Ich beschäftige mich aus persönlichem Interesse ja schon lange mit der grünen Gentechnik und ihren möglichen Einflüssen auf unser Leben. Meine Einschätzungen beruhen immer auf der Tatsache, das ich zwar prinzipiell etwas von Ackerbau und Viehzucht verstehe und mich vermutlich mit diesen Kenntnissen auch gut, auf einem ehrlichen Markt behaupten könnte, aber ich bin und bleibe Laie. Meine Einschätzungen könnten falsch sein. Ich befürchte aber, das ich in diesem Bereich eher zur Unter- als zur Übertreibung neige.
dauerverarsche.de hofft das es sich um eine Verschwörungstheorie handelt und bezieht sich sowohl auf
Fefe's Blog wie auch auf
Die SteinbergRecherche:
Wer am 10.02. im ZDF die Sendung “Faszination Erde” gesehen hat - Thema Spitzbergen - dem erzählte der nette Herr Bublath etwas über den Kohleabbau auf Spitzbergen. 50 Sekunden für eine Bemerkung über der Welt größte Samenbank, die hier in alten und neuen Stollen entsteht, gefördert auch von der Bundesrepublik.
Wozu? Das war nur einen Nebensatz wert, der ganz wider die Gewohnheit nicht näher erklärt wurde.
“Sollten Krankheiten auftreten, muss man ja auf resistente Pflanzen zurückgreifen können. Aber eine andere Frage ist viel interessanter…..”
..
Nee,nee, die Frage ist interessant genug. Oder warum sollten so viele Wirtschaftsunternehmen so einen Haufen Kohle in die Hand nehmen, nur um Saatgut einzulagern, für eine ungewisse Zukunft?
Und da hat die Steinbergrecherche einiges als Antwort anzubieten. Leider(sic!) mit unglaublich vielen Quellen belegt. Click
Kann mir mal jemand glaubhaft belegen, dass das alles nur Spinnereien sind, bitte!
In einem Punkt kann ihn beruhigen. Der Zusammenhang zwischen Eugenik des Hitler-Faschismus den SteinbergRecherche annimmt, ist mit dem Projekt absolut nicht verbunden auch wenn die Rockefeller Stiftung dort sicherlich beteiligt war und bestimmte Elemente dieser Forschungen noch heute unterstützt. Es geht auch nicht unmittelbar um die "Grüne Revolution" als Machtinstrument des Krieges gegen aufsässige oder arme Staaten, die diese Stiftung immer gefördert hat und die von den US-Administrationen stets unterstützt wurde.
Die von der SteinbergRecherche aufgestellte Liste der Beteiligten ist eine Auswahl der einschlägig vorbestraften, aber natürlich nicht falsch. Es gibt auch weitere Unterstützer die nicht zu diesem Kreis gehören:
Außer Norwegen beteiligen sich, wie bereits erwähnt, die Bill & Melinda Gates Foundation; der US-Agribusiness-Gigant DuPont Pioneer Hi-Breed, einer der größten Inhaber von Patentrechten auf gentechnisch veränderte Pflanzen (GMO) und die entsprechenden Pestizide; Syngenta, Schweizer Großproduzent von GMO-Saatgut und Agrochemie, vertreten durch die Syngenta-Stiftung; die private Rockefeller-Stiftung, die seit den 70er Jahren die „Gen-Revolution“ mit mehr als 100 Millionen Dollar Gründungskapital initiiert hat; und CGIAR, ein globales, von der Rockefeller-Stiftung in Leben gerufenes Netzwerk, das ihre Vorstellungen von „genetischer Reinheit“ durch den Wandel der Landwirtschaft vorantreiben soll.
Bill Gates ist da eher ein Deckmäntelchen, der einfach nur Gutes tun will, um sich quasi für die Art und Weise zu entschuldigen wie er sein Geld verdient hat. Klassische Reue, die wie bei Warren Buffet auch, für dieses Problem vernachlässigbar ist, genau wie Norwegen, das Land zur Verfügung stellt, das ihm eigentlich nicht gehört, aber ebenfalls eine gute Tat darstellt.
