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Einträge für Mai 2008

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Einträge für Mai 2008

Offene Email an Horst Köhler wegen EU-Reformvertrag

Geschrieben von
Jochen Hoff
Samstag, 31. Mai 2008
Kommentar (1) | Trackback (1)

Ich glaube zwar nicht das man Horst Köhler mit Verstand oder Argumenten kommen kann, oder das er sich nur die Mühe machen würde sich eine solche Mail anzusehen, aber man soll ja nichts unversucht lassen.

Der aristo blog hat zu der Aktion aufgerufen die ich hier einfach mal im Volltext bringe:

Offen Email an den Bundespräsidenten Hörst Köhler
Samstag, Mai 31, 2008, 05:22 PM - EU

Diese Email wird am Dienstag, 03.06.08 um 18.00 Uhr an den
Bundespräsidenten verschickt. Wer sich mit seinem Namen daran
beteiligen möchte, schicke eine Mail nur mit Vor- und
Zunamen an folgende Mailadresse: news at excusado.net


Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

als oberster Bürger in unserem Land stehen Sie vor einer
wichigen und schwierigen Entscheidung.

Erst durch Ihre Unterschrift wird der EU-Reformvertrag rechtskräftig.
Der Reformvertrag ist zu 95 % mit der gescheiterten EU-Verfassung
identisch, dessen Zustimmungsgesetz von Ihnen nicht unterschrieben
wurde.

Die Mehrheit der deutschen Bürger lehnt den Reformvertrag ab!

Wir erinnern hier, dass im Grundgesetz steht, alle Macht geht
vom Volke aus. Der Reformvertrag wurde auf undemokratische
Art und Weise durch den Bundestag gepeitscht.
Der Bundestagsabgeordnete Scheer hat gegen den Vertrag
gestimmt, in dem er sich der Stimme enthielt, weil er
keinen Vertragstext vorliegen hatte.

Dieser Vorgang, Herr Bundespräsident, hat mit Demokratie
nichts mehr zu tun.

Über den Reformvertrag kann nur eine Volksabstimmung
entscheiden! Der Hinweis von Politikern, dass dies das
Grundgesetz nicht vorsehe, ist eine reine Schutzbehauptung,
weil die Bundestagsabgeordneten blitzschnell durch eine
Grundgesetzänderung eine Volksabstimmung herbeführen könnten.

Doch dies ist nicht gewollt.

Dr. Peter Gauweiler hat beim BverfG eine Verfassungsbeschwerde und
eine Organklage eingereicht. Das BverfG verkommt langsam
zu einem Reparaturbetrieb wegen stümperhafter Politik.

Bitte schicken Sie das Machwerk an den Bundestag zurück, mit dem
Auftrag an den Bundestag, eine Volksabstimmung herbeizuführen.

Mit freundlichen Grüßen


So nun fix gemailt. Ich hab es gerade auch getan.


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Nicht am Broder rumniggemeiern

Geschrieben von
Jochen Hoff
Samstag, 31. Mai 2008
Kommentare (2) | Trackbacks (0)

Stefan Niggemeier hat es schon wieder getan. Er hat über Broder geschrieben. Das macht man doch nicht. Das ist doch Majestätsbeleidigung. Gut man darf ihn bejubeln, wie das bei PI und Kewil ja auch immer wieder passiert. Das lässt er sich gerade noch gefallen. Aber Broder kritisieren, oder gar über einen Prozess berichten den Broder verloren hat. Das geht eindeutig zu weit:

Henryk M. Broder hat ein Problem mit Tanja Krienen. Er schrieb, ihre „Passion” sei die „gesellschaftliche Anerkennung der Pädophilie”, empfahl „alleinreisenden Kindern”, einen weiten Bogen um ihren Wohnort zu machen, und nannte sie „eine dumme, ekelhafte, antisemitische schlampe”.
Aber Henryk M. Broder hat es nicht dabei belassen, ihre (tatsächlichen oder unterstellten) politischen Vorstellungen anzugreifen. Henryk M. Broder hat nämlich noch ein anderes Problem mit Tanja Krienen. Sie ist transsexuell.
Dass es so etwas gibt: Menschen, deren gefühltes Geschlecht nicht mit ihrem Körper übereinstimmt, scheint Broders Vorstellungskraft zu übersteigen. Vielleicht empfindet er es als Bedrohung. Vielleicht als Perversion. Vielleicht auch nur als Witz, „Charleys Tante”, man kennt das ja.
Jedenfalls wird Tanja Krienens Transsexualität irgendwann zu seinem Haupt-”Argument” gegen Tanja Krienen.

..

Das Landgericht Dortmund hat es Broder gestern untersagt, Frau Krienen als „antisemitischen Schlamperich” zu bezeichnen oder sich über ihre Transsexualität lustig zu machen, indem er sie „Herr Krienen” oder „Herr/Frau Krienen” anredet.


Wie üblich begann auf Niggemeiers Blog eine Kommentarschlacht, die teileweise zum piepen ist und nachdem die von den Broderanhängern - ja er hat welche - nicht gewonnen werden konnte, musste der Meister selbst ran. In solchen Fällen schreibt er dann immer gerne als eine der Achsenmächte auf einer Plattform die sich Achse des Guten nennt.

Wahrscheinlich haben sich die ursprünglichen Achsenmächte auch für gut gehalten. Broder und seine Kumpane müssen noch bekräftigen das sie gut sein wollen würden, wenn sie denn gut oder nur menschlich sein könnten. Aus ihren Texten geht jedenfalls nichts Gutes hervor. Da geht es immer nur gegen die Vernunft, gegen die Umwelt und gegen alle die für Menschlichkeit und einen vernünftigen Umgang miteinander sind. Aber zumindest ist man für den Kriegstreiber und Massenmörder Bush und dessen Junta.

Dort also im Schutz der andern Guten und natürlich ohne Kommentarfunktion, weil man Angst hat die Wahrheit über sich selbst zu hören, da stellte sich der Meister auf den Misthaufen krähte über Eier. Mit denen scheint er wirklich ein Problem zu haben. Ob es die nachlassende Manneskraft ist oder wirklich Kastrationsängste, die Eier haben es dem Broder angetan:

Niggemeiers faule Eier

Stefan Niggemeier, nach Shraga Elam der zweitgrößte Recherchierjournalist der freien Welt, hat sich darauf spezialisiert, täglich die BILD-Zeitung zu lesen und sich anschließend über das Gelesene zum empören. Das macht er schon eine Weile recht erfolgreich, wie ein Endoparasit, der es sich gemütlich im Körper des Wirtes eingerichtet hat. Weil ihm das aber auf die Dauer nicht genug ist, verläßt er ab und zu den heimeligen BILD-Blog und tritt in die große Welt hinaus, wo das Unrecht darauf wartet, von ihm beim Namen genannt zu werden


Auch mit dem Arsch und seinen Bewohnern scheint sich der Meister gut auszukennen. Logisch für jemanden der so gerne im Darm des Bush-Junta säße, bei dem es aber nur für ein Foto vor dem Weißen Haus gereicht hat. Trotzdem fehlt mir bei Broder irgendwie der Schwung. Er hasst so ganz ohne Elan und auch das Gejaule das der Richter ihn gar nicht gewürdigt hat und die Berufung alles ändern würde, ist irgenwie lustlos.

Er hat natürlich auch ein Problem. Er muss siegen, damit seine Bewunderer ihn bewundern. Es reicht eben schon lange nicht mehr gegen die Muslime alleine zu sein um bei den Truppen von PI und Kewil Anklang zu finden. Die sind schon weiter. Sie sind gegen Schwule, Farbige, Ausländer im Allgemeinen und wohl auch gegen Polen. Da wird es für den Migranten Broder schon bald nicht mehr reichen, nur einen Transvestitien zu beschimpfen. Seine Anhänger werden mehr wollen.

Das könnte ganz großes Kino werden, wenn Broder gegen polnische katholische Migranten schreibt.

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Der Würth ist eben keinen Ackermann

Geschrieben von
Jochen Hoff
Samstag, 31. Mai 2008
Kommentare (3) | Trackbacks (0)

Ich gebe zu ich mag den Schraubenmilliardär Reinhold Würth und seinen glücklichen Kapitalismus und ich verabscheue Josef Ackermann und all den Dreck für den er steht. Der Grund ist einfach. Würth hat jeden Cent seines Vermögens durch ehrliche Arbeit verdient und dabei immer seine Leute ebenfalls leben lassen. Er hat immer wieder Geld in seine Firma gesteckt und diese erweitert und damit auch Arbeit für andere Menschen geschaffen.

Der Schweizer Kriminelle Ackermann lebt davon, das er gegen das Aktienrecht verstößt, durch dubiose Zahlungen dafür sorgt, dass der Vorstand der Firma Mannesmann einem Kaufangebot von Vodafone nachgibt, das nur Ackermanns Bank und Ackermanns Kunden aus Hongkong nützte, den deutschen Steuerzahler aber 75 Milliarden kostete. Immer wenn Ackermann seine schmutzigen Hände an einen Teil der deutschen Wirtschaft legt, wird sie verdorben. Leider hat er durch die Macht seiner Bank, seine Hände fast überall. Ob bei Siemens, Bahn oder wo auch immer.

Reinhold Würth hat formal Steuern hinterzogen indem seine Leute einen der gängigen Buchungstricks anwedeten, der aber in vielen Fällen gar nicht erst verfolgt wird, weil man dazu ausländische Gesellschaften nutzt. Das der 73-jährige nach über 12 Monaten Ermittlung die Schnauze voll hat und lieber zahlt, ist klar, wenn man an den Oberstaatsanwalt Fred Apostel und seinen Umgang mit Jan Ullrich denkt. Warum soll jemand der das Geld hat, sich sein Leben vergällen.

Es geht bei dieser Steuerhinterziehung auch nicht um Dinge wie sie Herr Zumwinkel oder damals Otto Graf Lambsdorf betrieben haben. Es geht nachdem der formale Schaden beseitigt ist um Strafe für ein eher läppisches Fehlverhalten. Dafür bekam Reinhold Würth 700 Tagessätze aufgebrummt. Die Höhe dieser Tagessätze wird nicht genannt, aber man kann sicher sein, das diese Sätze sein Jahreseinkommen geteilt duch 365 ziemlich genau abbilden.

Als Josef Ackermanns Prozess wegen Faulheit und Verhandlungsunlust des Richters ohne Urteil beendet wurde, musste Josef Ackermann bei einem Jahreseinkommen von 20 Millionen Euro gerade mal 3,2 Millionen Euro Strafe bezahlen. Bei einem Tageseinkommen von rund 55.000 Euro bedeutet dies, das Ackermann genau 58 Tagessätze bezahlen musste.

Die Würth-Gruppe macht mit 68.000 Mitarbeitern weltweit und 17.000 Mitarbeitern in Deutschland rund 9 Milliarden Euro Umsatz in Europa. Ackermanns Deal mit Vodafone kostete Arbeitsplätze und es wurden 75 Milliarden Kaufpreis einfach abgeschrieben, die in unserer Staatskasse fehlen. Im Verhältnis hätte die Würth-Gruppe wohl 100 Jahre gar keine Steuern zahlen müssen um einen ähnlichen Schaden anzurichten.

Würth wurde mit 700 Tagessätzen bestraft, Ackermann mit 58. Würth ist also 12 mal so schuldig wie Ackermann. Natürlich wäre es naheliegend zu sagen, das Ackermanns Richter gekauft war. Dürfte man aber nicht sagen weil man es nicht beweisen kann. Außerdem hätten dann die Bundesanwälte auch gekauft sein müssen, die hätten jederzeit wieder den Bundesgerichtshof anrufen können, was sie aber nicht getan haben.

Nein die Lösung liegt an ganz anderer Stelle. So jemand wie Würth der anständig arbeitet und seine Pflicht gegenüber seinen Leuten und im wesentlichen auch gegen die Gesellschaft erfüllt, der wird in Deutschland eher mißachtet, weil er ja ein Karrengaul, ein Leistungsträger ist und zur wirklichen Elite gehört.

Ackermann hingegen ist der Typ Verbrecher, der in der Gesellschaft gut ankommt. Der nette Joe, der doch so gut zu plaudern weiß, hier einen lukrativen Tipp hat, dort einen mitverdienen lässt. Mein Gott die betrogenen Stadtverwaltungen, den Kirch konnte eh keiner Leiden und die IKB bezahlen doch auch wieder die dummen Steuerzahler. Es ist schick mit dem kriminellen Ackermann aufzutreten.

Besonders die Dumpfbackenpolitiker aller Parteien fühlen sich hochgebauchkitzelt wenn Ackermann ihnen sein Ohr leiht oder gar ein wenig aus der Brieftasche fallen lässt. Da sind sie dann aber flink und tun alles um dem Schweizer Kriminellen zu gefallen zu sein. Die Folge sind solche Kompromisse bei Urteilen. Kein Politiker hat aufgeschrien und keiner wird aufschreien. Auch der Herr Köhler hat sich nicht getraut bei seinen Monstergeschichten den Namen Ackermann zu erwähnen.

Als ein Kopf der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten kann Ackermann aber auch nicht aufhören. Egal wie groß das Unrecht und das Leid in Deutschland wird. Er muss weitermachen. Mag sein das er wie viele Schweizer Deutschland einfach nicht leiden kann, was es ja auch umgekehrt gibt, oder es ist ihm einfach egal. Seine Siege sind eine Schneise der Verwüstung. Selbst wenn er irgendwann endlich geht, wird das Vertrauen der Menschen ineinander und die Wirtschaft noch für hundert Jahre völlig zerstört sein.

Bis wir die letzten Leute die durch Ackermann an die Macht kamen, los sind, dürften alleine 25 Jahre vergehen. Ackermann und seine Truppen sind Schädlinge. Da wir keine Justiz haben, die sie bekämpfen könnte und dürfte, werden sie weiter zerstören bis entweder nichts mehr zerstört werden kann oder ein Volksaufstand kommt. Es geht nur darum wie viel zerstört sein muss, bevor das Volk sich erhebt.


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Sie nenen es Journalismus

Geschrieben von
Jochen Hoff
Samstag, 31. Mai 2008
Kommentare (2) | Trackbacks (0)

Manchmal frage ich mich wirklich wie völlig schmerzbefreit man als "Qualitätsjournalist" sein kann:





Deutsche setzen auf geförderte Rentenversicherungen

Berlin (dpa/tmn) Die Deutschen haben in den ersten drei Monaten des Jahres 2008 annähernd eine halbe Million staatlich geförderte Rentenversicherungen abgeschlossen. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres sei das ein Rückgang von 5,6 Prozent.


Wenn im ersten Quartal des Jahres 5,6 Prozent weniger dieser wahrscheinlich wertlosen Rentenverträge abgeschlossen werden, dann setzen die Bürger eben nicht auf diesen Quatsch, sondern lassen sich immer weniger veralbern.

Wenn die Versicherungswirtschaft am heutigen Tage offenlegen müsste, was die bisherigen Verträge an für den Kunden nutzbarer Substanz enthalten, gäbe es eine Revolution. Die meisten dürften obwohl sie schon länger zahlen, noch nicht einmal die Provisionen und Verwaltungskosten eingezahlt haben. Der Wert solcher Verträge liegt im negativen Bereich.

Wie schlimm es aussieht zeigen ja die Pressemitteilungen der Branche, die sich nur wenig von den Siegesmeldungen des deutschen Rundfunks unterscheiden, als die Fronten im zweiten Weltkrieg überall zusammenbrachen. Es ist dümmste Propaganda.

Ein Journalist, der eine solche Agenturmeldung durchlässt verdient diese Berufsbezeichung nicht. Das Ding hätte auffallen müssen.

Aber die Schwäbische Zeitung ist klein und da kann so etwas vielleicht passieren. Wenn aber Tobias Kaiser von Börse-Online mit dem gleichen Mist kommt, dann ist es ein grundsätzliches Problem:

Deutsche Sparer setzen für die private Altersvorsorge zunehmend auf die Riester-Rente; im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Riester-Fondssparpläne fast verdoppelt. Dafür sinkt das Interesse an vermögenswirksamen Leistungen.

..

Das Interesse an Riester-Versicherungsverträgen scheint sich allerdings abzuschwächen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft vermeldet, dass im ersten Quartal 2008 etwas mehr als 457.000 Riester-Versicherungverträge abgeschlossen wurden – rund 6 Prozent weniger als im gleichen Quartal 2007.


Da lügt die Recklinghäuser Zeitung neben der FTD.

Lediglich die Welt und zwei kleine Onlinedienste haben den Betrug gemerkt, wobei die Welt dann eben für Bankenriester wirbt. Natürlich ist das ganze eine Nebensache. Nicht wirklich wichtig. Aber will diesen Medien und dieser Art von Journalisten denn bei wichtigen Sachen vertrauen, wenn sie schon bei Belanglosigkeiten lügen. Auch wenn die Quelle tausendmal dpa ist, so ist es die Pflicht eines Journalisten nachzuprüfen, zumindest aber zu überfliegen was da für ein Mist steht.

Wollen Sie Börse Online noch eine Empfehlung glauben oder der FTD. Was ist mit den Leuten die Anzeigen in solchen Zeitungen schalten. Kaufen die mit der Anzeige gleich die Redaktion? Das Vertrauen ist weg. Nach Politiker wird wohl demnächst auch der Begriff Journalist ein Schimpfwort.

Ach ja, als Anmerkung für die Rechtsabteilungen dieser Verlage. Ich habe die Texte archiviert.


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Aufgelesen: 15

Geschrieben von
Jochen Hoff
Freitag, 30. Mai 2008
Kommentar (1) | Trackbacks (0)

Samstag am Brandenburger Tor

Der Pariser Platz, auf dem sich immer öfter türkische Brautpaare mit Tor und Quadriga im Hintergrund ablichten lassen (ist das Integration? Anatolische Hochzeit vor preußischem Kriegerdenkmal?), wird übervölkert von japanischen Touris, die sich historisch völlig abwegig gerade hier mit Männern in amerikanischen Uniformen aus dem Kalten Krieg ins digitale Bild fürs Urlaubsalbum setzen lassen.


---



Jammernde Musikindustrie : Mozart brauchte kein Copyright

Sie klagen, sehen sich als Opfer und mischen sich sogar in die Politik ein: Ohne das Copyright gehe die Kunst unter, betonen Vertreter der Musikindustrie. Das Gegenteil ist der Fall, meint Malte Welding.

..

Andere wiederum verweisen darauf, dass es furchtbar unfair sei, von der harten Arbeit der Unterzeichner Klaus&Klaus gratis und schunkelnderweise zu profitieren. Denen kann nur entgegengehalten werden: Dann sollen die beiden Nordsee-Barden (ihr größter Hit «An der Nordseeküste» basiert übrigens auf dem irischen Lied «The wild Rover») halt versuchen, sich von jemandem 1000 Gulden dafür zahlen zu lassen, dass sie für ihn Klavier spielen. Zimmermädchen, die für einen Euro arbeiten, gibt es ja mittlerweile wieder genug.


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Ein "Altbekanntes Agitationsmuster"

England ins Visier der Kultur- und Rassen-Puristen:
Der Stürmer hetzt 1942 gegen Raum für Synagogen - Akte Islam hetzt 2008 gegen Raum für Moscheen...

Zum Schluss wird auch noch einen baden-württembergischer Bürgermeister (weil er von der SPD ist) mitverantwortlich gemacht und anti-Britisch gehetzt, was ja merkwürdig heißen soll, wenn so etwas von einem Vereine kommt, der sich PAX (Friede) Europa nennt.

Zitronengras stellt nur Politically Incorrect (PI), der dasselbe Bericht wie Ulfkotte brachte, zur Verantwortung:
“So weit sind wir also schon!” plärrte es sinngemäß auch PI, als dort die Meldung eines englischen Käseblattes aufgegriffen wird, wonach Muslimen für eine begrenzte Zeit (Ende des Ramadan) im Umfeld einer Moschee eingeräumt wurde, das Auto an Stellen abzusetzen, wo Parken eigentlich verboten ist. Eindeutig ein Beleg für die voranschreitende Islamisierung Westeuropas, gell?
Aber die "Spürnasen" des PI lesen keine Englischen "Käseblätter". Wie so oft, haben die das Bericht, mit einem Teil des ulfkotteschen Kommentars, einfach bei Akte Islam geklaut. Oder: "geklaut"? Nein, die Texte des Pax Europa/Ulfkotte sind eigens dazu geschrieben worden, um von den voreingenommenen Spürnasen von PI, Kewil usw vulgarisiert zu werden. Mit, oder ohne, Quellenangabe.


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Wahl in Schleswig-Holstein: Die kleine, dreckige Wahrheit

Die wirklich wichtige Nachricht wurde verschwiegen oder aber in einem kleinen Nebensatz versteckt:

Alle Parteien zusammen konnten gerade mal 49,5 Prozent der Wahlberechtigten hinter sich vereinen.
Erstmals in der Geschichte bundesdeutscher Wahlen stellten die Nichtwähler eine absolute Mehrheit von 50,5 Prozent.


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Konsequente Manipulation in der Justiz

Jemanden, der klar denken kann, würde es vermutlich stutzig machen, wenn Menschen sich in einer schwarzen Gardine eingewickelt auf eine erhöhte Bühne in einem martialischen Saal begeben, um dort die Wahrheit zu verkünden. Wenn jemand eine solch lächerliche Show wie die Justiz nötig hat, ist das ein Zeichen für Defizite in der Substanz, mag man sich denken. In einem von der SZ veröffentlichten - und von Odenwaldgeschichten online gestellten - Leserbrief schreibt Ex-Richter Frank Fahsel vom LG Stuttgart von konsequenten Manipulationen von unzähligen Richtern und Staatsanwälten, die schlicht kriminell seien.


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Ich würde es Betrug nennen

Geschrieben von
Jochen Hoff
Freitag, 30. Mai 2008
Kommentare (9) | Trackbacks (2)

Natürlich bin ich kein Jurist, ja noch nicht einmal ein Wirtschaftsfachmann. Ich bin nur ein dummer Laie. Das was ich hier schreibe wird keinen Staatsanwalt interessieren, es sei denn er kann es dazu verwenden Herrn Ackermann und die Deutsche Bank sauber zu waschen, indem er mich anzeigt. Trotzdem würde ich es Betrug nennen, wenn mich jemand fragt. Aber es fragt mich ja zum Glück keiner.

Wir alle wissen, das Energie immer teurer wird und das Windenergie auf Dauer einen stärkeren Anteil als heute übernehmen muss, solange wir nicht ernsthaft in die Wasserstoffwirtschaft einsteigen und selbst dann wird Windenergie an vielen Standorten trotzdem Sinn machen. Natürlich nicht an jedem. Trotzdem bedeutet dies, dass der Markt für erfolgreiche Windanlagenbauer ständig größer wird.

Dieses Wissen ist kein Geheimwissen und wenn wir einfach mal davon ausgehen, dass es sich nicht verhindern lässt, dass auch Analysten der Deutschen Bank, Zeitungen zu sehen bekommen, Fernsehen und Radio nicht entfliehen können und sich zusätzlich mit anderen Menschen unterhalten, dann müsste klar sein, dass auch ein solcher Analyst die Tatsachen kennt.

Wenn aber trotzdem Alexander Karnick als Analyst der Deutschen Bank am 21.Mai 2008 die Aktie von Nordex (ISIN DE000A0D6554 (News/Aktienkurs)/ WKN A0D655) von "hold" auf "sell" zurückstuft, aber gleichzeitig das Kursziel von 25 EUR bestätigt, dann werde ich eh hellhörig. Ich hatte damals sogar einen Beitrag angefangen und wie ich meinte geschrieben, aber den finde ich nicht mehr. Schicksal eines Vielschreibers.

Der Nordex Vorstand äußerte sich trotz dieses herben Schlages positiv und sprach davon, dass die Ziele nicht nur erreicht sondern sogar übertroffen würden. Ich habe dann bei Google und an anderen Stellen gesucht, welches Interesse die Beauftragten des Schweizer Ackermann daran haben könnten die Nordex fertig zu machen, aber nichts wesentliches und vor allem nichts gerichtsfestes gefunden.

