Ein dickes fettes Nein sagt gerade der INSM Watchblog und fordert dazu auf die Mietmäuler der INSM aus den Medien zu verbannen, indirekte Korruption hart zu bestrafen und Industrie-Propaganda deutlich zu kennzeichnen. Dem ist natürlich zuzustimmen.
Wenn ich mir allerdings so n-tv und die News im RTL-Universum, sowie die entsprechenden Tendenzberichte so ankucke, dann hätten wir einen großen Programmanteil der nur aus Demagogie und Propaganda besteht. Natürlich um das Reich von Mohn/Bertelsmann auszubauen, in dem die Sonne für die Mitglieder der Familie Mohn nie untergehen soll und in dem die Sonne für alle anderen Menschen gar nicht mehr aufzugehen braucht.
In den öffentlich rechtlichen Gebührenerpresserredaktionen ist es die INSM, die ihre Leute in jedes Bild zu schieben versucht und die vielen "unabhängigen" Berichten ihren Lügenstempel mit Pesthauch aufdrückt. Alle kennen die Presseartikel die nichts als dumme Propaganda sind. Gestützt von angeblichen Wissenschaftlern, die nur Mietmäuler sind und alles verkünden würden, wofür sie bezahlt werden.
Da ist die ganze Verkommenheit dieser neoliberalen Wirtschaftsfaschisten noch sichtbar. Aber wie Streukrebs ist sie mittlerweile überall. In der Abschiedsvorlesung von Bodo Zeuner, gehalten am 11. Juli 2007 im Otto Suhr Institut der Freien Univeersität Berlin, wird deutlich wie weit der Krebs schon ist.
Unter dem Titel "Die Freie Universität Berlin vor dem Börsengang?" fasst Zeuner zusammen, was in den letzten Jahren passiert ist und wohin uns die Ökonomisierung der Wissenschaft noch führen wird. Ich empfehle unbedingt den ganzen Artikel zu lesen.
Präsident Lenzen ist nicht nur Chefmanager der „unternehmerischsten Universität" Deutschlands, er macht auch aus seiner Parteinahme für Unternehmerinteressen und Unternehmerideologien keinen Hehl. Er ist Fördermitglied der vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall ins Leben gerufenen und finanzierten „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft". Diese „Initiative" ist ein neoliberaler Think-Tank, der stolz darauf ist, öffentliche Diskurse zu steuern, ja zu manipulieren, Journalisten zu beeinflussen, eine ideologische Deutungshoheit im Sinne seiner Auftraggeber herzustellen. Rudolf Speth, Privatdozent des OSI und vom OSI - aus leicht erklärlichen Gründen bisher vergeblich - für die Ernennung zum applizierten Professor vorgeschlagen, beschreibt die INSM als „PR-Unternehmen für die Interessen der Wirtschaft", als „Ausdruck einer Radikalisierung der ökonomischen Eliten, die die Politik (...) stärker unter Druck setzen" (Speth 2004: 43). Wer auch nur in den Verdacht gerät, die Wissenschaft in den Dienst einer solchen Propagandamaschine stellen zu wollen, müsste nach traditionellen Maßstäben disqualifiziert sein für ein Präsidentenamt, das die Autonomie der Wissenschaft zu verteidigen hat.
Man könnte über den FU-Präsidenten noch eine ganze Menge mehr sagen und Zeuner tut das im Rest seiner Vorlesung auch unverblümt.
Wie Zeuner bin ich der Meinung, das eine Universität sich nur in der Freiheit der Forschung und Lehre manifestieren kann und das die von INSM und Mohn/Bertelsmann gewünschte Universität als Wirtschaftsbetrieb der helle Wahnsinn und ein Verbrechen an den Wissenschaften ist. Wissenschaft braucht nämlich Wahrheit. In der Wirtschaft ist Wahrheit ein Gut, das höchstens tief verschleiert in einer dunklen und feuchten Ecke für den Bruchteil von Sekunden gezeigt wird.
Der gesamte Exellence-Kram ist nichts anderes als der Anfang vom Ende. Es verleitet gerade zu Betrug, wenn Geld nach Kritierien vergeben wird, die nichts mit der Universität und der Wissenschaft zu tun haben, es aber über die Ranking-Institute für Mohn/Bertelsmann und INSM einfach machen, die Steuerung der Universität und damit von Forschung und Lehre zu übernehmen.
Es ist absehbar das es bald keine Professuren in den kritischen Wissenschaften mehr geben wird. Forschung darf nur noch zur Bestätigung bereits getätigter Annahmen gemacht werden. In der Lehre wird es nur noch die Lehrmeinung der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten geben und nur wenige Studenten werden überhaupt zugelassen.
Die geplante Kommerzialisierung der Sekundarstufe II durch Mohn/Bertelsmann wird die Zahl der Zugangsberechtigten dramatisch drücken und damit viele Universitäten überflüssig machen. Warum sollte jemand Abitur haben, für den es doch keinen Arbeitsplatz mehr geben wird. Arbeitslos auf Hartz IV kann er oder sie auch mit Hauptschulabschluß machen.
Es ist die 20:80-Gesellschaft die mit solchen Maßnahmen in die Wege geleitet wird. Es werden eben auf Dauer nur noch 20 Prozent der Menschen gebraucht, wozu soll man sich um die restlichen 80 kümmern oder diese gar ausbilden.
Natürlich ist dieser Gedanke blöd, aber er kommt immer mehr durch. Zumindest bei den heutigen neoliberalen wirtschaftsfaschistischen Eliten, die sich gottgleich wähnen, aber real nur Kasperles sind. Aus unserer Vergangenheit wissen wir, was aus den meisten Fürsten wurde. Sie wurden gestürzt. Dem Geldadel der Ausbeuter wird es nicht anders gehen. 20:80 ist ein mieses Verhältnis wenn man seinen Reichtum verteidigen will.
Außerdem verdummt eine Elite die nur unter sich bleibt bereits nach wenigen Generationen, vor allem aber verzichtet sie auf Talente deren Wert sie gar nicht einschätzen kann. Bildung nur für wenige ist ein Gedanke der nur in sehr dummen Köpfen entstehen kann. Natürlich glauben diese Leute, das sie die paar Talente schon erkennen werden, die sie brauchen könnten. Das aber wird nicht der Fall sein, weil die Erkenntnisse von Dummen nur Dummes bewirken.
Natürlich wollen die Mohns und Kanngiessers nur die Kosten für Bildung und anderes drücken um selbst mehr abgrapschen zu können. Aber dadurch bringen sie die Zukunft der Deutschen und mit ihren internationalen Freunden die Zukunft der Welt in Gefahr. Die Zukunft unserer Kinder.
Wir brauchen Bildung, mehr Bildung und noch viel mehr Bildung. Jeder sollte die Chance erhalten sich zu bilden und vor allem weiter zu bilden. Wir brauchen Geld für Bildung und keine Subventionen und Steuererlässe für Leute wie INSM und Mohn/Bertelsmann. Wir müssen diese Leute stoppen. Jetzt. Auf jeden Fall müssen wir ihnen ein deutliches NEIN entgegen schreien.
Da wo sie oder ihre Mietmäuler öffenlich auftreten, sollte auch ein lauter Protest sein. Pfeifen wir die Pfeifen aus.