Die anderen üblichen Verdächtigen sammeln sich da aber nicht etwa um der Menschheit zu schaden, sondern um ihren Arsch zu retten. Selbst solche Leute können manchmal auch scheinbar etwas Gutes tun. Dabei ist dieses Gute nur notwendig ist, weil sie vorher und auch weiterhin das schlechte, nämlich den Gendreck fördern.
Immer wenn ich Gendreck sage, kommt sofort jemand und sagt, dass das reiner Populismus sei, da ja früher auch gezüchtet worden sei, und die Gentechnik die Zucht nur beschleunige. Das finde ich immer nett und weise dann auf zwei leicht zu verstehende Beispiele aus der Tierzucht hin, die einfach anschaulicher als die Sache mit der Möhre, dem Mais und den Rüben sind.
Beginnen wir mit dem Reitpferd, Deutsches Warmblut, für den Buschreiter. Ein Pferd, das mal ein kleines Turnier geht, ansonsten aber in Feld und Flur nicht viel mehr, als ruhig und gehorsam sein muss. Wenn ich Pferde für solche Zwecke züchte, schaue ich schon beim Fohlen darauf, wie es sich verhält. Lässt es sich nicht anfassen, kommt mit geöffnetem Maul auf jeden zu, der in seine Reichweite kommt und benutzt es seine Hufe als Schlaggerät, dann wird dieses Fohlen, auch als erwachsenes Pferd nicht dafür geeignet sein. Einen Hengst kann ich kastrieren, aber meist bringt auch das nicht mehr viel.
Solch ein Pferd wird dann rheinischer Sauerbraten oder Ponybockwurst. Selbst die Mutter werde ich mir noch mal genauer ansehen und innerlich einen Vorvermerk für Pferdebuletten machen. Den Hengst würde ich sofort aus der Zucht nehmen, oder wenn es nicht mein eigener ist, andere davor warnen. Für eine Entscheidung habe ich allerdings von der Geburt des Fohlens an, fast drei Jahre lang Zeit.
Das gleiche gilt für den Großhund, 40-80 kg. Das muss ein absoluter Verlasshund sein. Völlig unaufgeregt, eher neugierig aber auf gar keinen Fall ängstlich. Einen Angstbeißer in der Größe darf man nicht am Leben lassen. Die Gefahr kann niemand rechtfertigen. Deshalb schauen Züchter darauf, welche Tiere sie miteinander kreuzen. Aus langen Zuchtlinien wissen sie, welche Eigenschaften wahrscheinlich zu erwarten sind. Trotzdem kommt es zu Fehlern. Leider auch zu tragischen Fehlern.
Deshalb werden Hunde und Pferde mit Wesensfehlern genauso von der Zucht ausgeschlossen, wie welche mit unerwünschten Rassemerkmalen. Die Rassermerkmale sind für mich sechstrangig im Vergleich zu den Wesensmerkmalen. Ob zu blond oder zu schwarz, stört mich kaum.
Das gleiche gibt es in der Pflanzenzucht. Nur betragen hier die Zyklen nicht zwei oder drei Jahre sondern im Treibhaus oft nur wenige Monate, so dass bis zu drei Generationen in einem Jahr entstehen können. Da Pflanzen aber deutlich ungefährlicher als Pferde und Hunde sind, sie beißen und schlagen nicht, sind auch in dieser relativ kurzen Zeit ihre Veränderungen überprüfbar und es kann entschieden werden, ob mit diesen Exemplaren weitergezüchtet werden soll.
Die meisten Testexemplare herkömmlicher Zucht enden mit Verbrennungsofen, nachdem sie auch bei der Züchtung schon streng von einander und der Außenwelt abgeschirmt wurden. Diese Abschirmung ist notwendig um eine Auskreuzung zu verhindern. Auskreuzung ist die Vererbung einer bestimmten Eigenschaft aus einer Individuengemeinschaft (Population, Kulturpflanzensorte) in eine andere. Die Auskreuzung, d.h. die Übertragung von Genen oder auch Transgenen, findet in der Regel durch die Übertragung von Pollen statt sagt das
Lexikon für Biosicherheit des Bundesforschungsministeriums
In der Regel haben die Germanen rote Bärte, ist ein Standardwitz, der immer dann hoch kommt, wenn irgendwer von "in der Regel" spricht, anstatt meistens, oder üblicherweise zu sagen. Wir kennen bei Pflanzen zum Beispiel das Überleben kleiner Pflanzenteile, die den Verdauungstrakt des Fraßfeindes durchlaufen haben und als lebensfähige Einheit an anderer Stelle ausgeschieden werden und erneut anwachsen. Einige Samen brauchen dieses Vorgehen um keimfähig zu werden, bei anderen Pflanzenteilen ist dies eher ein Zufall. Dummerweise ein Zufall der die Regel bricht und schlimme Folgen haben kann.