Gestern nun meldet die Nordex in einer Pressemitteilung:

Nordex erhält weitere Großaufträge aus der Türkei

Bilgin Enerji bestellt bis zu 210 MW für die Westtürkei

Norderstedt (euro adhoc) - Die Nordex AG punktet erneut in der Türkei: Der Kraftwerksbetreiber Bilgin Enerji (Ankara) plant, in den kommenden zwei Jahren Windparks mit bis zu 210 MW im Westen der Türkei zu installieren. Nordex soll hierfür Anlagen der um-fangreich erprobten Serie N90 mit einer Nennleistung von je 2500 kW liefern. Die Vereinbarung mit Bilgin Enerji umfasst einen Rahmenvertrag sowie einen bereits in allen Punkten gesicherten Liefervertrag.

Der fest vereinbarte Liefervertrag bezieht sich auf den Windpark "Mazi III", der in der Nähe der Stadt Cesme, westlich von Izmir, entstehen soll. Für die erste Baustufe von "Mazi III" bestellte Bilgin Enerji neun Turbinen der Baureihe N90, die bis Juni 2009 geliefert werden sollen. Die mittlere Windgeschwindigkeit am Standort verspricht mit 8,4 m/s optimalen Ertrag: "Mazi III" kann künftig mehr als 11.000 Haushalte jährlich mit sauberem Strom versorgen. Pro Jahr könnte so die Emission von etwa 45.000 Tonnen giftiger Treibhausgase vermieden werden.

Der Rahmenvertrag enthält eine Lieferungsverpflichtung für den Windpark "Aliaga" sowie zwei Optionen. Für den Bau von "Aliaga" soll Nordex 36 Turbinen liefern, die ersten 18 im kommenden Jahr, die übrigen dann 2010. Der anvisierte Standort befindet sich zwei Kilometer südlich des Windparks "Yuntdag", den Nordex kürzlich für Dost Enerji ans Netz brachte. Mit dem Auftrag von Dost war dem Turbinenhersteller vor einem Jahr der erfolgreiche Markteintritt in der Türkei gelungen.

Zu den Optionen des Rahmenvertrags gehört zum einen die Lieferung von 36 Maschinen für das Projekt "Soma" im Jahr 2010. Die zweite Option sieht drei zusätzliche Turbinen für die Erweiterung des Windparks "Mazi III" vor.

Ein neuer Kunde, ein weiterer fester Auftrag und ein umfangreicher Rahmenvertrag - für Carsten Pedersen, Vertriebsvorstand der Nordex AG, eine positive Bilanz nach einem Jahr Präsenz in der Türkei: "Dank der Technologie unserer N90 sind wir schnell eine feste Größe geworden. Auf dem türkischen Windenergiemarkt, der über jede Menge Wachstumspotenzial verfügt, haben wir also sehr gute Ausgangsbedingungen. Und mit Bilgin konnten wir einen Kunden akquirieren, der eine Vielzahl von Projekten in der Entwicklung hat."


Mit solchen Meldungen ist für die Zukunft des öfteren zu rechnen, wie jedem schon seit langem klar sein muss. Die Herabstufung durch die Deutsche Bank, die durch die gesamte deutsche und Teile der internationalen Finanzpresse lief muss also eine bewusste Falschmeldung gewesen sein, um den Kurs der Aktie zu drücken. Zumindest kann ich mir keinen vernünftigen anderen Grund vorstellen.

Die Deutsche Bank ist ja wie alle deutschen Banken in dieser starken Position dass sie sowohl kreditgebende Bank als auch Aktienhändler und Fondaufleger ist. Ein Unternehmen wie die Nordex kann sich gegen die Deutsche Bank nicht wehren, weil sie bei Hauptversammlungen immer damit rechnen muss, mit den Depotstimmen, die von der Ackermanntruppe rigeros zur Erzwingung von Gehorsam eingesetzt werden, ins Abseits gedrückt zu werden. Auch die Aufsichtsräte sind nicht frei, weil sie sich irgendwo immer mit der Deutschen Bank einigen müssen um eigene wirtschaftliche Nachteile für sich oder ihr Unternehmen zu vermeiden.

Unabhängig davon ob die Deutsche Bank ihr Erpresserpotential ausübt oder nicht, steht die stillschweigende Drohung immer im Raum. Wer sich noch an die Vorgänge um Mannesmann erinnern kann wird verstehen was ich meine. Da waren sogar die guten Kumpel von Herrn Ackermann als Großaktionäre zumindest in Reichweite während Herr Ackermann den Vorstandsvorsitzenden bekniete. Der Schaden für die die Bundesrepublik Deutschland betrug übrigens 75 Milliarden Euro.

Wie gerne hätte ich im Fall Nordex mal hinter die Kulissen geschaut. Ich kann mir eigentlich nur folgendes Szenario vorstellen. Alexander Karnick erhält direkt von Herrn Ackermann oder um Ackermann zu schützen aus der Befehlslinie den Auftrag die Nordex nicht niederzuschreiben, aber kritisch zu bewerten. Mehr braucht ein Analyst bei der Deutschen Bank dann sicher nicht mehr um genau das zu tun, was er getan hat.

Es passiert was gewünscht wurde, wie Wallstreet Online am 21.05.2008 um 10:22 berichtet:

Nordex sind am Mittwoch wegen eines negativen Analystenkommentars unter Druck geraten. Die Papiere des Windanlagenherstellers standen gegen 10.10 Uhr mit minus 8,34 Prozent auf 28,45 Euro mit Abstand am TecDAX-Ende. Das Technologiewerte-Barometer zeigte sich gleichzeitig mit minus 0,03 Prozent auf 865,18 Zähler nahezu unverändert.


Bis dahin reichen Fakten und Vermutungen. Nun muss es dubios werden und weil kein Staatsanwalt gegen Herrn Ackermann ermitteln wird auch dubios bleiben. Wir wissen ja das die Nordex wie die gesamte Windenergie ständig von den Mohn/Bertelsmann Medien angegriffen wird, weil Windenergie eine gefährliche Idee ist, da sie Dezentralität und damit Freiheit bedeutet.

Man könnte vermuten das sich nur um politische Einflussnahme der neoliberalen Kreise um Josef Ackermann handelt, die Macht verhindern müssen das sich derartige Entwicklungen seuchenartig ausbreiten und ihnen die mühsam errungene Kontrolle über die Menschen in diesem Land wieder entrissen wird:

Sonnenkollektoren auf dem Dach und am Ortsausgang eine Biogasanlage. Viele deutsche Dörfer und Kommunen setzen auf die dezentrale Energieversorgung.

Sie wollen von Stromanbietern unabhängig sein und sich auf die Nutzung erneuerbarer Energien konzentrieren. Rund 50 solcher Projekte gibt es bereits zwischen Flensburg und Passau.

Seit fast zwei Jahren versorgt sich die 760-Seelen-Gemeinde Jühnde bei Braunschweig schon mit Strom und Wärme aus einer eigenen Bioenergieanlage. Die Niedersachsen betreiben ein Kraftwerk und ein Leitungsnetz, das die Wärme in die Häuser führt. An kalten Tagen wird zusätzlich ein Holzhackschnitzel-Heizwerk in Betrieb genommen.

Damit ist Jühnde energetisch autark. Die Energiequelle befindet sich auf den heimischen Feldern. Mais, Raps und Weizen sind wichtige Bestandteile für den Gärprozess einer Biogasanlage, die sowohl Wärme als auch Strom liefert.

Während ein Jühnder Einwohner bei einem Verbrauch von 3000 Litern Öl im Jahr heute rund 3100 Euro berappen müsste, kostet die Versorgung mit Fernwärme aus Bioenergie nur 1700 Euro pro Kopf und Jahr.


Es geht um diese 1400 Euro je Einwohner die bei 80 Millionen Einwohnern eben schon 112 Milliarden Gewinn sind, die der herrschende Kaste entgehen. Vor allem aber geht es darum, den Finger am Knopf zu behalten und Bürger die über ihre Energie frei entscheiden, wollen auch mit ihren Steuern keine Ackermänner subventionieren. Es geht darum ob das Land den Bürgern oder den Neoliberalen gehört.

Aber dieses Thema erscheint mir bei Ackermann nicht relevant. Dem ist das Land egal und die Menschen in diesem Land können bestenfalls mit seinem Hass rechnen, wenn er sich überhaupt die Mühe macht, sie zu beachten. Ackermann geht es um Geld. Entweder brauchte die Deutsche Bank den Kursverlust um einfach mal schnell gute Aktien billig zu bekommen und sie nach der nächsten oder übernächsten guten Nachricht teuer zu verkaufen, oder es gibt einen Interessenten der eine Übernahme plant und für den die Deutsche Bank und Herr Ackermann arbeiten.

In beiden Fällen ist die Methode unfein. Betrug an den Aktionären, am Unternehmen aber auch am deutschen Steuerzahler. Allerdings ist diese Art von Betrug ja ein bekanntes Ackermann Verfahren. Wir werden uns wohl damit abfinden müssen. Natürlich gibt es auch sogenannte gute Gründe. Die könnte allerdings sogar mein Dackel erfinden.

Den Aktionären, bleibt nur den Einflüsterungen der Deutschen Bank nicht zu folgen. Es ist vermutlich sicherer alles was von der Deutschen Bank kommt als Lüge zu betrachten. Selbst die Kalender.


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Siemens - Sonderjustiz für besondere Menschen

Geschrieben von
Jochen Hoff
Freitag, 30. Mai 2008
Kommentare (0) | Trackbacks (0)

Nun ist es also losgegangen. Die deutsche Justiz arbeitet in bewährter Weise die Bestechungsfälle bei Siemens auf. Ein rechtlicher Laie würde sich das was in der Öffentlichkeit bekannt geworden ist ansehen und sagen. Prima. Praktisch alle Abteilungen von Siemens die Kundenkontakt hatten haben bestochen. Es gibt also einen Fall von systematischer Bestechung durch die Firma Siemens unter Einbeziehung einer Vielzahl von Mitarbietern.

Normalerweise funktioniert Justiz dann so, das die kleinen Fische unter Druck gesetzt werden damit man an die großen Bosse herankommt. Mit dieser Methode lassen sich sogar ganze Mafiazweige zerstören.

Der deutsche Bürger war nicht schlecht erstaunt, als die bayrische Hofjustiz einen völlig anderen Weg wählte. Sie fasst die kleinen Fische und bestraft sie für ihre Aussagen, glaubt ihnen aber gleichzeitig nicht, das deren Vorgesetzte etwas gewusst haben. Übertragen auf die Mafia ist das so, als wenn man dem Wettenannehmer des Bosses die Schuld für illegale Wetten zuweist. Das hat es auch in den USA und Italien schon gegeben, aber kurze Zeit später waren diese Polizisten, Staatsanwälte und Richter selbst Knastinsassen.

Da besteht in Deutschland keine Gefahr weil die Justiz ein dichter Haufen ist in dem eine Krähe der anderen kein Auge aushackt. Man arbeitet ja gemeinsam für das Recht oder besser für den Staat den es zu schützen gilt. Es geht eben um höhere und höchste Interessen. da muss man die Aussagen eines Siemens Mitarbeiters schon mal mit ganz anderen Augen sehen:

Die Schmiergeldzahlungen seien im Konzern ein offenes Geheimnis gewesen, sagt ein angeklagter Manager zum Auftakt der Gerichtsverhandlung. Die Zahlungen einzustellen, hätte in manchen Ländern gefährlich werden können.

Reinhard S. hatte schon während er vor zwei Jahren in München in Untersuchungshaft saß, sehr bereitwillig über die schwarzen Kassen bei Siemens und die Strippenzieher dahinter gesprochen. Zum Auftakt des Prozesses um den Schmiergeldskandal hat der Ex-Manager nun noch einmal ausgepackt. Der 57 Jahre alte frühere Mitarbeiter der Siemens-Festnetzsparte ICN belastete seine damaligen Vorgesetzten: «Der komplette Bereichsvorstand war natürlich informiert, dass diese Tätigkeit von mir vorgenommen wurde», sagte Reinhard S. am Montag vor dem Münchner Landgericht. Die Anklage wirft ihm Untreue in 58 Fällen vor.


Die Anklage wirft ihm übrigens nicht vor sich selbst bereichert zu haben. Davon ist soweit bekannt ist bei niemandem die Rede. Alle die von der Justiz jetzt fertig gemacht und dann zu hohen Strafen verurteilt werden, waren aus altruistischen Motiven nur für das Wohlergehen von Siemens tätig. Alle haben gehandelt ohne das ihre Vorgesetzten etwas wussten. Zur Zeit redet man von 1,6 Milliarden Euro an Bestechungsgeldern, vermutlich waren es sehr viel mehr.

Die Richter und Staatanwälte werden in Deutschland mit ihrer Betrachtungsweise durchkommen. Herr Fred Apostel konnte ja auch durch seine Dauerverfolgung und öffentliches Stalking von Jan Ullrich diesen in die Täterrolle zwingen um nicht gegen die Telekom als wirklich Schuldigen ermitteln zu müssen. Das ist nicht mehr nur Rechtsbeugung, aber wer weiß schon wie solche Straftaten in Deutschland bezeichnet würden, würde sie denn jemand verfolgen.

Fefe hat eine Besonderheit dieses Prozesses sehr schön zusammengefasst und auch wenn es etwas weit hergehohlt klingt, könnte es einen wahren Kern haben:

Übrigens, noch mal zu dem Liechtenstein-Siemens-Ding: es gibt da natürlich noch eine andere naheliegende Erklärung, die auch erklären würde, wieso die Bundesregierung ausgerechnet den BND losgeschickt hat, um die Steuersünder-Datei zu kaufen. Überlegt doch mal. Die BND-Liäson sitzt im Aufsichtsrat bei Siemens. Milliarden an Schmiergeldern fließen. Das ist doch das ideale Vehikel, um BND-Zahlungen zu verschleiern. Um nicht zu sagen: das waren nur partiell Siemens-Schmiergeldzahlungen, das waren BND-Zahlungen, und so passt es prima, dass die Zahlungen an fremde Regierungen gingen. Der BND hat die Akten nicht auf Geheiß der Regierung gekauft, die Steuersünder fassen wollte, sondern der BND hat die Akten zum Selbstschutz gekauft. Und dann haben sie sich entschieden, die unkritischen Teile davon an die Steuerfahnder weiterzugeben.

Na, was meint ihr? Abwegig? Oder "plötzlich paßt alles"?

Das erklärt auch, wieso das bei Siemens so lange Jahre gut gelaufen ist und wieso die so wenig Aufklärungsinteresse an den Tag gelegt haben die ganze Zeit.


Natürlich will man das nicht glauben aber es passt wirklich sehr gut und stimmt ja auch von den Fakten her:

Nach Aussagen ehemaliger hochrangiger Manager soll das Unternehmen lange eng mit dem Bundesnachrichtendienst verflochten gewesen sein. Siemens agierte demnach als eine Art technischer Hilfsdienst in Grenz- und Grauzonen des Agentenhandwerks. Siemens war der Hauslieferant des BND für Spionagetechnik.

Die Spezialisten dafür saßen bei der ICM Voice & Data Recording an der Münchner Hofmannstraße, abgeschirmt vom Rest des Unternehmens. Der langjährige Betreuer der Sparte im Zentralvorstand, Volker Jung, war nach SPIEGEL-Informationen bis zu seiner Pensionierung Ende 2003 Verbindungsmann des BND bei Siemens. Ein Ex-Vorstand beschreibt ICM als eine Firma in der Firma.

BND-Kontaktmann Volker Jung wurde im Fall Siemens bisher noch nicht vernommen - auch nicht als Zeuge. Er hatte bis 2003 die Kommunikationssparte betreut, die im Zentrum der Korruptionsaffäre bei dem Konzern steht.


Sicher wird man ihn auch nicht verhören. Der Staatsanwalt der sich so etwas traut, ist in Deutschland noch nicht geboren. Es wäre auch sinnlos. Seine Karriere würde in Sekunden und zwei Telefonaten beendet. Stünde allerdings der BND dahinter gäbe es gar keine Prozesse oder aber wir erleben harte Urteile nach denen die Leute mit viel finanzieller Abfindung wieder in Freiheit sind. Allerdings warum sollten die ihre Vorgesetzten belasten, wenn es einen Deal gibt. Nein es werden wohl nicht die Schlapphüte sein, die dafür sorgen, das die Verantwortlichen nicht belangt werden.

Der wichtigste Grund heißt Angela Merkel. Sie hat sich Herrn von Pierer in ihr Beraterteam geholt, von dem einige Menschen in Deutschland glauben, das es da nicht um Beratung sondern um die Befehlsausgabe der Neolberalen an die deutsche Regierung geht. Von Pierer ist einer der verdienten Leute in diesen Reihen der Menschenverachter. Er ist beim INSM schon durch die Brokatgeschichte als loyaler Mitverschwörer aufgefallen, war einer der ersten der sich seine Gewerkschaft weitgehend gekauft hat und hat schon früh dafür geschwärmt die deutschen Bürger um ihren Lohn zu prellen indem man ihre Arbeitsplätze staatlich subventioniert ins Ausland bringt.

Angela Merkel die in der DDR ja als Politruk für den FDJ tätig war ist gewohnt gehorsam Befehle entgegen zu nehmen, so dass es sein kann, das diese Situation für sie gar nichts absonderliches ist. Ein solches Verhältnis zu den neoliberalen Kreisen könnte auch ihren politischen Werdegang zu erklären. Wie aus Kohls Mädchen die Reisekanzlerin wurde. Es erklärt auch die richtungslose Politik die eben nur den Wendungen der neoliberalen Einflüsse folgt, die selbst ja auch nicht stimmig, sondern eher opportunistisch sind.

Frank Steinmeier der ja früher als Kanzleramtsminister für den BND zuständig war, Schäuble und andere haben ebenfalls kein Interesse an einer Aufklärung. Also gibt es keine Aufklärung. Keine Strafverfolgung für die Verantwortlichen. Das ist zumindest typisch Neoliberal weil die totale Verantwortungslosigkeit der Führenden das typsiche Merkmal des Neoliberalismus ist.

Königlich Bayrisches Amtsgericht. Nur das es für die Leute die ihre Befehle befolgt haben nicht gut ausgehen wird. Da gibt es kein Augenzwinkern. Die kleinen hängt man und die großen bekommen einen vaterländischen Verdientorden. Schon das ist ein Grund von diesem Staat keine Orden anzunehmen. Es ist zum Verzweifeln aber das ist Deutschland. Das ist das was die Neoliberalen Verbrecher aus Deutschland gemacht haben.


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Ich kann den Eiertanz beim Armutsbericht nicht mehr hören

Geschrieben von
Jochen Hoff
Freitag, 30. Mai 2008
Kommentare (2) | Trackbacks (0)

Ich schlage der Bundesregierung vor den Armutsbericht doch einfach ausfallen zu lassen. Die Statistik ist durch und durch verlogen, die Bemessungensgrenzen werden willkürlich hin und her geändert, die Zahlen werden von jedem anders interpretiert und am besten sind unsere Institute wie das Ifo-Institut des sinnlosen Professors der in seinem Hass allen anderen nur die blanke Not gönnt.

Es ist ganz einfach. Für die Armutsberechnung müssen wir nur festlegen wieviel Raum ein einzelner Mensch benötigt. Das ist simpel. Toilette, Kochnische und ein kombiniertes Wohnschlafzimmer. Auch die Größe lässt sich leicht festlegen. Da hilft die Zwingerverordnung für Hunde. Hunde mit einer Schulterhöhe von bis zu 50 Zentimeter haben Anspruch auf sechs Quadratmeter, bis zu 65 Zentimeter Schulterhöhe sind es acht Quadratmeter. Noch größere Hunde müssen zehn Quadratmeter Auslauf haben. Das bedeutet 0.12 Quadratmeter pro Zentimeter Körpergröße. Gehen wir Menschen von einer Durchschnittsgröße von 1,73 cm aus und geben ihnen aufgrund der Größe rund 21 qm.

Ja ich weiß das ist gemein, aber Herr Sarrazin und Herr Hundt werden bemängeln, das die meisten Einpersonenwohnklos dadurch zu groß sind, das Flure, Kochnische und Toilette mit Dusche zu viel Raum einnehmen. Denen kann gesagt werden, das auch bei Zwingern, Einbauten wie Futterplätze nicht zählen und es nur um den verfügbaren Auslauf geht.

Menschenjunge, auch Kinder genannt erreichen natürlich nicht die Größe von Erwachsenen, was ihr Raumbedürfnis allerdings nicht einschränkt. Das Zwingergesetz fragt ja auch nicht nach dem Alter des Hundes sondern nach der Zielkörpergröße. Glücklicherweise können sich mehr Personen auch gemeinsam Küche und Toilette/Bad teilen. Bei der Küche funktioniert das bis ans Ende der normalen Familiengrößen in Deutschland, bei Bad und Toilette sollten drei bis vier Personen die Obergrenze darstellen.

Unnötig zu sagen, das diese Fläche beheizt, beleuchtet, mit warmen und kaltem Wasser versorgt und auch entsorgt werden muss. Dazu muss die Stromversorgung für die Küche, also kochen und kühlen, für die Wäsche inkl Bügeln und je ein Elektrogerät wie Radio, Computer oder Fernseher pro Person enthalten sein.

Rechnen wir mal einen fünf Personen Haushalt weil ich die Zahlen gerade griffbereit habe und der mit Fluren und allem drum und dran zwischen 130 und 140 qm Wohnfläche braucht. In mittlerer Lage zum Mittelpreis in Berlin Wilmersdorf beträgt die Miete laut Mietspiegel 4,92 Euro Kalt zu denen etwas mehr als 2 Euro für die Warmmiete und die Nebenkosten kommen, also ca. 7 Euro, was bei 135 qm 945 Euro ausmachen würde.

Natürlich ist eine solche Wohnung zu solchen Bedingungen real nicht zu bekommen, aber um diskutieren zu können muss man beim Mietspiegel bleiben. Die Folge ist, das die Leute in kleineren Wohnungen leben. Rechnen wir dann noch Strom und eine Hausratsversicherung hinzu, sind das weitere 105 Euro.

Dazu eine Flatrate für DSL und innerdeutsche Telefonate im Festnetz, weil Kommunikation ja Teilhabe bedeutet. Die kostet rund 30 Euro, für jedes Familienmitglied eine Haftlichtversicherung kostet 20 Euro. Dazu für die gesamte Familie zwei übertragbare Umweltfahrkarten für den Citybereich macht 115 Euro. Die Fernsehgebühren mit 17 Euro, ein Abo der Welt mit 33 Euro.

Damit sind 1265 Euro weg, ohne das es etwas zu Essen, Kleidung, Bücher, Kino, Theater oder gar Urlaub gab.

Im § 1612a BGB legt ab 01.01.2008 einen gesetzlichen Mindestunterhalt für minderjährige Kinder, die nicht bei ihren Eltern leben, fest:

Kinder bis 6 Jahre: 279 Euro
Kinder zwischen 7 und 12 Jahren: 322 Euro
Kinder zwischen 13 und 18 Jahren: 365 Euro.

Dieser Mindestunterhalt bezieht sich natürlich auch auf einen Anteil an den Wohn- und Lebenskosten, der aber hier vernachlässigt werden kann, da das Kindergeld abschließend vom Bedarf abgezogen wird. Die Gesetze gehen davon aus, dass der betreuende Elternteil seinen Anteil am Unterhalt nicht in bar sondern durch die Betreuung erbringt. Beide Anteile dürften also ebenbürtig sein. Bei dieser Betrachtung käme für ein Kind zwischen 7 und 12 Jahren aber ein realer Bedarf von 644 Euro zustande. Hartz IV sieht für die gleiche Gruppe einen Bedarf von nur 207 Euro, die Wohlfahrtsverbände sprechen von 249 Euro.

