mehr Saisonarbeiter, wollen mehr Zwang bei Hartz-IV-Empfängern, sie kreischen nach Hilfe, so laut es geht. Auf die einzige wirklich nützliche Idee kommen sie allerdings nicht. Anständige Löhne bezahlen!
Es ist im Grunde genommen zum rumkugeln komisch. In diesem Blog wurde mehrfach darauf hingewiesen, das die am besten subventionierte Berufsgruppe, die bescheidensten Löhne zahlt und dabei noch irrsinnige Leistungen fordert.
Natürlich haben sich unsere willfährigen Politclowns immer wieder etwas neues einfallen lassen, um deutsche Arbeitslose zu Zwangsarbeitern der Landwirte zu machen. Aber das nützt jetzt auch nichts mehr. Selbst die Rumänen und Bulgaren wollen nicht für Kleingeld in Deutschland bei der Ernte helfen, wenn sie überall in Europa anständige Löhne bekommen.
Das wird übrigens demnächst auch für Großschlachtbetriebe und Bauunternehmen gelten. Überall in Europa werden für anständige Arbeit, anständige Löhne gezahlt. Deshalb wollen die Menschen nicht mehr in Deutschland für unanständige Löhne arbeiten.
Es ist wohl Zeit um Umdenken. Die Lügen der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten, schaden jetzt schon nicht mehr nur den Menschen in diesem Land, sondern schwächen unsere Wirtschaft nachhaltig.
Klimakatastrophe
Methan rülpsende Kühe, Autoabgase, fossile Kraftwerke, Vulkane, Methan-Hydrat aus dem Meer. Ursachen für einen Klimawandel haben wir in jeder Menge und jede Woche wird eine neue Sau durchs globale Dorf getrieben.
Die Verbrennung von fossilen Energierohstoffen ist in der praktizierten Menge mit Sicherheit nicht gut für unsere Umwelt. Da ist der totale und zügige Umstieg auf regenerative Energien keine Frage sondern ein Muss. Da uns aufgrund der sehr schnell endenden Vorräte eh nichts anderes überbleibt, ist das auch wirtschaftlich sinnvoll.
Weniger tote Kühe zu essen, könnte uns auch nicht schaden, aber ob die Menge der rinderartigen Methanrülpser wirklich von Bedeutung für unser Klima ist, wage ich mal zu bezweifeln. Aber selbst wenn es in der Summe einen Effekt hat, sollte es nicht überbewertet werden.
Wir sind mit unserer Umwelt rund hundertzwanzig Jahre sehr rüde umgegangen und haben eine Menge an Selbstheilungskräften verbraucht. Aber wir haben auch angefangen das zu ändern. Das die Entwicklungsländer und Aufbruchsstaaten jetzt unsere Fehler teilweise wiederholen, ist wahrscheinlich unvermeidbar, aber sie lernen schneller, weil sie die verschiedenen Wirkungen schon auf ihre Ursachen zurückführen können.
Trotzdem befinden wir uns in einem Klimawandel. Eine ganze Reihe von Wissenschaftlern geht davon aus, das auch die Sonne an dieser Veränderung mit schuld ist. Dann geht natürlich sofort der Streit los, wer nun mehr Verantwortung trägt und wie Messergebnisse zu bewerten sind.
Eines ist sicher. Es hat Klimawandel schon immer gegeben. Der menschliche Einfluss durch FCKW auf das Ozon. bzw. Ozonloch ist nicht wegzudiskutieren. Genausowenig wie die Treibhauswirkung fossiler Brennstoffe. Gegen FCKW haben wir etwas unternommen, die Wirkung werden wir aber erst in 15 Jahren wirklich überprüfbar sehen.
Wir werden auf regenerative Energien umsteigen müssen und es wird schneller gehen als wir uns heute vorstellen können, weil wir ganz einfach durch steigende Preise der fossilien Energien, andere Technologien Wettbewerbsfähig machen. Trotzdem werden wir den Wandel natürlich nicht aufhalten können, sondern nur in seinen Auswirkungen begrenzen können.
Wir können das noch nicht einmal seriös berechnen, weil unsere Messdaten einfach nicht weit genug zurückreichen, sich auf zu kleine Gebiete erstrecken und damit nicht wirklich aussagekräftig sind. Eine Berechnung eines sogenannten Wissenschaftlers, der mir vorrechnet, das der Mensch auf der Nordhalbkugel 2,7 Watt/m² zur Erwärmung beiträgt die Sonne aber nur 0,35 Watt, der muss sich fragen lassen, wie er klimatisch die Nordhalbkugel vom Rest isoliert.