Deshalb wurde auch Spitzbergen als Standort für den Tresor des jüngsten Gerichts gewählt. Die Germanen ohne rote Bärte, ich meine die Pflanzenteile, die die Regel durchbrachen und eventuelle Pollen, haben dort nämlich kaum Überlebenschancen. Außerdem wird es dort Sicherheitsschranken für biologische Eindringlinge geben, die den Höhepunkt unserer technischen Möglichkeiten darstellen.
Zucht von Pflanzen und Tieren ist also immer mit Gefahren verbunden. Je näher wir an den natürlichen Abläufen sind, desto leichter lassen sich die Folgen abschätzen und durch menschliche Eingriffe kontrollieren. Wir haben da wieder das alte Thema Verantwortlichkeit. Das süße Jungpferd zu rheinischem Sauerbraten. Das ist nicht witzig, auch wenn es sich so anhört. Da spielen sich Dramen ab. Dramen weil Leute verantwortlich handeln.
Bei dem Gendreck geht es um Krieg. Krieg ist immer verantwortungslos. Genau wie Krebs. Es geht um die Eroberung von Märkten, die Einnahme ganzer Länder, die Unterwerfung der freien Samenproduzenten und auch der Konkurrenz. Da ist kein Platz für Verantwortung, da geht es um das Geschäft, den schnellen Dollar. Morgen ist ein anderer Tag. Da bleibt auch keine Zeit für Nachdenken.
Eigentlich müsste man nicht einmal nachdenken. Google liefert sofort 113.000 Ergebnisse auf die Eingabe von "Gentechnik Einfluss andere Pflanzen" ich habe den
4. Eintrag genommen, weil dort unser Bundesforschungsministerium spricht, also mit Sicherheit keine besonders ökologische oder gar grüne Einrichtung. In diesem Fall geht es um die Zuckerrübe:
Finden Auskreuzungen (Gentransfer) auf Verwandte wie Mangold, Rote Beete und Wildrüben statt? Wie sieht der Gentransfer zwischen Wild-, Kultur- und Unkrautrüben aus?
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Ein Gentransfer zwischen Kultur- und Wildrüben findet statt. Damit ist eine Übertragung des Virusresistenz-Gens möglich.
Fest steht es finden Auskreuzungen statt, was in Wirklichkeit zwischen ernsthaften Wissenschaftlern auch nie wirklich in Frage gestellt wurde.
Eine ganz andere Frage ist allerdings überhaupt noch nie richtig untersucht worden, nämlich ob eine Auskreuzung auch auf eine völlig andere Pflanzenfamilie geben kann. Es besteht aus der Sicht der Evolutionsbiologie, aber durchaus der Verdacht, das es "Wanderungen" von Gensequenzen gegeben haben könnte, da sich so, nicht umweltbedingte, gleichartige Veränderungen an unterschieden Pflanzenfamilien leichter erklären lassen. Dies ist jedoch unbewiesen und niemand hat an einer solchen Forschung ein großes Interesse, da sie das Ende der Gentechnikträume bedeuten würden.
Bisher wurden gentechnisch veränderte Pflanzen im großen Stil vor allem in Nord- und Südamerika ausgebracht. Beispielhaft ist hier die Firma Monsanto, die "ihre" Pflanzen nicht nur von "ihrem" Dünger und "ihren" Pflanzenschutzmitteln abhängig macht, sondern auch jede Untersuchung ihrer Geschäftsmethoden bisher erfolgreich verhindert hat. Sie ist praktisch Teil der us-amerikanischen Administration unter den verschiedensten Präsidenten.