Es ist sehr schwer mit den von unserem Bundesamt für Statistik zusammengemogelten Zahlen etwas wirklich stichhaltiges zu sagen. Wir selbst haben mal Haushaltsbuch geführt, mit den üblichen Unsicherheiten, weil irgendwelche Einkaufszettel immer weg sind. Essen, trinken, Kleidung, Brillen, Haftpflicht, Spielzeug, Bücher, Stifte, Papier und all die vielen Kleinigkeiten am Rande bringen uns bei Kindern von 0 bis 6 Jahren heute auf rund 371 Euro im Monat. zieht man davon das Kindergeld ab, bleibt eine Belastung von 217 Euro. Ohne Wäsche und bei einer gutbürgerlichen Küche in der alles frisch gekocht wird. Nein die Hamburger kaufen auch wir. Bei Erwachsenen mit berufsbezogener Kleidung und ohne Alkohol und Zigaretten oder Ausgehen kommen wir auf 463 Euro. Das macht gesamt 1577 Euro.

Aber diese 1577 Euro sind ja noch nicht das Ende des Bedarfs. Um alle zwei Jahre einen Urlaub unter Minimalanforderungen machen zu können, müssen 7,5 Prozent der Ausgaben zurückgelegt werden, was in diesem Fall weitere 118 Euro sind. Die Versicherungswirtschaft geht davon aus, das pro Quadratmeter Wohnfläche ca. 650 Euro an Einrichtungswert vorhanden sind. Bei Einzelpersonen steigt dieser Wert an, weil hochwertige Elektrogeräte aus Küche und Wohnzimmer sich auf weniger Quadratmeter verteilen. Nimmt man die allfälligen Renovierungen dazu, dann ist es realistisch den Wohnungswert innerhalb von 9 Jahren auf Null abzuschreiben, was pro Quadratmeter und Monat 6 Euro sind und im Rechenbeispiel 810 Euro bedeuten.

Langsam wird es erschreckend. Unsere fünfköpfige Familie die alle zwei Jahre einen Urlaub mit Zusatzkosten von 2.840 Euro macht, kein Auto hat, nicht raucht, nicht trinkt und deren Wohnungseinrichtung inkl Fahrräder knapp 85.000 Euro wert ist, braucht im Monat 3.770 Euro netto. In ähnlicher höhe liegt auch das, was uns das Bundesamt für Lügen Statistik ja auch immer als durchschnittliches Einkommen für diese Familien erzählt. Ist ja auch logisch weil die Kosten eben so sind.

Es ist wirklich nicht so, das diese Familie große Sprünge machen könnte. Sie kann leben und sich vernünftig ernähren, wird aber sowohl bei Anschaffungen als auch bei Reparaturen und der Wohnfläche immer Kompromisse machen müssen. Dagegen spricht in dieser Einkommensklasse auch noch nichts.

Wenn wir in Deutschland sagen das 60 Prozent des mittleren Einkommens die Armutsgrenze darstellen, dann würde dies bedeuten. das erst eine Familie dieser Art die weniger als 2.262 Euro zur Verfügung hat, arm ist. Gut Arme brauchen keinen Urlaub. Das bringt 118 Euro. Arme sollen keine Rücklagen haben, deshalb brauchen sie auch nichts abzuschreiben und dadurch Rücklagen für den Verbrauch zu bilden. Das bringt 810 Euro. Auf eine Zeitung kann man ebenfalls verzichten. Die Welt deren Abopreis hier zugrunde liegt, taugt eh nichts, und das bringt 33 Euro. Wer nicht Zeitung liest braucht auch keinen Computer und kein Telefon, das bringt weitere 30 Euro. Leider haben wir bisher erst 991 Euro zusammen.

Dann müssen die Armen eben auch noch zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren, auch zur Arbeit, das bringt in Berlin 115 Euro. Damit haben wir die Leute ans Haus gefesselt, sie können nur noch auf einem Prepaidhandy angerufen werden, machen keinen Urlaub schaffen keine Rücklagen und sind im Arsch wenn die Waschmaschine oder der Kühlschrank kaputt gehen. Aber immer noch fehlen uns 402 Euro. Wir könnten sie natürlich alle in zwei Zimmern zusammenpferchen, aber selbst das bringt nur 300 und wir brauchten dann jemand der ständig den Streit schlichtet, damit sie sich nicht an den Kragen gehen.

Die letzten 102 Euro können am Essen gespart werden. Kaufen wir nur den letzten gleichförmigen Dreck ohne frische Produkte. Das macht Herrn Sarrazin glücklich. Wir haben nun eine Familie geschaffen in der keiner Leben kann, ständig einer dem anderen auf die Nerven geht, das schlechte Essen die Stimmung auch nicht bessert und in dem noch jemand oder mit etwas Pech zwei Leute arbeiten gehen müssen.

Gehen wir es noch einmal anders herum an. Bei Hartz IV ständen unserer Beispielfamilie 705 Euro Warmmiete zu, wobei bei Warmwasserversorgung noch 45 Euro abzuziehen sind, was eine reale Warmmiete von 660 Euro bedeutet. Realistisch sind das 2,5 Zimmer mit 70 qm in Berlin Wilmersdorf. Weit draußen in der Pampa gibt es mehr Fläche, dafür müsste aber viel mehr gefahren werden und mangels Wettbewerbs sind die Preise für Lebensmittel höher. Die zwei Erwachsenen bekämen je 311 Euro und die drei Kinder je 207 euro inkl. des Kindergeldes. Das macht zusammen 1592 Euro und ist seltsamerweise nur 42 Prozent des Mittellohns für derartige Familien.

Ja ich weiß, diese Rechnerei ist langweilig. Aber wenn ich sie nicht vorgerechnet hätte, könnte man nicht diskutieren. Für eine Familie mit zwei Kindern bedeutet Hartz IV 42 Prozent des Durchschnittslohns und liegt damit eindeutig wit unter der Armutsgrenze.

Die Armutsgrenze selbst ist mit 60 Prozent auch schon zu niedrig und stellt eine Gefahr für die Familie, die Erziehung und Startbedingungen der Kinder da. Warum das so ist, ist relativ einfach. Wenn schon ein Durchschnittsverdienst einer Familie nicht ausreicht um normal teilhaben zu können, dann kann die Armutsgrenze nicht bei 60 Prozent dieses Wertes liegen und dann ist Hartz IV mit nur 42 Prozent davon eine absolute Frechheit.

Meiner Meinung nach ist dieses Durchschnittseinkommen für eine volle Teilhabe auf durchschnittlichem Niveau schon um 20 Prozent zu gering. In meiner Beispielrechnung ist die Miete um mindestens 400 Euro zu niedrig und es fehlen rund 50 Euro Handykosten für alle, sowie einmal ausgehen zum Essen mit der ganzen Familie und ein Essen mit Abend und Kindermädchen für die Eltern.

Da das aber im Moment nicht zu erreichen ist, muss der Beginn der Armut nach oben, nämlich auf 80 Prozent des Durchschnitts verlegt werden. Jeder der darunter liegt ist definitiv arm.

Das Hauptarmutsrisiko sind sicherlich Kinder. Das ist ja auch der Grund für den Geburtenrückgang. Vom Urlaubszeitpunkt, über die Wohnung, Kindergarten- und Studienkosten sind sie die größte Belastung. Wie man auch immer rechnet kommt man auf Beträge zwischen 5 und 10.000 Euro pro Jahr und Kind und durchschnittlich auf 26 Betreuungsjahre was ohne Verzinsung rund 195.000 Euro bedeutet. Davon werden über das Kindergeld von der Allgemeinheit rund 48.000 Euro getragen, was einen Nettoverlust von 147.000 Euro bedeutet.

Da zu dem materiellen Aufwand auch der Zeitaufwand und die Einschränkung in der Lebensqualität der Eltern hinzukommt, ist diese finanzielle Schieflage das größte Problem. Es lässt sich am leichtesten lösen wenn das Kindergeld verdreifacht würde. Dann hätten die Eltern zwar immer noch 50.000 Euro und den Betreuungsaufwand selbst zu tragen, aber das würde die Sache rechenbar machen, da Kinder ab einem gewissen Alter natürlich auch eine Hilfe sind, wenn sie denn helfen wollen.

Für unsere Beispielfamilie würde das eine Entlastung von formal 924 Euro bedeuten wovon die Steuer aber sicher einiges wieder auffressen würde. Tatsächlich entspräche das dem Angleich an die geforderten 20 Prozent mehr Einkommen für den Durchschnitt.

Plötzlich sähe auch unser Armutsfall viel vernünftiger aus. Sie wären arm, könnten aber mit viel Geschick noch gerade so teilhaben. Sogar bei Hartz IV würde die blanke Not etwas menschlicher.

Im Grunde genommen müssten in diesem Land die Löhne bei gleichbleibenden Kosten um 20 Prozent nach oben, was aber Gewerkschaften voraussetzen würde die sich nicht kaufen lassen und einen Gesetzgeber der mit Mindestlöhnen von unten her Druck macht.



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38. Nun wird es wirklich eng

Geschrieben von
Jochen Hoff / Elsa Rieger
Donnerstag, 29. Mai 2008
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Selbst das große Naturgesetz, dem alle
unterliegen, ist nicht so hart und grausam,
wie es Menschen zuweilen werden.
Wilhelm Vogel

7. April 2006 Hamburg 21 Uhr 00

Bernd Liedtke hatte gerade mit seinem Chef telefoniert. Von Oreste Crispi hatte er den Befehl bekommen, Benno von der Lohe beizustehen. Allerdings war damals nicht davon die Rede gewesen, jemanden zu erledigen, den die Bullen bereits am Wickel hatten. Aber Oreste war selten so eindeutig gewesen: „Erledige die Sache. Bisher hat dieser Schillke immer den Hauptanteil der Schmutzarbeit für den guten Benno gemacht. Wenn wir den ausschalten, können wir einen unserer Leute einschleusen und auf Dauer den Laden übernehmen. Du musst wie ein Manager denken, der spätere weiße Ritter sorgt erst einmal dafür, dass die feindliche Übernahme überhaupt anfängt. War das nicht sogar von deinem Clausewitz?“
Bernd Liedtke war zwar Militär, aber nicht theoretisch, sondern nur sehr praktisch. Deshalb antworte er mit einem ausweichenden: „Kann sein. Aber das wird Geld kosten. Ich muss auf die Schnelle Leute anheuern und vielleicht danach in Afrika parken.“
„Mich interessieren nur die Ergebnisse“, war Crispis Antwort.
Bernd Liedtke, Fremdenlegionär und Söldner, brauchte nicht lange zu telefonieren, um eine schlagkräftige Truppe zusammenzuholen. Von der dänischen Grenze kamen die Waffen und die Munition, aus Brüssel die Kommunikationstechnik mit dem Störsender und aus Prag der Sprengstoff.
Die richtige Stelle kannte er schon von vielen Fahrten auf der Autobahn zwischen Berlin und Hamburg oder Rostock. Er schickte ein paar Leute vor, sich darum zu kümmern, dass ihm zum richtigen Zeitpunkt alles Benötigte an Maschinen, Absperrungen und vor allem LKWs zur Verfügung stand. Nun fehlte nur noch der Zeitpunkt.


9. April 2006 Hamburg 16 Uhr 10

Roger Harry Schillke saß das erste Mal wirklich in der Klemme. Sein Anwalt, ein Kollege aus seiner Kanzlei, vermutete, dass der Berliner Bulle etwas Persönliches gegen ihn haben musste und fragte ihm ein Loch in den Bauch. Aber bis auf die Tatsache, dass vor Jahren ein paar Zeugen in Berlin umgelegt werden mussten, um einen wichtigen Mandanten frei zu bekommen, gab es da nichts.
Er zermarterte sich das Hirn. Ob der Bulle vielleicht was mit seiner Frau hatte und die ihn damit zur Scheidung zwingen wollte? Er würde Berlin über sich ergehen lassen müssen. Schließlich hatten die keine wirklichen Beweise. Zumindest hoffte er das.
Auf jeden Fall wusste er jetzt, wie sich seine vielen Mandanten im Knast gefühlt haben mussten. Hilflos. Beim Hofgang war er dem Gespött seiner Mithäftlinge ausgesetzt. Seine Zelle teilte er mit einem Primitivling, der sich den ganzen Tag selbst befriedigte oder stundenlang, ohne zu ziehen, glücklich auf dem Klo saß.
Allerdings würde er nicht zu fett werden, da ihm der Kerl immer das Essen wegnahm. Er war heilfroh, dass es wenigstens keinen Annäherungsversuch seitens dieses Wesens gab.


10. April 2006 Wien 3 Uhr 05

Knapp nach drei Uhr morgens erreichte Johann der Anruf aus Buenos Aires. Nicht die beste Zeit für ihn. Er brummte ins Telefon.
Sein Freund Hernandes tönte ausgeschlafen: „Johann, mein gräflichster Graf, ich habe dir gerade einen Autopsiebericht geschickt. Wir haben in Los Glaciares am Fuß des Uppsala-Gletschers eine Leiche gefunden.“
„Schön, dann war Ötzi also auch in Argentinien.“
„Johann, du Spinner, keinen alten, sondern einen frischen, einen, der mit dir zu tun hat.“
„Gut, beerdige ihn und schick mir die Rechnung.“
„Was ist mit dir? Wie spät ist es da drüben? – Achje, halb vier, ich hab die fünf Stunden wieder vergessen.“
„Was willst du eigentlich?“, ächzte Johann.
„Ich möchte dir mitteilen, dass Baron Ferdinand von Schulenburg-Schwarzenstein tot ist. Das ist der, dessen Schwester und Geliebten die Kolumbianer um Pablo Murillo als lebende Fackeln durch den Ort gejagt haben. Zur Strafe, weil er ihm falsche Bilder verkauft hatte.“
„Und wer hat ihn wie umgebracht? Im Gletscher eingefroren?“
„Nein. Der hat sich selbst umgebracht. Selbstmord aus Angst vor dem Tod durch Folter. Verständlich, wenn der Tod Pablo Murillo heißt. Er hatte die Berichte über seinen Geliebten und seine Schwester in den Zeitungen gelesen. Dann hat er ein komplettes schriftliches Geständnis abgelegt, mit allen Namen und Orten und sich erschossen. Dummerweise konnte er das auch nicht richtig. Er hat mindestens noch einen Tag überlebt.“
„Hernandes, deshalb rufst du mich nicht mitten in der Nacht an. Was willst du?“
„Ich mag es nicht, wenn diese Koksgangster Leute in meinem Land zu Fackeln machen, vor allem nicht, wenn sie unschuldig sind. Den Baron hätten sie meinetwegen haben können, aber nicht die beiden anderen. Überleg doch mal, ob dir nicht was einfällt.“
Es herrschten ein paar Minuten Schweigen.
Johann stand nun auf, ging ins Bad und spritzte kaltes Wasser ins Gesicht, dann antwortete er: „Wie gut kannst du es mit euren Printmedien und welche Presseagentur ist bei euch wichtig?“
„Mapuexpress und Reuters, wieso? Ich kann mit denen sowohl hier als auch in Kolumbien sehr gut.“
„Dann verbreite doch mal folgende Geschichte: ‚Auf Saipan sitzt der Koreaner Won Hae-Kyung und lacht über den dummen Kolumbianer Pablo Murillo, der vielleicht ein Drogenkartell führen kann, aber so doof ist, ihm Fälschungen für sechsundvierzig Millionen Euro abzukaufen. Anstatt sich an die wirklich Verantwortlichen zu wenden, habe er nur Frauen und kleine schwule Jungs gequält. Zu mehr reicht es eben bei den Kolumbianern nicht.' Wenn das in den Zeitungen steht, dürfte der kleine Pablito explodieren und nach Rache schreien.“
„Ja und dann?“
„Hernandes, denk einfach mit. Er wird wie ein angestochener Stier losrasen, um Won zu erledigen. Schickt er nur seine Leute, lassen die sich auf Saipan schnell wegfangen. Kommt er selber, darf er Won haben. Danach kriegen die Amerikaner und ihre Drogenagency ihn. Ist das zu elegant für dich?“
„Du siehst mich auf Knien, großer Graf. Kann ich die Daten sofort haben? Das Ding lasse ich heute Nacht noch los.“
„Wenn du nicht dauernd mit mir telefonieren würdest, hättest du sie schon, aber ich tippe so schlecht mit dem Hörer am Ohr. – Okay, ist raus und viel Spaß damit, ich werde mal lieber die amerikanischen Brüder informieren.“
Als Homers Telefon klingelte, grunzte er nur erschöpft. Es klingelte weiter. Dann reichte es Tatijana. Sie biss ihm in den Bauch. Sofort war er wach und griff zum Hörer.
Sie fühlte sich animiert, das Gespräch ein wenig zu stören und fuhr mit ihrer Zunge über seinen Bauch, bis sich da etwas regte.
Homer versuchte gleichzeitig zugleich vernünftig mit Johann zu telefonieren. „Nein, Johann, ich höre dir zu, ich bin nicht am Bbumsen. Ja, das ist eine geile Idee. Ich telefoniere sofort.“
Die Russin hatte das mit der geilen Idee anders verstanden und ihr Kopf bewegte sich auf und ab. Homer sprach mit seinem Vorgesetzten und mit der Dame vom CIA, die durchaus eigene Interessen an dem Agenten hatte und nicht begeistert war, als er ihr sagte, dass er wegen der privaten Dinge später anrufen würde. Als er auflegte, war er am Ende seiner Beherrschung, aber am Anfang eines netten Erwachens.



10. April 2004 Jork 3 Uhr 40

Es war zwanzig vor vier, als vier maskierte Leute auf das Grundstück im alten Land eindrangen. Der Hund schlug nur einmal an, dann war es totenstill. Es dauerte weniger als 30 dreißig Sekunden, um das Schloss zu öffnen. Die Männer huschten nach oben. Zwei in die beiden Kinderzimmer und die beiden anderen zu den Eltern.
Einer schlug der Dreizehnjährige mit voller Wucht ins Gesicht. Sie schrie wie die Hölle, wodurch und alle anderen erwaren wachten. Das Ehepaar wurde mit Lederfesseln gefesselt, die Kinder ins Elternschlafzimmer geschleift.
Der Vater versuchte den Tapferen zu geben: „Hey, was soll das, lasst sofort meine Familie zufrieden. Ich bin Justizbeamter.“
Bernd Liedke kannte Hank nun schon seit Jahren und auch dessen Stimme. Wer irgendwann mal einen absoluten Psychopathen vertonen wollte, lag mit Hank richtig. Das bei primitivem Wortschatz sogar in vier Sprachen.<- das ist z.B. eine der Stellen, die der verleger moniert.
Hank flüsterte breit und gemein: „Chef, lass ihn mich gleich umbringen, der spielt sowieso nicht mit, und dann kann seine Familie sein Blut trinken. Bitte Chef. Lass mich doch.“
Mit diesen Worten zog er die Tochter auf seinen Schoß.
Der Vater war nun in heller Panik: „Was auch immer ihr wollt, wir haben nicht viel Geld, aber ihr könnt alles haben, auch das Auto.“
Hank antwortete ihm: „Justizbeamter, wir nehmen uns alles, was wir wollen.“
Bernd Liedke schritt nun lieber ein. Bei Hank wusste man nie, was passieren würde. Er fragte: „Was hast du uns sonst noch zu bieten?“
„Ich mache doch nur ...“ Er stockte und dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: „Ihr wollt die Transportdaten.“
Der Mann bebte wie Espenlaub, während Liedke nickte.
„Richtig. Wir wollen alles, was in der nächsten Zeit aus Santa Fu rausgeht oder reinkommt. Jeden Namen, jeden Transport, jede Route. Wir überprüfen sie alle und du wirst nicht wissen, welche uns interessiert. Deine Frau und die Kinder nehmen wir mit. Wenn sie leben sollen, liegt es nur an dir. Mein Mitarbeiter hat recht. Notfalls fahren wir einfach hinter dem Bus hinterher.“
„Aber wie soll ich das denn machen, da gehen und kommen jeden Tag bis zu hundert, manchmal sogar mehr und es sind zwölf bis achtzehn Busse mit ebenso vielen Routen.“
„Du informierst die Gefängnisse doch auch per Internet und Fax. Hier hast du eine Email-Adresse, schick einfach immer eine Kopie als Weiterleitung dort hin und lösch es aus dem Ausgang. Wenn du erwischt wirst, bezahlt es deine Familie.“

Genauso lautlos wie sie gekommen waren, verschwanden sie auch wieder. Selbst den toten Hund nahmen sie mit. und natürlich die Frau und die Kinder.
Am nächsten Morgen klebte Hank an dem Justizangestellten. Aber der fuhr ordentlich, vielleicht ein wenig aufgeregt, zum Dienst. Kaum war er eingetroffen, trudelten die ersten Mails ein.
Die Familie des Justizbeamten befand sich in einer schalldichten Kabine auf einem Binnenschiff, unterhalb der Wasserlinie. Das Schiff fuhr von Hamburg nach Berlin. Die Ladung war Kies, als Fracht nutzlos, als Tarnung aber hilfreichsehr gut.

Schon am Abend des ersten Tages waren die Routenpläne alle klar. Drei Busse waren grob kontrolliert worden. Es gab keine Auffälligkeiten. In der Nacht durfte der Justizbeamte mit seiner Frau telefonieren. Der Anruf wurde unterwegs zweimal umgeleitet.


10. April 2006 Cali 23 Uhr 50

In Kolumbien brannte die Luft. Pablo Murillo tobte wie ein Wahnsinniger und ließ sich nicht beruhigen. Seine Leute versprachen ihm, das Schwein umzubringen, aber das reichte ihm nicht. Er wollte diesen Won persönlich töten. Aber wie sollte man den von Saipan nach Kolumbien schaffen? Das schien aussichtslos.
Also charterten die Kolumbianer ein Schiff, das mit höchster Geschwindigkeit und vielen Waffen und Leuten an Bord von den Philippinen nach Saipan aufbrach. Nach etwa zehn Tagen wollte Pablo mit weiteren Leuten in einem Charterflugzeug folgen.

Cecil Whiteness informierte Homer telefonisch: „Es ist alles zum Zuschlagen bereit. Willst du mit Johann dabei sein? Ich könnte dann auch nach Saipan kommen und wir hätten wieder einmal ein paar Nächte für uns. Der Zugriff soll gleich nach der Landung des Flugzeugs erfolgen.“
„Womit willst du denn die Verhaftung begründen, liebe Cecil? Ein paar Kolumbianer machen auf Saipan Urlaub.“
„Aber es sind Drogenhändler. In den USA ist dieser Pablo Murillo zur Fahndung ausgeschrieben. Dann die Waffen auf dem Schiff. Terrorismus. Das ist doch einfach.“
„Wer glaubt schon an einen kolumbianischen Drogenhändler als Terroristen. Die würden uns noch Entwicklungshilfe anbieten, damit sie ihren Umsatz an Drogen erhöhen könnten. Nein. Cecil, so geht das nicht. Ich weiß, ihr geht meist nicht mit euren Ergebnissen vor Gericht, aber ich muss das immer. Wir haben auf dem Territorium der nördlichen Marianen nicht die USA, sondern nur etwas Assoziiertes. Damit brauchen wir dort einen Mord, einen möglichst grausamen Mord, damit die den Täter nicht selber aburteilen und verwahren wollen.“
„Du willst diesen Won Dingsbums wirklich über die Klinge springen lassen?“
„Natürlich, Cecil, das würdest du doch mit Bin Laden auch machen und glaub mir, der Herr Won ist eindeutig schuldiger.“
„Gut, lieber Homer, wenn du meinst. Treffen wir uns nun in Saipan oder lieber irgendwo in Europa?“
„Cecil, am liebsten sofort, aber ich bin nicht Herr meines Timings. Ich vertrete hier bei dem Reichsgrafen nur die Interessen der USA und versuche unsere Aktiva, wie deinen Oreste Crispi, aus dem Gewusel rauszuhalten. Stell dir vor, der würde das gleiche, was er mit Won macht, jetzt mit dem machen. Da muss ich am Ball bleiben.“


12. April 2006 Hamburg 23 Uhr

Der Gefangenentransport würde am 15. April stattfinden. Das war absolut sicher. Demnach wurde der Justizbeamte nicht mehr benötigt. Man ließ seine Frau bei ihm anrufen, dass er sich krank melden sollte und nach Hause fahren sollte.
Vorstand und Kollegen nahmen ihm sofort ab, dass er eine Grippe mit Fieber hatte. „Er sah die letzten Tage ja schon elend aus“, sagten sie.
Als er heimkam, erwartete ihn Hank auf der Kellertreppe, die von der Garage zur Wohnung führte. Hank hatte keine Zeit für ein Spiel, denn das Binnenschiff war bereits wieder auf dem Rückweg nach Hamburg. Rasch erschoss er den Justizbeamten, überprüfte seinen Tod und verließ das Haus, um zum Schiff zu kommen.