Tatsächlich liegt das Problem dieses "Wissenschaftlers" darin, das ihm für die Südhalbkugel die Messwerte fehlen und er sie deshalb einfach ausblendet. Wenn wir und die UN ehrlich wären, müssten wir zugeben, das wir vieles einfach noch nicht verstehen, anderes theoretisch erwiesen, aber praktisch eben unerprobt ist. Nur kann man damit keine Bewusstseinsveränderung erzeugen. Deshalb wird auf die Sahne gehauen um möglichst bizarre Szenarien unter das Volk zu bringen.
Die Folge sind Worte wie Klimakatastrophe anstatt Klimawandel. Einen Wandel kann man beeinflussen, eine Katastrophe muss man hinnehmen. Wir Menschen können und werden uns weitgehend anpassen, wie wir das während der Eiszeiten schon getan haben. Da wo heute der Raps blüht waren während der Eiszeit die Gletscher. Wir sollten handeln, aber mit viel mehr Optimismus.
Beck kämpft für schwule Bürgerrechte in Moskau
Das ist in Ordnung so und er macht das ja scheinbar auch gerne. Sein Einsatz ist auch ohne jeden Hintergedanken zunächst einmal lobenswert, auch wenn es nicht ganz fair ist mit seinem diplomatischen Status zu winken, wenn es ernst wird.
Aber noch etwas anderes stört mich an seinem Engagement. Er ist Abgeordneter im deutschen Bundestag. Also politisch mitverantwortlich, wenn ein Herr Schäuble und seine Helfershelfer die zwar nicht durchgeknallt sein wollen und es leider wohl auch nicht sind, hier die Bürgerrechte komplett aufheben. Ich weiß nicht ob das der richtige Zeitpunkt ist, in Moskau zu demonstrieren anstatt hier laut gegen Bestechlichkeit, Desinformation und Abschaffung der Bürgerrechte anzugehen.
Kann es vielleicht sein, das Herr Beck, als grüner Abgeordneter nur noch seine Diäten frisst und sich sonst nur als Schwulenbeauftragter dieser Erde sieht. Diese Sichtweise mag ihm ein persönliches Anliegen sein, aber dann sollte er so fair sein und auf sein Mandat verzichten und sich ganz seiner Berufung widmen. Am besten in Moskau.
Es könnte allerdings auch sein, das seine Moskauer Auftritte nur verdecken sollen, das er hier nur als Einmannkopie der drei Affen fungiert, die nichts hören, sehen, oder sagen. Will Herr Beck vielleicht davon nur davon ablenken, das ihm Deutschland und seine Bürger völlig egal sind? Ich nehme es sehr stark an und empfehle, alle seine Aussagen unter diesen negativen Vorbehalt zu stellen.
Vielleicht können die deutschen Schwulen, ja auch einmal dazu Stellung nehmen, wo Herr Beck heute in erster Linie gebraucht würde. Wenn Prof. Oberenders INSM-Selektionstrupps erst wieder an den Rampen der Lager die Menschen aufteilen, garantiere ich den Schwulen, das sie hier mit als erste auf den Listen stehen werden. Neben so Großschnauzen wie mir und anderen die sich mühsam wehren.
Wenn es nicht von vorne geht kommt die INSM von hinten
In der Posse die sich die INSM mit wikipedia leistet wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen. Wie der INSM-Watchblog berichtet, hat die INSM, die Berufung gegen das Urteil des Landgerichtes Köln zurückgenommen, nachdem sie in der mündlichen Verhandlung erkennen mussten, das auch das Berufungsgericht ihrer Meinung nicht folgen wird. Damit wäre die Sache eigentlich zu Ende.
Putzigerweise haben sie jetzt zum gleichen Thema eine Klage beim Landgericht Köln eingereicht und hoffen wohl durch den Geschäftsverteilungsplan, an Richter zu gelangen die sich leichter beeinflussen lassen. Dieses Verhalten zeigt überdeutlich wie sehr die INSM unseren Rechtsstaat und unsere Justiz verachtet und wie sicher sie sich ist, alles kaufen zu können, war sie zur Durchsetzung ihrer Interessen benötigt.
Ich würde mir wünschen, das der neue Richter die Führer der INSM mit ein paar Wochen Haft, wegen grober Missachtung des Gerichtes und der Justiz bedenkt und zusätzlich eine empfindliche Geldstrafe ausspricht. Wahrscheinlicher ist allerdings das die INSM sich schon den richtigen Richter kaufen kann. Ansonsten machen sie halt eine weitere Runde. Bis sie den richtigen Richter haben.





