Zu Anfang wurden die gentechnisch veränderten Pflanzen ja noch damit gerechtfertigt, das durch sie weniger Pestizide und andere Chemikalien als sogenannte "Pflanzenschutz- und Düngemittel" eingesetzt werden müssten. Diese Lüge ist in Südamerika längst widerlegt. Es werden immer mehr immer giftigere Pflanzenschutzmittel gebraucht und auch die Pflanzen selbst, enthalten immer mehr Gifte um Fraßfeinde zu erledigen. Da kommt es dann schon mal dazu, das die Kühe, die vom gentechnisch veränderten Soja gefressen haben, einfach krepieren. Das ist allerdings nicht weiter schlimm, weil die eingesetzten Pestizide, die Familie des Sojabauern schon so weit reduziert haben, das weder die Milch noch das Fleisch für die Zukunft benötigt werden.
Selbstverständlich kommt es auch zu Auskreuzungen und das gesamte sonstige biologische Leben wird in Mitleidenschaft gezogen. Es gibt an einigen Stellen Südamerikas, aber auch wohl schon in den USA selbst, große Flächen in denen es einfach kein Leben mehr gibt, sieht man von den gentechnisch veränderten Pflanzen und ihren Freßfeinden ab. Die Probleme der amerikanischen Imker mit ihren sterbenden Bienenvölkern sind ja hinlänglich bekannt und wie man überall erklärt bekommt, nicht durch die Kombination von gentechnisch veränderten Pflanzen mit ihrer Zusatzchemie verursacht. Dumm nur, das die Stellen an denen das Problem auftritt fast deckungsgleich mit Genanbaugebieten sind.
Genau da haben wir den Grund für das was sich zur Zeit in Spitzebergen tut. Die Herrschaften haben einfach erkannt, dass das was sie in Nord- und Südamerika losgelassen haben nicht mehr einzufangen ist. Würden sie ihren Fehler zugeben wären sie pleite. Also lassen sie die Sache mit der Gentechnik weiterlaufen, und tun unschuldig. Natürlich geben sie auch viel Geld aus, damit in Europa ebenfalls der Gendreck angebaut wird, damit es die USA nicht alleine trifft. Da sind sie großzügig. Aber Wahrscheinlich lässt sich ein Übergreifen durch den weltweiten Waren- und Personenverkehr schon gar nicht mehr verhindern.
Wir könnten bei etwas mehr Vernunft und Ehrlichkeit aber Zeit gewinnen und Bestände die gentechnisch oder durch Auskreuzung von genveränderten Pflanzen, verseucht, wurden, auszurotten. Abmähen verbrennen Umpflügen. Es wäre ein milliardenteurer Kampf, aber für Europa, Asien und Afrika noch machbar. Die feinen Herrschaften die Spitzbergen im wesentlichen schaffen, haben aber daran kein Interesse. Sie werden immer Inseln finden auf denen sie überleben können und von wo aus, sie sich und ihre Gene wieder ausbreiten könnten.
Dann gehört ihnen alles Saatgut für alle Pflanzen dieser Erde. Nein. Das ist keine Verschwörungstheorie. Es ist eine Projektion auf eine mögliche Zukunft. Diese Zukunft wird wahrscheinlicher, je mehr sich unsere Politiker kaufen lassen und Gentechnik gerade zu fördern. Ob ein Landwirtschafts- oder Umweltminister gekauft, oder einfach nur zu blöd ist, ist dabei unerheblich. Ich hoffe allerdings das sie sich für den Untergang wenigstens gut bezahlen lassen. Ob dieses Szenario dem Autor der dauerverarsche allerdings besser gefällt, als das der SteinbergRecherche möchte ich bezweifeln.
Die liebe Bruni Sadler mit ihrer
Tageskritik wird es allerdings auch nicht glücklich machen. Dabei hat sie sich ehrlich über den Garten Eden gefreut, der da für die Menschheit gesichert wird. Das finde ich übrigens das Schlimmste an diesem Projekt. Das es die Menschen in dem Irrglauben lässt, ihnen sollte etwas gutes getan werden, während es doch wie immer nur alles für eine kleine Bande von Abzockern gedacht ist.
Leider glaube ich nicht an den guten Menschen, aus dem man einen aufrechten Kommunisten machen könnte, aber ich würde mir wünschen es gäbe ihn, damit wir dieses Pack enteignen und selber in einen tiefen, kalten und lichtlosen Felsen sperren können.