Zwischen Neuruppin-Süd und Kremmen sind es auf der Autobahn genau zweiundzwanzig Kilometer, die durch das Luch, ein Moor und Sumpfgebiet führen. Zwischen Fehrbellin Hakenberg und Luhme fand am 18. Juni 1675 die Schlacht bei Fehrbellin statt, in der die Schweden rund 4.000 Mann an die brandenburgischen Kanonen und den Sumpf verloren.
Eine Stunde, bevor der Gefangentransporter die Stelle passieren sollte, fuhren die LKWs mit der Baustellenabsicherung auf die Autobahn und begannen mit dem Aufbau der Sicherungsanlage. Von drei Spuren wurde die Autobahn auf eine reduziert.
Als der Gefangenentransporter am Autobahnkreuz Wittstock-Dosse vorbeikam, reihte sich hinter ihm ein Kipplaster, der schwer mit Ton beladen war. Ein weiterer fuhr in die Baustelle und ein dritter wartete, bis der Bus kurz vor Neuruppin Süd war, um dann den Bus langsam auf sich auflaufen zu lassen.

Zur gleichen Zeit wurden sechzehn Funkmasten im gesamten Gebiet mit einem einzigen Impuls gesprengt. Im ganzen Bereich funktionierte kein Handy mehr. In der Baustelle zog der Kipper auf den Standstreifen, blinkte und bremste. Bevor der Gefangenentransporter beschleunigen und vorbeifahren konnte, zog der andere Kipper aus der Baustelle vor ihn und bremste abrupt. Der Bus prallte auf den Laster, der Fahrer und sein Begleiter waren schwer verletzt. Der nachfolgende Verkehr wurde durch den Laster hinter dem Gefangenentransporter abgeschirmt und gestoppt.
Der gesamte Verkehr stand. Im gleichen Moment sprangen mehrere schwer bewaffnete und maskierte Männer aus dem Graben neben der Autobahn, stürzten sich auf den Transporter und sprengten die Tür. Bevor sich die Justizbeamten zur Wehr setzen konnten, wurden sie getötet.
Dasselbe Schicksal ereilte die meisten Gefangenen. Nur zwei Hells Angels und Roger Harry Schillke wurden aus dem Bus befreit. Die Biker wussten vor Freude gar nicht, wie ihnen geschah. Sie hatten mit keiner Befreiung gerechnet.
Allerdings war ihre Euphorie von kurzer Dauer, Sekunden, nachdem sich der Transporter in Bewegung gesetzt hatte, wurden sie erschossen. Sie sollten nur als Decnkmantel dienen. Der Transporter wurde bei Ferch auf einem Parkplatz abgestellt.

Roger Harry Schillke hätte eigentlich glücklich sein können. Die Tortur mit dem Gefangenentransporter, der Aufenthalt in der Zelle, all das war vorbei. Bei Ferch hatte man ihn aber in den Stauraum eines Wohnmobiles geparkt, in dem er nun über die Autobahn geschaukelt wurde. Im Dunkeln und im Mief. Er hatte keine Chance sich zu beschweren.
Auf der Autobahn herrschte ein heilloses Durcheinander. Erst ein Polizeihubschrauber fand den Grund des Staus heraus und führte von Kremmen Einsatzkräfte heran.
Inzwischen war es überall zu Auffahrunfällen gekommen. Die Autobahn wurde weiträumig gesperrt, die Fahrzeuge so weit wie möglich umgeleitet.
Erst vier Stunden später war überhaupt wirklich klar, dass es einen Überfall gegeben hatte. Bernds Söldner waren bis auf Hank längst mit Flugzeugen von Magdeburg, Hannover und Leipzig in wohlverdiente Urlaube verschwunden.

Hank hatte mit dem Motorrad das Binnenschiff erreicht und lebte nun seine Triebe aus. Allerdings beschädigte er die Ware körperlich nicht allzu sehr. Denn die sollte in Hamburg auf einen Trampfrachter umgeladen werden, um in Südamerika für Lustgewinn zu sorgen. Nach zwei Nächten und einem Tag mit Hank kam Liedkes Familie alles andere wie das Paradies vor.


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Verbindungsdaten - Alltäglicher Skandal bei der Telekom

Geschrieben von
Jochen Hoff
Donnerstag, 29. Mai 2008
Kommentare (6) | Trackbacks (0)

Es ist immer wieder schön, wie die Wellen hochschlagen in Deutschland, wenn irgendeinem etwas auffällt das schon lange so ist. Da hatten wir gerade die Kameraüberwachung bei Lidl. Ein aufgeklärter Mensch fragt sich sofort was an dieser Nachricht so aufregend ist. Die Kameras sind doch zu sehen. Überall an jeder Tankstelle, vor dem Damenklo. Hat denn wirklich irgendwer geglaubt die würden nicht benutzt. Warum hätte man sie dann wohl aufgehängt.

Unter unserem Innenminister Wolfgang "Geldkoffer" Schäuble, der nach eigenem Bekunden nicht vollständig durchgeknallt ist, und der Reisekanzlerin Angela Merkel ist es doch schon ein fataler staatsgefährdender Fehler, wen ein weggeworfener Kaugummi oder Zigarettenstummel nicht von Kameras überwacht und sofort geahndet wird. Am besten gleich durch den Einsatz von Flugzeugen, Panzern und Raketenwerfern der Bundeswehr.

Jedes Arbeitsgericht bestätigt eine Kündigung, wenn ein Mitarbeiter trotz Abmahnung während der Arbeitszeit seine privaten Mails abfragt oder gar auch außerhalb der Arbeitszeit nackte Tanten im Internet betrachtet. Selbstverständlich sind Privattelefonate innerhalb der Dienstzeit ein Kündigungsgrund und niemand regt sich darüber auf, dass die Firmen die Verbindungsdaten aus den eigenen Telefonanlagen speichern und verarbeiten.

Es müsste doch Heise völlig klar sein, wie das abläuft. Die Telefonnummern aller ein- und ausgehenden Telefonate werden gespeichert und mit der Kunden- und Lieferantendatei sowie dem Behördenverzeichnis gegengecheckt. Deshalb gibt es ja all die vielen Dateien.

So bleibt im Raster hängen, wer mit unbekannten Nummern telefoniert, Mitarbeiter die mit ihrer eigenen Telefonnummer telefonieren und all die jenigen, die mit unliebsamen Leuten wie ehemaligen Mitarbeitern oder Überwachungsbehörden telefonieren. Ein weiterer Check noch gegen KlickTel oder ein anderes Verzeichnis und es blieben relativ wenige Nummern je Mitarbeiter übrig, die notfalls manuell abgeprüft werden müssen. Mit ein wenig Ehrgeiz aber auch kein Problem.

Normalerweise kennt ein Unternehmen jeden mit dem ein Mitarbeiter telefoniert. Zwar kommen immer neue hinzu, aber tatsächlich sind es doch immer rund 200 Leute mit denen jemand telefonischen Kontakt hat. Bei dieser Überwacherei gibt es auch wenig Unrechtsbewusstsein. Man kann den Menschen nicht ständig durch die Medien ins Ohr brüllen, dass die Kontrolle der Verbindungsdaten und das Abhören, das Aufbrechen von Wohnungen und das Bespitzeln von Computern nur dem Schutz dient und dann erwarten das die sich nicht selber schützen.

Das was Schäuble, Beckstein, Wiefelspütz und Merkel ständig predigen kann doch nicht unrecht sein. Egal was irgendwelche Gerichte sagen. Schäuble macht es ja vor. Kaum sagt ein Gericht nein, sagt Schäuble dass ihn das Gericht mal kann und macht es andersherum. Es ist das alte Elend. Man kann Recht nicht teilen. Entweder gibt es ein Recht, dann gilt es auch für Innenminister, die sich selbst nicht für vollständig durchgeknallt halten und Geld von Waffenschiebern angenommen haben, oder es gilt für keinen.

Schäubles ständige Notstandsgesetzgebung hat das Recht zerstört. Mit einem zerstörten Recht könnten wir ja noch leben, aber gleichzeitig zerbarst das Rechtsempfinden. Wo es aber kein Rechtsempfinden mehr gibt wird Unrecht automatisch zu Recht. Da es in Deutschland keinen ernst zu nehmenden Widerstand gibt, und eben auch keine politische Opposition, keine freien Medien und vor allem keine verantwortliche handelnde Justiz ist die Rechtlosigkeit der natürliche Zustand.

Wenn wir uns dann den Fall Telekom mal etwas genauer ansehen, so unterscheidet er sich zunächst nur wenig von dem was Firmen und auch Behörden normalerweise tun, um ihre Angestellten und damit auch deren Familien und sonstige Kontakte zu bespitzeln. Alltag sozusagen. Das Besondere ist eigentlich nur, dass es sich um ein Telekommunikationsunternehmen handelt, das die Verbindungsdaten im Auftrag des Staates speichert.

Es hält also die Daten vor, die der Staat benutzen will um die Bürger zu bespitzeln. Durch die Bespitzelung lassen sich zwar keine echten Terroristen bekämpfen, aber der Widerstand der Bürger gegen die herrschende Kaste unterdrücken und schon ohne die eigentliche Verwendung der Daten lässt sich ein Klima der Angst erzeugen, das Solidarisierung verhindern soll. Vermutlich geht es im wesentlichen bei der Vorratsdatenspeicherung um die Erzeugung von Angst.

Nun hat die Telekom diese Daten und gleichzeitig das Problem, das sie ihr Missmanagement, ihren häufigen Betrug am Kunden sowie am Aktionär und den miesen Umgang mit den Mitarbeitern nicht in den eigenen Reihen halten kann. Irgendjemand hat ein Gewissen. Ein anderer quatscht aus Geltungssucht. Vielleicht wird aber einfach nur jemand ausgeforscht. Egal. Man möchte wissen wer redet.

Vernünftige Menschen, die aber heutzutage in Deutschland nicht mehr Manager werden können, würden davon ausgehen, das solche Gespräche im privaten Umfeld, in der Kneipe oder mit dem Nachbarn über den Zaun erfolgen. Wenn jemand mit den Verträgen seines Arbeitgebers, dem auch noch das Netz gehört im Netz telefoniert, SMS verschickt, surft oder Mails verwendet und Manager ist, dann müsste der normalerweise wissen, das er keine geheime Kommunikation führen kann.

Aber da die Telekom selber davon ausgeht, das ihre Manager zu dumm sind, sich selbst die Hose zu zumachen, glauben sie auch, dass diese Manager die Gefahr nicht begreifen und von ihren Anschlüssen oder gar dem Diensttelefon mit Journalisten oder anderen bösen Feinden telefonieren. Das mutet intelligenten Menschen lächerlich an, aber mit diesem Denken kann man im Vorstand und Aufsichtsrat von DAX-Unternehmen landen. Was auch einiges erklärt.

Das die Telekom bei dieser Gemengelage nun einen Großangriff startet und alle Telefonate ihrer Leute mit Journalisten überprüfen lässt, überrascht da nicht. Natürlich hat man als Telekommunikationsunternehmen die Telefonnummern so ziemlich aller Journalisten, Redaktionen und eben auch die der meisten Privatwohnungen. Man hat auch Hebammen und Frauenärztinnen. Drogenberatungsstellen und Psychologen und selbstverständlich die Telefonseelsorge. Das alles ist Handwerk. Der Rest Arbeit.

Natürlich würden intelligente Menschen auch hier wieder vermuten, das kluge Journalisten Telefonnummern haben, die sich so einfach nicht herausfinden lassen, weil sie auf Freundinnen, Großtanten oder Bekannte laufen. Das eigene Mitarbeiter vielleicht von Freunden oder aus der Kneipe telefonieren oder nicht zuordnungsfähige Handys besitzen oder gar Voice over IP benutzen und Journalisten das gleiche tun.

All dies ficht die Leistungselite der Deutschen Telekom nicht an. Nachdenken war noch nie deren Stärke. Wozu auch. Die Deutsche Bank sorgt doch dafür, das niemand wirklich fallen kann. Die segnen mit den Stimmen der Aktionäre die sie vertreten alles ab. Darin sind andere Banken nicht anders. Es gibt eben keine Kontrolle und keine Verantwortung. Alle sind neoliberal.

Ob das Verfahren illegal ist. Wen interessiert es. Auch wenn Thomas Knüwer und andere beim Handelsblatt ganz erstaunt sind wie offen mit der Sache umgegangen wird, verblüfft das doch nur auf den ersten Blick:

Der Kollege Jens Koenen hat gerade bei der Blattkritik in der morgendlichen Ressortkonferenz etwas Kluges angemerkt: "Ich bin überrascht, wie offen die sind."

Die, das sind der ehemalige Telekom-Personalvorstand Heinz Klinkhammer sowie Ralph Kühn, Chef von Network Deutschland, jenem "Recherchedienst", der im Auftrag der Deutschen Telekom die Telefonverbindungen zwischen Aufsichtsräten und Journalisten durchleuchtete.

..

Bei der Telekom-Affaire aber geht das verdammt schnell. Dass Kühn und gerade Klinkhammer nicht nur Details verraten, sondern auch noch offen gegen Personen wie Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und Ex-Aufsichtsratslenker Klaus Zumwinkel schießen - das ist ungewöhnlich. Und es könnte der Frühindikator dafür sein, dass hier eine Schlammschlacht losbricht, wie sie die deutsche Wirtschaft vielleicht noch nie erlebt hat.


Ja. So kann man argumentieren wenn man daran glaubt das es in Deutschland Recht und Gesetz gibt. Man kann es aber auch ganz anders sehen. Das handelsblatt möge sich seine Archive ansehen. Es gibt in Deutschland keine Rechtssprechung gegen die Vorstandsebene von Großunternehmen. Normalerweise kommt es wie bei von Pierer gar nicht zur Anklage oder die Anklage wird im Rahmen von Rechtsgesprächen auf eine im Verhältnis minimale und bedeutungslose Geldbuße zusammengestutzt die dann eben keine Strafe ist.

Ackermann, Harz, Piech und Pierer blieben und bleiben folgenlos. Heinz Klinkhammer und Ralph Kühn können davon ausgehen, das sich Herr Obermann als unwissend darstellen wird, also den Piech macht. Das gleiche werden Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und Ex-Aufsichtsratslenker Klaus Zumwinkel versuchen.

Dadurch das Klinkhammer und Kühn so früh mit ihrer Geschichte draußen waren, wirken sie glaubwürdiger. Es besteht die Gefahr öffentlicher Proteste oder eines noch größeren Justizverdrusses wenn solche Leute allzu hart bestraft werden.

Es wird niemand glauben, dass die beiden aus eigenen Mutwillen gehandelt haben, was ebenfalls hilft. Das auch bei den Siemens Mitarbeitern die jetzt wegen Bestechung in Reihe verurteilten kein Eigeninteresse vorliegt, spielt hier keine Rolle. Bei Siemens geht es um große Politik. Natürlich kann man auch hier Ricke und Zumwinkel nicht verurteilen. Zumwinkel steckt bis über beide Oberarme im neoliberalen Sumpf.

Das er wegen des Postmindestlohns in die Steuerhinterziehungsgeschichte kam, von der man jetzt auch nichts mehr hört, war ein klares Strafsignal, das sich weniger an ihn, als mehr an andere zur Abschreckung wandte. Sollte man ihn aber jetzt noch einmal durch die Mühle drehen wollen, könnte es sein, dass Zumwinkel Amok läuft und seine Kenntnisse über die neoliberalen Strukturen und die verschiedenen "wissenschaftlichen" Institute preisgibt.

Das würde der menschenverachtende Neoliberalismus in Deutschland und auch die beiden ihn tragenden Parteien nicht überleben. Deshalb wird es kein Verfahren und keine Schlammschlacht geben. Klinkhammer und Kühn werden sich hinter dem omminösen Mitarbeiter verbergen dürfen, der dann die alleinige Schuld tragen wird:

Klinkhammer sei von 1996 bis 2006 für die Konzernsicherheit verantwortlich gewesen. Ein Mitarbeiter dieser Abteilung sollte vor drei Jahren undichte Stellen im Konzern finden. "Dieser Auftrag, die Lücken für die Indiskretionen zu finden und zu schließen, ist an mir sowie am Chef der Konzernsicherheit vorbei aus dem Umfeld Ricke und Zumwinkel erteilt worden", sagte Klinkhammer der Zeitung. "Der Mann, der diesen Auftrag hatte, durfte weder mit mir noch mit seinem Chef darüber sprechen."

Ricke wies die Behauptungen gegenüber der Zeitung zurück: "Diese Vorwürfe sind unwahr und haltlos."

Zumwinkel hatte jede Verwicklung in die Abhör-Affäre bei dem Unternehmen bereits bestritten. "Herr Zumwinkel hat keinen persönlichen Auftrag und keinerlei Anweisungen gegeben", sagte sein Sprecher zu Reuters. Die Geschäfte eines Unternehmens führe der Vorstand. "Ein Aufsichtsratvorsitzender kann Mitarbeitern des Unternehmens keine Anweisungen geben", fügte er hinzu. Die angeblichen Datenspeicherungen seien - so es sie gegeben habe - nicht mit dem Einverständnis Zumwinkels erfolgt.


Natürlich hat auch Obermann nichts gewusst, auch wenn die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass er vertuschen wollte. Aber Obermann ist ja nicht angreifbar. Er kann sich auf die Zwangsgebührenzahler bei der GEZ verlassen, die schon dafür sorgen das er öffentlich von allem reingewaschen wird. Maybritt Illner und ihrer neoliberalen Truppe sei dank.

Wenn jemand den real existierenden Neoliberalismus in Deutschland beschreiben möchte, kann er diesen Fall als exemplarisch ansehen. Formal ist von den Verantwortlichen keiner Schuld. Niemand gab einen Befehl. Wozu auch?

Wenn der Chef der Post AG und Aufsichtsratsvorsitzende wohlmöglich mit dem Vorstandsvorsitzenden zusammensitzt und beide dem Mitarbeiter X erklären: "Wissen Sie X, das ist natürlich ein heikles Thema. Muss unter der Decke bleiben. Aber zu unserem Schutz leider unumgänglich. X sie machen das schon. Sind ja ein findiges Kerlchen. X, Sie haben unser Vertrauen. Enttäuschen sie uns nicht. Und. X. Zu keinem ein Wort. Wenn jemand dumme Fragen stellt, verweisen sie auf uns. Bei uns traut sich keiner nachzufragen. X sie sind unser Mann!"

Wahrscheinlich haben die beiden neoliberalen Elitemenschen danach noch bei einem Glas über den dummen Herrn X gelacht. Ein Opferlamm. Dumm wie Stroh. Genauso wahrscheinlich ist der Herr X nach Hause gegangen und war ganz stolz, wollte aber nichts sagen und lechtzte trotzdem nach privater Anerkennung. Vielleicht sah er die Beförderung und das Geld schon vor sich.

Jetzt bekommt er die Härte des Gesetzes zu spüren. Die Richter und Staatsanwälte werden ihn tadelnd ansehen und fragen wie er das nur machen konnte und ihm sagen das er doch wissen gemusst hätte. Wenn er dann auf seine Chefs verweist, dann werden sie ihn hämisch grinsend fragen wo er denn den schriftlichen Auftrag hat und dann wird er gnadenlos verknackt. Schließlich sind wir ein Rechtsstaat. Hier herrscht ein besonderes Recht und eine besondere Ordnung.

An diesem System ist nichts mehr zu reparieren. Es ist ein Totalschaden. Da hilft nur ein Reboot und ein völliger Neuanfang.


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Wir wollen nicht gedenken

Geschrieben von
Jochen Hoff
Donnerstag, 29. Mai 2008
Kommentare (2) | Trackbacks (0)

Das ist doch alles schon so lange her. Wer braucht da noch Gedenkstätten. Das sagt man natürlich nicht laut. Laut schafft man Zentralgedenkstätten. Als Hauptgedenkstätten in der Hauptstadt. An Stellen wo man vielleicht über die Hauptstadt nachdenken, aber nicht den Opfern gedenken könnte.

Natürlich streng getrennte Hauptgedenkstätten. Da macht man es wie Naziverbrecher und gibt denen damit nachträglich recht:


Kennzeichen für Schutzhäftlinge in den Konzentrationslagern (wikipedia)



Die Nazis waren gute Bürokraten. Die wussten zu trennen. Wenn wir nichts gelernt haben dann eines. Wir trennen. Wir trennen den Müll, wir trennen die Alten von den Jungen, die Kranken von den Gesunden, die Armen von den Reichen, die Klugen von den Dummen, die noch mit Arbeitsverträgen versehenen von den Arbeitslosen, die Arbeitslosen von den Hartz IV Empfängern. Wir trennen.

Natürlich trennen wir auch die Opfer der Nazimörder. Den vom mörderischen CDU-Politiker, Richter und Weikersheim-Gründer nach Kriegsende ermordeten Matrosen Walter Gröger trennen wir von den Menschen in dem wir seinem Mörder vom CDU-Ministerpräsidenten Herrn Oettinger eine ergreifende Gedächtnisrede halten lassen und dieser schmutzige Mann auch noch weiter Politik für die CDU in Deutschland machen darf.

Jede neue Entscheidung in diesem Bundestag der Unmenschlichkeit führt zu weiteren Trennungen, raubt den Menschen den Mut, die Hoffnung und das Selbstwertgefühl. Da ist es klar das die auch den Opfern getrennt gedenken.

Den toten Juden ihr Mahnmal, ein Mahnmal für die in der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma, ein Homosexuellen-Mahnmal, kein Mahnmal für die Bibelforscher und auch keins für die Kommunisten und Sozialisten. Keins für die Huren und Kleinkriminellen. Selbst im Tode wissen wir noch wohl zu trennen.

Nun haben wir da also ein paar künstliche Mahnmale an bedeutungslosen Stellen. Was ich von Mahnmalen halte habe ich schon früher geschildert:

... Orte des Erinnerns haben wir mehr als genug - Dachau, Sachsenhausen, Buchenwald, Mauthausen, Ravensbrück, Auschwitz, Bergen-Belsen - wozu brauchen wir da ein paar Stahlbetonstelen, um an die Toten zu erinnern?


Es wäre mir auch ziemlich egal was die große Politik zusammen mit einigen Berufsopfern und Berufsbetroffenen hier in Berlin betrieben. Geld hätten wir in Unmengen für viele Mahnmale und Denkmäler übrig. Aber es gibt einen Punkt, der treibt einem die Scham und die Wut ins Gesicht. Während sich hier ein paar alte geifernde Böcke und die dazugehörigen Ziegen gegenseitig beweihräuchern weil sie ein Ei gekackt, bzw. ein Denkmal errichtet haben, zerfallen uns aus Geldmangel die Orte des wirklichen Gedenkens.

Matthias Hannemann schreibt in der FAZ einen Artikel den man all diesen Berliner Hauptstadmahnmalfuzzies solange um die Ohren schlagen sollte, bis sie begriffen haben was sie da eigentlich treiben:

Konzentrationslager Bergen-Belsen
Im schweren Gelände der Geschichte

Es wächst viel Gras über diesen Dingen, und ein Wald aus schnellem, auch billigem Holz. Und wäre nicht dieser Neubau, dieser weiße Betonkeil, den sie unlängst in den Wald hineintrieben, so dass er auch von der Landstraße aus gesehen werden muss - die Rechnung des Landschaftsarchitekten Wilhelm Hübotter wäre fast aufgegangen: Ein grauenhaft deutscher Ort im Nichts der Lüneburger Heide hätte sich in eine germanische Kultstätte, ganz ähnlich dem Sachsenhain, verwandelt.

Im Sachsenhain gedachte die SS einst der Hinrichtung der Sachsen durch Karl den Großen, eines „Blutgerichts“. Auch die Briten verstanden, dass der Sachsenhain als Blaupause für eine Gedenkstätte nicht anging, nachdem sie das Konzentrationslager Bergen-Belsen befreit und die Leichenberge mit Bulldozern zusammengeschoben hatten. Und trotzdem wurde das Gelände des Lagers im Winter 1945, kurz nach den ersten Prozessen, im Wesentlichen nach Hübotters Entwürfen begradigt, bis die Massengräber von einst zu Grabhügeln stilisiert und die Reste des Lagers unter Heide und Wald verschwunden waren.

..

„Was es nach der Verbrennung der Baracken noch zu sehen gab, wurde von deutschen Behörden schnell abgerissen.“ Wilfried Wiedemann packt eine Luftaufnahme der Royal Air Force aus dem September 1944 aus, die in der Flut der Aufklärungsbilder nicht mehr ausgewertet worden war. Erst jetzt kommt sie zum Einsatz. Sie hilft Jugendgruppen bei Ausgrabungen, die Funde wurden in den Boden des neuen Dokumentenhauses eingelassen: etwas Geschirr, eine Brille, Stacheldraht. Und sie hilft auch Besuchern, sich auf den verschütteten Pfaden des Lagers zu orientieren.

„Wir haben immerhin schon Schneisen in den Wald schlagen können, um die alte Struktur besser anzudeuten“, sagt Habbo Knoch. „Vielleicht können wir eines Tages auch Teile der Lagerstraße freilegen.“ Aber das ist kaum zu bewältigen über Initiativen wie die des Landesjugendrings Niedersachsen oder der „AG Bergen-Belsen“, die sich etwa für einen Güterwaggon an der vergessenen Verladerampe des Lagers einsetzt. Anders als den Gedenkstätten im Osten Deutschlands - vor allem den von der DDR propagandistisch ausgeschlachteten Konzentrationslagern Buchenwald, Sachsenhausen und Ravensbrück - wird den Gedenkstätten Bergen-Belsen, Dachau bei München, Neuengamme bei Hamburg und Flossenbürg im Oberpfälzer Wald bislang noch keine institutionelle Förderung mit Bundesmitteln zuteil.


Während sie uns in neue Kriege treiben, hatten weder der Schröder, noch der Joschka Fischer auch nur einen Gedanken an die Toten der Vergangenheit übrig. Von dem jämmerlichen Peter Struck will ich gar nicht reden. Bei der CDU verstehe ich es ja noch. Die muss sich vor allzu viel Nachdenken schützen. Arbeitet sie doch fleißig daran die neuen Verfolger in ihre Reihen zu ziehen. Außerdem ehren sie ja die Mörder aus dieser Zeit bis heute.

Die Menschen in diesem Land aber wissen, dass die Vergangenheit unkenntlich gemacht werden soll, damit niemand mehr Vergleiche ziehen kann. Man kann vielleich ein paar dumme junge CDU-Anhänger dazu anstiften ein Zweiklassenwahlrecht zu fordern oder man kann sich einen Muslimjäger halten. Man kann Gras über die Gedenkstätten wachsen lassen oder fröhlich zuschauen, wie die letzten Baracken abgefackelt werden. Aber man kann diese Vergangenheit nicht beerdigen. Egal was sich diese jämmerlichen Gestalten zusammenlügen.

Trennt weiter und immer weiter. Schafft euch die kleinen Gruppen denen ihr glaubt gefahrlos überlegen zu sein. Die Juden sind dumm genug euer Spiel mitzumachen. Die Homosexuellen freudig erregt. Andere haben das gemeine Spiel längst durchschaut. Die Vergangenheit ist nicht tot. Sie ist noch nicht einmal vergangen hat Franz-Josef Degenhardt diesem Land gesungen.

Es wird wieder Bundschuhzeit. Noch sind die roten Hähne in ihren Käfigen. Aber es wächst der Zorn und die heiße Wut in diesem Land. Das schnell wachsende Holz auf den Gräbern ist zwar kein beständiges Holz, aber für einfache Knüppel hervorragend geeignet. Einen Knüppel weiß jeder zu führen.


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Schutz vor unbekannten Viren

Geschrieben von
Jochen Hoff
Mittwoch, 28. Mai 2008
Kommentar (1) | Trackbacks (0)

Die Welt wird immer verrückter. Oder besser die Welt Unterabteilung Microsoft wird immer verrückter:

Microsoft wurde in der vergangenen Woche vom US-Patentamt ein Patent für einen "proaktiven Virenschutz" zugesprochen. Der Microsoft-Entwickler Adrian Marinescu nimmt für sich in Anspruch, den Schutz vor unbekannten Viren erfunden zu haben.


Wolfram Eilenberger, Philosophischer Korrespondent des Cicero hat sich für uns die Mühe gemacht proaktives Handeln etwas genauer zu beleuchten:

Distanz zum Wahnsinn
Wortgetüme: Proaktives Warten auf Godot
Noch vor wenigen Monaten war Wladimir Landstreicher. Heute bildet er eine dynamische Ich-AG. Seit er das Buch „Seven Habits of highly effective People“ von Stephen Covey studiert hat, handelt er proaktiv. Nie wieder wird er warten, nie wieder passiv sein. Denn nur wer reagiert, wird Opfer. Nur der Reaktive fühlt sich wie bestellt und nicht abgeholt. Reagieren heißt verlieren! Wladimir
wiederholt diese Sätze jeden Morgen. Er spürt, wie es aufwärts geht. Wladimir hat eingesehen, dass die eigentlich erfolgsgarantierende Handlung einem Ereignis weit vorangehen muss.

Bereits im Vorfeld hatte Wladimir deshalb proaktiv durchgespielt, wie er eine erneute Verspätung Godots kompensieren und nutzen könnte. Tatsächlich war er sich sogar sicher gewesen, Godot würde auch diesmal nicht zum vereinbarten Termin erscheinen.
Nur deshalb hatte Wladimir der Verabredung überhaupt zugestimmt. Durch diese proaktive Situationssteuerung weiß er sich nun für die eigentliche Zusammenkunft mit Godot in einer psychologisch noch günstigeren Ausgangsposition. Recht verstanden, denkt Wladimir, bin es also ich, der Godot versetzt. Und je länger ich hier proaktiv wartend im Regen stehe, desto größer werden meine Erfolgschancen.


Lassen wir es damit genug sein, obwohl sich das weitere Lesen des Beitrags unbedingt lohnt. Amerikanische Patentämter zu kommentieren ist wie Witze über Helmut Kohl machen. Witzlos. Die würden glatt die Erfindung des Toilettenpapiers zeitgleich zweimal neu patentieren und dazu auch die es Kaffeebechers. Dazu noch alle mechanischen oder elektrischen Geräte inkl. des Blizableiters. Die haben keine Hemmung.

Microsoft. Millionen Fliegen können sich eben nicht irren, deshalb ist ja auch der Deutsche Bundestag für Microsoft und gegen Open Source. Bisher habe ich Microsoft allerdings immer eher für eine Sache der Vergangenheit gehalten. Es ist schon seltsam, das die zwar die Probleme ihrer Software in der Gegenwart nicht lösen können, aber schon Lösungen gegen die Viren der Zukunft haben.

Vielleicht sollte das europäische Patentamt mal eben alle amerikanischen Patente löschen. Sie können sich ja immer damit rausreden, das sie Software von Microsoft verwenden. Das erklärt jeden Absturz.


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Nicht die Steine umdrehen

Geschrieben von
Jochen Hoff
Mittwoch, 28. Mai 2008
Kommentar (1) | Trackback (1)

Es ist das alte Problem, wenn man die Steine umdreht sieht man zwangläufig was darunter ist. Das lässt sich nicht vermeiden. Nachdem ich gestern, bevor mir übel wurde, schon festgestellt hatte, das ein Teil der Werbung für PI aus dem Umfeld von Dr. Udo Ulfkotte kommt, möchte ich eine alte Theorie von mir noch einmal erneuern.

In der Vergangenheit war es schon oft so, dass Nachrichten aus dem Ulfkotte Umfeld teilweise schon Tage bevor sie auf Akte Islam standen von PI veröffentlicht wurden und das hoch brisante oder erfreuliche Dinge mit ein paar Stunden Vorsprung auf PI und teilweise auch auf Kewill stehen. Erwähnt man dazu noch, das die Redaktion von PI bei Ulfkottes nicht ganz so gelungener Parteigründung war, Ulfkotte als Gastautor bei PI auftrat und jede seine Bewegungen dort bis in den Himmel gelobt wurde, so lässt das nur einen Schluss zu. Entweder sind Ulfkotte und PI zwei Arme einer Organisation oder es existiert doch zumindest eine tiefe Freundschaft und innige Zusammenarbeit.

Das System Ulfkotte würde ja auch ohne das Schwert PI nicht funktionieren. Während die Akte Islam keine Kommentare zulässt und nur verlautbart, ist PI scheinbar die Diskussionplattform dazu. PI ist mit seinem Server ins Ausland geflohen um sich vor dem deutschen Rechtssystem zu verbergen, während Herr Dr. Ulfkotte in Deutschland dieses System benutzt um seinem Geiste und jenen die von seinem Geiste sind alle Freiheiten zu verschaffen und seine Gegner mundtot zu machen. Übrigens auch eine Idee die auf PI geboren und diskutiert wurde.

Wie gestern bereits beschrieben hat Ulfkotte damit das gesamte Spektrum zur Verfügung. Von SIOE die im Moment wegen Brüssel noch etwas stinkig sind, über den Vlaamse Belang, zu Zukunft CH und bis tief in die Blocher Truppen herein. Er tritt dort sogar als Wahlhelfer auf und die Zusammenarbeit mit den rechten in Österreich ist ebenfalls dokumentiert.

Über seinen Vertrauten und Freund Bart Debie vom Vlaamse Belang, der in Belgien zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und einer Gefängnisstrafe erstinstanzlich verurteilt wurde, hat er den Zugang zu Pro Köln und und den anderen Pros. Die CDU legt ihm ihre Ortsvereine zu Füßen und die Ultrarechten um Weikersheim werben in seinem Umfeld. Das System Ulfkotte ist sehr erfolgreich. Wenn man die Steine nicht umdreht.

Aber immer mehr Leute drehen die Steine um. Auf Nachfrage von Dietmar Näher von Politisch Korrekt, äußert sich Fritz Kuhn, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Deutschen Bundestag klar und eindeutig:

... vor dem Internet-Weblog "Politically Incorrect" kann aus meiner Sicht nur gewarnt werden, dieser Blog behauptet, proisraelisch und proamerikanisch zu sein und lehnt doch mit jedem neuen Beitrag genau die Werte ab, für die diese pluralistischen Demokratien stehen. Behauptet wird, angeblich unterdrückte Nachrichten über die Islamisierung Europas zu verbreiten, in Wahrheit wird Hass gegen alle Moslems geschürt. Dem Islam und allen Moslems wird unterstellt, nichts als Hass und Intoleranz zu verkörpern, dabei ist es dieser Blog, der nur aus Hass und Rassismus besteht und das perverserweise als Kampf gegen Intoleranz ausgibt. Der Blog versucht nichts anderes, als den Islam und die Muslime im wahrsten Sinne des Wortes zu verteufeln.


Wenn man sich überlegt das die gleichen Inhalte die man auf PI vorfindet, auch bei Kewil, Winkelried, der grünen Pest, beim Dolomitengeist, beim Patriotischen Forum Süddeutschland und der Akte Islam von Dr. Ulfkotte und Pax Europa stehen dann kann man wohl mit Fug und Recht von einer Gattung der antiislamischen Blogs reden. Natürlich gibt es noch ein paar Tausend ähnlicher Blogs. Die Liste würde jeden Rahmen sprengen.

Wenn das was Fritz Kuhn sagt, für PI stimmt, dann stimmt es auch für all die anderen gleichen Blogs, Foren und Verkündungsplattformen. Ich muss mich natürlich von einer solchen Schlußfolgerung distanzieren, weil mir das Landgericht Frankfurt ja untersagt hat, mich zu äußern, damit sich das Gedankengut, das Herr Kuhn hier beschreibt, ohne meine gärtnerische Gestaltung frei ausbreiten kann.

Aber lassen wir das Landgericht und gehen einfach einen Schritt weiter. Noch jemand hat einen Stein umgedreht. Auf Citronengras beschäftigt sich Frank mit seltsamen Ähnlichkeiten:

Und wo ich schon mal beim Thema bin… Ich möchte gar nicht genau wissen, warum das jemand online stellt — Fakt ist, dass man über die gängigen Filesharingnetzen ohne Probleme an authentisches NS-Propagandamaterial kommt. Als ich jüngst für jemanden, der sie in der Tat nur für Recherchezwecke benötigt, ein paar Ausgaben des “Stürmer” im PDF-Format zog und einen Blick hineinwarf, war ich baß erstaunt, welche rhetorischen Parallelen es doch zum Auswurf der bekannten islamohostilen Web-Kaffeekränzchen gibt.

Zum Beispiel, wenn es um vermeintliche Sonderrechte für die je verhasste Religionsgruppe geht:


Der Stürmer empört sich über jüdische Sonderrechte
“Der Stürmer” 19/1942, S. 2



“So weit sind wir also schon!” plärrte es sinngemäß auch PI, als dort die Meldung eines englischen Käseblattes aufgegriffen wird, wonach Muslimen für eine begrenzte Zeit (Ende des Ramadan) im Umfeld einer Moschee eingeräumt wurde, das Auto an Stellen abzusetzen, wo Parken eigentlich verboten ist. Eindeutig ein Beleg für die voranschreitende Islamisierung Westeuropas, gell?

Auch Propaganda gegen politische Feinde, denen eine “Versippung” mit der verhassten und als evident schädlich gesehenen Volksgruppe nachgesagt wird, gab es damals schon. Im folgenden Artikel wird Königin Viktoria von England “nachgewiesen”, dass sie jüdischen Blutes sei, womit dem eitrigen eifrigen “Stürmer”-Leser natürlich alles klar ist:


Der Stürmer zu Königin Viktoria
“Der Stürmer” 44/1942, S. 2



Da dürfte wohl nicht nur mir Barack Obama einfallen, der bei PI und Co. dadurch diskrediert werden sollte, dass er Muslim ist? War? Gewesen sein soll? und damit affirmativ in der Meinung der PI-Jünger per se nur ein Terrorist sein konnte. Natürlich ist das Unfug. Lustige Details und Nebenschauplätze bei politischkorrekt.info: (1) (2) (3).

Im folgenden Artikel schließlich versucht der “Stürmer” seinen Lesern anhand von Talmudzitaten zu belegen, weshalb “der Jude” ein durchtriebenes, doppelmoralisches Wesen ist…


Der Stürmer: Talmudzitate
“Der Stürmer” 44/1942, S. 4



… was mich frappant daran erinnert, wie die selbsternannten Islamexperten um “Politically Incorrect” immer wieder neue Zitate aus dem Koran zusammenklauben, aus dem Zusammenhang reißen und als Menetekel der dräuenden muslimischen Welteroberung präsentieren — ganz egal wie viele anderslautende Darstellungen der Wälzer beinhaltet oder welche Interpretationen die Schriftgelehrten anbieten. Mal ganz abgesehen, dass auch die Bibel so ihre “Stellen” hat.


Es macht sehr viel Sinn den Originalartikel selbst zu lesen, weil da auch Vergrößerungen der Stürmer-Artikel vorhanden sind und außerdem die Verfolgungs- und Bestrafungsriten von PI erläutert werden. Ansonsten kann ich Frank nur zustimmen. Als ich zum ersten Mal Akte Islam las kamen mir ähnliche Stürmergeschichten sofort hoch und viele Gespräche die ich mit Opfern aber auch mit Tätern geführt habe. Frank schließt seinen in der Sache harten Artikel auch versöhnlicher als ich es getan hätte:

Ich will PI nicht mit dem “Stürmer” gleichsetzen. Auch wenn so mancher User der islamohostilen Blog- und Forenszene nachgewiesenermaßen Selbstjustiz- und Pogromphantasien hegt, steht die NS-Propagandamaschinerie mit der Unverforenheit, ihre hasserfüllte Agitation selbst zu einer Zeit unverändert weitergeführt zu haben, als die Juden bereits in den KZs des Reichs wie am Fließband ermordet wurden, historisch für sich. Aber es gibt Parallelen in der Rhetorik. Und sie sind überdeutlich. Das alleine sollte bereits nachdenklich stimmen. Ich als Verfechter der freien Verfügbarkeit von, auch “bedenklichen” historischen Quellen, kann jedem nur empfehlen sich selbst ein Bild zu machen.


Ich zitiere einfach mal meinen Großvater und ändere ihn vorsichtshalber ab um keine justiziable Handhabe zu geben. Er war drastischer. Außerdem setzte ich hier niemand mit Hunden gleich. Es ist ein Beispiel liebes Landgericht. Sinnspruch:

Wenn etwas nach nassem Hund riecht
und wenn dieses etwas wie ein nasser Hund aussieht,
dann geh ruhig davon aus, dass es sich um einen nassen Hund handelt.


Es gibt sicherlich Hunde die nasser sind als andere Hunde. Aber sind es deshalb keine nassen Hunde?



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Gesammelte Gemeinheiten 7

Geschrieben von
Jochen Hoff
Mittwoch, 28. Mai 2008
Kommentare (2) | Trackbacks (0)

Pofalla: Arme sind gar nicht so arm

Die Studie beruhe auf den Zahlen von 2005, dem Jahr des Regierungswechsels, sagte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla. «Der Armutsbericht spiegelt das Ergebnis nach sieben Jahren rot-grüner Regierung wider», erklärte er. «Wir haben doch längst eine Trendumkehr in Deutschland.»

..

Auch ifo-Chef Werner Sinn betonte, die Menschen in Deutschland seien nicht so bedürftig, wie im Armutsbericht dargestellt. Pofalla sagte dem «Tagesspiegel am Sonntag», seit 2005 seien 1,6 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen worden - genau so viele, wie unter der Regierung von Gerhard Schröder (SPD) in der gleichen Zeit vernichtet worden seien. Ein Armutsbericht, der sich schon auf die Zahlen von heute stützen könnte, hätte demnach eine klare Botschaft: «Es geht aufwärts.»


Da haben sich die zwei richtigen gefunden. Es macht keinen Sinn sich mit ihren Thesen auseinanderzusetzen. Sie lügen schneller als ein Pferd laufen könnte. Es macht keinen Sinn davon zu sprechen das Professor Unsinns Arbeitsplätze Armutsarbeitsplätze sind, die ihren Mann und seine Familie nicht ernähren, aber Sinns Hintermänner das dreckige neoliberale und wirtschaftsfaschistische Pack reich machen. Das bringt alles nichts. Sinn und Pofalla gehören beide in den Knast, wobei ich bei Pofalla sicher erst noch einen guten Mediziner beiziehen würde, der feststellt ob Pofalla überhaupt verantwortlich ist für das was er sagt. Manchmal oder eigentlich meistens bezweifele ich das.

Aber wie dem auch sei. Eine alte Theorie bestätigt sich immer wieder. Ein Arschloch bleibt nicht nur ein Arschloch, das Arschloch an sich vergrößert sich auch noch. Natürlich betrifft das nicht die edlen Herren Pofalla und Sinn. Die sind ja keine Arschlöcher. Denn Arschlöcher haben einen Nutzen. Die beiden nicht.


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Otto Meyer in Ossietzky Die große Enteignung

Das neoliberale Projekt einer Privatisierung der Rente ist in Wahrheit ein massives Enteignungsvorhaben. Die bisher hierzulande geltende Gesetzliche Rente diente – und dient in ihren noch nicht demontierten Teilen immer noch – als kollektiver Fond der Arbeiterklasse für die Altersversorgung. Er ist zwar staatlich organisiert, seine Aufgabe ist aber eine solidarische Lohn-Umverteilung innerhalb der eigenen Klasse. Bei vollständiger Privatisierung (Schröders Minister Riester machte nur den Anfang, in Großbritannien und den USA ist man schon weiter) würde auch in der BRD mehr als ein Fünftel der Gesamtlohnsumme aus dem Konsumtionsfond der Arbeiterklasse genommen und der Kapitalakkumulation zugeschlagen. Das wären bald 250 Milliarden Euro jährlich, in vier Jahren also eine Billion. Das Ziel ist eine von der polit-ökonomischen Managerklasse ins Werk gesetzte gigantische Erhöhung der Gewinnrate durch massive Absenkung der Lohnrate.


Neoliberalismus ist eben Diebstahl. Genau wie bei Riester wird dann der innere Wert dieser Privatrente ausgehöhlt und von den Managern in wilden Spekulationen veruntreut. Was die Manager nicht verspielen, stiehlt der Staat in dem der die solidarische Rente einfach früher auslaufen lässt. Alle Menschen verlieren, vor allem aber auch die arbeitende Wirtschaft, der die Kaufkraft fehlt. Gewinnen tun wie immer die hemmungs-, gewissen-und verantwortungslosen Spekulanten.


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Folter an Kindern Fürchterlich schrille Schreie

Angesichts neuer Meldungen, dass internationale Beobachter und Journalisten weiterhin und wiederholt berichten, in irakischen Gefängnissen (d.h. in der Gewalt der US-Regierung) würden Hunderte oder sogar Tausende von Kindern gefangen gehalten - und wohl auch gefoltert – soll hier noch einmal ein Ausschnitt eines Artikels von Elmar Getto veröffentlicht werden. Wenn die Frage der Besatzung im Irak ansteht, so ist das unmenschlichste neben den 1 Million Ziviltoten die Folter an Kindern.

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Das schockierendste von allem ist, daß Bush Kinder foltern ließ und läßt. Die ersten Meldungen darüber gab es in „Report Mainz" im Sommer 2004. Florian Westphal, ein Repräsentant des Internationalen Roten Kreuzes, berichtete dort, daß das Rote Kreuz bei seinen Inspektionen in den Gefängnissen der Besatzer im Irak 109 Kinder angetroffen hatten (die internationale Definition von "Kinder" ist "höchstens 14 Jahre alt").


In der Sendung gab es auch einen Augenzeugenbericht von US-Staff Sergeant Samuel Provance, der über sexuellen Mißbrauch von Mädchen mit 15 und 16 Jahren berichtete.

Der beeindruckendste Zeugenbericht allerdings kam von Seymour Hersch, der von einem der Videos erzählt: „Dort wurden Kinder, Jungen gefoltert, indem man sie ‚sodomized’" (das ist der übliche US-Ausdruck für Analsex), sagte er. „Das schlimmste von allem war der Ton des Videos, wenn man die Jungen fürchterlich schrill schreien hörte. Und das ist unsere Regierung im Krieg!"


Ich kann diesen Artikel von Karl Weiss nicht nachprüfen. Das möge jeder für sich selber tun. Dank unserer verkommenen deutschen Medien und den genauso verkommenen in anderen Ländern ist die Suche nach der Wahrheit fast unmöglich geworden. Aber bisher hatte Karl Weiss mit allen Dingen recht, die ich bei ihm gelesen habe. Wir sollten dabei eins nicht vergessen. Herr Steinmeier war in dieser Zeit verantwortlicher Kanzleramtsminister. Wir sollten ihm deutlich zeigen was wir von ihm und seinesgleichen halten. Die hatten Zugang zu allen Informationen. Ich könnte kotzen.


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Die Ehrung der schuldigen Greise

Ärzte begingen im Namen der Wissenschaft unvorstellbare Verbrechen im Dritten Reich. Nach 1945 konnten viele ihre ärztliche Karriere ungebrochen fortsetzen. Einer von ihnen wird jetzt vom Internisten-Verband ausgezeichnet.

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Einer dieser Ärzte war Hans-Joachim Sewering. Jahrgang 1916, trat er 1933 der SS bei (Mitgliedsnummer 143 000), 1934 der NSDAP (Mitgliedsnummer 185 805). 1941 wurde er Arzt. Da überwies er körperlich und geistig behinderte Kinder aus dem "TBC-Hilfskrankenhaus Schönbrunn" an die "Kinderfachabteilung Eglfing-Haar", wo diese "unwerten Leben" ermordet wurden. Davon habe er nichts gewusst. Alle haben ja nichts gewusst.

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Nach über 60 Jahren ehren wir sie also wieder, die schuldigen Greise. Ungeniert und schamlos, als wäre nichts gewesen. Der BDI ist mit 25 000 Mitgliedern der größte europäische Fachärzteverband. Hat da wirklich niemand gewusst, wer geehrt wird?

Der Internisten-Verband BDI hat seine höchste Auszeichnung an den früheren NS-Arzt Sewering vergeben. Schamlos, als wäre nichts gewesen.


Ja warum sollten wir sie auch nicht ehren. Der Mordrichter Filbinger durfte den Menschenverachter Köhler wählen. Die CDU hetzt gegen die Linke, die eventuell eine Frau Schwan zur Bundespräsidentin wählen könnte und lässt Udo Ulfkotte in ihren Niederungen gegen die Muslime hetzen, währen ein deutsches Landgericht diejenigen verfolgt, die dagegen warnen. Es ist wieder soweit. Alles vergangen alles vergessen und auf ein Neues. Die Merkel reist derweil durch die Welt, Kauder und Oettinger mit Koch hetzen wo sie nur können. Die Vergangenheit ist nicht tot. Sie ist leider noch nicht einmal vergangen.

Aber wenigstens dürfen wir wieder Krieg führen.


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Arbeitsmarktstatistik wird geschönt

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" hatte Möller der Bundesregierung vorgeworfen, die Daten künstlich niedrig zu halten und die "Arbeitslosen-Statistik" zu manipulieren. Möller bestritt diese Aussage. Er sei in diesem Punkt falsch zitiert worden. "Der von mir als Zitat ausgegebene Satz "Die Arbeitslosenstatistik ist manipuliert" ist nie gefallen."

..

Der Stillen Reserve gehören nach Möllers Angaben rund 625.000 Menschen an. Hinzu kämen etwa eine Million Menschen, weil sie als Ein-Euro-Jobber arbeiten, gerade Fort- und Weiterbildungen absolvieren oder staatlich gefördert früh verrentet worden seien.


Da hat aber jemand mächtig Angst um seinen Arbeitsplatz. Ist in diesen Zeiten ja auch zu verstehen. Allerdings kann er meiner Ansicht nach schon kündigen. Wenn bei einer zu erwartenden Arbeitslosenzahl von 3,25 Millionen einfach 1,625 Millionen nicht mit gezählt werden, dann bedeutet das, dass 50 Prozent der Arbeitslosen nicht erfasst sind. Nein das ist nicht geschönt, das ist auch nicht nur manipuliert, das ist Betrug eine riesengroße schäbige Lüge, wie alles was uns diese Regierung an Zahlen vorsetzt. Aber wir regen uns nicht auf. Wir wissen ja genau das auch der von Herrn Möller zugegebene Betrug nicht stimmt. Wir haben ungefähr 10 - 12 Millionen Arbeitslose und ca. 6 Millionen Beschäftigte in Arbeitsverhältnissen von denen man nicht leben kann, wenn man so bezahlt wird.

Mann kann von diesen Beschäftigungsverhältnissen allerdings ganz gut leben wenn man ein bestochener Politik oder Großkapitalist ist. Einige Arbeitgeberfunktionäre der gehobenen Klasse leben auch ganz gut davon und viele Berater und sogenannte Wissenschaftler, die nur dreckige Mietmäuler sind.


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Hypo Real Estate - natürlich sind die anderen schuld

Geschrieben von
Jochen Hoff
Dienstag, 27. Mai 2008
Kommentare (2) | Trackback (1)

Die Hypo Real Estate war ja schon öfter bei mir ein Thema weil ich sie für ein so gutes Beispiel einer gut aufgestellten und grundsoliden Hypothekenbank halt. Moment ich habe ja gar keine Aktien von dem Verein. Da kann ich ja glatt die Wahrheit sagen oder aus rechtlichen Gründen besser nicht. Die Wahrheit war heute auf der Hauptversammlung schon fast deutlich zu hören:

Der Fondsmanager Helmut Hipper von Union Investment warf Funke unter dem Beifall der rund 2000 HRE-Aktionäre eine „katastrophale Kommunikationspolitik“ vor. „Der Vorstand hat die Unternehmenssituation viel zu lange zu positiv dargestellt.“, kritisierte Hipper. Der Verdacht, dass dies nicht Fahrlässigkeit, sondern „vorsätzliche Methode“ sei, dränge sich auf. Nikolaus Pöhlmann von der DWS, der Fondsgesellschaft der Deutschen Bank, sprach von unakzeptablen „Beschwichtigungen“ Funkes im Vorfeld der Wertberichtigungen. Ein weiterer Vertreter institutioneller Investoren attestierte dem Führungsgremium der Bank „eine gewisse Naivität“ in seiner Kommunikationspolitik.

Auch die Vertreter der Kleinaktionäre gingen mit Funke hart ins Gericht. „Es hat kein Mensch mehr Vertrauen in das Unternehmen“, wetterte Harald Petersen von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Die Behauptung des Vorstands, die Bank habe schon im August 2007 ausreichend auf mögliche Risiken hingewiesen, sei unglaubwürdig. „Glauben Sie im Ernst, der Kurs wäre dann im Januar um 35 Prozent eingebrochen?“, fragte der Kleinaktionärsvertreter. Mehrere Redner äußerten zudem den Verdacht, die HRE habe die Offenlegung von Wertberichtigungen bewusst verzögert, um die milliardenschwere Übernahme des Staatsfinanzierers Depfa nicht zu gefährden.


Tatsächlich halte ich die Depfa Übernahme noch für einen der geschickteren Schachzüge. Denn ich glaube nicht daran das wir das Ende der Verluste bei der Hypo Real Estate auch nur andeutungsweise gesehen haben. Es ist zu vermuten, das nach dieser Hauptversammlung, vermutlich im Sommerloch an andere schlechte Nachrichten anknüpfend, weitere Risiken offenbart werden. Um die Depfa zu schützen wird dann wohl der Staat eingreifen müssen. Alles in allem die typische Situation bei den Neoliberalen. Sie sind nicht in der Lage und auch nicht Willens Verantwortung zu übernehmen.

Allerdings steht dieses System glücklicherweise schon soweit an der Klippe, das der nächste oder übernächste Minicrash dem ganzen ein Ende mit Schrecken macht. Wer nicht involviert ist sollte Chips und Cola bereithalten um das Schauspiel zu genießen.


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Da gehen sie hin die Subventionen an die Familie Mohn

Geschrieben von
Jochen Hoff
Dienstag, 27. Mai 2008
Kommentare (0) | Trackbacks (0)
Wie Golem berichtet, versucht Mohn/Bertelsmann geradezu verzweifelt Lycos loszuwerden. Kein Wunder. Es reicht eben nicht Christoph Mohn zu heißen:

Eltern die Fehler ihrer Kinder vorzuhalten ist gemein. Genetik ist oft ein seltsames Spiel und schon seit langen ist bekannt, das auf starke Väter häufig schwache Söhne folgen. Was bei anderen Eltern aber ohne Kommentar und spitze Bemerkung hinzunehmen wäre, sieht ganz anders aus, wenn ein Elternhaus, sich als eigentliche Regierung Deutschlands versteht und Millionen anderer Kinder schon erfolgreich zur Chancenlosigkeit verurteilt hat.

Wer wie die Familie Mohn, der Bertelsmann samt Stiftung und allerlei perfiden und bösartigen Nebenbetrieben gehört, andere Kinder schon durch Studiengebühren und in der Schule durch Nichtdurchlässigkeit behindert, muss sich dann fragen lassen, was die eigenen Kronensöhne denn so taugen.

Die Antwort ist längst gegeben. Nicht viel.


Die Geschichte von Lycos ist eben nicht eine Geschichte von Pleiten Pech und Pannen sondern die von der persönlichen Unfähigkeit Christoph Mohns und der Haltung seiner Eltern. Während normale Eltern immer wieder, zumindest solange sie es können für die Fehler ihrer Kinder gerade stehen, herrscht in der Famile Mohn scheinbar neoliberale Verantwortungslosigkeit. Egal was ihr Kind kaputt macht und egal wie viel andere Leute dabei ins Unglück gestürzt werden, sie und ihr Kind sind nicht verantwortlich.

Wenn neues Geld herangeschafft werden muss, dann hat das gefälligst der Steuerzahler zu bezahlen:

Lycos ist gerettet, weil es Theseus geben wird. Egal welchen Mist Christoph Mohn mit seinem verlustreichen Webportal Lycos Europe auch baut, die Kosten zahlt der Steuerzahler, wie bei allem was aus dem Bereich Mohn/Bertelsmann kommt. Der Verlust für das erste Halbjahr beträgt 7,6 Million Euro und steigert sich damit weiter von Halbjahr zu Halbjahr. Aber keine Sorge. Es passiert schon nichts.

Herr Glos, der sich ja bekanntlich Emails vorlesen lassen muss, weil er entweder zu faul oder zu dumm ist einen Computer zu bedienen, oder vielleicht gar nicht lesen kann, springt in die Bresche. Unsere Kanzlerin hatte ja schon auf Befehl von Mohn/Bertelsmann vor einiger Zeit ein
hochsubventioniertes Leuchtturmprojekt in die Wege geleitet, zu dem Nico Lumma, damals schrieb:

Ich habe auf der Konferenz den Einwand gebracht, den ich hier gerne wiederhole, dass das Theseus-Projekt sehr danach aussieht, dass die Firmen, die die letzten 10 Jahre verpennt haben, jetzt mit Geldern vom Staat versuchen, noch ein klein wenig vom Kuchen abzubekommen. Ich finde es allerdings ziemlich absurd, dass sich hingestellt wird und gesagt wird, eine Index-basierte Volltextsuche wie Google wäre nicht das Problem, daher würde man sich um Ontologien und das semantische Web kümmern, dann aber dafür Subventionen vom Bund braucht und auch noch das Argument "Standort Deutschland" anführt. Ich bin mir sehr sicher, dass der Großteil des Geldes für Koordination, Meetings und Nabelschau draufgehen wird. Wenn Bertelsmann und SAP so vie Geld haben, dann sollen sie es auch selber ausgeben und nicht den Staat um Hilfe ersuchen. Das ist deutsche Subventionskultur, wie man sie kennt.


..

Ich würde es einfacher formulieren. Weil die Mohns keine Lust haben, für die offensichtliche Unfähigkeit ihres Sohnes zu profitablen Geschäften, eigenes Geld zu verwenden, muss öffentliches Geld her, dass dann die nächsten Jahre finanziert. Im ersten Schritt, hat unser genialer Technologieminister für diesen offensichtlichen Betrug erst einmal 90 Mio. Euro bereitgestellt, lässt aber anklingen, das da jederzeit auch ein vielfaches abzugreifen ist. Da er nicht versteht um was es da geht, kann man dem Michel Glos auch keinen Vorwurf machen. Er ist einfach nur unfähig.


Wie ich schon im vorigen Jahr sagte wird der Laden jetzt verramscht. Die Kosten trägt wieder einmal der Steuerzahler, weil die Verluste natürlich abgeschrieben werden. Der Steuerzahler ist die Melkkuh der Mohns. Sie sitzen da wie Parasiten und ernähren sich ohne eigene Arbeit, ohne Verantwortung und ohne Verpflichtung.

Von den gleichen Mohns lässt sich unser Arbeitsminister das neue Arbeitsgesetz schreiben. Damit die arbeitenden Menschen in diesem Land gar keine Rechte mehr haben. Unsere Erziehungsministerin wird das Schulgeldgesetz der Mohns einführen, damit Arme keine Bildung mehr bekommen und den Mohns und ihren Beauftragten nicht widersprechen können, wenn sie die Verwaltung der Städte und Kommunen übernehmen und Ausweise und Führerscheine nur an Mohn genehme und unterwürfige Leute aushändigen.

Das System Mohn kann nur existieren weil es Gemeinnützigkeit gibt, die diese hässliche Stiftung zur Beeinflussung möglich macht und weil das Großkapital keinen gerechten Steueranteil zahlen muss. Mohn/Bertelsmann ist eine echte Gefahr für die Demokratie, aber auch für die gesamte Wirtschaft. Die Familie Mohn muss enteignet, die Stiftung aufgelöst, die leitenden Mitarbeiter und die Beeinflusser sollten mit einem Berufsverbot belegt werden. Das Geld ist zur Schuldentilgung zur verwenden. Denn da hätte es bei gerechten Steuerbedingungen längst hingehört.


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37. Knastreflexionen

Geschrieben von
Jochen Hoff / Elsa Rieger
Dienstag, 27. Mai 2008
Kommentare (0) | Trackbacks (0)

Perspektive ist, dass du gesiebte Luft atmen wirst,
wenn du dich zu lange in dicker Luft aufhältst.
Fritz-J. Schaarschuh



6. April 2006 Flughafen Schwechat.

Am Flughafen erwartete das ganze Team die Damen. Johann hatte das obligatorische Essen in seine Suite verlegt, weil Helga dort im Liegen futtern konnte. Drago wirkte auf sie derart euphorisch, dass sie einen Moment dachte, er hätte irgendetwas Illegales eingenommen. Er bemutterte seine Liebste, rückte ihre Kissen zurecht, schimpfte, warum sie sich derartigen Gefahren aussetzen würde, jetzt, wo endlich ... er verstummte.
„Was endlich?“, fragte Helga.
Drago machte ein feierliches Gesicht, blieb aber still.
„Was ist los? Hast du den Yehudi Menuhin Preis bekommen?“
Nun stand er vom Bett auf, griff in die Brusttasche des Sakkos und entfaltete ein Papier. Seine Stimme zitterte vor Freude, als er sagte: „Ich habe die Green Card. Nach sechs Jahren in Österreich habe ich ein Recht darauf, hier für immer zu leben. Heute unterschrieben!“
Helga riss den Zettel aus seiner Hand. „Das ist die Österreichische Staatsbürgerschaft!“, rief sie, rappelte sich hoch und fiel ihm um den Hals. „Ich bin ja so glücklich, mein Schatz!“, rief sie unter Tränen. Die ständige Angst, dass er doch wieder das Land verlassen müsste, hatte ein Ende. Drago erwiderte die Umarmung, und klopfte ihr, wie es seine Art war, auf den Hintern. Helga brüllte auf. Aber das ging unter im Applaus der Ermittler.
Behutsam wurde sie wieder aufs Bett gelagert und dann gab es ein Mulatschak, wie Huber das wilde Fest bezeichnete. Nach russischer Sitte warf Tatijana die Gläser hinter sich, nachdem sie ausgetrunken hatte. Drago zeigte, was in ihm steckte, stieg auf den Tisch und geigte auf. „Teufelsgeiger!“, riefen die Tanzenden. Helga schaute glücklich zu.
Johann lieh Drago seine Luxuskarre, um Helga bäuchlings transportieren zu können.

Zu Hause angekommen, bettete Drago sie zärtlich. „Ich werde mein Musiklokal aufmachen können, mein Engel. Was sagst du dazu?“
„Wundertoll!“
„Wundervoll meinst du.“
Aber sie antwortete nicht mehr, Morpheus hatte sie in die Arme genommen. Drago deckte sie zu.


7. April 2006 Wien 6 Uhr 05

Franz Huber musste nicht aus dem Fenster sehen und brauchte keinen Kalender, um zu wissen, dass dies ein Scheißtag war. Er hatte noch nicht einmal die Augen geöffnet und war doch schon seit Stunden wach.
Es würde sinnlos sein, sein Mütchen zu kühlen, indem er Sachen herumpfefferte, er hätte sie ja selber wieder aufheben müssen. Verdammt. Er wollte kein Verräter sein. Schon gar nicht an einem großkotzigen Idioten. Ihm blieb leider keine Wahl.

Er hatte die Sache mit dem Reichsgrafen und der lädierten Helga noch einmal diskutiert. Bullen und Exbullen haben da ihren eigenen Ehrenkodex. Es gab keine Lösung.
Ließ man Tschikowski einfach kündigen, wäre das ein Signal an alle bestechlichen und unkorrekten Kollegen. Dann könnte man die Polizeiarbeit ebenso gut auch gleich ganz einstellen.
Huber verfluchte den Tag und dieses verdammte Arschloch von Tschikowski.
Er würde jetzt duschen und sich ein Taxi nehmen. Als er im Bad war, klingelte es an der Tür. Ihm war egal, dass er nackt war. Er öffnete. Es war die Störchin. Mit vier großen Kaffeebechern.
„Ich hab dir doch gesagt, dass ich heute morgen alleine ins Büro komme.“ Wütend ging er ins Badezimmer zurück. Sie balancierte das Papptablett mit den Kaffeebechern und folgte ihm.
Während Huber sich die Zahnbürste in den Mund stopfte, sah er im Spiegel, wie sie ihn angrinste und deklamierte: „Morgen, liebe Störchin. Schön, dass du da bist. Danke für den Kaffee. – Kein Problem, ich weiß, dass du dich wegen Tschikowski beschissen fühlst. Deshalb bin ich hier.“
„Danke.“
„Gerne, Hubsi“, sie warf einen Blick auf seine untere Körperhälfte, „Du hast übrigens einen Schönen. Er wippt so ulkig, wenn du wütend bist.“
Huber musste die Zahnbürste aus dem Mund nehmen, um sie nicht zu verschlucken und prustete los. Man konnte dieser verrückten Störchin einfach nicht böse sein: „Hast ja recht. Ich könnte mir heute vor Wut selbst ein Monogramm in den Hintern beißen. Ich und die Schlafmützen von der Inneren. Mit denen möchte ich normalerweise net einmal auf dem gleichen Planeten leben.“ Er drängte sich an ihr vorbei, riss den Schlafzimmerkasten auf und begann sich anzuziehen.
Die Störchin folgte ihm und sagte: „Reg dich nicht auf. Ich bin bei dir. Nicht du lieferst ihn ans Messer, sondern der Scheißkerl von Tschikowski hat dich und alle anderen Kollegen verraten. Das er doof ist, zählt dabei nicht. Das berücksichtigen wir nämlich sonst auch nicht. Dafür haben wir Gerichte.“
„Ich weiß. Aber trotzdem ...“
„ ... solltest du zum blauen Hemd keine grünsilberne Krawatte anziehen. Nachher halten die von der Inneren dich noch für einen verkappten Islamisten.“ Sie grinste liebevoll.

Als sie den Wagen auf den Hof des Innenministeriums fuhr, war Huber wild entschlossen, die Sache schnell hinter sich zu bringen.
Tschikowski war froh, dass er endlich aus dem Toten Gebirge weg durfte. Er wollte wieder in seine Wohnung, nach dem Geld sehen und das Handy vernichten. Vielleicht war er da doch etwas unvorsichtig gewesen. Selbst als seine Beschützer und er auf den Hof des Innenministeriums fuhren, war er noch überzeugt, das er ohne Schramme davon kommen würde.
Als er in einem Raum geführt wurde, in dem vier Leute saßen, die eindeutig von der Inneren waren, und herzlich von Wrucktzki, dem Engel der Bestechlichen, begrüßt wurde, schlugen seine inneren Glocken Alarm. Wrutztki war der Gewerkschaftsvertreter, stand Polizisten auf ihrem letzten Dienstweg bei der Inneren und vor den Staatsanwalten bei und da wusste Tschikowski Bescheid.
Dieser Arsch von Huber saß auf der Anklageseite mit seiner Störchin, der er bestimmt dauernd den Schwanz reinsteckte, und ihn hatten sie in der Mache! Sollten sie sich lieber um Huber kümmern. Tschikowski hatte ganze Listen von Verfehlungen an die zuständigen Stellen geschickt.
„Was wollt ihr von mir? Verflucht noch einmal, ich bin ein anständiger Polizist, hab mir den Arsch aufgerissen!“, schrie er.
Wrucktzki klopfte ihm auf die Schulter. „Ganz ruhig bleiben, wir werden das schon machen.“
Alles Blicke richteten sich auf ihn, er hörte sich: „Selber korrupt, Huber!“, sagen und begriff in dem Moment, dass er keine Chance hatte.

Franz Huber begann mit dem Video aus Liezen und blätterte in zwei endlos langen Stunden alles auf, was er an Beweisen hatte. Den Abschluss bildeten die Vernehmungen des Rechtsanwaltes und Bruscinis.
Tschikowski, der während dem Vortrag versucht hatte, sich innerlich Verteidigungslinien aufzubauen und jedes Mal zusehen musste, wie der nächste Satz seines Chefs die Linien mühelos niederwalzte, war am Ende der Ausführungen ein Wrack. Mit anklagender Stimme fing er an, von nicht gewolltem und anders geplantem und eigenem Ermittlungsziel zu faseln.
Wrucktzki bremste ihn. „Lass das, Tschikowski, es hat keinen Sinn.“
Aus dem Publikumsbereich stand ein junger Staatsanwalt auf und sah ihn fast mitleidig an, als er ihn verhaftete. Ein Vertreter des Polizeichefs suspendierte ihn vom Dienst und dann wurde er in die Justizanstalt im achten Bezirk überführt.

Huber wehrte das Lob mit gemischten Gefühlen ab, obwohl ihn die Fülle an Beweisen selbst noch einmal davon überzeugt hatte, dass er das Richtige tat. Im Aufzug fasste die Störchin ihn an den Ohren, küsste ihn und sagte: „Hubsi, ich bin stolz auf dich. Ich weiß, wie schwer dir das gefallen ist. Hoffentlich habe ich die Kraft, irgendwann genauso zu handeln, wenn es nötig ist.“


7. April 2006 Haifa 8 Uhr 00

Ursprünglich war die Polizei von Haifa dem üblichen Schema überall auf der Welt im Umgang mit der Presse gefolgt. Sie sprach von laufenden Ermittlungen und lehnte jeden Kommentar sowohl zu der Geschichte mit der Im- und Exportfirma von Chaim Averbuch als auch zum Vorfall im Hotel ab.
Nachdem sich der Reichsgraf mit ein paar Freunden in Israel unterhalten hatte, bekam die Polizei von Haifa plötzlich andere Anweisungen. Gleichzeitig gab Frau Averbuch auf Johanns Bitte Reportern von Haaretz und der Jerusalem Post gegen Entgelt ein Interview, was einer gewissen Komik nicht entbehrte, da die beiden Zeitungen äußerst konträre Standpunkte vertraten.
Frau Averbuch nannte die Namen Roger Harry Schillke, Won Hae-Kyung und als Mörder ihrer Mitarbeiter den Namen Movses Haiasanata. Als sie dann noch gefragt wurde, wer auf ihren Mann geschossen habe, antwortete sie, dass sie das nicht wisse, er allerdings mit Schillke verabredet gewesen war.
Als Chaim Averbuch an diesem Vormittag starb, brach seine Frau zusammen.

Anlässlich einer Pressekonferenz in Haifa, die der Sprecher der Polizei anberaumte, bei der zufällig gut informierte deutsche Journalisten und sogar ein Fernsehteam anwesend waren, wurde von erdrückenden Beweisen gegen die genannten Täter gesprochen und dass gegen Herrn Schillke internationaler Haftbefehl erlassen worden sei.

Mittags wurde der Hamburger Justizsenator kalt erwischt, als ein Journalist ihn auf die Vorwürfe aus Israel ansprach und er sich voll hinter Roger Harry Schillke stellte. Weil es so schön war, passierte dem Innensenator das gleiche. Der erste Bürgermeister war zwar gewarnt, aber auch er hatte Schillke vor kurzem noch die Hand geschüttelt und kannte ihn seit Jahren. Mutig stürzte sich der Bürgermeister ins Messer.


7. April 2006 Berlin 11 Uhr 30

Tag um Tag verfluchte der Führer der Wehrsportgruppe „Reichsfürst“ Olav Geiger den Entschluss, sich den Neo-Nazis angeschlossen zu haben. Was war er nur für ein Trottel gewesen! Nun saß er in Moabit als U-Häftling auf Station 4 ein, jeder Hofspaziergang war ein Spießrutenlauf zwischen Kanaken und Negern. Nachdem ihm das Wachpersonal auch keinen Schutz anbot – ein Gesocks aus Bosniern, Serben und Türken – befand Olav sich in ständiger Angst. Ein zitterndes Nervenbündel, das nicht einmal nachts zur Ruhe kam, hatten sie ihn doch mit zwei Monstern in eine Zelle gepackt, die seinen knackigen Hintern liebten. So schlich der ehemalige „Teutsche Soldat“ als Schatten seiner Selbst durch die Gegend. Nicht auffallen, beschwor er sich ständig.
Dumm war nur, dass ihm das eines Tages misslang. Sein stärkster Charakterzug war Jähzorn und entnervt, wie er war nach einer weiteren Nacht als Gespiele seiner Herren, rastete er beim Essenfassen auf dem Zellengang aus. Jemand stieß ihn von hinten, als er sein Tablett vom Transportwagen in seine Zelletragen wollte, der ganze Mist segelte zu Boden. Als ihn der bosnische Wachbeamte unter dem Gejohle der Mithäftlinge aufforderte, den Dreck vom Boden zu essen, drehte er durch und brüllte all seinen Fremdenhass heraus.
Nachdem er sich inmitten einer Ausländerkolonie befand, die fast ausnahmslos wegen schwerer Körperverletzung auf ihren Prozess warteten und nichts zu verlieren hatten, kam ihn das teuer zu stehen.

Im Gefängniskrankenhaus flickte man ihn halbwegs zusammen, wobei die tiefe Wunde, die sich über seine ganze linke Gesichtshälfte zog, wohl nicht schön verheilen würde, da sie ihm mit einem Blechstück zugefügt wurde, dass sein Fleisch in Fetzen gerissen hatte.

Michael Mücke hatte die Nachricht erhalten, dass Olav Geiger im Knast aufgemischt worden war. Das gab ihm eine glänzende Gelegenheit, der Intelligenzbestie etwas in den Mund zu legen.
Also machte er eine ordnungsgemäße erneute Vernehmung von Geiger, bei der dieser Fotos von Schillke als einen der Auftraggeber identifizierte. Natürlich hätte Geiger um Schutz zu bekommen, auch den Papst des Massenmordes bezichtigt, aber das zu bewerten war Sache des Gerichtes.
Die Aussage reichte auf jeden Fall aus, um einen Haftbefehl gegen Schillke zu erwirken. Die Hamburger Polizei war schon bei den ersten Gesprächen mit ihren Politikern zum Thema Schillke erfreut gewesen. Ebenso von der nordischen Eigenart, dass bestimmte Ermittlungen gegen die sogenannte Hamburger Gesellschaft ungern gesehen werden, egal wer politisch am Ruder ist.
Den Haftbefehl aus Berlin betrachteten die Hamburger Polizisten als eine Art später Genugtuung und vollzogen ihn umgehend. MM konnte sich gar nicht vor Anrufen und Akten retten die ihm zugängig gemacht wurden.


7. April 2006 Hamburg 17 Uhr 30

Benno von der Lohe schätzte Schillkes Chancen realistisch ein. Er gab den Leuten von Oreste Crispi den Befehl, den Anwalt auszulöschen und sein sogenanntes Geheimquartier nach entsprechender Vorbereitung zu vernichten.
Dann ging er in sein privates Museum, nicht ohne vorher eine frische Zigeunerin aus einer seiner schalldichten Zellen zu holen. Er machte sich schon seit einiger Zeit nicht mehr den Aufwand, sie ähnlich wie seine Simone anzuziehen, Es war das Pfeifen der Peitsche, das der Auslöser seiner Lust geworden war.
Heute pfiff die Peitsche besonders heftig. Musste er sich doch von mindestens drei seiner Bilder trennen, besser noch vier. Nachdem er ihr alles an Menschlichkeit und Würde genommen hatte, nahm er ihr auch das Leben.


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Du musst die Steine rumdrehen, wenn du die Würmer suchst

Geschrieben von
Jochen Hoff
Dienstag, 27. Mai 2008
Kommentare (7) | Trackback (1)

Ja ich weiß, die vielen Sprüche meiner Großeltern bringen mich irgendwann noch in den finanziellen Ruin, weil die Richter sie so schlecht vertragen. Deren Großeltern hatten wahrscheinlich keine Sinnsprüche. Ich bin damit aufgewachsen und verteile sei heute noch so, wie andere Leute ihre Schuppen.

"Du musst die Steine rumdrehen, wenn du die Würmer und Maden suchst, die brauchen das feuchte Dunkel und den Moder." lautete der volle der Spruch. Nein er bezog sich nur im entfernteren Sinne auf die Gewinnung von Angelwürmern. Tatsächlich interessierte es meinen Großvater genau wie mich, wer da mit wem zusammen mauschelte und wer mit wem welche Leiche im Keller hat. Das war in der dörflichen und kleinstädtischen Abgeschiedenheit meiner Heimat kein Problem. Da kannte man eben seine Schweine am Gang.

Ich kann das heute natürlich viel feiner ausdrücken. Cui bono? Wem nutzt es? Aber das kommt in der Sache auf das gleiche heraus. Getrennt marschieren um dann vereint um so härter zuzuschlagen zu können. Da wird sich offiziell distanziert und öffentlich beschimpft um dann im Dorfgasthof im Hinterzimmer fröhlich beisammen zu sitzen oder gemeinsam Urlaub zu machen.

Selbstverständlich gilt all das nicht für die Helden der antislamischen Szene. Da ich aber immer noch ein neugieriger Mensch bin und etwas Langeweile habe, möchte ich mir die Mühe machen mal ein wenig zu ergründen, wer sich denn offiziell zu PI bekennt. Das könnte man über die Verlinkungen und ähnliche Texte mit teilweise wortgleichen Inhalten machen, man könnte bestimmte Kommentatoren identifizieren, oder die Rolle die der eine beim anderen spielt analysieren. Das ist nicht uninteressant aber kein Thema für heute.

Heute interessiert mich wer PI durch Werbung, also durch direktes Geld unterstützt. Auch da muss man unterscheiden. Ein Ferienhausvermittler und Anlagenverkäufer der vermutlich bei den NVA Grenztruppen war und auf einer antiislamischen Seite ausgerechnet Fondanteile für ein innovatives Krankenhauskonzept in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten verkaufen will, fällt für mich unter grober Unfug.

Eine ATR Anlagentechnik Rheinmain LTD. & Co. KG i. Gr., sollte sich erst einmal fertig gründen. Wohl nur für ein Publikum wie die PI-Leser gedacht, erscheint mir auch Single Socks die mir 5 Socken verkaufen, für den Fall das mal eine verloren geht. Vermutlich haben die noch nie davon gehört das man auch 20 Paar einer Socke kaufen kann, ohne ihren besonderen Service zu brauchen.

Da finde ich es schon sinnvoller das den PI-Lesern von FitPoint24.de allerlei Trainings-Booster, Eiweiß / Proteine, Gainer, Kohlenhydrate, Creatin, Aminosäuren, Spezialprodukte, Fettabbau, Vitamine / Mineralien und Riegel sowie das Buch Anabole Steroide 2007 – Das Schwarze Buch, angeboten werden. Gehirnaufbau würde ich zwar für wichtiger erachten, aber dumm und stark ist auch nicht schlecht und vielleicht geht ja auch beides nicht zusammen.

Den Helios Verlag der immer noch fleißig den zweiten Weltkrieg abarbeitet und die Kellermannstiftung müsste man sicherlich mal würdigen, aber auch nicht jetzt. Das gleiche gilt für Darvins Illustrierte die noch aus alten Pardon Zeiten wohl gute Verbindungen zur "Achse des Guten" um Border und Miersch hat, die ja beide schon fröhlich auf PI verlinkten.

Die schlagende Verbindung, die Berliner Burschenschaft Gothia, die in ihren Reihen auch manch seltsame Gestalten hat ist ebenfalls ein Thema für sich. Falls jemand Zeit hat, könnte es spannend sein die Gerüchte um Verbindungen zu Pro Köln und dem Bundesverband der Bürgerbewegungen zu überprüfen.

Das die Kritische Islamkonferenz 2008 im Auftrag des Zentralrats der Ex-Muslime dort wirbt halte ich für einen Treppenwitz der Geschichte. Aber die jüdischen Mannschaften und Offiziere die tapfer für Deutschland im ersten Weltkrieg gekämpft hatten, haben ja auch bis zum Abtransport geglaubt, dass sie verschont wurden. Aber da wurden noch nicht einmal Konvertiten verschont. Ich wünsche ihnen Glück, das sie mit ihrer Sicht der Dinge recht behalten mögen.

Die Werbung für die Jewish Task Force (JTF) ist ja auch an anderer Stelle schon gewürdigt worden und verdient wohl auch die Aufmerksamkeit der Staatsanwaltschaft.

Dann aber gibt es noch drei sehr interessante Werbungen. Für mich sogar hochinteressante die ich aber aus rechtlchen Gründen mit sehr viel Fingerspitzengefühl behandeln muss. Da ich das nicht habe, mache ich es wie immer und haue einfach drauf. Zum Glück hat der Bürger-Herold die Fakten bereits vorgelegt:

Der TA-Beitrag gibt zumindest ein wenig Einblick ins Umfeld des genannten Hilfswerks, auch über die Spendengelder (4,5 Millionen Franken im Jahre 2006) und seine Mitspieler. “Damit seine Mission gegen die Islamisierung der Schweiz und der Spendenfluss beim CSI nicht gebremst werden”, schreibt der Tages-Anzeiger über Stückelberger,

[…] hat er 2006 als weitere Organisation den Verein «Zukunft CH» gegründet. Dieser Verein ist besser geeignet, um politisch tätig zu sein. CSI und dessen Spendensumme taugten nicht, räumt Stückelberger ein, «um uns für eine Kultur der Freiheit einsetzen zu können». Mit dem Verein «Zukunft CH» solle das gelingen. […]

Geld ist im Spiel

“Zukunft CH” (siehe Handelsregistereintrag) - das tönt gut. Beim “Bürger-Herold” läuten gleichzeitig die Glocken. Da war doch was: Liestal, “Pro Cultura Helvetica” (siehe Online Reports) usw. Dazu der Tages-Anzeiger gestern:

[…] Dabei fällt ein Basler Unternehmer besonders auf. Im Vorstand gilt der Pharma- und Kosmetikhändler Rudolf Syz aus Liestal nicht nur als engagiertester, sondern auch als zahlungskräftigster Mann. Zwar mag der mehrfache Millionär den Betrag nicht nennen, will aber «schon sehr viel Geld» investiert haben, um das Engagement gegen die Islamisierung der Schweiz auszubauen. […]

Klar, ohne Geld läuft nichts. Darum sind wir auch nicht so sehr erstaunt, dass der deutsche Erretter vor dem Islam, Udo Ulfkotte, nicht weit sein kann. Im TA-Bericht taucht er ein paar Sätze weiter bereits auf (beim “Bürger-Herold” im Dossier Pax Europa).

Alle sind glücklich

“Ulfkotte lobt Stückelberger, dieser lobt Ulfkotte”, schreibt der TA. Weiter heisst es dann:

[…] Pax-Europa-Gründer Ulfkotte ist glücklich über die Schweizer Hilfe. Er schliesst nicht aus, Pax Europa nach der Fusion mit Zukunft CH umzubenennen: In Deutschland hiesse es Zukunft DE, in Frankreich Zukunft FR. «Mit ihren Mitteln können die Schweizer uns helfen, gegen die Islamisierung Europas zu kämpfen», fasst Ulfkotte zusammen. […]


Und ich Dummerchen hatte mich schon gewundert wieso ein Schweizer Verein die deutschen Muslime bekämpft. In der Schweiz brauchen die PI nämlich nicht, da haben die ihren eigenen Winkelried. Aber darum geht es nicht. Es geht darum grenzüberschreitend zu arbeiten. Wahrscheinlich wird sich der Vlaamse Belang dann in Zukunft B umbenennen. Ich wusste gar nicht das da so viele Leute Deutsch sprechen in Frankreich und in Belgien. Ich meine Zukunft A in Österreich hört sich ja gut an. Aber wer möchte schon eine B-Version der Zukunft. Vielleicht sehe ich das auch nur falsch. Man müsste das Landgericht Frankfurt fragen.

Aber eine Werbung ist interessant. Das ist die des Bundesverband der Bürgerbewegungen zur Bewahrung von Demokratie, Heimat und Menschenrechten e.V. der gerade mit Pax Europa fusioniert hat und nun Bürgerbewegung Pax Europa e.V. und dessen El Presidente Dr. Udo Ulfkotte ist.

Aller guten Dinge sind drei und eine weitere honorige Gesellschaft wirbt auch bei PI. Das Studienzentrum Weikersheim e.V.. Das verwundert mich nicht. Die hatte ich dort erwartet, wurde es doch vom Marinerichter Filbinger errichtet und geistig geführt, der den Matrosen Walter Gröger in Kriegsgefangenschaft ermorden ließ. Aus Filbingers Dunstkreis stammen auch so freiheitliche Demokraten wie Herr Kauder und Oettinger. Oettinger und der Brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm waren auch Mitglieder im Studienzentrum. Nach Oettingers erbärmlicher Trauerrede lässt der wohl seine Mitgliedschaft ruhen, Schönbohm bleib wohl dabei.

Ich halte die Weikersheimer nicht für sonderlich intelligent, aber das sie bei PI werben ist nun ein Gag für sich. Da hätte die CDU auch gleich den Herrn Hohmann in der Partei behalten können. Wahrscheinlich ist das auf kleinerer Ebene gelaufen um Herrn Ulfkotte, der ja am rechten Rand der CDU die Schäflein durch seine Vorträge sammeln soll und eventuelle verlorene Schäfchen zurückholen sollte, glücklich zu machen.

Politisch ist es eine grandiose Dummheit, die auch nur funktioniert weil unsere Qualitätsmedien schlafen oder eben von ihren Herren keinen Auftrag haben, in dieser Ecke mal ein paar Steine anzuheben. Sie haben Recht und mein Großvater hat Unrecht. Es macht keinen Spaß die Steine umzudrehen und das zu sehen was darunter ist. Man sollte die Steine liegen lassen, alles andere macht nur wütend. Nicht wahr Frau Merkel, die Gefahr kommt von links. Da muss man rechts nicht schauen. Entschuldigung mir ist für heute morgen übel. Aber es wird mehr geben. Ich kann die Steine halt nicht liegen lassen.


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Anleger höret die Signale

Geschrieben von
Jochen Hoff
Dienstag, 27. Mai 2008
Kommentare (0) | Trackback (1)

Während die Notenbanken immer noch Geld drucken soviel sie an Papier und Druckfarbe heranschaffen können, scheinen die ersten Analysten vorsichtig zu warnen:

Das Kapital
Als ob man getäuscht werden wollte

Dass die US-Statistik ganze Arbeit geleistet hat, sieht man schon an der Bewertung des Aktienmarktes. Als die Inflationserwartungen der Verbraucher zum letzten Mal bei über fünf Prozent lagen, notierte der S&P 500 mit einem einstelligen KGV. Nicht so dieser Tage.

Man kann einen Teil des Volks die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk eine Zeit lang, doch man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen, zitiert Bill Gross von Pimco in seinem jüngsten Anlageausblick Abraham Lincoln. Darin wundert sich der Rentenspezialist über den im Vergleich zum Rest der Welt eigentümlichen Verlauf und die Höhe der US-Inflation in Zeiten von Globalisierung und Dollar-Verfall. Und wie schon vor ein paar Jahren spricht er davon, dass die offizielle Inflation die tatsächliche aufgrund der hedonischen Messung, der Schätzung von kalkulatorischen Mieten sowie des Gewichtungsverfahrens mindestens um einen Prozentpunkt unterschätzt, womit das Realwachstum entsprechend überschätzt würde.

Zwischen den Zeilen ist unschwer zu erkennen, dass er in Wirklichkeit von weit mehr ausgeht. Dass inflationsgekoppelte US-Anleihen, die ja an den offiziellen Verbraucherpreisindex gebunden sind, auf zehn Jahre bloß eine Rendite von 1,3 Prozent abwerfen, hat da schon Charme.

Denn in der Tat scheint es seltsam, wenn in den USA eine Inflation von 3,9 Prozent errechnet wird, während der Dollar um neun Prozent zum Vorjahr fällt und die Inflation im Rest der Welt spürbar anzieht (laut Pimco auf sieben Prozent).


Tatsächlich rast uns die Inflation weltweit davon. Zum Glück haben sich die Finanzjongleure so hohe Renditeraten vorgeschrieben, das diese auf normalen Märkten nicht mehr zu erzielen sind, so dass ein Teil des neu gedruckten Geldes schon wieder in den absurdesten Scheinanlagen landet, die demnächst platzen werden, weil ihnen kein realer Wert zugrunde liegt.

Die Notenbanken und die mit den Regierungen verbundenen Statistikämter lügen sich die Welt zurecht wie, sie sie brauchen, oder wie sie glauben das sie vom Großkapital gewünscht werden. Es gibt kein Maß und kein Halten mehr. Der Markt ist aus allen Fugen und leider gehen Stück für Stück auch die Realmärkte in die Knie.

Dazu kommt, das selbst so verschlafene Blättchen wie die Zeit mitbekommen dass es mehr als eine Krise gibt:

Noch ist es ziemlich wahrscheinlich, dass die Weltwirtschaft nicht um eine Rezession herumkommt. Sie leidet nach wie vor unter mehreren Krisen und Ungleichgewichten: dem amerikanischen Leistungsbilanzdefizit, das weiterhin den Dollarkurs belastet, der Finanzkrise, die die Strukturen der Kreditwirtschaft tiefgreifend verändern wird, einigen Immobiliencrashs, die die persönlichen Bilanzen von Millionen Haushalten verhagelt haben oder noch verhageln werden (USA, Spanien, GB, vielleicht demnächst China), sowie der Ölkrise, die die Kaufkraft der Verbraucher so beeinträchtigt, dass sie bei den Ausgaben immer weniger Spielraum haben.


Aber ansonsten hat Herr Dieter Wermuth dort kaum Sorgen. Es sieht doch alles so aus als ob die Notenbanken es ins Lot brächten. Ja kann man da nur sagen. Das Haus brennt, aber der Blumenkasten ist gelöscht. Heilige Einfalt. Aber eben für die Zeit ausreichende Qualität an Berichterstattung. Geht doch eine rauchen, fällt einem da spontan ein.

Die Luftfahrtindustrie wartet mit zur Zeit noch vollen Auftragsbüchern schon auf den Nachfrageeinbruch und sicherlich auch darauf das etliche Aufträge storniert werden, weil die Treibstoffpreise den Flugverkehr massiv bremsen.

Die Anleihemärkte für Unternehmen reden sich selber eine schöne Zukunft ein, indem sie darauf hoffen, dass die Anleger bei der beginnenden oder besser kräftig durchstartenden Rezession lieber auf Anleihen mit festen Zinsen setzen und das Risiko der Aktie scheuen. Das ist allerdings Pfeifen im dunklen Wald, weil die Rezession die Investitionen der Unternehmen, die dringend notwendig wären, nicht mehr rechenbar macht. Die Wirtschaft hat das Geld verspekuliert, jetzt geht sie mit relativ alter Technik in die Rezession.

Die Anleger scheren sich nicht darum und schauen seit Jahren seelenruhig zu, wie der Dollar-Verfall alle Kursgewinne, Dividenden und Kupons ihrer US-Anlagen aufzehrt. Dabei ist es erschreckend, zu welchen Maßnahmen sich die größte Volkswirtschaft der Erde gezwungen sieht, um das auf Pump angelegte System zu reanimieren. Zu der Zinspolitik und den Liquiditätsspritzen der Fed sowie ihrer Garantierung eines Brokers gesellen sich fiskalischer Schlendrian, ordnungswidrige Rettungspläne aller Art und der Aufkauf von Hypotheken durch Quasistaatsbanken.

..

Es ist, als ob Anleger getäuscht werden wollten.


Ich bin mir nicht sicher ob die Anleger wirklich getäuscht werden wollen. Die kleinen Anleger durchschauen das Spiel nicht und die großen sind Teil des Systems und hoffen einfach, dass es nur die anderen und nicht sie selbst erwischt.

Wir erleben das große Feuerwerksspektakel am Ende des Neoliberalismus. Man kann eben mit Lügen und Verantwortungslosigkeit keinen Staat, ja noch nicht einmal eine Würstchenbude führen. Es ist an der Zeit die Neoliberalen aus ihren Positionen zu entfernen, sie wo notwendig zu betraften und ansonsten mit Arbeit zu beschäftigen bei der sie nur sich selbst und keinen Anderen schaden können.


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Keine Hoffnung - nur Haken und Ösen

Geschrieben von
Jochen Hoff
Montag, 26. Mai 2008
Kommentare (2) | Trackbacks (0)

Wer sich schon länger mit den Gefahren von Peak Oil und der Umweltverschmutzung beschäftigt, hat automatisch einen Sensor für alternative Techniken entwickelt. Deshalb springe ich auch sofort immer auf jede Meldung über eine neue Technik an und versuche herauszufinden was dahinter steckt. Normalerweise tüte ich das Ganze dann irgendwann ein und schmeiß es als hoffnungslos auf den Datenmüll. Dazu muss ich dann nicht auch noch Text ablassen, es reicht eigentlich schon, das ich bei mir eine Hoffnung zerstört habe.

In letzter Zeit habe ich ein paar nette Mails von Leuten bekommen, die nicht nur eine zweite Erde im Kofferraum und einen Großsponsor für die Verbreitung ihres Unfugs sondern wahrscheinlich auch keine Kinderstube haben. Aber es ist auch nicht leicht zu verstehen, das ich wirklich die meisten Ideen schon aus ihren Anfängen kenne und viele im Auge behalte. Deshalb hier mal ein typischen Beispiel von "Es hätte doch so schön sein können!" oder "Wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätte er den Hasen gekriegt.".

Am Freitag kam das sehr lesenwerte wissenschaft.de mit einem Bericht über Trichoderma reesei:

Pilze für die Zukunft

Forscher entschlüsseln das Genom einer Mikrobe, die Zellulose in Zucker umwandelt

Im zweiten Weltkrieg machte der Pilz Trichoderma reesei US-Soldaten im Südpazifik das Leben schwer. Die mit dem Hefepilz verwandte Bodenmikrobe richtete Verwüstungen an, indem sie Uniformen und Zelte des Militärs zersetzte. Nun hat ein internationales Forscherteam das Genom des Pilzes entschlüsselt – in der Hoffnung, mit seiner Hilfe den Biosprit der Zukunft herstellen zu können.

..

Nach Meinung der Forscher ist der Pilz der geeignete Organismus, um Biotreibstoffe der nächsten Generation herzustellen. Während heutiger Biosprit aus Pflanzenteilen hergestellt wird, die auch als Nahrung verwendet werden können, sollten die Biotreibstoffe der Zukunft nicht in Konkurrenz zu Lebensmitteln stehen, sondern aus Pflanzenabfällen wie Stroh, Holzresten oder Maisblättern und -strünken hergestellt werden. Viele dieser Abfälle bestehen aus Zellulose, einer Verbindung aus tausenden Zuckermolekülen und der Hauptbestandteil von Pflanzenzellwänden.

Bislang ist das Zerlegen von Zellulose in einfache Zucker und die anschließende Vergärung zu Ethanol noch zu aufwendig für eine wirtschaftliche Biosprit-Produktion. Die Forscher um Martinez glauben, dass Trichoderma reesei, der sich leicht vermehren lässt und bereits industriell genutzt wird, die geeigneten Eigenschaften mitbringt, um als Zellulose-Zersetzer zum Einsatz zu kommen. Die Entschlüsselung des Genoms sei ein erster Schritt, um gezielt noch leistungsfähigere Organismen zu züchten, schreiben die Forscher.


Das hört sich doch richtig gut an. Ein Pilz der so effektiv in seiner Zersetzung ist, das er sogar Uniformen und Militärzelte im Südpazifik angriff und teilweise zerstörte. Südpazifik bedeutet warm bei hoher Luftfeuchtigkeit. Wahrscheinlich ist dieser Pilz hier gar nicht lebensfähig. Aber schon alleine aus Vorsicht befrage ich Wikipedia:

Cellulasen - auch selten Zellulasen geschrieben - sind Enzyme, die Cellulose zu β-Glucose abzubauen in der Lage sind. Sie werden hauptsächlich von symbiotischen Bakterien in den Mägen pflanzenfressender Wiederkäuer gebildet. Heutzutage werden sie für die kommerzielle Nutzung meist aus Kulturen mikroskopischer Pilze der Gattung Trichoderma (z. B. T. reesei) isoliert, die im Erdboden vorkommen und zu den Deuteromyzeten (Fungi imperfecti) gerechnet werden. Die meisten Tiere, einschließlich des Menschen, produzieren selbst keine Cellulasen und können deswegen den Hauptanteil der Energie in pflanzlicher Nahrung nicht nutzen.


Ups. Nach Wikipedia kommen sie überall im Boden vor. Also auch bei uns. Damit stellt sich das Problem, das ein durch Züchtung verbesserter Pilz der sehr viel schneller zersetzt, in die freie Natur gelangen könnte und sich dort schneller und beser als andere vermehrt. Das könnte bedeuten, das zunächst im Wald sehr viel Zucker anfällt, aber eben auch, das z.B. niemand mehr Heu lagern könnte und unser Kühe, Meerschweinchen und Hamster verhungern müssten. Nicht gerade eine ideale Vorstellung.

Obwohl ich an der Stelle mein Nachdenken über diese Technologie beenden könnte, grabe ich meist noch ein wenig wenn ich etwas Zeit habe. Ich bin halt neugierig. In diesem Fall wurde ich schnell bei der TU Wien fündig:

Pyr4 Blasterkassetten: Ein essentielles Werkzeug für funktionelle Genomik in Hypocrea jecorina (Trichoderma reesei)

Projektleiter/in
SEIBOTH Bernhard

Laufzeit & Forschungsart
01.12.2005 - 01.02.2007
Grundlagenforschung; Einzelprojekt; Forschungsförderung
Arbeitssprache: Deutsch

Kurzbeschreibung
Hypocrea jecorina (Trichoderma reesei) ist ein filamentöser Bodenpilz der verrottendes Pflanzenmaterial abbaut. Zu diesem Zweck produziert er eine Reihe von extrazellulären Enzymen wie Zellulasen, Hemizellulasen und Pektinasen in großen Mengen. Eine Reihe dieser Enzyme werden großtechnisch erzeugt, ihr Einsatzgebiet reicht von der Textil- bis zur Nahrungsmittelindustrie. Zusätzlich werden mit diesem Pilz eine Reihe rekombinanter Proteine produziert. Schließlich gilt H. jecorina auch aufgrund ihrer leichten Handhabbarkeit und GRAS-Status als Kandidat für die biotechnologische Produktion von Feinchemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen (Pflanzenmaterial). Zur optimalen Nutzung des genetischen Reservoirs dieses Organismus wurde durch eine Initiative des amerikanischen Department of Energy Joint Genome Institute (www.jgi.doe.gov) die Sequenzierung des vollständigen Genoms von H. jecorina durch das United States Department of Energy finanziert und mittlerweile abgeschlossen. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in der Erforschung von H. jecorina wurde die Forschungsabteilung Gentechnologie und Angewandte Biochemie am Institut für Verfahrenstechnik als internationaler Partner zur Mitarbeit an der Genomannotierung eingeladen. Dies unterstreicht die Bedeutung dieser Gruppe und Wiens als eines der Zentren der Hypocrea/Trichoderma Forschung weltweit. Die Annotierung ist jedoch nur ein erster Schritt, dem dann vor allem die Funktionelle Genomik folgen muß. Zu diesem Zweck wollen wir nun effiziente Werkzeuge zur gezielten Veränderung des Hypocrea Genoms entwickeln. Funktionelle Genetik oder Genomik basiert auf der gezielten Veränderung bestimmter Gene und setzt das Vorhandensein eines Transformationssystems und geeigneter genetischer Marker voraus. Während die Transformation von H. jecorina mittlerweile gentechnische Standardmethode ist, ist die Anzahl der verwendbaren Marker und somit die Zahl der manipulierbaren Gene limitiert. Um diese Einschränkung zu umgehen, planen wir nun geeignete wiederverwendbare Marker - sogenannte Blasterkassetten zu entwickeln. Diese Blasterkassetten haben den Vorteil, dass mit ihnen theoretisch eine ganze Gruppe von Genen oder Genfamilien manipuliert werden kann. Die Kassette kann nach einer erfolgreichen Genmanipulation aus dem Organismus wieder entfernt und damit für eine neue Runde der Genmanipulation eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil diese Kassette ist, dass sich in den genetisch veränderten Organismen keine anderen Resistenzmarker befinden, sie also bis auf die eingebrachte Blasterkassette isogen sind, und daher in vielen europäischen Ländern nicht unter die strengen gentechnischen Richtlinien fallen.


Es gibt einige bei denen schon alle Alarmglocken klingeln wenn das Amerikanische Energieministerium mit von der Partie ist, weil die meisten Dinge die von dort angefasst werden, sehr schnell zu stinken beginnen. In diesem Fall brauchen wir aber gar keine Verschwörungstheorien.

Bernhard Seiboth selbst zeigt uns am Schluss der Kurzbeschreibung selbst worum es geht:

Ein weiterer Vorteil diese Kassette ist, dass sich in den genetisch veränderten Organismen keine anderen Resistenzmarker befinden, sie also bis auf die eingebrachte Blasterkassette isogen sind, und daher in vielen europäischen Ländern nicht unter die strengen gentechnischen Richtlinien fallen.


Er möchte seine Technik in einem Bereich halten, wo sie eben nicht von strengen Gesetzen kontrolliert werden kann, wo er ganz unbeobachtet und unkontrolliert mit dem Leben der Menschheit spielen darf. Wahrscheinlich ist die Geschichte schief gegangen, denn wenn sie 2007 zu Ende war, müsste heute mehr an Ergebnissen vorliegen.

Vielleicht ist aber auch der Bericht auf wissenschaft.de das Ergebnis und die wollen gar nicht züchten sondern gentechnisch verändern. Unehrlichkeit auf allen Ebenen. Da braucht niemand mehr weiter zu fragen. Diese Technik gehört entweder in die Hände von verantwortungsvollen Leuten oder wahrscheinlich besser verboten.

Das ganze ist natürlich kein Einzelfall. Im Schnitt tauchen solche Dinge alle zwei oder drei Monate auf und dazwischen immer noch ein paar die einfach nur betrügen wollen und gar keinen wissentschaftlichen Ansatz haben.

Mein Vorgehen ist immer das gleiche. Ich freue mich übrigens wenn ich mich irre und nach einiger Zeit dann doch gute Nachrichten kommen.


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Das weiche Wasser bricht die weiche Birne nicht

Geschrieben von
Jochen Hoff
Montag, 26. Mai 2008
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Am Sonntag als ich an meinen sonntäglichen Liedersammelsurium für das Blog arbeitete kam ein Lied von Dieter Dehm, Hans Sanders und Stefan Hakenberg hoch, das 1988 extra für den SPD-Parteitag umgedichtet und dort von Heinz Rudolf Kunze gesungen wurde. Zum Glück für den Sonntagsfrieden meiner Leser fand ich das Lied nicht gesungen. Ich hätte es euch nicht erspart.

Jetzt erspare ich euch aber auch den Text nicht. Es ist wichtig das man einfach diesen Text auf sich einwirken lässt und ihn mit der real existierenden SPD vergleicht:

Das weiche Wasser bricht den Stein

Was Du willst, geht nicht 'ohne Dich'
drum sag bloß keiner 'nicht mit mir'
Mensch komm und schaf Dein 'großes Ich'
mit ran, mit rein bei unserm 'Wir'

Klar: unser Weg ist elend weit
noch ältre Bilder falln mir ein
nur: in Bewegung, mit der Zeit
siegt jedes Wasser über Stein

WIR SIND DIE STÄRKSTE DER PARTEIN
UND SIND WIR SCHWACH, UND SIND WIR KLEIN
WIR WOLLEN WIE DAS WASSER SEIN
DAS WEICHE WASSER BRICHT DEN STEIN

Europa hatte zweimal Krieg
der dritte wird der letzte sein
glib bloß nicht auf! gib nicht klein bei!
das weiche Wasser bricht den Stein

Die Rüstung sitzt am Tisch der Welt
und Kinder, die vor Hunger schrein
für Waffen fließt das große Geld
doch weiches Wasser bricht den Stein

WIR SIND DIE STÄRKSTE DER PARTEIN
UND SIND WIR SCHWACH, UND SIND WIR KLEIN
WIR WOLLEN WIE DAS WASSER SEIN
DAS WEICHE WASSER BRICHT DEN STEIN

Monopoli, das kalte Spiel
solln Menschen nur Figuren sein?
die Sieger kosten uns zuviel
und jeder wird dbei zum Stein

Drum tanz mit uns auf unsrm Fest
laß zeigen wie sich's leben läßt
Mensch! ... Menschen können Menschen sein
das weiche Wasser bricht den Stein

WIR SIND DIE STÄRKSTE DER PARTEIN
UND SIND WIR SCHWACH, UND SIND WIR KLEIN
WIR WOLLEN WIE DAS WASSER SEIN
DAS WEICHE WASSER BRICHT DEN STEIN


Ich gebe zu ich fand das Lied damals schon blöd, aber ich bin auch für Kunst und Kultur nicht zuständig. Heute finde ich das Lied erschreckend. Da waren sie noch gegen den Krieg. Vor 20 Jahren. Heute würden sie am liebsten bei jedem Gefecht dabei sein und unsere Jugend bluten lassen, damit die alten Säcke keine Konkurrenz bei den Weibern haben. Damals schimpften sie noch über die Rüstung, heute würde mich interessieren wer wie viel an Bestechung bekommt. Die Rüstung bezahlt jeden gut. Das weiß sogar Herr Schäuble.

Monopoli spielen sie heute gerne. Da wollen sie vorne mit dabei sein. Erst Mandat, dann Verrat und dann Aufsichtsrat. Aber noch besser ist es das sie mal sagten "Menschen können Menschen sein", während sie heute alle tun um den Menschen Schmerzen zuzufügen und ihn gar nicht Mensch sein lassen wollen, sonder Sklave.

Zum Glück sind sie nicht mehr die stärkste der Partein, sie haben das Projekt 18 Prozent siegreich in Angriff genommen. Das Wasser das aus ihrem Mund heraussabbert dient nicht dazu den harten Stein zu brechen, sondern auf die Armen und Schwachen zu spucken und es ist nicht der Geifer der Revolution, sonder nur das Vorspeicheln während sie auf den nächsten Happen vom Großkapital waren.

Sind sie nicht jämmerlich? Wer hat uns verraten?





Mist ist mir doch noch ein Lied darein gerutscht. Aber egal. Das kann man nicht oft genug wiederholen, weil er so wahr ist. Sie haben uns immer wieder verraten diese gefälschten Sozialdemokraten.


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Was mag wohl so jemand wie Otto Bernhardt kosten

Geschrieben von
Jochen Hoff
Montag, 26. Mai 2008
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Richtig teuer dürften deutsche Politiker eigentlich nicht sein. Die meisten sind ja doch nur Stimmvieh ihrer Parteien und müssen sich mit dem zufrieden geben, was ihnen die Partei so zuschustert. Ich vermute mal das es da ganz klare interne Verteilungspläne gibt. Kein Wunder das da einige mit ihrem Geld nicht auskommen und auch noch Extraarbeit leisten müssen. So war der finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im deutschen Bundestag scheinbar noch kräftig für die Allianz und die Commerzbank tätig:

Die Unions-Fraktion im Bundestag hat eine mögliche Übernahme der Postbank durch den Allianz-Konzern und die Commerzbank begrüßt. "Die Kombination wäre nicht die schlechteste", sagte Otto Bernhardt, finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, dem "Tagesspiegel" (Samstagsausgabe). "Ich finde es generell sehr erfreulich, dass der Bankenmarkt endlich in Bewegung kommt."

..

Berhardt reagierte damit auf Presseberichte, wonach Allianz und Commerzbank gemeinsam rund zehn Milliarden Euro für die Postbank geboten haben sollen. Bei dem Zusammenschluss wäre auch die Allianz-Tochter Dresdner Bank dabei. Bei einem Verkauf der Postbank hat die Politik mitzureden, der Bund mit rund 30 Prozent größter Einzelaktionär der Konzernmutter Deutsche Post ist. Unions-Sprecher Bernhardt nannte Personalabbau im Falle einer Fusion unvermeidbar. Die Institute müssten technisches Personal abbauen. "Dafür wird die Zahl der Berater in Zukunft wieder zunehmen", sagte Bernhardt.


Damit hat Herr Bernhardt den gesamten wirtschaftlichen Sachverstand der CDU komplett offenbart. Oder besser er hat den Offenbarungseid für die Wirtschaftspolitik der CDU geleistet. Normalerweise würde man solche Mitarbeiter sofort fristlos entlassen.

Er hat mit seinen Worten mal eben schnell signalisiert das die Post die Postbank verkaufen solle. Natürlich jetzt im Zeichen der Finanzkrise und dabei gleichzeitig verlangt technisches Personal rauszuwerfen. Die Technik der Postbank in der Abwicklung ist neben den Kunden der Hauptwert dieser Bank. Das muss ein Herr Bernhardt ja ändern. Kann ja nicht sein, das irgendwas vernünftig läuft im Reich der CDU. Da muss Verfall herrschen damit so ein Vogel wie Bernhardt in all seiner Unfähigkeit nicht auffällt.

Dafür will er dann Berater. Ist ja auch logisch. Die werden im Zeitalter des Internetbanking auch dringend gebraucht. Das kann ein Politiker natürlich nicht wissen. Der muss vermutlich gar keine Rechnungen bezahlen, vielleicht wird das gleich verrechnet.

Was diesem Typen überhaupt nicht klar ist, ist die Tatsache das die Dresdner Bank und die Commerzbank schon viel zu viel Beraterballast mit sich rumschleppen und das der Plan der Allianz die Dresdner Banker zu Versicherungsvertretern zu machen kläglich gescheitert ist. Die Kunden wollen eben in der Bank keine Versicherungen kaufen und wenn dann sind die Filialen zu teuer.

Aber auch das ist nur ein zweitrangiges Problem. Warum will Bernhardt die gutgehende Postbank mit der fast toten Dresdner Bank und der seit Jahrzehnten lahmenden Commerzbank zusammenpacken. Die Commerzbank wollte bisher niemand, sie ist überflüssig. Nicht einmal an Italiener zu verkaufen. Geschenkt zu teuer. Die Dresdner Bank hatte mal das grüne Band der Sympathie. Das ist lange her. Falsche Renditeerwartungen, Wegentwicklung vom Kunden, dumme Arroganz und absolute Unfähigkeit in der Führung brachten sie an den Rand des Ruins und in die Klauen der Allianz.

Das wenige was an Fleisch noch an den Knochen war, hat die Allianz abgenagt und sucht nun jemanden für die Knochen. Aber auch die Dresdner Bank ist nicht zu verkaufen. Höchsten mit Beigabe. Also packt die Allianz ein Paket. Zwei große zerkratzte Glasperlen links und rechts und in der Mitte ein kleiner Diamant. Das Paket soll dann verkauft werden. Der Diamant muss den wertlosen Tand mit verkaufen.

Das Spiel geht dann sehr schnell, ja es hat eigentlich schon angefangen. Der Silberturm der Stolz der Dresdner Bank und alle anderen Immobilien würden dann verkauft und langfristig zurückgemietet. Mit diesem Geld würden dann Kredite bei der Allianz abgetragen oder Papiere von der Allianz gekauft, die sonst niemand brauchen kann und haben will. Die Allianz kocht also die Knochen der Dresdner Bank noch für ein letztes Süppchen auf.

Natürlich geben sie das nicht zu, aber die Immobiliengeier krächzen es schon von allen Dächern. Das Spiel scheint gut vorbereitet. Mit den langfristigen und vermutlich auch weit überhöhten Mietverträgen muss die Postbank andere Standorte die sie gemeinsam mit der Post betreibt oder nutzt, aufgeben. Billige Standorte. Das schwächt ihre Wirtschaftlichkeit, scheint aber dem Willen der CDU zu entsprechen.

Dazu kommt noch ein weiteres Problem. Niemand weiß, was die Dresdner Bank und die Commerzbank noch an mistigen Papieren in ihren Tresoren haben. Es ist leicht denkbar das da noch sehr viel Altpapier liegt, das bilanztechnisch nicht aufgearbeitet wurde. Sie geben 10 Milliarden für die Postbank und bringen 100 Milliarden an Abschreibungen mit. Welch ein Geschäft. Für die Allianz und die Eigentümer der Commerzbank.

Was dann kommt kann ich schon beschreiben. Herr Otto Bernhardt, der Wirtschaftsfachmann der CDU ruft den Bundesfinanzminister an und der Steuerzahler darf zahlen. Es wird so laufen. Wieder einmal werden die zahlen müssen, die an der Spekualition nichts verdient haben und sie auch nicht wollten. Was mag es wohl gekostet haben, das die CDU und vor allem Otto Bernhardt dieses Spiel mitspielen. Wir werden es nie erfahren. Es wird niemand ermitteln. Deutschland eben. Vermutlich darf man noch nicht einmal die Frage stellen was Otto Bernhardt kostet, auch wenn sie einen in die Nase beißt.


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Aufgelesen: 14

Geschrieben von
Jochen Hoff
Sonntag, 25. Mai 2008
Kommentare (8) | Trackbacks (0)

OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur Sterben und Tod um 1945

17. Juli 1945, in Hamburg

Etwa 12 Wochen nach ihrer Befreiung durch britische Truppen im Krankenhaus Langenhorn starb am 17. Juli Magda Thürey zu Hause bei ihrem Bruder an den Folgen der 18-monatigen Gestapohaft. Sie war KPD-Mitglied und bis 1933 Lehrerin im Stadtteil Eimsbüttel. Während des Krieges gehörte sie mit ihrem Mann Paul Thürey der illegalen Widerstandsgruppe „Bästlein-Jacobs-Abshagen“ an. Ein wichtiger Ort des Widerstandes war ihr Seifenladen in Eimsbüttel, Emilienstraße 30. Hier konnten Fäden zusammenlaufen, Nachrichten weitergegeben und Aktionen geplant werden. Ihr Mann wurde 1942 von der Gestapo verhaftet und zwei Jahre später im Hamburger Untersuchungsgefängnis enthauptet. Die Gestapo nahm Magda Thürey im Oktober 1943 in „Schutzhaft“ und sperrte sie ins Gefängnis Fuhlsbüttel. Der Seifenladen blieb erhalten und wurde von der Gestapo als Falle genutzt, so dass es zu weiteren Verhaftungen kam. Der Gesundheitszustand von Magda Thürey verschlechterte sich zusehends. Sie litt außerdem seit Jahren an multipler Sklerose. Als sie fast bewegungslos war, verlegte man sie auf die Nervenstation des Krankenhauses Langenhorn (heute Ochsenzoll/Klinikum Nord). Von hier konnte sie nach der Befreiung von ihrem Bruder nach Hause geholt werden. Das Ehepaar Thürey ist auf dem Ehrenfeld der Geschwister-Scholl-Stiftung auf dem Friedhof Ohlsdorf begraben. Bei dem Begräbnis von Magda reichten sich Vertreter von SPD und KPD symbolisch die Hände und versprachen, zukünftig stets die Einheit der Arbeiterbewegung zu wahren.


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Im Kern braun?

Henryk M. Broder, Qualitätsjournalist von eigenen Gnaden, überraschte uns gestern mit einer nicht nur im Kern reichlich gewagten Analyse nationalsozialistischer Programmatik:

"Auch der Sozialismus und der Nationalsozialismus waren ‘im Kern’ gute Ideen, die sich leider bei Licht betrachtet nicht bewährt haben."

Nanu, die Nazi-Ideologie war eigentlich gar nicht so schlecht? Also entweder war der gutgeachste Henryk beim Schreiben seines Beitrags sturzbetrunken - oder er meint das wirklich ernst. Wie auch immer: Schauen wir uns doch kurz einmal an, was Broder für eine im Kern gute Idee hält, die sich sich leider (!) nicht bewährt hat:


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Schenkelklopfer des Tages:

Schäuble und Zypries rufen dazu auf, die Werte des Grundgesetzes täglich zu leben. In der Geschichte der Bundesrepublik fallen mir keine zwei Gestalten ein, die jemals das Grundgesetz so mit Füßen getreten haben. Wieso sind die eigentlich noch im Amt? Was müssen die noch tun? Auf offener Straße Leute erschießen?!


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Witchcraft - Hexenglaube in Ostafrika

RIESIGE HEXENVERBRENNUNG – 11 TOTE brüllt uns der „Kölner Express“[1] in seiner Online Augabe in RIESIGEN BUCHSTABEN entgegen, findet es

„Unfassbar! Es gibt auf der Welt tatsächlich noch Hexen-Verbrennungen.“

Und berichtet fassungslos, dass in einem Dorf im Kisii-Distrikt in Kenia am vergangenen Mittwoch 11 Frauen und Männer im Alter von 80 bis 96 Jahren brutal vom Mob ermordet wurden. Außerdem hätten zahlreiche Dorfbewohner Verständnis für die Tat geäußert, da die Polizei sie nicht vor Hexerei schützt. Als Erklärung hat das Blatt anzubieten:

„Hexenglaube ist in der Region weit verbreitet.“

Das wars. Afrika mal wieder. Tss, tss. Der „verlorene Kontinent“. Hoffnungslos. Die machen sogar noch Hexenverbrennungen, in der modernen Zeit, wo wir doch die letzte Hexe schon vor 250 Jahren verbrannten… Da schüttelt der aufgeklärte Europäer das weise Haupt, legt den „Express“ oder auch „Die Zeit“ beiseite, in der dasselbe steht, nur mit Haupt- und Nebensätzen, schaltet DSDS ein und hat dabei nicht mal den geringsten Hauch einer Ahnung davon, was in der Welt tatsächlich alles sonst noch so vor sich geht…

Eine etwas detailliertere Aufklärung aus erster Hand findet sich wieder mal nur bei der guten, alten Tante BBC und nicht der klaustrophobisch nach innen fixierten, deutschen Presse. Demnach seien 19 Dorfbewohner festgenommen worden, die das Massaker vielleicht nicht selbst durchgeführt, aber angestiftet hätten. Sie hätten eine Liste der Opfer mit angeblichen Beweisen erstellt und der Mob habe diese einzeln aus ihren Häusern gezerrt. Das Dorf sei von der Polizei besetzt, um alle Schuldigen zu verhaften und Racheaktionen zu verhindern. Es sei in der Region in der Vergangenheit mehrmals zu ähnlichen Übergriffen gekommen, bei denen angebliche Hexen ermordet oder vertrieben wurden – die hohe Zahl an Opfern sei jedoch überraschend. Die Hinterbliebenen der Opfer hielten sich versteckt – sie fürchten um ihr Leben.


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Gottfried Ludewig - CDU - RCDS

Zur Sicherung der Leistungsträgerdemokratie wird ein Ministerium für Elitensicherheit (MfE) gegründet. Dieses erfasst und überwacht alle Feinde der Leistungsträger und alle Wähler der LINKEN.


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